Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  2. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  3. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  4. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  5. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  6. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  7. Der stumme Gott unserer Zeit
  8. Beschließen ohne zu entscheiden?
  9. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  10. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  11. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  12. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  13. Frankreich: Neues Gesetz bestraft Versuch, von Suizidhilfe abzuhalten
  14. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  15. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit

Macron bei Ausstellungseröffnung: Nahost-Christen unterstützen

30. September 2017 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Präsidenten Frankreichs und Libanons eröffneten Großschau "Christen des Ostens: 2.000 Jahre Geschichte" am Pariser Institut der arabischen Welt/IMA.


Paris (kath.net/ KAP)
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat seine Unterstützung für die Christen des Orients bei der Eröffnung der Ausstellung "Christen des Ostens - 2.000 Jahre Geschichte" am Pariser Institut der arabischen Welt (IMA) betont. Unter Hinweis auf die alten Verbindungen zwischen den Christen des Ostens und Frankreichs bekräftigte Macron am Montagabend, dass Paris an ihrer Seite bleiben werde und betonte, dass für den Nahen Osten "die Forderung, dass jeder frei nach seinem Glauben leben können soll", verteidigt werden müsse, wie die Zeitung "La Croix" am Mittwoch berichtete. "Wir haben diesbezüglich eine ruhmreiche Vergangenheit, und diese verpflichtet uns", sagte er. An der Eröffnung nahm auch der libanesische Präsident Michel Aoun teil.

Die medial viel gelobte Ausstellung ist bis 14. Jänner zu besichtigen. Sie zeichnet an Hand von Kunstwerken, von denen die meisten noch nie in Europa zu sehen waren, die Geschichte des Christentums im Nahen Osten nach.

Der Präsident des IMA, Jack Lang, sprach von einer "Weltpremiere". Zum ersten Mal seien die orientalischen Christen im Mittelpunkt einer Ausstellung, die im Hinblick auf Reichtum und Zahl von noch nie gezeigten Exponaten zu den kulturellen Großereignissen der Gegenwart zähle. Das IMA, das sich dem "Kampf gegen die Unwissenheit und die falschen Klischees" verschrieben habe, öffne mit dieser Ausstellung seine Tore dem orientalischen Christentum, das ein wesentlicher Bestandteil der arabischen Welt sei, so Lang.


Im Interview mit dem Sender "France24" erinnerte Msgr. Pascal Gollnisch, Direktor des kirchlichen Hilfswerks "Oeuvre d'Orient", daran, dass das Evangelium im heutigen Frankreich in den frühen Jahrhunderten des Christentums von orientalischen Christen verkündet worden sei. Das Mönchtum des Westens sei von den ägyptischen und syrischen Wüstenvätern inspiriert. Auch die christliche Liturgie stamme aus dem Orient. Wörtlich fügte Gollnisch hinzu: "Wir sehen die orientalischen Christen heute als Verfolgte, was stimmt, als Migranten, die gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen, was nicht falsch ist. Aber manche Leute wollen sie als fünfte Kolonne des Westens im Orient darstellen, was absurd ist. Sie sind seit 2.000 Jahren im Orient zu Hause, sie sind die ursprünglichen Bewohner."

Einfluss dauerte in osmanischer Zeit fort

Eine der Kuratorinnen der Ausstellung, Elodie Bouffard, erläuterte vor Journalisten das Gestaltungsprinzip der Exposition. Es gehe darum, ein Gesamtbild der Geschichte des orientalischen Christentums über 2.000 Jahre hinweg zu zeichnen. Das Publikum könne an Hand der Exponate - von den berühmten Fresken der Hauskirche in Dura Europos bis hin zu einer kompletten Bibel in aramäischer Sprache - gleichsam mitverfolgen, wie sich dank der Klöster, der Pilgerfahrten und der Verehrung der Märtyrer das Christentum rasch ausgebreitet habe.

Auch die islamische Eroberung habe diese Ausbreitung zunächst nicht stoppen können. Erst viel später sei durch die diskriminierende Behandlung der Christen und Juden als "Dhimmi" ("Schutzbefohlene" bzw. "Bürger zweiter Klasse") der Anteil der Christen an der Bevölkerung der nahöstlichen Gebiete gesunken.

In osmanischer Zeit habe der kulturelle Einfluss der orientalischen Christen angedauert, betonte Bouffard, die zweieinhalb Jahre an der Vorbereitung der Ausstellung gearbeitet hat. Eine besondere Rolle hätten die orientalisch-christlichen Kaufleute gehabt, die in den wichtigen Städten der Levante ihre Kontore unterhielten. Diese gebildete Händlerklasse habe auch eine kulturelle Brückenfunktion wahrgenommen und etwa den Buchdruck im Nahen Osten etabliert. Am Ende des 19. Jahrhunderts hätten diese Christen dann in der "Nahda", der literarischen und kulturellen Renaissance der arabischen Welt, eine zentrale Rolle gespielt.

In der Ausstellung wird auch die Gegenwart der orientalischen Christen ins Bild gebracht. So sammelte der Libanon-Referent des "Oeuvre d'Orient", Vincent Gelot, Zeugnisse der orientalischen christlichen Gemeinschaften, die ihre Treue zum Evangelium oft mit dem Martyrium bezahlen mussten. Diese Zeugnisse, die den ganzen nahöstlichen Raum und Zentralasien umfassen, sind nicht nur in der Ausstellung zu sehen, sie erschienen zugleich als Buch unter dem Titel "Chretiens d'Orient".

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  2. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  3. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  4. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“
  5. Brutaler Polizeiangriff auf einen katholischen Priester in Sri Lanka: Kirche fordert Aufklärung
  6. Weltverfolgungsindex 2026: Die Christenverfolgung ist weltweit auf neuem Höchststand
  7. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  8. Plakolm: Christenverfolgung ernst nehmen statt relativieren
  9. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  10. Meldestelle Christenschutz: Christliche Flüchtlinge sind fassungslos über Skandal-Ausstellung







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  4. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  5. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  6. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  7. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  8. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  9. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  10. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  11. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  12. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  13. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  14. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  15. Beschließen ohne zu entscheiden?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz