Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  12. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  13. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  14. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  15. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus

Vertrautheit

26. September 2017 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: in das Haus Jesu eintreten, dessen Atmosphäre leben und bei ihm bleiben und sein Wort hören. Wer im Haus des Herrn lebt, ist frei, wer in Vertrautheit mit ihm steht, ist frei. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Eines Tages kamen seine Mutter und seine Brüder zu ihm; sie konnten aber wegen der vielen Leute nicht zu ihm gelangen. Da sagte man ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und möchten dich sehen. Er erwiderte: Meine Mutter und meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und danach handeln“ (Lk 8,19-21).

„Wer das Wort Gottes hört, setzt es in die Praxis um“: auf diesem Grundsatz basiert für Jesus der Begriff der Familie. Diese Familie, so die erste Beobachtung von Papst Franziskus in seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Dienstag der 25. Woche im Jahreskreis, „ist weiter als jene, in der der Mensch geboren wird“. Im Tagesevangelium sei es der Herr, der jene, die ihn umgäben und ihm bei seiner Verkündigung zuhörten, „Mutter“, „Brüder“ und „Familie“ nenne.

Dies lasse „an den Begriff der Vertrautheit mit Gott und mit Jesus denken“, so Franziskus, was etwas mehr sei als Jüngerschaft oder Freundschaft. Diese Vertrautheit sei weder eine formale noch eine höfliche Haltung. Noch weniger handle es sich um eine „diplomatische“ Haltung. Was also, so die Frage des Papstes, „bedeutet dieses Wort, das die geistlichen Väter der Kirche so oft gebraucht und gelehrt haben?“.


Vertrautheit bedeute vor allem, „in das Haus Jesu eintreten: in jene Atmosphäre eintreten, jene Atmosphäre leben, die im Haus Jesu herrscht. Dort leben, betrachten, frei sein, dort. Denn die Kinder sind frei, wer im Haus des Herrn lebt, ist frei, wer in Vertrautheit mit ihm steht, ist frei. Die anderen sind, um ein Wort der Bibel zu gebrauchen, die ‚Kinder der Sklavin’ (vgl. Gal 4,31), sagen wir es so, sie sind Christen, wagen es aber nicht, sich zu nähern, sie wagen es nicht, diese Vertrautheit mit dem Herrn zu haben, und immer ist da eine Distanz, die sie vom Herrn trennt“.

Doch wie die großen Heiligen lehrten, bedeute die Vertrautheit mit Jesus auch, „bei ihm zu sein, auf ihn zu blicken, sein Wort zu hören, versuchen, es in die Praxis umzusetzen, mit ihm zu sprechen“. Und das Wort, das Gebet sei wichtig, unterstrich der Papst: „jenes Gebet, das man auch unterwegs betet: ‚Nun, Herr, was denkst du?’. Das ist die Vertrautheit, nicht wahr? Immer. Die Heiligen hatten sie. Die heilige Therese, das ist schön, weil sie sagte, dass sie den Herrn überall fand, sie war überall mit dem Herrn vertraut, auch zwischen den Töpfen in der Küche. So war sie“.

Schließlich bestehe die Vertrautheit in einem „Bleiben“, in einem Verharren in der Gegenwart Jesu, wie er selbst beim Letzten Abendmahl geraten habe, oder wie es auch der Beginn des Johannesevangeliums in Erinnerung rufe, als Johannes der Täufer erkläre: „‚Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt’. Und Andreas und Johannes folgten Jesus nach“ und „blieben jenen ganzen Tag bei ihm“ (vgl. Joh 1,36.40).

Erneut betonte der Papst, dass dies die Haltung der Vertrautheit sei, nicht jene einfach „gute“ Haltung der Christen, die aber auf Abstand gingen, „du dort, ich hier“. So bat Franziskus abschließend einen jeden:

„Geben wir dieser Haltung der Vertrautheit mit dem Herrn den Vorzug! Jener Christ mit seinen Problemen, der den Bus, die U-Bahn nimmt und in seinem Inneren mit dem Herrn spricht oder wenigstens weiß, dass der Herr auf ihn blickt, dass er ihm nahe ist: das ist die Vertrautheit, das ist die Nähe, das heißt es, sich der Familie Jesu zugehörig zu fühlen. Wir wollen um die Gnade für uns alle bitten, um die Gnade, zu verstehen, was Vertrautheit mit dem Herrn bedeutet. Der Herr schenke uns diese Gnade“.

Dem Autor auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  3. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  4. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  5. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  6. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  7. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  8. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  9. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  10. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  11. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  12. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  13. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  14. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  15. „Er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen“ (Psalm 91)

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz