Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  4. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  8. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  11. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  12. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  13. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  14. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Die Spur der Erbsünde, das Wirken Satans

8. Jänner 2018 in Aktuelles, 19 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: Verachtung für den Schwächeren ist Werk des Teufels! Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Erste heilige Messe des Jahres 2018 in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Montag der ersten Woche im Jahreskreis. In seiner Predigt kommentierte Papst Franziskus die erste Lesung aus dem ersten Buch Samuel (1 Sam 1,1-8), in der die Geschichte der Eltern des Propheten, Elkana und Hanna, berichtet wird. Elkana hatte zwei Frauen: Hanna war unfruchtbar, die andere, Peninna, hatte Kinder. Statt Hanna zu trösten, lasse sich Peninna keine Gelegenheit entgehen, um sie zu demütigen. Sie kränke sie hart und rufe ihr ihre Unfruchtbarkeit in Erinnerung.

Auch an anderen Stellen der Bibel geschehe dasselbe. Der Papst zitierte Hagar und Sara, die Frauen Abrahams, dessen zweite unfruchtbar war. Doch die Schwächeren zu kränken und zu verachten sei auch eine Haltung unter Männern, wie dies bei Goliat und David der Fall sei. Des weiteren erwähnte Franziskus die Frau des Ijob und jene des Tobit, die ihre leidenden Männer verachtet hätten:


„Ich frage mich: was steckt in diesen Menschen? Was ist in uns, das uns dazu bringt, die Schwächeren zu verachten, zu misshandeln, zu kränken? Man kann es verstehen, dass jemand einen angreift, der stärker ist: es kann der Neid sein, der dich dazu bringt... Aber die Schwächeren? Was geht da in dir vor, das dich dazu bringt? Das ist etwas Gewöhnliches, als hätte ich es notwendig, den anderen zu verachten, um mich sicher zu fühlen. Als sei es eine Notwendigkeit...“.

Auch unter Kindern geschehe dies, so der Papst, der eine Erinnerung aus seiner Kindheit vorbrachte. In seinem Viertel habe eine Frau gelebt, Angiolina, die geisteskrank gewesen sei. So sei sie den ganzen Tag auf den Straßen unterwegs gewesen. Die Frauen hätten ihr etwas zu essen gegeben, einige Kleidungsstücke, doch die Kinder hätten sich über sie lustig gemacht: „Gehen wir und suchen wir Angiolina, um ein bisschen Spaß zu haben“. „Wie viel Bosheit gibt es doch auch in den Kindern!“, so der Papst:

„Und heute sehen wir das ständig, in den Schulen: das Phänomen des ‚Bullying’, des Mobbing in der Schule, den Schwachen angreifen, weil du fett bist, oder weil du so bist oder weil du ein Fremder oder mit dunkler Hautfarbe bist.... angreifen, angreifen... Die Kinder, die Jugendlichen... Nicht nur Peninna oder Hagar oder die Frauen Tobits und Ijobs: auch die Kinder. Das bedeutet, dass da etwas in uns ist, das uns dazu bringt. Zur Aggression gegenüber dem Schwachen. Und ich glaube, dass das eine Spur der Erbsünde ist“.

Vielleicht, so Franziskus, könnten die Psychologen ihre Erklärungen dieses Willens zur Vernichtung des Anderen geben, weil er schwach ist, „aber ich sage, dass das eine der Spuren der Erbsünde ist. Das ist das Werk Satans. In Satan nämlich ist kein Mitleid“:

„Und so, wenn wir ein gutes Verlangen danach haben, ein gutes Werk zu tun, ein Werk der Nächstenliebe, dann sagen wir: ‚es ist der Heilige Geist, der mich dazu inspiriert’. Wenn wir merken, dass wir in uns dieses Verlangen haben, einen anzugreifen, weil er schwach ist, dann haben wir keinen Zweifel: da ist der Teufel, dort. Denn das ist das Werk des Teufels: den Schwachen angreifen“.

Abschließend betete Franziskus: „Wir wollen den Herrn bitten, dass er uns die Gnade des Mitleids schenke: dieses stammt von Gott, er, der mit uns Mitleid hat und uns hilft, zu gehen“.

Dem Autor auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  3. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  4. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  5. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  6. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  7. Rom: "Krippe von Bethlehem" zu sehen
  8. Der Heilige und das Tier
  9. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  10. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  11. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  12. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  13. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  14. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  15. Überraschung im Vatikan - Kardinal Tagle ist neuer Dekan des Kardinalskollegiums

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz