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Vatikanischer Bioethik-Experte kritisiert Klonen von Affen

25. Jänner 2018 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
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Kardinal Sgreccia zu chinesischem Experiment: Sehe darin Bedrohung für Zukunft der Menschheit - Kirche könne das in letzter Instanz angepeilte Klonen von Menschen "nie gutheißen"


Rom (kath.net/KAP) Der frühere Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, Kardinal Elio Sgreccia (89), hat das Klonexperiment mit zwei Affen in China scharf kritisiert. Mit Sorge beobachte er die Entwicklung, die hinter den Klonexperimenten stehe, sagte der Bioethikexperte in einem Interview für die italienische Zeitung "Corriere della Sera" (Donnerstag). "Ich sehe darin eine Bedrohung für die Zukunft der Menschheit. Erst das Schaf (Dolly), jetzt die Affen", so Sgreccia. Die Versuchung, ein solches Experiment bald mit Menschen zu versuchen, sei groß. Das sei "eine Perspektive, die die Kirche natürlich nie gutheißen kann", sagte der Kardinal.


Auch fürchte er, dass es irgendwann dazu kommen könne, den Unterschied zwischen Menschen und Primaten zu verwischen. Und wissenschaftliche Fortschritte zugunsten der Medizin, die als Grund der Klonexperimente angeführt würden, ließen sich auch erzielen, ohne die natürliche Ordnung umzustürzen, so Sgreccia. Die vatikanische Glaubenskongregation habe schon früher davor gewarnt, dass sich der Unterschied zwischen reproduktivem und therapeutischem Klonen nicht aufrechterhalten ließe.

Kardinal Sgreccia galt lange Jahre als einer der führenden Bioethikexperten des Vatikan. Er ist Verfasser eines katholischen Handbuchs der Bioethik und hat das Dokument "Dignitas Personae" (Würde der Person) mit vorbereitet, eine Instruktion der Glaubenskongregation, die 2008 unter dem damaligen Präfekten William Levada und Sekretär Luis Ladaria erschienen ist. Ladaria leitet heute die Kongregation.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Federico R. 26. Jänner 2018 
 

Erratum

Sorry, natürlich sind nicht die romtreuen Bischöfe der Untergrundkirche exkommuniziert, sondern zunächst die regimehörigen Bischöfe der Chinesischen Katholisch-Patriotischen Vereinigung, soweit deren Weihe nicht nachträglich von Rom legitimiert worden ist - Kardinal Zen überbrachte dem Papst zudem nicht nur EIN Schreiben, sondern MEHRERE Brandbriefe der Untergrundkirche. - Wie man sieht, bewegt sich die Chinapolitik des Vatikan auf vermintem Feld. (Und manchmal auch ein Kommentarschreiber.)


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 Calimero 25. Jänner 2018 
 

Bist du ein Mensch?

Es ist noch etwas Zeit. Vielleicht zwanzig Jahre, vielleicht zehn Jahre. Zeit, die die Kirche dazu nutzen muss, ihre Haltung gegenüber geklonten Menschen bzw. Menschtierwesen bzw. Menschmaschinenmischwesen zu klären. Vor der Entwicklung zu warnen ist richtig und wichtig. Doch wenn das Wesen kommt, sollte kirchlicherseits Klarheit herrschen.

Es wird viele Fragen geben. Es bleibt zu hoffen, dass die Kirche antworten kann wenn es soweit ist.


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 Federico R. 25. Jänner 2018 
 

Ein 89jähriger römischer Kardinal und Bioethiker ...

... hat sich als erster renommierter Theologe zur Affenklonung zu Wort gemeldet. Werden weitere Stellungnahmen auch von höchster Stelle aus dem Vatikan folgen? Es wäre äußerst wünschenswert, zu diesem bedrohlichen Thema auch die offizielle Meinung der kath. Kirche zu hören, vielleicht sogar die des Papstes selbst, der sich in anderen Dingen auch nicht eben auf die Zunge beißt. Oder hindern diplomatische Gründe ihn und seine zuständigen Mitarbeiter an warnenden Worten?

Von besonderem Interesse dürfte auch sein, dass der chinesische Kardinal Joseph Zen soeben dem Papst ein Schreiben der chinesischen Untergrundkirche überreichte. Der Hongkonger Kardinal gilt als deutlicher Kritiker der gegenwärtigen vatikanischen Chinapolitik. Dieser Tage sorgte auch die Nachricht für Aufsehen, der Vatikan versuche, rechtmäßig geweihte, somit exkommunizierte romtreue Bischöfe der Untergrundkirche zum Rücktritt zu bewegen, um sie dann durch unrechtmäßige regimehörige Bischöfe ersetzen zu können


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 Stefan Fleischer 25. Jänner 2018 

Wie aber will

unsere Kirche noch ein gewichtiges Wort in solchen und vielen anderen Fragen mitreden, wenn heute selbst Bischöfe und Kardinäle glauben, als "Billiger Jakob Gottes" auf dem Markt des Mainstreams `mitschreien zu müssen? Wie will so die dringend nötige Neuevangelisation und Neumissionierung gelingen? Wenn ich nicht an Wunder glauben würde, …


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 wedlerg 25. Jänner 2018 
 

Verwischen wird da nichts

Diese unsäglichen Manipulationen am Erbgut führen ja selten zu brauchbaren Ergebnissen. Sie dienen in der Regel der Eitelkeit der Forscher und der Überschreitung ethischer Grenzen.

Der Unterschied zwischen Affen und Menschen ist aber gigantisch (selbst für Biologen schon allein anhand der Nervenmasse und Hirnmasse signifikant), dass hier keinerlei Verwischungen möglich sind.


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