Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  3. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  4. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  5. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  8. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  9. So fühlt sich Nachhausekommen an
  10. Menschenrecht auf Abtreibung?
  11. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  12. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  13. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  14. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  15. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten

Landeshauptfrau Mikl-Leitner: Christentum gehört zu NÖ-Identität

1. Juli 2017 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erste Frau an der Spitze Niederösterreichs im "Kirche bunt"-Interview: "Das christliche Brauchtum wird hoch gehalten und das Kreuz in den Klassenzimmern nicht angegriffen. Es ist ein wichtiges Symbol für unseren Kulturraum"


St.Pölten (kath.net/KAP) Zu den christlichen Grundwerten und Traditionen Österreichs bzw. Niederösterreichs hat sich die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bekannt. "Unser Land wurde auf den christlichen Grundwerten aufgebaut. Das ist Teil unserer Identität", so Mikl-Leitner wörtlich im Interview mit der St. Pöltner Kirchenzeitung "Kirche bunt" (aktuelle Ausgabe). In diesem Geiste "werden wir Niederösterreich auch in die Zukunft führen - ohne Diskriminierung, sondern im friedlichen und guten Zusammenleben mit anderen Konfessionen".

Niederösterreich sei ein weltoffenes und tolerantes Land, "das sich zugleich seiner Wurzeln und Grundwerte bewusst ist", betonte die Landeshauptfrau: "Das christliche Brauchtum wird daher hoch gehalten und das Kreuz in den Klassenzimmern nicht angegriffen. Es ist ein wichtiges Symbol für unseren Kulturraum."

In der Debatte um Burkini in einem öffentlichen Bad oder Vollverschleierung im öffentlichen Dienst sei ihr zudem eines wichtig, so Mikl-Leitner: "Ich verwehre mich als Frau und Mutter zweier Töchter gegen jede Form von Unterdrückung. Für mich und viele andere Frauen, die sich seit Jahrzehnten für mehr Gleichberechtigung einsetzen, ist das ein zentrales Anliegen."


Zur Frage nach den größten Herausforderungen für die Zukunft nannte die Landeshauptfrau zum einen den technologischen Fortschritt, aber auch die Stärkung des Sozialbereichs sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt. "Die Digitalisierung, also der technologische Fortschritt, ist unsere größte Herausforderung", so Mikl-Leitner: "Wir wollen die Chancen und Möglichkeiten, die darin liegen, so nutzen, dass sie Land und Menschen am Weg nach vorne helfen und zusätzliche Arbeitsplätze ermöglichen." Darüber hinaus wolle sie etwa Schwerpunkte im Bereich der Mobilität oder im Sozialbereich setzen: "Wir werden mit dem Sozialen Alltagsbegleiter ein neues Berufsbild einführen, womit Menschen, die auf Hilfe im Alltag angewiesen sind, Unterstützung bekommen."

Auf das gesellschaftliche Klima angesprochen, meinte die Landeshauptfrau wörtlich: "In Zeiten, wo die Welt brüchiger wird, dürfen wir am Weg nach vorne nichts von dem verlieren, was uns über Jahrzehnte stark gemacht hat - unseren Zusammenhalt." Sei es der Zusammenhalt unter Freunden und in Familien, unter Ehrenamtlichen und in Vereinen, unter den Generationen oder in den Dörfern bis hin zur Landespolitik. Nachsatz: "Wir müssen weiterhin auf das Miteinander im Land setzen. Denn im Miteinander steckt der Treibstoff für die Antworten auf neue Herausforderungen in neuen Zeiten."

Pfarren und Gemeinschaften aller Konfessionen bilden dabei laut der Landeshauptfrau "überall wichtige Strukturen des gemeinschaftlichen Zusammenlebens". Darüber hinaus seien die Stifte in Niederösterreich "geistige Kraftquellen für uns und Teil unserer Kulturidentität". Denkmäler wie Pfarrkirchen und Stifte seien "gebaute Geschichte". Sie legten Zeugnis ab über die Vergangenheit des Landes, stifteten Identität für das Land "und bedeuten Wurzeln in unserer Zeit".

Die Landeshauptfrau zeigte sich zudem überzeugt, dass sich Vertreter der Kirchen "jederzeit zu allen Themen" öffentlich äußern können, "natürlich auch zur Politik". Es gebe wahrscheinlich sogar Bereiche wie etwa die Religionsfreiheit oder die Bedrohung durch islamistischen Terror, "zu denen sich Kirchenvertreter im Rahmen ihrer Funktionen äußern müssen", so Mikl-Leitner, die sich selbst auch als gläubig bezeichnete: "Der Glaube spielt in meinem Leben natürlich eine Rolle. Ich bete jeden Tag vor dem Schlafengehen und bedanke mich."

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Botox? – Die unsichtbaren tragischen Folgen des Jugendwahns
  2. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  3. Zwischen Wölfen und Brüdern
  4. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  5. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  6. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  7. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  8. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt
  9. Österreichs Integrationsministerin richtet „Dokumentationsstelle politischer Islam“ ein
  10. Eine Kathedrale in Istanbul - und eine in Nantes






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  3. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  6. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  7. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  8. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  9. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  12. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  13. Menschenrecht auf Abtreibung?
  14. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  15. Papst Leo XIV: Meinungsfreiheit auch im Westen beschränkt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz