Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  4. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  5. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  6. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  7. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  8. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Konservative Bischöfe als „Königsmörder“?
  9. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  11. THESE: Und die Bibel hat doch Recht!
  12. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  13. L'Avvenire sorgt für Confusione!
  14. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft
  15. Bekenntnisse eines Warmduschers

Neuer Literaturnobelpreisträger Kazuo Ishiguro schrieb über Klone

6. Oktober 2017 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kazuo Ishiguro schrieb bereits im Jahr 2005 einen nachdenklichen Roman über Klone, Organspende und die Gefahren der Biotechnologie - Mit VIDEOS - Von Petra Lorleberg


Stockholm (kath.net/pl) Der in Stockholm ausgerufene neue Literaturnobelpreisträger Kazuo Ishiguro (Foto) schrieb bereits im Jahr 2005 einen nachdenklichen Roman über Klone und die Gefahren der Biotechnologie: „Alles, was wir geben mussten“. Diese gezüchteten Klone wachsen sozusagen „gut betreut“ in einem britischen Internat auf. Allerdings sind sie einzig dazu in die Welt gebracht worden, um später ihre lebenswichtigen Organe zu spenden. Sie beginnen damit als junge Erwachsene und sterben meist nach drei bis vier Spenden, meist schon vor Erreichen des dreißigsten Lebensjahres. Einen Einblick in das Denken und Fühlen der Klone bekommt der Leser anhand der jugendlichen Hauptpersonen des Romans. Das Buch wurde später auch verfilmt (Siehe Videos unten).


Im Roman des Briten japanischer Herkunft spielt eine Lehrerin eine wichtige Rolle, die von den in der Schule entstehenden Kunstwerken die besten mitnimmt, um sie in einer „Galerie“ zu zeigen. Damit will sie die Bevölkerung überzeugen, dass auch Klone Gefühle haben. Die Bevölkerung verdränge nämlich ihr Wissen um die Klone und ziehe es vor, die konkrete Entstehung der Spenderorgane und den Preis für ihre Bereitstellung – ein Menschenleben – zu verdrängen.

Ishiguro beschreibt die Klone unspektakulär und in einer feinen Sprach- und Ausdruckskraft, für die er weithin gerühmt wird. Das Buch skandalisiert nicht, sondern ist literarische Kunst. Eingebettet in die trügerische Idylle britischen Internatslebens zieht der Roman den Leser in die beklemmende Vorstellung, wie es wäre, als Klon zu leben, keine Existenzberechtigung aus sich selbst heraus zu haben und überschnell herannahend Leiden, Schmerz und Tod herankommen zu sehen.

2005 schrieb Martin Ebel im „Deutschlandfunk“ zu diesem Roman: „Das perfideste (und häufigste) Unwort“ in Ishiguros Buch sei „Spenden“. Dies suggeriere „freiwillige Hingabe und verbirgt, dass diese Geschöpfe allein zu dem Zweck da sind, sich - natürlich narkotisiert und unter medizinischer Aufsicht - lebendig verstümmeln zu lassen bis zum Tode - damit andere, die sie in Auftrag gegeben haben, weiterleben können.“

Kazuo Ishiguro - Alles, was wir geben mussten (Never let me go) - Trailer (deutsch)


Kazuo Ishiguro - Never let me go - Romanverfilmung zum Thema Klone und Biotechnologie in voller Länge (englisch)


Foto Ishiguro (c) Wikepedia/Mariusz Kubik/CC BY 2.5


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  6. Oktober 2017 
 

Überholt

Der neueste "Trend" ist, nicht mehr ganze Doppelgänger zu schaffen, die man dann ausschlachtet, sondern gezielt einzelne Organe im Labor zu züchten und zu implantieren.
Die gleiche Technik kann man auch nutzen, um gezielt Tierfleisch zu erzeugen. Praktisch, das meiste von der Kuh oder dem Schwein essen wir ohnehin nicht...

Sicher billiger und für viele ethisch eher akzeptabel, aber auch für Christen?


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bioethik

  1. Euthanasie an Kindern 1-12 Jahre. Die Schranken fallen
  2. Französische Nationalversammlung stimmt für neues Bioethikgesetz – „So sterben Zivilisationen“
  3. Pariser Erzbischof Aupetit nennt Humanae Vitae eine „Prophetie“
  4. Japan: Chimären sollen bis zu Geburt heranwachsen
  5. Bischof Fürst: Präna-Test lässt Druck auf die Eltern steigen
  6. Schweizer Parlamentarier lehnen Legalisierung der Eizellspende ab
  7. Genom-Editing: Weltweite Empörung über gentechnisch veränderte Babys
  8. "Kritik der Medien und vieler Wissenschaftler unglaubwürdig"
  9. "Schockierender Verstoß gegen die Menschenrechte"
  10. Ethikerin: Keimbahneingriff für Forschung ein Schlag ins Gesicht






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. ADIOS!
  3. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  4. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  5. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  6. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  7. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  8. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  9. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  10. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  11. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  12. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Konservative Bischöfe als „Königsmörder“?
  13. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  14. Papst sagt Weihbischof für Schweizer Diözese Chur zu
  15. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz