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Das Nuntius-Viganò-Statement – eine erste Einordnung

30. August 2018 in Kommentar, 32 Lesermeinungen
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Ein Versuch, eine erste Ordnung in die verwirrende Fülle der Reaktionen auf das kirchenerschütternde Statement des Ex-Nuntius zu bringen. kath.net-Kommentar von Petra Lorleberg


Vatikan-Stuttgart (kath.net/pl) Die innerkirchlichen Nachrichten überschlagen sich, völlige Verwirrung hat sich in unserer Kirche breit gemacht, manche praktizierende Katholiken zweifeln sogar an ihrem Glauben: Der emeritierte Nuntius von Washington D.C., Carlo Viganò, hat schwerste Anschuldigungen über Missbrauchstaten sowie Missbrauchsvertuschung in kriminellem Ausmaß gegen ranghohe Kirchenvertreter einschließlich Papst Franziskus erhoben mit dem Zusatz, er sei bereit, alles eidlich zu bestätigen. Sein Statement einschließlich der Rücktrittaufforderung an Papst Franziskus erhält kirchenintern und -extern sowohl starke Zustimmung wie auch starke Kritik. Was ist von den Reaktionen zu halten?

Viganòs Statement war unangenehm punktgenau auf den Beginn des Papstbesuchs zum Weltfamilientags in Irland veröffentlicht worden. Das hat Fragen aufgeworfen. Ist Viganò einfach nur theologisch und/oder kirchenpolitisch ein Gegner von Papst Franziskus, sollte man seinem Statement daher keine übertriebene Beachtung schenken? Außerdem wurde kritisiert, dass Viganò genau die Strukturen gekannt und offenbar mitgetragen hat, die er nun anprangert – wie sehr spricht dies gegen seine persönliche Glaubwürdigkeit? Der geneigte Leser sei gewarnt, diese Vorwürfe auf die allzu leichte Schulter zu nehmen.

Rein sachlich lässt sich vom Schreibtisch einer im deutschen Sprachraum arbeitenden kirchlichen Journalistin aus allerdings keineswegs alles recherchieren. Wir sind auf die detailgenaue, ungeschonte Recherche unserer kirchlichen und weltlichen Journalistenkollegen vor Ort in den USA sowie ganz besonders auf die dortige Justiz angewiesen. Aber wir können beispielsweise Rückschlüsse ziehen aus der Art, wie die Bischöfe und Kardinäle, die Priester und Diakone, die praktizierenden Laienkatholiken vor Ort reagieren.

Und da fällt auf: Der Sachwiderspruch gegen Viganòs donnernde Vorwürfe fällt unerwartet leise aus. Die Insider der US-amerikanischen Bischofskonferenz hüteten sich beispielsweise, Viganòs Vorwürfe ins Reich der Utopie zu verweisen, vgl. das Statement des Präsidenten der US-Bischofskonferenz, Daniel Kardinal DiNardo. Sie möchten aber – übrigens mit allem Recht! – weitere Aufklärung sowie gegebenenfalls die Reinwaschung von Namen, die eventuell fälschlich in Schuldzusammenhängen genannt wurden.

Auch Papst Franziskus hat sich gehütet, Viganòs Statement zu widersprechen, ebensowenig hat er aber Inhalte bestätigt, kath.net hat berichtet. Um genau zu sein: Vom Papst liegt bisher nur eine einzige direkte Reaktion vor, in der er sich leider in der Kunst übt, das Thema wortreich aber inhaltsleer zu umkreisen.

Inzwischen kommen Reaktionen aus verschiedenen kirchlichen Lagern.

Wenig ernst zu nehmen sind verallgemeinernde Rundumschläge, so wird beispielsweise versucht, die Glaubwürdigkeit von Viganòs Statement durch moralische Argumentation zu untergraben. Viganò räche sich ja nur an Franziskus, weil ihn dieser nicht zum Kardinal erhoben habe, kann man beispielsweise lesen.

Doch selbst wenn Viganòs Glaubwürdigkeit durch moralische Mängel und Eigeninteressen beeinträchtigt wäre, erwiese sich dies angesichts der möglicherweise regelrecht mafiösen Verbrechensstrukturen als ein nicht ausreichendes Argument. Denn natürlich verfolgt jeder, der „redet“, auch irgendwelche persönlichen Motive. Jeder, der schweigt, übrigens ebenfalls…

Schwer wiegt der Vorwurf: Viganò habe sich beispielsweise mit McCarrick ungeniert fotografieren lassen und habe sich auch in der Regierungszeit von Benedikt XVI. (also während McCarrick offenbar nichtöffentlich reglementiert war) bei offiziellen Terminen nicht von ihm zurückgezogen – er habe deshalb kein Recht zu seiner öffentlichen Kritik. Hier wird nachzuprüfen sein, ob McCarrick – durch Papst Franziskus offenbar erst rehabilitiert, inzwischen de facto amtsenthoben – tatsächlich durch Benedikt XVI. reglementiert worden war und warum diese Maßnahme möglicherweise nicht gegriffen hat; außerdem, wie faktenbasiert der Verdacht ist, dass Franziskus um die Reglementierung und ihre Gründe wusste, aber darüber hinwegging. Klärende Aussagen des Vatikans wären hierzu durchaus hilfreich, doch werden wir sie möglicherweise nicht erhalten.

In diesem Vorwurf steckt aber noch ein anderes Detail: War Viganò tatsächlich Teil des Systems, das er jetzt kritisiert? Diese Frage wird in den medialen Diskussionen derzeit allzu leicht in eine unlautere Alternative geführt: 1.) Entweder kritisiert Vitanò das System kenntnisreich von außen, dann ist er glaubwürdig oder alternativ 2.) er kritisiert „von innen“, dann ist er unglaubwürdig, weil selbst mitverstrickt. Nun, hier gilt zu beachten: In der Regel verfügt nur ein Insider über Insiderwissen. Deshalb muss auch die dritte – bisher ungenannte – Möglichkeit aufgezeigt werden: Viganò könnte sich auch als „Kronzeuge“ entpuppen, d.h. er steckte tatsächlich mit drin, wusste um ungute Vorgänge, wollte oder konnte seinerzeit aber nicht öffentlich reagieren (z.B. wegen seinen beruflichen Schweigepflichten als Diplomat) und kann nun an die Öffentlichkeit bringen, was ihm aufgefallen war – etwa mit dem Wunsch der eigenen Reinwaschung vor weltlichem und nicht zuletzt vor göttlichem Gericht.

Dass Viganò ein Kritiker von Papst Franziskus sein könnte, legt sich anhand des kunstvoll orchestrierten Veröffentlichungsdatums tatsächlich nahe. Aber setzt dies auch seine Glaubwürdigkeit herab? Nein, zumindest nicht vollständig. Die Glaubwürdigkeit der Viganò-Vorwürfe entscheidet sich einzig anhand der Faktenlage, deren kompetente Nachprüfung aber noch aussteht.

Gleichzeitig sei aber auch darauf hingewiesen, dass dieser kirchliche Grundsatzskandal auch unseren schmerzhaften binnenkatholischen Graben verändert bzw. verändern sollte. Diese bisher allzu bequeme Einteilung in theologisch liberal oder konservativ (oder wie immer man die Labels benannte und verteilte) hilft hier nämlich nicht mehr weiter. Wenn es um die Aufklärung von innerkirchlichen Missbrauchstaten und Missbrauchsvertuschungen in solch verbrecherischem und justiziablen Ausmaß geht, müssen wir innerkirchlich alle zusammenhalten. Hier muss jede Frage gestellt werden, die nötig ist – einen (auch hohen oder sehr hohen) Amtsträger zu schonen, nur weil man mit ihm bisher zurechtkam, ist leider nicht mehr möglich. Notabene: Immer im Wissen darum, dass diese Verbrechen vermutlich auch im je eigenen Lager vorgekommen sind… und dass die Verbrecher wohl nur nach je privatem Geschmack sich eher ein modernes Messgewand und „modernere“ Theologie zugelegt haben oder lieber mit Brüsseler Spitzen an ihrer Tradi-Albe kokettieren oder sich mittig-gemäßigt präsentieren, so oder so aber Wölfe im Schafspelz sind.

Hier müssen sich auch die säkularen Medien anfragen lassen. Wir haben einen Vertuschungsskandal, der den amtierenden Papst in die Abdankung und/oder die katholische Kirche zu einer massiven Spaltung führen könnte. Die katholische Kirche befindet sich in einer Grundsatzkrise kirchengeschichtlichen Ausmaßes – und die Medien berichten darüber merklich verhalten.

Liebe Kollegen und Kolleginnen der säkularen Medien: Es geht nicht, bei Verdacht auf Verbrechensabwiegelung diesen Papst zu schonen, nur weil einem seine Linie sonst gut gefallen hat! Wäre dieser Skandal während der Regierungszeit von Benedikt XVI. derart hochgekocht, wären wir als katholische Kirche über Wochen hinaus nicht mehr aus den Schlagzeilen herausgekommen. Es fällt ungut auf, dass es dieses Mal keineswegs so ist. Wer hätte vorhergesagt, dass sich Katholiken hierzulande eines Tages über die Schwäche säkularer Medienkritik wundern würden…?

Verbrechen, liebe Mitkatholiken, liebe kirchliche und weltliche Journalisten, werden nicht von der Beobachtung größer oder kleiner, inwieweit sie das „gegnerische“ oder das eigene Lager betreffen. Wer hier auf einem seiner beiden Augen blind ist, sollte sich ernsthaft hinterfragen, wieweit er Verbrechensstrukturen selbst mitstützt. Denn wir sind es den Opfern schuldig, für vollständige Aufklärung dieser Skandale zu sorgen. Für Verbrechen haben wir in der Kirche „zero tolerance“: Null Toleranz.

Für die katholische Kirche aber gilt: Wir werden nach diesem Skandal von „vorher“ und „nachher“ sprechen – vorausgesetzt, die Aufarbeitung wird jetzt energischst und effektiv angegangen und schuldig gewordene Amtsträger (egal auf welcher Höhe der Kirchenhierarchieleiter sie stehen) werden bleibend schachmatt gesetzt. Falls auch dieser Skandal innerkirchlich wieder ohne Grundsatzänderungen und ohne tiefgreifende personelle Konsequenzen versickern sollte, wäre erst DAS für unsere Kirche der Supergau mit der Kraft, die weltälteste und weltgrößte Institution aus der Weltgeschichte erfolgreich hinauskatapultieren zu können.

Der Autorin auf Twitter folgen!

Siehe auch den kath.net-Kommentar von Petra Lorleberg: Warum reagieren katholische Laien auf DIESEN Skandal so verbittert?

Symbolbild: Der Vatikan im Focus



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Lesermeinungen

 ottokar 31. August 2018 
 

Auslöschen des Begriffs "Sünde"

Stefan Fleischer hat die Problematik auf den Punkt gebracht. Mit dem wahrscheinlich erfolgreichen Versuch Homosexualität von kirchlicher Seite her zur Normalität zu erklären, also sie ethisch gleichzusetzen mit Sexualität, die uns zum Erzeugen von Nachwuchs gegeben ist,wird automatisch der Sündenwert homosexueller Handlungen neutralisiert und abgeschafft. Selbst wenn wir Älteren dem nicht folgen können und für uns praktizierte Homosexualität nach wie Sünde ist, wird spätestens für die nächste Generation Homosexualität kein Sündenbegriff mehr sein.Dennoch wäre praktizierte Homosexualität für einen geweihten Priester eine schwere Sünde,wenn nicht gleichzeitig der Zölibat aufgehoben wird. Armer gekreuzigter Heiland,verzeih und hilf deinen verwirrten Kindern! Heiliger Erzengel Michael, schleudere den Satan und all seine bösen Geister , die zum Verderben der Seelen in der Welt umherschweifen mit deiner göttlichen Kraft hinab in den Abgrund der Hölle! Um diese Hilfe müssen wir jetzt beten!


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 Hadrianus Antonius 31. August 2018 
 

@Einsiedlerin

Nein, Geehrte @Einsiedlerin, Sie sind gerade nur in die Schlüsselstellung der ersten Frontlinie geraten;-)
"Le Patelin de Notre Dame" oder Oud-Stuyvekenskerke an der Yserfront Oktober 1914
(Es gibt dort an der Seite neben der Kirchturmruine noch das letzte übergebliebene rosagraniten Säulchen des Touring Clubs: "Ici on a arrêté l'ennemi"-"Hier wurde der Feind zum Stehen gebracht").
Ein Franziskaner(Ex-Offizier, wieder im Dienst) als Artilleriebeobachter.
Mein Großvater lag dort in der ersten Linie (lies: Pfütze)- 2 Monate lang.
Mission accomplished.
RIP


1

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 hape 31. August 2018 

Tata-Inti und Pachamama

Ich gebe zu, dass ich die Verhältnisse in Südamerika nicht kenne. Insofern bin ich vom Synkretismus dort überrascht. Synkretismus gibt es allerdings auch im Zusammenleben von Muslimen und Hindus, wie ich gerade gelesen habe. Jedenfalls denke ich, dass die Inkulturation des Christentums auch in Europa nicht von heute auf morgen geschah.

Was ich aber befürchte ist, dass unter dem aktuellen Pontifikat der Versuch unternommen wird, den Synkretismus in Südamerika zu nutzen, um weltweit die anthropologische Wende festzuschreiben, welche den Katholizismus in Richtung einer Allerlösungslehre umdefinieren möchte.

Sehe ich das richtig oder täusche ich mich da?


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 Einsiedlerin 31. August 2018 
 

Synode und Tata-Inti

Also wenn das wirklich wahr ist, glaub ich echt, ich bin im falschen Film!!!


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 Hadrianus Antonius 31. August 2018 
 

@Eliah : Und Pachamama

Herzlichen Dank für Ihren sehr interessanten Hinweis.
Auf de Liste steht auch Pachamama.
Den ganzen Synkretismus ist schon sehr lange beim Vatikan bekannt, noch wohl informiert aus erster Hand (der apostolische Nuntius war an erster Stelle dabei :-( ).
Wenn ich davon zum ersten Mal gehört- und dann bei Stöbern auch gesehen habe, hat es mir tatsächlich die Sprache verschlagen.
(Hat jedoch nicht lange gedauert- wäre sonst nicht als "Chefkommentator bei der INFO" bei einigen Trollen und Modernisten aufgefallen :-)


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 griasdigott 31. August 2018 

Neues Gesetz in Frankreich

Im Zusammenhang mit Missbrauch möchte ich auf ein neues Gesetz in Frankreich aufmerksam machen, das am 3.9.2018 in Kraft tritt.

Das Schutzalter für Kinder, in Frankreich bisher 15 Jahre, wird aufgehoben!

Ausgangspunkt für die Gesetzesänderung war der Fall eines Franzosen, der vom Gericht freigesprochen wurde, weil der Richter von "einvernehmlichen Sex" mit einer 11-jährigen ausging (Quelle n-tv, 16.5.2018)

Befürworter des neuen Gesetzes, sehen einen größeren Schutz für Kinder, weil künftig Sex mit Kindern in mehr Fällen als Vergewaltigung statt sexuellem Missbrauch eingestuft werden kann und damit härter geahndet werden könne.

Kritiker bemängeln, dass unter dem neuen Gesetz nicht mehr automatisch von einer Vergewaltigung ausgegangen wird, sondern weiterhin Ausnahmen möglich sind.

Mir fällt da z. B. die islamische Kinder-"Ehe" ein, aber vielleicht hat das ja auch Auswirkungen auf den Missbrauch im kirchlichen Bereich, worüber wir uns gerade austauschen.


3

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 Eliah 31. August 2018 
 

Tata-Inti

Falls die Redaktion den Hinweis erlaubt, hier der Link: https://www.trekkingchile.com/de/chile-info-reise-tourismus-trekking-wandern-suedamerika/aymara/weltanschauung/


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 Hadrianus Antonius 30. August 2018 
 

An Fr. Petra Lorleberg (4) Zeitpunkt der Veröffentlichung

Der Mißbrauch in der Kirche in den USA ist seit den 90er Jahren bekannt, genauso wie der Massenmißbrauch in Nordbelgien, die gewaltige Vernetzung von Homos mit Mafiapraktiken: ein alter Hut.
Die Anwesenheit einer äusserst starken Homolobby im Vatikan ebenso.
Insoweit hat EB Vigano keine "Neuigkeiten" gebracht, sondern Altbekanntes und Altvermutetes.
Kard. Sambi schwieg, Msgr. Lambetheau und die kleine Chargen auch, P.Benedikt XVI wollte Schaden für die Kirche abwehren, Levada war schwach und Müller auch.
Um so mutiger daß EB Levada Tacheles geredet hat.
Der Zeitpunkt: weil auf der anstehenden Synode für die Jugend und die Amazonassynode die totale Versexung der Kirche verordnet werden sollte, die Zulassung der Scheidung, die Aufhebung des Zölibats, die Aufhimmelung der homosexuellen Verbindung und die Einführung des Gottes Tata-Inti.
Kein Witz (fragen Sie nach in Chile).
Deshalb die Notbremse.
Und mit guter Generalstabsarbeit ;-)
Praemia pro validis


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 Hadrianus Antonius 30. August 2018 
 

An Fr. Petra Lorleberg (3) Charakter und Moral

EB Vigano ist bis jetzt stets bekannt gewesen durch seine integere Persönlichkeit, seine Wahrheitsliebe, seine strenge moralische Normen, seine Verknochtheit an der Katholischen Kirche und die katholische Lehre únd durch seinen großen Mut und Durchsetzungsvermögen: er hat auf P.Benedikts XVI Befehl die Machinationen um der Vatikanischen Staatsbank und die Verzweigungen nach Amerika untersucht und einen schonungslosen Bericht erstellt.
"PFranziskus" hat schon sehr häufig eklatant gelogen, häretische Aussagen gemacht, alle mögliche louche Figüren in seiner Umgebung geholt und nicht nur toleriert, sondern auch gefördert.
Von seinem Charakter und Moral möchte ich hier dann auch schweigen.
EB Vigano hat mit Sicherheit nicht aus eigenem Profit oder Profilierungssucht gehandelt, sondern in Notwehr für die Hl. Kirche.


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 Hadrianus Antonius 30. August 2018 
 

An Fr. Petra Lorleberg (2) Wahrheit der Aussagen

EB Vigano hat ein TEstimony geschrieben, das er auch beeidigen kann (äusserst streng gehandhabt in den USA).
Es gibt 3 Möglichkeiten:
1. Vigano sagt komplett Wahres.
2. Vigano lügt alles zusammen
3. Vigano tischt hier ein Gemisch von Wahres und Lügen auf.
Bis jetzt wurde nicht ein kleinstes Stückchen Unwahres in EB Viganos Beschuldigungen nachgewiesen oder auch entkraftet.
Im Gegenteil, von einem direkten Zeugen (Msgr. Lambetheau), der die Konfrontation Kard. Sambi vs. McCarrick erlebte, "sagt Vigano die Wahrheit".
Inzwischen gibt es auch noch andere Zeugen, die dies bejahen.
P.Benedikt XVI war stets äusserst akkurat; gerade nach dem VanGheluweskandal (2010+2011) war die Problematik hochvirulent.
Mit Sicherheit wurde die kirchliche Bestrafung v. McCarrick nicht auf einem Bierfilzkärtchen geschrieben, sondern sorgfältig geschrieben und protokolliert.
Da gibt/gab es Akten- und die sind möglicherweise auch vervielfältigt worden und sicher archiviert.
Deshalb auch keine Reaktion v. PF


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 Hadrianus Antonius 30. August 2018 
 

An Fr. Petra Lorleberg (1)

Sehr geehrte Frau Lorleberg,
Ihr Artikel reflektiert sehr besonnen die Lage nach dem Zeugnis von EB Vigano.
Ob dies (bzw. das Nichtreagieren darauf durch die Spitze) DER GAU wäre für die Hl.Kath.Kirche, wage ich zu bezweifeln.
Es IST schon der GAU für die postkonziliäre Kirche (wie sehr schön in dem Artikel von Miguel Yanez auf AdelantelaFe beschrieben).
Ds ist auch der Grund für die gewaltige Inertion auf allen Ebenen in den Strukturen.
Erlauben Sie mir Bemerkungen zu 3 Punkten in Ihrem Artikel:
1. Wahrheit/Lüge der Beschuldigungen von EB Vigano
2. Charakter und Moral von EB Vigano vs. "PFranziskus"
3. Zeitpunkt der Veröffentlichung


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 trueman 30. August 2018 

Wenn Papst Franziskus von derartigen Anschuldigungen wusste und nicht entsprechend handelte, so wird

er zum einen das nicht geglaubt haben, denn wie man weiß gibt es auch Kreise, die Kleriker derartige Handlungen vorwerfen um sie auszuschalten. Wenn er aber all die langen Jahre nichts gemacht hat, so intendiert er für mich vielleicht damit den Boden zu bereiten für eine Änderung des Zölibats. Seine kryptische Antwort auf die Fragen der Journalisten, er warte erst einmal die "journalistische Aufarbeitung" ab, zielt eigentlich auf die völlige Infragestellung des Zölibats in Amerika, später in Europa und das im Zusammenhang mit der Synode im Amazonas! Und je mehr man ihn kirchlicherseits in die Enge treibt, umso mehr wird er die scheinbare Unmöglichkeit der Einhaltung (siehe USA) als Argument für die de Facto Aufhebung ins Treffen führen, unter dem Beifall der gesamten westlichen Presse! Ich hoffe nur, dass das Gott führen möge und es anders kommt, als man vielleicht unterstellt! Die Kirche wird dadurch bestimmt nicht untergehen, aber gestärkt auch nicht unbedingt! Möge der Herr es fügen


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 Stefan Fleischer 30. August 2018 

Im Übrigen, wie wäre es

Wenn unser Heiliger Vater unserer ganzen Kirche einen Buss-, Sühne- und Bitttag verordnen würde, als einen für alle verpflichtenden Fast- und Abstinenztag, mit einem Sühnegottesdienst in jeder Pfarrei, dies alles als Minimum? Dem Eifer der Gläubigen, Pfarrei, Wallfahrtsorten wären keine Grenzen gesetzt.


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 Stefan Fleischer 30. August 2018 

Machen wir uns nichts vor

In unserer Kirche ist zur Zeit die Hölle los, und zwar nicht nur im übertragenen Sinn des Wortes. Und auf ihrer Agenda steht nicht nur die "Legalisierung" der einer homosexuellen Lebensweise. Es geht um die ganze moralische Lehre der Kirche. Es geht um die definitive Anerkennung eines "Menschenrechts" auf Sex in all seinen Formen. (De facto existiert dieses "Recht" schon bis hinein in unsere Kirche.) Das Endziel aber ist die Auslöschung des Begriffs und damit des Bewusstseins der Sünde. Damit lässt sich das Erlösungswerk unseres Herrn unglaubwürdig machen, "das Kreuz Christi um seiner Kraft bringen", wie Paules es formuliert. (1.Kor 1,17) Wenn wir aber nicht mehr "mit dem Kreuz Christi zu den Menschen kommen, sind wir keine Jünger des Herrn", wie Papst Franziskus gesagt hat. Er hätte auch sagen können (müssen?) "sind wir nicht mehr die Kirche des Herrn", was für den Widersacher der letzte Zweck des Ganzen ist,


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 girsberg74 30. August 2018 
 

Danke, Petra Lorleberg!


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 KT-GK2018 30. August 2018 

lb. Petra, herzl. Dank für diese (schmerzhafte) Einordnung.

wollte heut Beiträge zum Tagesgeschehen machen, habe mich dann aber entschieden Abstand zu nehmen und meinem "Herzkreuz"-Projekt (s. Avatar) nachzugehen.

das hat gutgetan.

dein Beitrag verdiente 300 Kommentare, allein wenn Du schreibst:

"Verbrechen, liebe Mitkatholiken, liebe kirchliche und weltliche Journalisten, werden nicht von der Beobachtung größer oder kleiner, inwieweit sie das „gegnerische“ oder das eigene Lager betreffen. Wer hier auf einem seiner beiden Augen blind ist, sollte sich ernsthaft hinterfragen, wieweit er Verbrechensstrukturen selbst mitstützt. Denn wir sind es den Opfern schuldig, für vollständige Aufklärung dieser Skandale zu sorgen. Für Verbrechen haben wir in der Kirche „zero tolerance“: Null Toleranz. "

es sind große seelische Anstrengungen für christgläubige, solche Dinge zu Papier zu bringen., das weiß ich.

vergeßt nicht zwischendurch einfach mal abzuschalten.

dafür ist dieses Lied von mir. und für meine Bruder der mir als 17-jährigem diese Musik zeigt

www.kathtube.com/player.php?id=46150


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 J.g.Ratkaj 30. August 2018 
 

Erzbischof Viganò ist für seinen Mut zum Widerspruch

gegen diese unbeschreibliche Greuel wirklich zu bewundern.
Überhaupt jetzt wo aktuell Journaille und die bekannten Kirchenzirkel seine Person medial abzuwickeln trachten. Da wird nichts ausgelassen, die übliche "Barmherzigkeit", die seit März 2012 prädominiert.


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 micha2 30. August 2018 
 

Schonung schwuler Ideologie

Es geht den säkularen Medien nicht um eine Schonung des Papstes, quasi als gegenteilige Aktion die seinerzeit gegen den deutschen konservativen Papst vor sich ging.
Fragen wir nach der Geisteshaltung der Medienmacher.
Ich setze auf bestimmt 90 prozentige Zustimmung oder mindestens ihre absolute Toleranz gegenüber Schwulen in den deutschen Redaktionen.
Nichts ist mehr absolut, auch nicht Gott, nur der Relativismus.


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 Selene 30. August 2018 
 

Sehr guter Artikel

der die aktuelle Gemengelage von allen Seiten objektiv beleuchtet.


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 DamianBLogos 30. August 2018 
 

"ebensowenig hat er aber Inhalte bestätigt" stimmt nicht

Papst Franziskus hatte zwar im Flugzeug zu den Journalisten erst gesagt, er sage kein Wort, auf eine weitere Nachfrage aber den entscheidenden Punkt in Viganòs Zeugnis bestätigt:
"Auf die nachfolgende Frage, wann er zuerst von den Missbrauchsvorwürfen gegen Kardinal McCarrick gehört habe, sagte der Papst: „Das steht im Statement [von Vigano]...“" (http://kath.net/news/64881)
Also am 23. Juni 2013.
Dass EB Viganò die Veröffentlichung bewusst auf den Tag vor der Rückreise des Papstes aus Irland terminiert hat, hat er selbst bestätigt. Ich drücke es so aus: wir wissen alle, dass der Papst innerkirchlicher Kritik mit Schweigen begegnet, Journalisten gegenüber aber freimütig Auskunft gibt. Nur genau so konnten wir die oben zitierte Bestätigung erhalten.


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 benedetto05 30. August 2018 
 

... jetzt auch zu entschlossenem und gut organisiertem Handeln führen.

Es kann nicht sein, dass EB Vigano sich verstecken muss und der
schlimme "F." in aller Seelenruhe seine Audienzen abhält: er MUSS
sich nun erklären oder aber sofort zurücktreten.

