Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. „Warum bin ich Christ“
  10. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  11. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  12. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  13. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  15. Was eine Messe wiegt

Die Heuchelei tötet

6. Juni 2017 in Aktuelles, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: die Sprache des Christen – ‚euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen’. Die Heuchelei beginnt mit dem Schmeicheln und spricht die Sprache des Teufels. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Er aber durchschaute ihre Heuchelei und sagte zu ihnen: Warum stellt ihr mir eine Falle?“: Heuchler, Heuchelei. Papst Franziskus konzentrierte sich in seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Dienstag der neunten Woche im Jahreskreis auf dieses Wort Jesu, mit dem dieser oftmals die Gesetzeslehrer qualifiziert. Ausgehend vom Tagesevangelium (Mk 12,13-17) erklärte der Papst, dass sie Heuchler seien, da sie „etwas sehen lassen und etwas anderes denken, wie die Etymologie des griechischen Wortes "ὑπόκρισις" besagt“.

Die Gesetzeslehrer „reden, urteilen“, doch sie denken dabei etwas anderes: „das ist die Heuchelei“:

„Und die Heuchelei ist nicht die Sprache Jesu. Die Heuchelei ist nicht die Sprache der Christen. Ein Christ kann kein Heuchler sein und ein Heuchler ist kein Christ. Das ist so klar. Das ist das Adjektiv, das Jesus am meisten für diese Leute benutzt: Heuchler. Wir sehen, wie diese vorgehen. Der Heuchler ist immer ein Schmeichler, entweder großspurig oder kleinspurig, aber er ist ein Schmeichler“.


Jene nämlich versuchten, Jesus zu schmeicheln. „Die Heuchler“, so der Papst, „beginnen immer mit der Schmeichelei“. Die Schmeichelei bestehe auch darin, „eine Wahrheit nicht zu sagen, zu übertreiben, die Eitelkeit wachsen zu lassen“. Franziskus rief den Fall eines Priesters in Erinnerung, „den ich vor langer Zeit kennengelernt habe“, der „alle Schmeicheleien aufsaugte, die sie ihm gegenüber vorbrachten, das war seine Schwäche“.

Die Schmeichelei beginne „mit einer schlechten Absicht“. Dies sei gerade der Fall der Gesetzeslehrer, von denen im heutigen Evangelium die Rede sei. Sie stellten Jesus auf die Probe und fingen dabei mit der Schmeichelei an. Sie stellten ihm eine Frage, um ihn in die Falle gehen zu lassen: „Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht? Sollen wir sie zahlen oder nicht zahlen?“ (V. 14):

„Der Heuchler hat dieses doppelte Gesicht. Doch da Jesus ihre Heuchelei kennt, sagt er eindeutig: ‚Warum stellt ihr mir eine Falle? Bringt mir einen Denar, ich will ihn sehen’ (V. 15). Jesus entgegnet den Heuchlern und Ideologen immer mit der Wirklichkeit. Die Wirklichkeit ist so, etwas ganz anderes sind die Heuchelei oder die Ideologie. Doch das ist die Wirklichkeit: bringt mit einen Denar. Und er lässt sehen, wie die Wirklichkeit ist, er antwortet mit jener Weisheit des Herrn: ‚So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört’– die Wirklichkeit bestand darin, dass der Denar das Bild des Kaisers trug – ‚und Gott, was Gott gehört!’(V. 17)“.

Der dritte Aspekt „besteht darin, dass die Sprache des Heuchlers die Sprache der Täuschung ist, es ist dieselbe Sprache wie die der Schlange, mit der sie sich an Eva gewandt hatte“. Es fängt mit der Schmeichelei an, um dann die Menschen zu zerstören, sogar „entreißt sie einer Person die Persönlichkeit und die Seele. Sie tötet die Gemeinde“. „Wenn da Heuchler in einer Gemeinde sind“, so der Papst, „dann ist da eine große Gefahr, dann ist da eine sehr hässliche Gefahr“. Jesus, der Herr, habe uns gesagt: „Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen (Mt 5,37)“.

„Welch großes Übel richtet doch die Heuchelei in der Kirche an“, so Franziskus, der vor jenen Christen warnte, „die dieser sündhaften Haltung verfallen, die tötet:

„Der Heuchler ist fähig, eine Gemeinde zu töten. Er spricht mit aller Süße, er verurteilt eine Person aufs Übelste. Der Heuchler ist einer, der tötet. Erinnern wir uns: es fängt mit der Schmeichelei an, und man entgegnet dem nur mit der Wirklichkeit. Sie sollen mir ja nicht mit diesen Geschichten kommen, das ist die Wirklichkeit, wie bei der Ideologie, das ist die Wirklichkeit. Und am Ende ist es die Sprache des Teufels selbst, der diese gespaltene Zunge in den Gemeinden aussät, um sie zu zerstören. Bitten wir den Herrn, dass er uns behüte, damit wir nicht diesem Laster der Heuchelei verfallen, diesem Schminken der Haltung, aber mit schlechten Absichten. Der Herr schenke uns diese Gnade: ‚Herr, lass mich nie ein Heuchler sein, lass es mich verstehen, die Wahrheit zu sagen und – wenn ich sie nicht sagen kann – den Mund zu halten. Aber nie, nie eine Heuchelei'“.

Dem Autor auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  3. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  4. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  5. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song
  6. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  7. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026
  8. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  9. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  10. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  11. Aktionäre fordern FedEx auf, den Versand von Abtreibungspillen einzustellen
  12. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  13. Israel: Vikariat ruft drei Jahre nach 7. Oktober zu Versöhnung auf
  14. Georgien: Kirchen- und Staatsoberhaupt bekräftigen christliche Wurzeln
  15. Papst Leo feiert Hl. Messe im Gemelli-Krankenhaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz