Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  3. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  4. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  5. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  6. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  7. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  8. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  9. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  10. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  11. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  12. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  13. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“

Ägypten: Offenbar Mönchs-Verschwörung vor Mord an Bischof

14. August 2018 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Im Konvent des Makariosklosters gab es seit Jahren ein Schisma zwischen Anhängern zweier verschiedener theologischer Schulen


Kairo-London (kath.net/KAP) Im Zusammenhang mit der Ermordung des Abtes des Makariosklosters im Wadi al-Natrun, Bischof Epiphanios, hat Ägyptens Staatsanwaltschaft die Festnahme eines zweiten Mönchs für vier Tage angeordnet. Faltaous al-Makari wird Mordverschwörung vorgeworfen, wie ägyptische Medien und der Londoner "Guardian" am Sonntag berichteten. Der Festgenommene habe zuvor einen Suizidversuch unternommen und werde gegenwärtig in einem Krankenhaus in Kairo behandelt.

Der Mönch gab demnach zu, gemeinsam mit einem weiteren, am Samstag verhafteten und geständigen Ordensmann, Isaiah a-Makari, ein Mordkomplott gegen den Abt geschmiedet zu haben. Bei dem zweiten Verdächtigen handelt es sich um jenen Mönch, der bereits Anfang August von seiner Kirche wegen "unmonastischen Lebenswandels" in den Laienstand versetzt worden war.


Ägyptens Behörden vernahmen laut Medien im Zusammenhang mit den Untersuchungen mehr als 400 Mönche und Angestellte des Klosters. Nach ersten Autopsieergebnissen gehen die Ärzte davon aus, dass dem Bischof von hinten der Schädel eingeschlagen wurde. Der 1954 in Tanta geborene Epiphanios stand dem Kloster seit 2013 als Abt vor.

Wie der ägyptische Kirchenexperte Tamer Hendawi am Sonntag im Gespräch mit der Kairoer Zeitung "al-Arabiya" sagte, habe es im Konvent des Makariosklosters seit Jahren ein Schisma zwischen Anhängern zweier verschiedener theologischer Schulen gegeben. Die Auseinandersetzungen zwischen Konservativen und Progressiven seien in den Jahren 2006 bis 2012 am schlimmsten gewesen. 2006 war der charismatische Ökumene-Theologe und Makarios-Mönch Matta al-Meskin gestorben, der kirchenintern als Widersacher des konservativen Papst-Patriarchen Shenouda gegolten habe. Der Patriach starb 2012. Als der neue Papst-Patriarch Tawadros 2012 sein Amt antrat, bat der bisherige Abtbischof des Klosters seinen Rücktritt an und Epiphanios gewählt wurde."

Hendawi wies auch darauf hin, dass der vor zwei Wochen erlassene päpstliche Befehl, die Social-Media-Konten aller Mönche zu schließen, ein weiterer Beweis für den Konflikt sei: "Die Schließung war offensichtlich ein Mittel, um weitere Spannungen zwischen den beiden Lagern im Kloster zu vermeiden und zu verhindern, dass die Spannungen an die Öffentlichkeit gelangen."

Das koptisch-orthodoxe Kloster des heiligen Makarios des Großen liegt in der Sketischen Wüste zwischen Kairo und Alexandria. Es wurde im 4. Jahrhundert vom heiligen Makarios von Ägypten gegründet und ist seither ununterbrochen bewohnt.

Die Kopten sind die größte christliche Gemeinschaft in Ägypten. Sie führen ihre Anfänge auf den Evangelisten Markus zurück. Angaben über Mitgliederzahlen schwanken zwischen acht und elf Millionen unter den rund 94,5 Millionen Einwohnern Ägyptens. Zuletzt waren die Kopten wiederholt Ziel islamistischer Anschläge.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ägypten

  1. Papst gedenkt der Opfer von Kirchenbrand in Ägypten
  2. Ägypten: Mindestens 41 Tote bei Brand in koptischer Kirche in Kairo
  3. Ägypten legalisiert 1.800 kirchliche Gebäude
  4. Ägypten: „Ich habe Mitleid mit den Tätern“
  5. Bedeutendes frühchristliches Heiligtum in Kairo restauriert
  6. Keine Angst vor Corona
  7. Ägypten: Wegen Pandemie keine öffentlichen Ostergottesdienste
  8. Ägypten: Bisher knapp 1.200 Kirchen "legalisiert"
  9. Katharinenkloster auf der Sinai-Halbinsel besser zu erreichen
  10. Ägypten: Regierung legalisiert weitere christliche Kirchengebäude







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND im SOMMER - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  6. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  7. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  8. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  9. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  10. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  11. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  12. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  13. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  14. Mexiko in Angst: Priester spenden auf einem Dach eucharistischen Segen
  15. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz