Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  3. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  4. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  5. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  6. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  7. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  8. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  9. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil
  10. Zwei Formen - ein Ritus
  11. Sozialethiker Rhonheimer: Nicht der Kapitalismus verursacht Armut
  12. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  13. Glaube & Sex vs. Vernunft & Geld?
  14. "Angriffe auf Christen werden in Deutschland ignoriert"
  15. Euthanasie trotz dreimaligem Senatsveto

Die ‚geheime Umfrage’ von Paul VI. zu ‚Humanae vitae’

17. Juli 2018 in Weltkirche, 42 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein neues Buch über die Entstehung von ‚Humanae vitae’ schildert eine Umfrage über die Zulassung von Verhütungsmitteln, die Paul VI. unter den Bischöfen der ersten Vatikansynode 1967 durchführen ließ.


Vatikan (kath.net/jg)
Während der ersten Bischofssynode im Vatikan im Oktober 1967 ließ Papst Paul VI. eine Umfrage unter den anwesenden Bischöfen über deren Ansicht zur Empfängnisverhütung durchführen. Von den 200 Bischöfen antworteten nur 26, die meisten davon befürworteten eine Freigabe von Verhütungsmitteln. Nur sieben waren dagegen.

Dies wird in dem Buch „Die Geburt einer Enzyklika. Humanae vitae im Licht der Vatikanischen Archive“ von Mons. Gilfredo Marengo dargestellt. Der Vatikanexperte Andrea Tornielli hat das Buch in einem Beitrag für den Vatican Insider, eine Beilage der Zeitung La Stampa, vorgestellt. (Siehe Link am Ende des Artikels)


Marengo habe damit den Vorwurf gegen Paul VI. widerlegt, der Papst habe die Entscheidung gegen Verhütungsmittel im Alleingang getroffen, schreibt Tornielli.

Unter den Befürwortern einer Öffnung für Verhütungsmittel und damit Änderung der Lehre von Pius XI. (Enzyklika „Casti connubii“, 1930) und Pius XII. befanden sich Kardinal Suenens, der Erzbischof von Brüssel, und Kardinal Döpfner, der Erzbischof von München. Döpfner hatte den Papst darauf hingewiesen, dass die deutschen Bischöfe mehrheitlich für eine Freigabe von Verhütungsmitteln durch die Kirche eintreten würden.

Suenens hatte sich sogar dreimal schriftlich an Paul VI. gewandt und unter anderem damit argumentiert, dass bereits die Zulassung der Ogino-Knaus Methode durch Pius XII. eine Erneuerung gegenüber Casti connubii darstelle. Die Ogino-Knaus Methode ist eine Methode der natürlichen Empfängnisregelung. Eine Zulassung von Verhütungsmitteln wäre ein damit vergleichbarer Schritt, schrieb Suenens an Paul VI.

Gegen eine Freigabe von Verhütungsmitteln äußerten sich unter anderem Fulton Sheen, der Bischof von Rochester, und Kardinal Wojtyla, der Erzbischof von Krakau und spätere Papst Johannes Paul II. Wojtyla sandte Paul VI. das „Memorandum von Krakau“ der polnischen Bischöfe, das einen Vorschlag zur besseren theologischen und naturrechtlichen Begründung einer Ablehnung von Verhütungsmitteln enthielt. Diese Gedanken seien allerdings nicht in die Enzyklika „Humanae vitae“ eingeflossen, schreibt Marengo.


Link zum Artikel von Andrea Tornielli in Vatican Insider (englisch):

’Humanae vitae’, Paul VI’s secret survey



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

PaulVI

  1. Was der heilige Papst Paul VI. für den Sommerurlaub empfohlen hat
  2. Der Augenblick Gottes: Die Begegnung von Papst Paul VI. und Patriarch Athenagoras
  3. Aufnahme der liturgischen Feier des hl. Pauls VI. in Generalkalender
  4. Michael Prüller über Papst Paul VI.: "Für mich ist er ein Prophet"
  5. Oscar Romero und Paul VI. werden im Oktober heiliggesprochen
  6. Paul VI. zu Lefebvre: „Dann leiten Sie doch die Kirche!“
  7. Papst Paul VI. wird Ende Oktober heiliggesprochen
  8. Papst Franziskus: Paul VI. wird noch heuer heiliggesprochen
  9. Heiligsprechung Pauls VI. rückt näher
  10. 'Landshut': Papst Paul VI. stellte sich als Geisel zur Verfügung






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  6. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  7. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  8. Glaube & Sex vs. Vernunft & Geld?
  9. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  10. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil
  11. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  12. Pornografie, NoFap und die Rückkehr der Selbstbeherrschung
  13. Zwei Formen - ein Ritus
  14. Rubio rechnet mit Linken ab: „Sie wissen nicht, wie man etwas schafft, also zerstören sie es“
  15. Sozialethiker Rhonheimer: Nicht der Kapitalismus verursacht Armut

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz