Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  5. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  6. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  9. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  10. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  11. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  12. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  13. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  14. Wir machen da was mit Medien
  15. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“

‚Exorzist’ Autor William Peter Blatty und ein Ouija-Brett

8. November 2017 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Während der Arbeit an dem späteren Bestseller erlebte der amerikanische Schriftsteller wiederholt unerklärliche Phänomene.


New York City (kath.net/jg)
Der Schriftsteller William Peter Blatty (1928 – 2017) hatte bei der Arbeit an dem Roman „Der Exorzist“ mehrere seltsame Erlebnisse. Ein befreundeter Priester hatte ihn davor gewarnt, dass allein die Beschäftigung mit dem Okkulten ihn für Angriffe aus diesem Bereich anfällig machen könnte.

„Als ich das letzte Kapitel und den Epilog geschrieben habe, hatte ich eine Reihe bizarrer Erlebnisse“, sagte er wörtlich in einem Interview mit dem Journalisten Ray Connolly, das 1972, kurz nach Erscheinen des Romans, im Evening Standard veröffentlicht wurde.

Er sei zehn Tage lang nicht von einem Ouija-Brett weggekommen, erinnerte er sich. Zuvor habe er sich nie dafür interessiert, doch als er damit begonnen hatte, konnte er nicht mehr damit aufhören. Er habe das Gefühl gehabt, tatsächlich mit den Toten kommunizieren zu können, sagte er.

Blatty, der sich selbst als „zwanglosen Katholiken“ bezeichnete, war übernatürlichen Ereignissen gegenüber grundsätzlich eher skeptisch eingestellt. Vieles von seinen Erlebnissen mit dem Ouija-Brett könne Autosuggestion gewesen sein, meinte er. Es habe allerdings einige Dinge gegeben, die man nicht mit dem Unterbewusstsein erklären könne.


Um seine Erfahrungen zu überprüfen, zog er eine junge Frau heran, die sich selbst in eine hypnotische Trance versetzen konnte. Sie bediente das Brett, während er Fragen auf Arabisch stellte. Als Sohn libanesischer Eltern, die 1923 in die USA gekommen waren, verfügte Blatty über Grundkenntnisse der arabischen Sprache. Auch in dieser Konstellation bekam er die richtigen Antworten. Sein skeptischer Geist wollte allerdings auch hier die Möglichkeit nicht ausschließen, er könne die Fragen unbewusst auf englisch formuliert haben, die von seiner Assistentin auf telepathische Weise aufgenommen worden sein könnten.

Zusätzlich erlebte Blatty Dinge, die er als „Poltergeist Erfahrungen“ bezeichnete. Während des Korrekturlesens im Haus eines Freundes läutete das Telefon und der Hörer sprang von selbst von der Gabel. Das geschah zweimal. Nachforschungen bei Experten für Akustik und Elektronik brachten keine Ergebnisse. Das geschilderte Ereignis sei aus naturwissenschaftlicher Sicht unmöglich, hieß es.

Ein anderes Erlebnis betraf eine elektrische Schreibmaschine, die von selbst zu schreiben begann, wenn auch eine sinnlose Reihe von Buchstaben. Auch hier war der Schriftsteller mit einer natürlichen Erklärung zur Hand: „Vielleicht gab es irgendwo einen Kurzschluss“, vermutete er.

Blatty kam 1949 durch den Fall eines 14-jährigen Jungen zum ersten Mal mit dem Thema Exorzismus in Kontakt. Damals, als junger Student an der Jesuitenuniversität Georgetown, wurde ihm bewusst, dass dieses Phänomen nicht nur von historischer Bedeutung war, sondern aktuell. Bis dahin war er der Ansicht gewesen, die Menschen früherer Zeiten hätten von Besessenheit gesprochen, weil ihnen die Erkenntnisse der modernen Psychologie und Psychiatrie gefehlt hätten, erinnerte er sich.

Diese Meinung musste er revidieren, als er sich für seinen späteren Bestseller „Der Exorzist“ über acht Monate intensiv mit Besessenheit und Exorzismus beschäftigte. Die katholische Kirche habe bereits 1583 darauf hingewiesen, dass Menschen, die unter Besessenheit zu leiden glauben, in den meisten Fällen einen Arzt und keinen Priester brauchen, betonte der Schriftsteller.

Ob er selbst an Besessenheit glaube, fragte Connolly den notorisch skeptischen Blatty. Nach seiner Einschätzung geschehe es tatsächlich in wenigen Fällen, dass ein „körperloses, intelligentes, nichtmenschliches Wesen es irgendwie schafft, von einem Menschen Besitz zu ergreifen“, sagte er wörtlich. Ob es sich dabei um den Geist eines Toten, einen Dämon, einen Teufel oder um eine Form von Energie handle, wolle er nicht beurteilen.

1973 kam die Verfilmung des Romans „Der Exorzist“ und der gleichen Titel in die Kinos. Blatty hatte das Drehbuch verfasst und gewann dafür einen Oscar sowie einen Golden Globe. 1983 veröffentlichte er unter dem Titel „Legion“ einen Fortsetzungsroman zu „Der Exorzist“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Exorzismus

  1. Papst empfing zwei leitende Exorzisten
  2. Papst lobt Arbeit der Exorzisten: Sieg über Satan
  3. Exorzisten-Vereinigung warnt vor falschen Praktiken
  4. Jüngster der neuen Kardinäle ist auch Exorzist
  5. Einfallstore für Dämonen, vollkommene Besessenheit und die Macht Gottes
  6. Ukrainisch-Katholischer Priester betet Exorzismus für Putin
  7. Franziskus und der Exorzismus
  8. Exorzismus-Seminar erstmals für nichtkatholische Christen zugänglich
  9. Papst sanktioniert süditalienischen Exorzismus-Priester
  10. US-Hexen verfluchen neuen US-Richter Kavanaugh







Top-15

meist-gelesen

  1. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  2. Im Licht der Liebe
  3. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  4. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  5. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  6. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein
  7. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  8. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier
  9. 'Rita hat das Herz eines Engels! Gott segne sie!“
  10. Filmstar Evangeline Lilly verließ Hollywood vor sechs Jahren: ‚Gott hat einen Plan‘
  11. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  12. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  13. Papst Leo lädt zum Weltjugendtag ein: „Ich freue mich darauf, euch in Seoul zu sehen!“
  14. USA: Kontenschließungen von Banken bei Lebensschutz- und konservativen Gruppen
  15. Krakauer Regens: Johannes Paul II. war Hotspot für Verbindung mit Gott

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz