Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  5. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  6. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  7. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  8. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  9. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  10. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  11. Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
  12. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  13. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  14. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft
  15. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet

Landeshauptfrau Mikl-Leitner: Christentum gehört zu NÖ-Identität

1. Juli 2017 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erste Frau an der Spitze Niederösterreichs im "Kirche bunt"-Interview: "Das christliche Brauchtum wird hoch gehalten und das Kreuz in den Klassenzimmern nicht angegriffen. Es ist ein wichtiges Symbol für unseren Kulturraum"


St.Pölten (kath.net/KAP) Zu den christlichen Grundwerten und Traditionen Österreichs bzw. Niederösterreichs hat sich die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bekannt. "Unser Land wurde auf den christlichen Grundwerten aufgebaut. Das ist Teil unserer Identität", so Mikl-Leitner wörtlich im Interview mit der St. Pöltner Kirchenzeitung "Kirche bunt" (aktuelle Ausgabe). In diesem Geiste "werden wir Niederösterreich auch in die Zukunft führen - ohne Diskriminierung, sondern im friedlichen und guten Zusammenleben mit anderen Konfessionen".

Niederösterreich sei ein weltoffenes und tolerantes Land, "das sich zugleich seiner Wurzeln und Grundwerte bewusst ist", betonte die Landeshauptfrau: "Das christliche Brauchtum wird daher hoch gehalten und das Kreuz in den Klassenzimmern nicht angegriffen. Es ist ein wichtiges Symbol für unseren Kulturraum."

In der Debatte um Burkini in einem öffentlichen Bad oder Vollverschleierung im öffentlichen Dienst sei ihr zudem eines wichtig, so Mikl-Leitner: "Ich verwehre mich als Frau und Mutter zweier Töchter gegen jede Form von Unterdrückung. Für mich und viele andere Frauen, die sich seit Jahrzehnten für mehr Gleichberechtigung einsetzen, ist das ein zentrales Anliegen."


Zur Frage nach den größten Herausforderungen für die Zukunft nannte die Landeshauptfrau zum einen den technologischen Fortschritt, aber auch die Stärkung des Sozialbereichs sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt. "Die Digitalisierung, also der technologische Fortschritt, ist unsere größte Herausforderung", so Mikl-Leitner: "Wir wollen die Chancen und Möglichkeiten, die darin liegen, so nutzen, dass sie Land und Menschen am Weg nach vorne helfen und zusätzliche Arbeitsplätze ermöglichen." Darüber hinaus wolle sie etwa Schwerpunkte im Bereich der Mobilität oder im Sozialbereich setzen: "Wir werden mit dem Sozialen Alltagsbegleiter ein neues Berufsbild einführen, womit Menschen, die auf Hilfe im Alltag angewiesen sind, Unterstützung bekommen."

Auf das gesellschaftliche Klima angesprochen, meinte die Landeshauptfrau wörtlich: "In Zeiten, wo die Welt brüchiger wird, dürfen wir am Weg nach vorne nichts von dem verlieren, was uns über Jahrzehnte stark gemacht hat - unseren Zusammenhalt." Sei es der Zusammenhalt unter Freunden und in Familien, unter Ehrenamtlichen und in Vereinen, unter den Generationen oder in den Dörfern bis hin zur Landespolitik. Nachsatz: "Wir müssen weiterhin auf das Miteinander im Land setzen. Denn im Miteinander steckt der Treibstoff für die Antworten auf neue Herausforderungen in neuen Zeiten."

Pfarren und Gemeinschaften aller Konfessionen bilden dabei laut der Landeshauptfrau "überall wichtige Strukturen des gemeinschaftlichen Zusammenlebens". Darüber hinaus seien die Stifte in Niederösterreich "geistige Kraftquellen für uns und Teil unserer Kulturidentität". Denkmäler wie Pfarrkirchen und Stifte seien "gebaute Geschichte". Sie legten Zeugnis ab über die Vergangenheit des Landes, stifteten Identität für das Land "und bedeuten Wurzeln in unserer Zeit".

Die Landeshauptfrau zeigte sich zudem überzeugt, dass sich Vertreter der Kirchen "jederzeit zu allen Themen" öffentlich äußern können, "natürlich auch zur Politik". Es gebe wahrscheinlich sogar Bereiche wie etwa die Religionsfreiheit oder die Bedrohung durch islamistischen Terror, "zu denen sich Kirchenvertreter im Rahmen ihrer Funktionen äußern müssen", so Mikl-Leitner, die sich selbst auch als gläubig bezeichnete: "Der Glaube spielt in meinem Leben natürlich eine Rolle. Ich bete jeden Tag vor dem Schlafengehen und bedanke mich."

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Bundesland Brandenburg plant Neutralitätsgesetz für Justiz: Kein Kopftuch, Kippa, Kreuz
  2. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  3. Botox? – Die unsichtbaren tragischen Folgen des Jugendwahns
  4. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  5. Zwischen Wölfen und Brüdern
  6. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  7. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  8. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  9. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  10. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt







Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  3. So nicht, Mr. Präsident!
  4. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  7. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  8. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  9. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  10. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  11. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  12. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  13. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  14. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  15. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz