Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  2. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  3. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  4. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  5. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  6. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  7. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  8. ‚Augustiner für den Frieden‘ – Der spätere Leo XIV. bei einer Friedensdemonstration in Rom 1983
  9. „Gott und sein Gesetz sind wichtiger als menschliche Vereinbarungen und Macht“
  10. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  11. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  12. Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“
  13. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  14. Israel: Haftstrafe für zwei Soldaten nach schwerem Vandalismus an Kruzifix
  15. Finanzströme des Islam-Terrors: Hisbollah-Netzwerke bis nach Österreich aktiv

'Die CDU-Grundfeste sind im Markenkern erschüttert'

28. Juni 2017 in Kommentar, 25 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Meine CDU, meine politische Heimat. Die Partei, für die christliche Werte und der Mensch im Mittelpunkt stehen. Jetzt soll alles anders werden - Ehe von Mann und Frau nicht mehr Markenkern, sondern ‚Gewissensfrage‘.“ Gastkommentar von Claudia Heber


Berlin-Erfurt (kath.net) Am Montag gab Angela Merkel nicht etwa auf einem Parteitag, sondern bei einem Interview einer Frauenzeitschrift überraschend dem Thema "Ehe für alle" eine völlig neue Wendung. Bislang war für sie die Ehe ausschließlich die Verbindung von Mann und Frau. So hat sie es immer wieder gesagt und so steht es auch im Grundsatzprogramm der CDU. Als 2015 das katholische Irland die Ehe öffnete, sahen CDU Mitglieder in Berlin ihre Chance und starteten im Sommer eine Mitgliederbefragung. 40 Prozent haben sich beteiligt, davon waren 35 Prozent für die völlige Öffnung. Gerade mal 12 Prozent der Mitglieder haben sich also aktiv dafür ausgesprochen. Auch wenn niemand weiß, wie die fehlenden 60 Prozent abgestimmt hätten, bleibt es eine derbe Niederlage für die Befürworter. Im Dezember 2015 beschließt der Parteitag in Karlsruhe einstimmig (!) ein Papier, in dem es heißt: "Die Ehe als die auf Dauer angelegte Bindung zwischen Mann und Frau dient dem familiären Zusammenhalt. Auch die eingetragene Partnerschaft hat für uns diese verbindliche Qualität." Für die CDU ist klar, es gibt einen Unterschied und die Ehe ist zwei verschiedengeschlechtlichen Partnern vorbehalten.

Meine CDU, meine politische Heimat. Die Partei, für die christliche Werte und der Mensch im Mittelpunkt stehen. Jetzt soll alles anders werden. Ehe von Mann und Frau ist nicht mehr Markenkern, sondern eine "Gewissensfrage". Aber woher kommt das "Gewissen"? Was leitet uns? Wird hier nicht ein Prinzip zu einer beliebig änderbaren Meinung degradiert?


Natürlich nimmt man wahr, dass in der Bevölkerung das Meinungsbild anders aussieht. In der evangelischen Kirche gibt es Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare. Das Bekenntnis "ich bin schwul", bringt kaum noch jemanden aus der Fassung. Allenfalls noch die eigenen Eltern, denen "leibliche" Enkelkinder versagt bleiben. Es ist mehrheitlich gesellschaftlicher Konsens, dass auch gleichgeschlechtliche Beziehungen als Einstehensgemeinschaft einen gesellschaftlichen Beitrag leisten.

Aber all das ändert nichts an der Tatsache, dass es gute Gründe gibt, die Ehe in der bisherigen Form nicht aufzugeben. Jedes Kind hat Mutter und Vater. Das ist so. Die Ehe ist also mehr als eine Einstehensgemeinschaft zweier Erwachsener. In ihr wird Leben weitergegeben. Daran hat sich in den letzten hundert Jahren nichts geändert. Natürlich gibt es heute mehr kinderlose Paare, mehr Kinder außerhalb von Ehe und mehr Alleinerziehende als in unserer Elterngeneration. Deshalb wird es Zeit, Kinder endlich steuerlich besser zu stellen. Viele sind aber auch ungewollt kinderlos. Diese Paare werden vorgeführt, statt darüber zu reden, dass in Deutschland immer noch mehr staatliches Geld für Abtreibungen als für Kinderwunschbehandlungen ausgegeben wird. Als Argument für die eigenen Interessen sind solche Paare willkommene Beispiele der gelegentlich selbstgerechten Streiter für die Homo-Ehe. Welchen Leidensweg viele durchmachen ist egal. Apropos "Gefühl": Ich habe auch Verständnis dafür, dass sich gleichgeschlechtliche Paare Kinder wünschen. Aber sie können aus sich heraus zusammen keine Familie gründen. Es ist somit legitim, einer solchen Verbindung einen anderen Namen zu geben.

Rechtlich ist die eingetragene Lebenspartnerschaft bis auf die Adoption mit der Ehe gleichgestellt. Kaum einer scheint das zu wissen und so fängt man mit der Behauptung einer angeblichen Diskriminierung auch noch den letzten ein, der sich nicht als böse beschimpfen lassen will. Aber das spielt alles keine Rolle mehr, weil Taktik, Kalkül und Opportunität mehr zählen, als eine eigene Haltung oder demokratische Beschlüsse.

Jetzt ist klar, entgegen dem Koalitionsvertrag wird es am Freitag im Bundestag zu einer Abstimmung kommen. Wie die Kanzlerin stimmen wird, hat sie bislang nicht verraten. Einige andere Abgeordnete haben das getan. Ich hoffe sehr, dass es eine namentliche Abstimmung geben wird. Das ist das Mindeste, was man den 1001 Delegierten und der Basis schuldet, wenn man schon launig vom Sofa aus die Grundfeste, auf die viele Mitglieder bis gestern vertraut haben, im Markenkern erschüttert.

Weiterführende Links:
- Berlins Erzbischof Koch erneuert DBK-Nein zur 'Ehe für alle'

- Deutsche Bischofskonferenz gegen 'Ehe für alle'

- Papst Franziskus: 'Die Gemeinheit, die man mit Indoktrinierung der Gendertheorie begeht' – Ehe ist „ein Abbild Gottes, Mann und Frau in einem Fleisch“.

Pressefoto Claudia Heber



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ehe

  1. US-Studie zeigt: Verheiratete junge Erwachsene sind glücklicher als unverheiratete
  2. Afrikas Bischöfe erklären Umgang mit Polygamie
  3. Neuer Hit: „Für dich gehe ich das volle Risiko ein“
  4. „Georgia Märtyrer“-Seligsprechung am 1. Oktober – Sie verteidigten die Ehe gegen die Polygamie
  5. „Warum erlaubt die katholische Kirche keine Hochzeiten im Garten?“
  6. Wegweisend! - COMECE unterstützt Polen gegen EU-Druck zur Anerkennung sogenannter „Homo-Ehen“!
  7. Papst: Ehe unauflöslich, doch bei Annullierung barmherzig sein
  8. Vatikan kündigt bevorstehende Veröffentlichung eines Dokuments zu Monogamie an
  9. Evangelische Landeskirche in Württemberg: Gleichgeschlechtliche „Ehe“ verfehlt Zweidrittelmehrheit
  10. „Menschliches Leben ist Geschenk und muss mit Respekt, Fürsorge und Dankbarkeit angenommen werden“







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  3. Christus, das Licht der Jugend und der Familien
  4. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  5. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  6. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  7. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  8. Keine Bistums-Erlaubnis für Afrika-Madonna in der Gebetsstätte Marienfried
  9. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  10. "Einfach viel unverschämter vom persönlichen Glauben erzählen"
  11. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  12. Der Fall „Correctiv“: Ein journalistischer Sündenfall und seine Folgen
  13. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  14. Bischof Ivo Muser: "Der größte Mangel, den wir in unserer Diözese haben, ist der Gläubigenmangel"
  15. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz