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Abriss

9. Mai 2018 in Kommentar, 36 Lesermeinungen
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„Wir sind in der Kirche seit einigen Jahren in diese heiße Phase eingetreten, in der wir die Ernte einfahren von einer Elterngeneration, die null und nichts über den Glauben weiß, in dem sie einst getauft wurde.“ Gastkommentar von Pfr. Alipius Müller


Wien (kath.net/Blog „Totaliter aliter“) Nein. Ich will nicht versuchen, das Internet in heillose Verwirrung zu stürzen, indem ich in seit langem unerhörter Weise an zwei Tagen zwei Beiträge absetze. Ich muß nur aus vielen gegebenen Anlässen mal eben ranten.

[HINWEIS: Wie alle Rants ist auch dieser sicherlich an der einen oder anderen Stelle nicht wasserdicht. Aber wie bei allen Rants ist auch bei diesem Text die vornehmste und erste Aufgabe, den Druck auf das Gemüt der Verfassers zu erleichtern]

Wir sind ja in der Kirche seit einigen Jahren in diese heiße Phase eingetreten, in der wir die Ernte einfahren von einer Elterngeneration, die null und nichts über den Glauben weiß (wissen will), in dem sie einst getauft wurde. Klar, dass man dann von Kindern nichts erwarten darf, die von ihrer Mama mit folgender Information in die Erstkommunion-Vorbereitung geschickt werden: "Die Hostie ist nur ein Keks".

Aber Erstkommunion bitte trotzdem und unbedingt, weil halt irgendwie nett und Tradition und so.

Natürlich: Als Priester ist es nicht nur meine Aufgabe sondern auch meine Pflicht, da etwas entgegenzusetzen. Und das tue ich während der Stunden, die ich mit den Kleinen verbringe, selbstverständlich auch. Die haben, wenn sie zum ersten Mal den Leib Christi empfangen, aus meinem Munde mehr als einmal gehört, was so eine Hostie wirklich ist. Und sie haben es auch irgendwie kapiert. Das erkenne ich an dem kindlich-feierlichen Ernst, mit dem sie die Hostie entgegennehmen und sich in den Mund stecken (wenn sie sich die Hostie nicht von mir direkt auf die Zunge legen lassen, was auch vorkommt, da ich ihnen natürlich beide Empfangsalternativen beibringe). Das Problem ist, dass ich im gesamten Alltag und Leben der EK-Kinder nur als kurzer Blitz vorkomme, der im Idealfall auch mal die Eltern kurz aus dem Halbdunkel ihres Couch- und Koma-Christentums aufschreckt, bevor alles wieder ermattet die Hintern in die vorgeformten Polsterkuhlen fallen lässt. Von diesem Zeitpunkt an gehören die Kinder dann wieder den Eltern und deren Nicht-Interesse an allem, was Christus, Kirche und Glaube ist.


Mein jährlicher Stimmungsverlauf im Zusammenhang mit der Erstkommunion und der Vorbereitung darauf ist dieser: Anfangs blankes Entsetzen wegen der totalen Ahnungslosigkeit fast aller (95%, schätze ich mal) Kinder: Kreuzzeichen? Wie geht'n das? Vaterunser? Ist das 'ne Band? Jesus? Ich glaube, den haben wir in Reli mal gemalt und besungen! Während der EK-Vorbereitung keimt dann Hoffnung auf, weil es offensichtlich ist, dass die Kleinen durchaus Interesse haben und neugierig sind. Nach der Erstkommunion dann milde Resignation, weil alles, was aufgebaut wurde, in relativ kurzer Zeit wieder eingerissen wird.

Eine verschwindend geringe Zahl von Erstkommunion-Empfängern sehe ich in den darauffolgenden Wochen ein- oder zweimal in der Sonntags-Messe, bis Papa und Mama dann irgendwann meinen, dass es nun aber auch genug ist mit dem gezeigten guten Willen. Es geschieht sogar, dass Kinder, die bei mir zur Erstkommunion gegangen sind, plötzlich sonntags in der Sakristei auftauchen und ministrieren möchten. Bombe! Aber: Wenn sie dann plötzlich nicht mehr kommen und ich sie zufällig auf der Straße treffe und anspreche, dann heißt es: "Meine Eltern wollen das nicht".

Es gibt keinen Nährboden mehr. Es kann nichts mehr wachsen.

Wie verhindern wir das totale Abreißen der Überlieferung unseres Glaubens? Wahrscheinlich bleibt letztlich nur das persönliche Zeugnis und die Standhaftigkeit. Ich habe mehr und mehr das Gefühl, dass die Priester nur noch für diejenigen da sind (wegen der Mehrfachbelastung in diesen Zeiten oft auch nur noch da sein können), die ohnehin noch - aus welchen Gründen auch immer - mit an Bord sind. Die Kirche aber, das sind wir alle. Somit sind wir alle aufgerufen, den Glauben unverfälscht und unverdünnt zu vermitteln. Nicht mit diesem "Ich bin nicht hier, um Freunde zu machen und populär zu sein, sondern um Euch getauften Heiden die Wahrheit zu verkünden!" – Opferstolz. Sondern mit der einzigen Einstellung, in der die oft bemühte und oft begähnte "Augenhöhe" wirklich einmal Sinn ergibt: Von Sünder zu Sünder.

Natürlich wird im öffentlichen Diskurs bei vielen Gelegenheiten gerne der Begriff der "Barmherzigkeit" bemüht. Aber dieses Prinzip der Barmherzigkeit kann ja erst dort Früchte tragen, wo es innerhalb des Koordinatensystems der Gebote unseres Herrn und der Lehre der Kirche angewendet wird.

Wird durch eine pussyfizierte, zuckerwattige Beliebigkeit in Glaubens- und Praxis-Fragen die Schar der Schäfchen anwachsen? I don't think so. Wer die Kirche und mit ihr den von Christus über die Apostel und die Väter auf uns gekommenen Glauben retten möchte, der muss mit dafür Sorge tragen, dass die Wahrheiten und Realitäten dieses Glaubens unverdünnt und unerschüttert hinabfließen auf die dürstende Masse. Es gibt nur eine "Lebensrealität", in der die Menschen "abgeholt werden müssen". Und diese lautet:

Wir alle sind Sünder, doch keiner von uns ist verloren. Hier sind Christi Gebote, für alle bewahrt und weitergereicht durch die Kirche in ihrer Lehre. Halten wir uns daran. Sonst gehen wir zugrunde.

Der Verfasser Alipius Müller can.reg., Augustiner-Chorherr, ist Pfarrer in Wien.

Foto: Symbolbild


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Lesermeinungen

 Hadrianus Antonius 15. Mai 2018 
 

@Herr Alipius Ein kleiner Trost aus Rom

Tun Sie was Sie können und freuen sie sich daran.
Sie können nämlich nichts falsch machen:
wie aus dem domus Sta. Marta zu hören (und identisch auch zu lesen in La Reppublicca" und laut gesagt in den sozialen Vororten von Rom)(alles Originalton PFranziskus):
" Alle werden gerettet,alle!" (sic) und
"Auch die Atheisten kommen in den Himmel" (auch sic).
Jetzt fühle ich mich wie Schwester Robusta, wenn der moderne Vikar ihr auf die Schienbeine getreten hat (das ist dann wohl "50 shades of blue" statt "grey") ,-)


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 Hadrianus Antonius 15. Mai 2018 
 

@Schlegl Katholisch (2)

Der FSSPX und den assozierten und befreundeten Gemeinschaften wurde offiziell NIEMALS "Ungehorsam im Glauben" vorgeworfen;
im egenteil, eine Diskussion darüber wurde von der Kongregation f.d. Glaubenslehre stets verweigert und aus dem Weg gegangen.
Ein hervorragender beweis für die Katholizität dieser Menschen ist übrigens die Geschichte der "Heimkehr" der traditionalistischen Abtei Le Barroux in Südfrankreich.
Nach der Erklärung "De ecclesia adflicta" trat sie nicht sofort zu Rom über (wie die Abteie Fontgombault, Triors, etc.); erst nach einem Jahr trat sie in volle Einheit mit Rom, und wohl nachdem der Vatikan die "große Gnade hatte", der Abtei ein großes finanzielles Geschenk zu machen und den Abt Dom Gérard auch sofort zum Bischof zu erheben.
Klingt bei den jetzigen finanziellen und spirituellen Bredouillen des Vatikans sehr merkwürdig, ist jedoch total wahr.


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 Hadrianus Antonius 15. Mai 2018 
 

@Schlegl Katholisch(1)

Die Geistlichen der FSSPX sind natürlich katholisch: so gesehen von Auswärtigen und nicht zuletzt auch von vielen in den modernen Teilkirchen.
Tatsächlich steht die FSSPX in der vollen und kontinuierlichen Einheit mit der Tradition der Römisch-Katholischen Kirche bis Anfang der 60er Jahren:
für sie gilt das Una, Sancta, Catholica (kat'holé gé= weltumspanend) uneingeschränkt.
Gerade seit den letzten Triubulationen betr. den Kommunionempfang für Protestanten und die Nichtentscheidung durch PFranziskus mit Betonung der Macht der Bischofskonferenzen (nicht nur national sondern auch föderalistisch, also subnational) kann bei der modernen Kirche von "una" und "kat'holé gé" keine Sprache mehr sein.
Undvon "sancta" sowieso nicht, wurden und werden die Sakramente doch plattgewalzt von oben her.
Das wurde auch von nicht wenigen Kardinälen so bestätigt.


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 Hadrianus Antonius 15. Mai 2018 
 

@Herrn Alipius

Es hat mir große Freude bereitet , wieder von P. Alipius zu hören.
Seinen liebenswerten Blog zu lesen war stets ein Vergnügen.
Meine herzlichste Grüße auch an Schwester Robusta!
Beim Lesen dieses Beitrags überkam mir der Gedanke, daß wir hier 56 Jahren nach dem 2. Vat. Konzil, das doch extra "pastoral" angedacht war um "die Kirche auf das 21. Jhdt. vorzubereiten" und 17 Jahren nach der "Neu-evangelisierungsoffensive in den großen westeuropäischen Städten"(Leiter: Kard. Schönborn & Kard. Danneels) hier etwas grandios schief gelaufen ist, und wohl über sehr langer Zeit.
Das jahrzehntelange Waterloo der katholischen Kirche.


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 DamianBLogos 14. Mai 2018 
 

Pardon, ohne defätistisch sein zu wollen - kann man diesen Artikel auch überschreiben mit "Angekommen im real existierenden Katholizismus"?
Ich beneide keinen Priester, der nicht bereit ist, zum Animateur oder Sozialarbeiter zu mutieren und dennoch gezwungen ist, "Pastoral"pläne umzusetzen, die immer noch einer verflossenen Volkskirchenherrlichkeit nachhängen. Die Steigerung einer solchen Pastoral lautet ja niederschwellig-unterschwellig-unterirdisch. Rod Dreher hat ganz Recht mit der Aussage, dass wir als Christen uns im Westen von der Vorstellung verabschieden müssen, es gebe für die Kirche in unserer hedonistischen Gesellschaft für die nächsten Jahrzehnte oder Jahrhunderte mehr als eine marginale Bedeutung. Es ist bitter, aber ich sehe hier derzeit keine Masse, die dürstet, und schon gar keine, die "abgeholt" werden will.


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 phillip 11. Mai 2018 
 

"Allgemeine und der spezielle Eschatologie"

Ich verstehe, Sie meiden die biblischen Zeugnisse und die Lehrtradition zur allgemeinen Eschatologie! Am Ende eines jeden Kirchenjahres wird in der Liturgie vom „Tag des Herrn“, vom „Gericht“, der „Ankunft des Menschensohnes“ und der „großen Bedrängnis“ gesprochen. Eigenartig aber, dass nicht wenige Priester im Gottesdienst - geradezu peinlich berührt - versuchen, den Text entweder ganz zu verschweigen oder zu verharmlosen oder einen nebulosen Sinn zu vermitteln, so dass nicht mehr erkannt werden kann, was Gott der Apokalypse zugedacht hat. Das gipfelt dann noch darin, dass jene, die sich mit dieser Thematik ernsthafter befassen, als Weltuntergangsstimmungs- und Panikmacher verunglimpft werden. Fakt ist, dass die Bibel bildhaft und nach großer Bedrängnis von einem Hereinbrechen Gottes in die Geschichte und einem auch richtenden Hereinbrechen des Übernatürlichen in die Sphäre des Menschen spricht. Darüber sagt sie viel mehr als über das „persönliche Jenseits“. Schwer erträglich?


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 SCHLEGL 11. Mai 2018 
 

@ phillip

Der Hinweis auf das Weltende widerspricht natürlich in keiner Weise der göttlichen Offenbarung! Aber sehr wohl Behauptungen, irgendwelche Ereignisse, die Sie beobachtet haben, seien schon Hinweis auf die bald eintretende Wiederkunft Christi. Das widerspricht dem Evangelium, die Stellen habe ich Ihnen angegeben.
Schon Papst Johannes XXIII hatte die Sorge, dass der Weltuntergang, was unsere Erde betrifft, vom Menschen selbst bewerkstelligt werden könnte. Die Atomwaffenarsenale der Supermächte waren damals schon in der Lage dazu. Darum hat sich Johannes XXIII in der Kubakrise 1961 so sehr für eine Deeskalation eingesetzt. Gott sei Dank haben John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow auf den Papst gehört.
Ansonsten empfiehlt es sich auf die weisen Worte des heiligen Johannes Chrysostomos zu hören, weil sie die wahrscheinlichere Realität wiedergeben.Msgr. Franz Schlegl


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 phillip 11. Mai 2018 
 

Widerspricht der Hinweis auf ein allgemeines Weltende (Weltuntergang) der göttlichen Offenbarung?

Ad Schlegl. Bloß einen persönlichen Weltuntergang zum Zeitpunkt des Todes zu behaupten und als Begründung ua die Stellen Mt 24, 36, Mk 13,32 anzuführen, wo Jesus davon spricht, dass weder die Engel im Himmel, noch der Sohn die Stunde des Weltuntergangs kennen würden, wundert schon etwas. Wenn Jesus wieder kommt, um Lebende und Tote zu richten, so folgt daraus, dass es bei seiner Ankunft noch Lebende geben wird, die den Tod noch nicht geschaut haben. Von einer Spekulation über das Weltende in materieller Hinsicht zu sprechen, verkürzt mE die göttliche Offenbarung und den Auftrag die letzten Dinge zu verkündigen. Ich rede bestimmt keiner abscheulichen Weltuntergangsstimmung und Panikmache das Wort; im Gegenteil: meine Sorge gilt den Seelen, die verführt werden bzw verführt worden sind, in Unkenntnis der zu erwartenden Geschehnisse bleiben und sie dadurch eine rechtzeitige Umkehr verpassen. Für den vorbereiteten, im Stand der Gnade stehenden Katholiken wird es ein Freudentag werden.


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 Zeitzeuge 11. Mai 2018 
 

Den Glauben unverfälscht und unverdünnt zu vermitteln(siehe oben!)

Genau das ist das Kernproblem heute, von Bischöfen über Uni-Fakultäten, über mit Missio canonica abgehaltenen Religionsunterricht
bis zu Sonntagspredigten!

Ja, der halbwegs gebildete, aufmerksame Katholik erkennt genau wer ein Schismatiker und Häretiker ist!

Math. 7,20 ist da für alle Zeit ein zuverlässiger Wegweiser!

Mehr werde ich zu diesem Thema jetzt nicht sagen!

Mein Dank gilt H.H. Pfr. Müller!


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 SCHLEGL 11. Mai 2018 
 

@phillip

Sehen Sie mit Ihrem persönlichen Erlebnis des Blinddarmdurchbruchs haben Sie eigentlich dem heiligen Patriarchen Johannes Chrysostomos, den ich zitiert habe, zugestimmt. Wir erleben unseren Weltuntergang in der Stunde des Todes. Vergleichen Sie bitte die Stellen Mt 24, 36, beziehungsweise Mk 13,32, wo Jesus davon spricht, dass weder die Engel im Himmel, noch der Sohn die Stunde des Weltuntergangs kennen würden, sondern NUR allein der VATER!
Ebenso Apg 1,7f wo Jesus darauf hinweist, dass es den Aposteln NICHT zusteht, die Zeiten und Fristen, die der Vater festgesetzt hat, zu kennen. Es hat übrigens relativ lange gedauert, bis die Apokalypse in den Kanon des Neuen Testamentes aufgenommen wurde, im Osten länger als im Westen. Die Worte Jesu weisen eindeutig alle Versuche für Spekulationen über das Weltende zurück. Es genügt für das persönliche "Weltende" in der Todesstunde bereit zu sein.Daran habe ich vor meiner Operation gedacht.Msgr.Franz Schlegl


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 SCHLEGL 11. Mai 2018 
 

@Bruder Konrad

Es war hier in diesem Forum, oder drüben auf der Community, die es leider nicht mehr gibt.Da hat jemand die offizielle Antwort Roms auf die entsprechende Anfrage, ob die Mitfeier der Messe bei FSSPX Erfüllung der Sonntagspflicht sei, gepostet. Leider weiß ich nicht mehr wann, aber es ist eigentlich logisch, weil Papst Benedikt XVI erklärt hat, dass die Priester von FSSPX KEIN AMT in der katholischen Kirche ausüben.
Übrigens kann auch niemand in einer orthodoxen oder altorientalischen Kirche die Sonntagspflicht erfüllen, außer es handelt sich um ein Land, in dem keine katholische Kirche in vernünftiger Zeit erreichbar ist. Da wäre der Katholik allerdings auch so dispensiert.Msgr. Franz Schlegl


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 Bruder Konrad 11. Mai 2018 
 

@ SCHLEGL

...."Übrigens hat Rom eindeutig festgestellt, dass die Sonntagspflicht bei einer Mitfeier der Messe vom FSSPX NICHT erfüllt wird."
Das war mir bisher nicht bekannt. Läßt sich die Aussage mit konkreten Quellenangaben untermauern?
Danke und einen frohen Tag


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 phillip 11. Mai 2018 
 

Schlegl; Vorwurf der Verbreitung von Weltuntergangsstimmung

Aha, jeder, der auf das geoffenbarte apokalyptische Geschehen hinweist, verbreitet Weltuntergangsstimmung; sehr interessant! Was die „Verkürzung der göttlichen Offenbarung“ anlangt, so muss ich Ihnen Abbitte leisten, zumal mir – bedingt durch die Benutzung eines Smartphones - beim Posting ein nicht beabsichtigter Fehler unterlaufen ist, nämlich, dass das Verb „verkürzen“ – was aus dem Text unmissverständlich abzuleiten gewesen wäre – in Ihrem Fall sich lediglich auf die Verkürzung der Verkündung – nicht meiner Gesichter, sondern jener, die Jesus selbst geoffenbart hat, bezieht. Ist Jesus denn für Sie auch ein Weltuntergangsstimmungsmacher? Es sind unleugbare Fakten, denen ich mich auch seit meiner Nahtoderfahrung im Jahre 1978 infolge eines Blinddarmdurchbruches mit eitriger Bauchhöhle des Öfteren bewusster stelle. Mag sein, dass mein Tod vorher oder erst im Gefolge der letztzeitlichen Geschehnisse, aber hoffentlich vorbereitet stattfindet; wer außer Gott weiß schon den Zeitpunkt.


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 SCHLEGL 11. Mai 2018 
 

@Stanie

Es ist immer falsch, ein Unrecht (Schisma von FSSPX) gegen liturgischen Ungehorsam aufzurechnen!
Auch ist es falsch die Sache nur als "kirchenjuristisch" zu verharmlosen. Weil ein Problem des Glaubens und der Ablehnung der höchsten Autorität des Papstes (Paul VI, Johannes Paul II, Benedikt XVI) vorlag, schwerster Ungehorsam bei der Vornahme unerlaubter Bischofsweihen, was die sofortige Feststellung der Exkommunikation der Schismatiker zur Folge hatte, kommen kirchenrechtliche Fragen in Betracht. Zuerst aber war es der Ungehorsam im Glauben.
Übrigens hat Rom eindeutig festgestellt, dass die Sonntagspflicht bei einer Mitfeier der Messe vom FSSPX NICHT erfüllt wird.
Wenn natürlich jeder sein Kirchenrecht selber macht, eben auch jene Kritiker, die für sich in Anspruch nehmen, wirklich katholisch zu sein, wird es problematisch.Msgr. Franz Schlegl


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 Stanie 11. Mai 2018 
 

Sehr geehrter Msgr. @SCHLEGL

Kirchenjuristisch gesehen stehen die Priester der Piusbruderschaft wohl außerhalb der Kirche. So hatte ich das nicht gemeint. Ich war selber immer sehr kritisch, auch weil manche Gläubige dieser Bruderschaft von Vorbehalten und Vorurteilen leben, wie aber auch viele andere der Piusbruderschaft gegenüber.
Aber: die hl. Messe wird da heilig gefeiert, und die Priester predigen gut über den Glauben. Die Priester ordnen ihr Denken und Tun der hl. Liturgie unter. Das ist doch großartig für jeden Gläubigen.
In der "Neu-Messe" machen viele was sie wollen oder machen müssen. Das hat mit Hl. Liturgie oft gar nichts zu tun. Man geht meist innerlich leer und unbefriedigt aus diesen "Gottesdiensten" heraus. Der Priester muß auch möglichst "cool" daherkommen, soll und muß auch ein wenig witzig sein, ansprechend usw.
Kardinal Sarah ist sehr bestrebt wieder die Hl. Messe an den Hochaltar zurückzubringen und auch die Mundkommunion, mit ausdrücklicher Zustimmung von Papst em. Benedikt XVI.


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 phillip 11. Mai 2018 
 

Wenn es ein bisschen weniger dramatisch ginge,wäre es besser!

Ad Schlegl. Monsignore, ich bin bass erstaunt! Die einen erweitern (in häretischer Weise) die göttliche Offenbarung, andere wiederum verkürzen - so wie Sie offenkundig - diese. "Wo die Kirche sich weigert, diese Teile der Schrift ernst zu nehmen, ehrlichen Herzens um ihre Bedeutung zu ringen und dann mit klaren Worten zu verkündigen, braucht sie sich nicht über den Wildwuchs zu wundern, der sich ringsum findet. Wo die Menschen in der Kirche keine Antworten auf existenzielle Fragen finden, werden sie sich die Antworten an weniger autorisierter Stelle holen", ist eine Aussage, die ich voll unterschreiben kann und auch will. Die Tatsache, Monsignore, dass etwas von irgendwem missbraucht oder übertrieben wird, entlässt auch Sie nicht aus der Verantwortung, auf richtige Weise darüber zu sprechen, wenn es denn zur Lehre der Kirche gehört. Und das jedenfalls tut es zweifelsfrei. Gottes Segen bei Ihren diesbezüglichen Bemühungen. Retten Sie Seelen, indem Sie die Offenbarung auch verkünden.


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 Zeitzeuge 10. Mai 2018 
 

Dann schliesse ich mich den "Wiederholungen" hier an:

Wie ich früher hier schon mitteilte, waren/sind die/der Ortspfarrer in meiner Heimatpfarrei seit über 40 Jahren dem sog. "progressiven" Flügel zuzurechnen!

Wie übrigens auch die Oberhirten seit
50 Jahren in meinem Heimatbistum!

Wir wechseln zur Sonntagsmesse jeweils in Nachbarpfarreien bzw. einmal im Monat
zu einer hl. Messe im a.o. Ritus!

Richtig ist, daß die bewußt gelebte christl. Ehe u. Familie grundsätzlich unverzichtbar ist für eine kath. Sozialisierung der Kinder!

Ich sagte christl. Ehe, dazu gehört natürlich auch, daß künstl. Empfängnisvereitelung abgelehnt wird
und die richtige religöse Praxis Alltag ist!

Zur kath. Erziehung gehört aber auch ein entspr. Schulunterricht, welcher
der missio canonica ohne Abstriche gerecht wird, denn sonst werden die Kinder regelrecht verwirrt, wenn sie da
etwas anderes hören, als zu Hause in einer wirklich kath. Familie.

Meine viel jüngere Frau hat da bereits negative Erfahrungen gemacht, erst recht wir beim Unterricht unserer Kinder!


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 Holunder 10. Mai 2018 
 

Kommunionmütter

Bei uns noch nicht einmal den Selbstunterricht, sondern das andere Mütter und Väter. Die Vorlagen, mit denen gearbeitet wird, sind inhaltlich unheimlich dünn. Meiner Meinung nach werden die Kinder damit künstlich dumm gehalten. Es gibt sehr gute Angebote für Kinder, allerdings nicht von den Diözesen und Verbänden, sondern von Klöstern und neuen geistlichen Gemeinschaften.


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 phillip 10. Mai 2018 
 

"das Vorbild der praktizierenden katholischen Familie ist die einzige Chance"

Soll ich aus Ihrem voranstehenden Satz annehmen, dass lediglich der Glaubensverfall in den Familien Ursache der gegenwärtigen Kirchenkrise (Häresie, Schisma, Apostasie) sein soll? Die seit ca. fünf Jahren zu beobachtenden Handlungen und Unterlassungen oberster - ja auch des obersten - Hirten, die nicht sammeln und hüten, sondern zerstreuen, hätten nichts damit zutun? Sehen Sie darin keine Zeichen, dass wir unmittelbar vor der geoffenbarten Wiederkunft Christi stehen?


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 la gioia 9. Mai 2018 
 

@Schlegl
Ja, wer lesen kann, ist klar im Vorteil...
Ich möchte mich bei Ihnen ehrlich entschuldigen - da hab ich vorhin Ihren Beitrag wirklich zu flüchtig gelesen.
Einen schönen Abend noch!


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 SCHLEGL 9. Mai 2018 
 

@la gioia

Haben Sie Probleme mit dem Leseverstehen?
Ich habe genau verstanden, was Johann Martin gesagt hat und ihm widersprochen! Auch vorher, nämlich in meiner Schulzeit, als der Katechismus in- und auswendig gelernt wurde, haben wir ähnliche Ergebnisse, ich habe das mit meinen Mitschülern selbst erlebt! Hoffe, Ihnen ist jetzt alles klar? Msgr. Franz Schlegl


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 Einsiedlerin 9. Mai 2018 
 

DANKE!

Gibt es eigentlich ein Netzwerk, wo sich gut katholische Priester austauschen und unterstützen?
Ich freue mich sehr, über die Worte von P. Alipius. Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar.
Ein gläubiges Elternhaus ist sicher eine gute Voraussetzung. Aber die Wege des Herrn sind unergründlich und oft finden Menschen zu Jesus und zur Kirche, die aus atheistischen Familien kommen und die vielleicht nicht einmal einen Religionsunterricht hatten. Der der in Treue zu Jesus lebt, ist verpflichtet als Jünger ein Beispiel zu geben. Und eigentlich sollten wir überhaupt nicht jammern, wenn wir für unseren Glauben verspottet und verlacht werden, denn der Sklave ist nicht größer als sein Herr! Nein, wir sollen und freuen und jubeln, wenn wir um Jesu Namen willen auf alle mögliche Weise verleumdet und verfolgt werden... :)


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 bernhard_k 9. Mai 2018 
 

"das Vorbild der praktizierenden katholischen Familie ist die einzige Chance.Msgr. Franz Schlegl"

Und dazu kommt die klare, wahre Verkündigung des kath. Glaubens durch Rel.lehrer, Theologen und Kleriker!

Wenn hier versagt wird, ist es ebenso schlimm wie beim Versagen der Eltern.


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 SCHLEGL 9. Mai 2018 
 

@ Johann Martin

Da muss ich Ihnen leider widersprechen! Ich habe von 1957-1969 Volksschule und Gymnasium besucht und natürlich wurde der Katechismus verwendet und gelernt. Aber von meinem Schulkollegen und Kolleginnen ist kaum jemand in die Kirche gegangen, eine Reihe, die kirchlich verheiratet waren, sind auseinandergegangen, andere haben gar nicht geheiratet und leben irgendwie. Das Auswendiglernen bringt es auch nicht, das Vorbild der praktizierenden katholischen Familie ist die einzige Chance.Msgr. Franz Schlegl


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 Max_Moritz 9. Mai 2018 
 

Schiffbrüchig mit dem Hl. Paulus

"Ich habe mehr und mehr das Gefühl, dass die Priester nur noch für diejenigen da sind (wegen der Mehrfachbelastung in diesen Zeiten oft auch nur noch da sein können), die ohnehin noch - aus welchen Gründen auch immer - mit an Bord sind."

@ P. Alipius
Die Worte hör´ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube!
Gerne würde ich in meiner Erinnerung auch nur einen einzigen Priester aufleuchten sehen, der mir als Seelsorger zur Seite stand (bzw. zumindest als seriöser Beichtpriester). Dem ist aber nicht so. Deshalb würde ich sagen: Man muss sich heutzutage warm anziehen. Die Polarkälte ist nach Zentraleuropa vorgedrungen.
Ich möchte hier aber niemanden von meiner Perspektive überzeugen. Ich gönne es jedem von Herzen, wenn er sich "an Bord erlebt".


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 Max_Moritz 9. Mai 2018 
 

@ P. Alipius

"Das Problem ist, dass ich im gesamten Alltag und Leben der EK-Kinder nur als kurzer Blitz vorkomme, der im Idealfall auch mal die Eltern kurz aus dem Halbdunkel ihres Couch- und Koma-Christentums aufschreckt, bevor alles wieder ermattet die Hintern in die vorgeformten Polsterkuhlen fallen lässt." (P. Alipius)
Bitte MEHR von diesem Sketch. Der Josef Hader kriegt sowas nicht hin. Fassen Sie sich ein Herz und schreiben Sie ein Soloprogramm. Eine Dauerinfusion Schwarzen Humors von P. Alipius und die EK-Eltern werden vom Hirntod geheilt.


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 Johann Martin 9. Mai 2018 
 

Das war vorauszusehen!

Seitdem es nach 1970 keinen Katechismus im Religionsunterrricht mehr gegeben hat, gab es für die Kinder und Jugendlichen auch keine wirkliche Einführung in den katholischen Glauben. Und obwohl unzähligemale auf diesen Mangel hingewiesen wurde, haben die Bischöfe es nicht für nötig gehalten, wenigstens eine freiwillige außerschulische katechetische Unterweisung anzubieten. Das Ergebnis dieses Mangels ist heute mit Händen zu greifen. In vielen Gemeinden sind die letzten regelmäßigen Gottesdienstbesucher 80 Jahre alt und älter. Wenn sie nicht mehr kommen können, werden die Kirchen zugemacht, danach abgerissen und die Grundstücke verkauft. So endet eine Ortskirche, die sich - zumindest in Deutschland - leider der Heiliggeit-Bewegung verschlossen hat, die in vielen Ländern der Welt zu einer neuen Ausbreitung des Christentums geführt hat.


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 Stanie 9. Mai 2018 
 

Keine Provokation

Bei der Piusbruderschaft legen die Eltern großen Wert auf die katholische Erziehung ihrer Kinder. Wie man darüber auch denken mag: dort sind auch die Priester wirklich katholisch, von katholischem Geist und der wird ansonsten weithin abgelehnt. Handkommunion, was soll das?
Die Kirche ist an all diesen eigentlich unerlaubten Dingen mehr und mehr ausgeblutet. Was ist interessant am Novus Ordo? Der ist ja Teil des Problems. Kein Wort Latein, kein wirkliches Glaubensbekenntnis usw., aber viele Aktivitäten, kaum Heiligkeit- und das langweilt.


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 padre14.9. 9. Mai 2018 

Früher war es auch nicht besser

unser Pfarrer z.B. hat mit uns Kindern so ab dem 10 Lebensjahr Kurzreisen und im Sommer Reisen von 4 Wochen gemacht. Da konnte er dann in Zusamenarbeit mit Studenten uns wieder sehr gut auf Jesus Christus einordnen.
Denn das Elternhaus / Schule war auch damals in Glaubensfragen unsäglich schwach ausgebildet, teilweise auch feindlich.
Pfr. Alipius Müller finden Sie Wege um unseren katholischen Glauben in die anvertrauten Kinder zu verankern. Vielleicht bringt das sogar was bei den Eltern.


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 nicodemus 9. Mai 2018 
 

In vielen deutschen Pfarreien,

wird seit Jahren nicht mehr der wahre Glaube vermittelt.Punkt!
Die Jungpriester kommen aus den Priestersm. in denen auch die Liebe zum Glauben,zum katholischen Glauben, nicht mehr vermittelt wird. Punkt!
Wie soll der Glauben, in kath. Kindergärten vermittelt werden, wenn die
Kindergärtnerinnen den Glauben nicht praktizieren? Auch Punkt!
Religionsunterricht - was ist das? Punkt!
Familien? Die leben seit mindestens 2 Genarationen so, als gäbe es Gott/Kirche
nicht. Punkt!
Den Kindern/Jugentlichen ist kein direkter Vorwurf zu machen!

Und der deutsche Episkopat, was sagt er zu dieser Misere, leidet er unter diesem Glaubensschwund? Kann ich mir nicht vorstellen! Punkt!
Herzl. Dank an Pfr. Alipius Müller!
Es gibt aber noch gute/heilige Priester,Mütter und Väter - die aber an diesem Lari-Fari leiden. Sie haben es bes. schwer!
Ave Maria!


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 trueman 9. Mai 2018 

Lieber Herr Alipius, hier ein Link, der Ihnen bestimmt eine Antwort und Hilfe sein kann...

https://www.divinerenovation.net/
Das Buch, das genau dieses Thema behandelt und Lösungswege aufzeigt, ist auf Deutsch im Buchhandel erhältlich:
Wenn Gott sein Haus saniert!
Nicht verzagen, Ihr Ordensgründer hat in seiner Zeit wohl die gleiche Situation vorgefunden! Es gibt nichts Neues unter der Sonne...

www.divinerenovation.net/


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 bernhard_k 9. Mai 2018 
 

Vergelt's Gott vielmals!

Ein mutiger, treuer und glaubensstarker Priester! Welche Wohltat!


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 Catherine 9. Mai 2018 
 

Danke für diesen Artikel!

Ein glaubenstreuer Katholik stört in dieser Welt, weil er dem hedonistischen Zeitgeist-Menschen auf dem Weg in den moralischen Abgrund sozusagen immer mal wieder Steine in den Weg legt. Vor allem wird ihm der Verstand abgesprochen, kürzlich las ich. daß ein Blogger sich "Religion ist ein Gendefekt" nannte.

Aber der DiaLÜG mit dem Islam trägt auch zur Verwirrung der Geister bei, zumal das Glaubenswissen bei vielen verdunstet ist.


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 St. Hildegard 9. Mai 2018 
 

Die Kirche ist selbst schuld!

Denn sie vermittelt nicht den Christus, den die Menschen nötig haben. Der ihnen etwas abverlangt, der aber auch für ihre Nöte da ist. Der nicht nur "mitleidet" - so wie ein lieber und netter Kamerad, der zwar Gesellschaft leistet, aber ansonsten machtlos ist. Diese Lücke füllt wohl die Esoterik - und das ist eine schallende Ohrfeige für die Pastoral, die offenbar die spirituellen Bedürfnisse der Menschen nicht erfüllen kann. Zu verdanken ist das wohl leider auch zT. der modernen, von der historisch-kritischen Exegese beeinflussten Theologie, die beispielsweise das übernatürliche Handeln Gottes vielfach als "naiven Kinderglauben", als "magisch-esoterisches Weltbild" betrachtet. Und wenn es in der Kirche im Wesentlichen nur noch um "soziales Engagement" geht und um den "Einsatz für eine gerechtere Welt", - dann sagen sich viele: Dafür brauche ich Gott nicht. Ein bisschen ist es so wie beim Volk Israel zur Zeit des Propheten Elia, wo man den Götzen Baal angebetet hat.


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 siebenschlaefer 9. Mai 2018 
 

Starker Tobak! Aber alles genau richtig beschrieben!

Folgenden Spruch habe ich sinngemäß, aber in den entscheidenden Ausdrücken wortwörtlich in der letzten Zeit häufiger vernehmen müssen: "Wenn die Katholen und Evangelen sich schon über den Keks in der Hand nicht einig werden können, wie wollen die dann richtige Probleme lösen?"
So wird gesprochen, so wird gedacht, Glauben und Glaubenswissen(auch bei Taufschein-Konfessionsmitgliedern): absolut Niente!


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 j?ngerin 9. Mai 2018 
 

Abriss

Ich kann dem Verfasser des Artikels nur zustimmen. Wer heutzutage versucht seinen Glauben wirklich zu leben, wird entweder als "nicht von dieser Welt" verspottet oder als "Traditionalist" gebrandmarkt. Beten wir zum Heiligen Geist, dass er die Herzen aller, vor allem der Bischöfe, denen das Hirtenamt in besonderer Weise aufgetragen ist, erleuchte.


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