Peter Winnemöller, kath.net, all ihr katholischen Blogger, Forum
deutscher Katholiken, ihr mutigen und noch echt katholischen Diakone,
Priester, Bischöfe und Kardinäle, ihr Angehörigen des geweihten Lebens,
ihr katholischen Radio-und Fernsehsender: schmeisst euch ins Zeug, es
geht um die Glaubwürdigkeit unserer Kirche!


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 Bernhard Joseph 30. August 2018 
 

Anmerkung zu Spekulationen über mögliche Motive von Erzbischof Viganò

Diejenigen, die jetzt Viganò unlautere Motive unterstellen, damit eine objektive Aufklärung der Aussagen unterbleibt, zeigen damit nur, wie tief sie selbst moralisch gesunken sind.

Ich habe das Schreiben Viganòs in deutscher Übersetzung vollständig gelesen. So schreibt keiner, der vage mit Dreck werfen will, sondern so schreibt ein Leidender, der es nicht länger ertragen hat, wie kriminelle Seilschaften in der Kirche auch noch Deckung durch den Vatikan erhalten.

Die Anschuldigungen sind präzise und nachvollziehbar, es finden sich keine offensichtlichen Widersprüche, im Gegenteil, dadurch das in dem Schreiben Viganòs konkret Namen genannt werden, erhalten die Vorwürfe eine besondere Schwere, die nicht so einfach weggeschoben werden kann und das wissen jene, die nun den ehemaligen Nuntius herabzusetzen suchen.

Allein der Mut Viganòs, sich gegen die halbe Kurie zu stellen, macht die Anklage glaubwürdig, denn das macht nur einer, den das Gewissen vor Gott dazu drängt.


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 zeitundewigkeit 30. August 2018 
 

@Lautensack1

"Im römischen Reich gab es das Amt des Censors."
Dafür wäre Papst Benedikt XVI. bestens geeignet!


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 Der Gärtner 30. August 2018 

@ chriseeb74

Das erste Ihrer drei genannten Szenarien ist in gewisser Weise schon dabei, sich zu entwickeln. Gestern durften wir hier in einem Artikel lesen, dass die Regierung von Illinois schon aktiv wird. Andere Bundesstaaten werden folgen. Die Tagespost erwähnte es in einem längeren Bericht.

https://m.die-tagespost.de/kirche-aktuell/online/Missbrauchsskandal-Die-Entwicklung-eines-Dramas;art4691,191432

Man darf hier nicht vergessen, dass dem Rechtssystem in den USA in den letzten 20 Jahren einige sehr scharfe Zähne zugefügt wurden. Nach meiner Einschätzung dürfte die Grand Jury in Pennsylvania noch einigermaßen kirchenfreundlich besetzt gewesen sein. Das kann in anderen Bundesstaaten auch ganz anders sein, mit entsprechenden Folgen. Hier hat EB Vigano lediglich noch einmal die Aufmerksamkeit auf eine Sache gelenkt, die ohnehin laufen wird. Auch in Italien kann die Nettigkeit zwischen Regierung und Vatikan sehr schnell umschlagen. Ihr erstes Szenario ist also nicht weit weg.


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 Marianus 30. August 2018 

Liebe Petra Lorleberg,

ein weiteres Mal meinen herzlichen Dank und zusätzlich meinen herzlichen Glückwunsch zu diesem Kommentar. Kathnet hat in den letzten Tagen und Wochen durch Hinweise auf zahlreiche öffentliche Erklärungen kirchlicher Würdenträger und deren Dokumentierung einen wichtigen Beitrag zur Information und unser aller Meinungsbildung beigetragen. Ihr Kommentar nun sorgt dafür, dass wir beginnen können, diese Vielzahl an z. T. widersprüchlichen Informationen angemessen zu sortieren und zu ordnen. Damit geben sie und kathnet uns die Möglichkeit, die gegenwärtige Aufregung in gemeinschaftliche Reflexion und Besinnung zu verwandeln. Gegen alle Versuche des Dämons, die eh vorhandenen Differenzen in der Kirche Christi weiter zu vertiefen und sie womöglich zu spalten.
Bitte weiter fortfahren in diesem Wechsel von berichten und reflektierend einordnen - zu unser aller Orientierung! Dank & Gottes reichen Segen ihnen und dem ganzen kathnet-Team!!


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  30. August 2018 
 

Wichtige Fragen! 2

Geheimnis. Eigene Vorteile? nach diesem Statement sicher nicht. usw. Dass Vigano nun in Misskredit gebracht werden soll war abzusehen und ist ja bisher bei der Vertuschung gut gegangen.(s. Bloger)Reine Rache? Was sollen die Betroffenen denn tun außer Zweifel säen? Rassismus, Homophobie, political Corectness alles Gut, aber Tatsachen sind jetzt gefragt. Da gilt nicht mehr nur die Unschuldsvermutung sonst bleibt noch sehr viel haften. Ob Vigano teil des Systems war? Natürlich etweder aktiv , jedoch viel eher passiv,schweigend, aber was spielt das für eine Rolle? Vor göttlichem Gericht kann er sich deshalb nicht reinwaschen, er lüde ja anderweitig Schuld auf sich!Un nur Gegnerschaft von PF? Das greift zu kurz, denn der sitzt es aus und ist ja nur der Mitwisserschaft und Unterlassung beschuldigt, nicht der Tat.Und wie gehen die Medien damit um? (tut mir leid) i.d.R. ideologisch, sensationsgierig, selbsterhaltend. Das weltliche Gericht ist hier gefragt und ein gesunder Menschenverstand


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 Lautensack1 30. August 2018 
 

Wer darf wählen

Während der baldige Rücktritt von Franziskus wohl unausweichlich ist (er selber läßt ja jetzt Rücktrittsabsichten dementieren, also muß etwas dran sein), stellt sich die Frage, wer seinen Nachfolger wählen soll.

Wenn die Vorwürfe von Erzbischof Viganò alle zutreffen, haben ja eine ganze Reihe Kardinäle sich ihren Purpur durch Dienste an gewissen Seilschaften erarbeitet - können diese mitbestimmen, würden sie wahrscheinlich versuchen, wieder einen ihnen gewogenen Charakter auf den Stuhl Petri zu bugsieren und damit weiterhin an der Zerstörung der Kirche arbeiten.

Im römischen Reich gab es das Amt des Censors, eines hochangesehenen ehemaligen Politikers, der periodisch das Recht hatte, unwürdige Senatoren ihres Amtes zu entheben. So etwas wäre jetzt auch im Kardinalskollegium nötig.


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  30. August 2018 
 

Wichtige Fragen!

Zunächst Danke für dieses Statement. Ich zweifle nicht an meinem Glauben, an Jesus und seine Kirche, eher schon am Glauben an die Makellosigkeit einiger Kirchenvertreter. Aber darauf weist uns PapstFranziskus ja häufiger hin.Die aufgeworfenen Fragen sind auch mir schon in den Sinn gekommen und so bin ich gespannt was andere hier für Schlüsse ziehen werden.
Dabei halte ich die Aussagen von Carl Maria Vigano für sehr glaubwürdig., auch im Zusammenhang mit den Aussagen des Blogers (Valls?).Ich nehme ihm seine Sorge um die Kirche ab. Denn was hätte er sonst mit der Veröffentlichung erreichen wollen? Die Absetzung von Papst Franziskus? Geht das? PF wird auch dieses Gewitter schweigend aussitzen, wie die Dubia. Die Aufdeckung von Lagern in der Kirche? Die waren doch vorher schon jedem bekannt. Falsche Beschuldigung des Netzwerkes? Das lässt sich leicht nachprüfen, da die Opfer reden und der Skandal öffentlich ist.Dass B XVI von den Vorgängen in der Kirche abgeschirmt war? Offenes


4

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 chriseeb74 30. August 2018 
 

Tja, ich persönlich...

glaube nicht, dass die derzeit handelnden Personen (einschl. PF) ein Interesse daran haben diesen Sumpf trocken zu legen; denn dann müsste wohl fast die gesamte "Führungsriege" zurücktreten und teilweise laisiert werden. Für mich gibt es nur 3 Szenarien:
1. "Weltliche Mächte" werden die verantwortlichen Verbrecher juristisch enttarnen und soweit möglich vor Gericht stellen; das wäre das Ende der jetzigen kirchlichen Strukturen.
2. Die Gemeinschaft der Kardinäle müsste sich entsprechend organisieren und je nach entsprechender Mehrheit würde es
a) zu einer Reinigung der Kirche führen
oder b) zu einem Schisma kommen.
3. Der HERR müsste die Kirche wieder aufrichten durch heiligmässige Bischöfe, Priester und Laien.

Ich sympathisiere mit meiner 3. Möglichkeit...


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 PBK 30. August 2018 
 

Konsequenzen

Ich denke, aus meiner Sicht geht es nicht mehr nur um schonungslose Aufklärung, sondern um handfeste Konsequenzen. Es müssen Köpfe rollen. Ich bin die ständigen Entschuldigungen und Aufrufe zur Umkehr und Buße leid, denn an den bestehenden Netzwerken hat sich bislang nichts geändert. Es muss jetzt personelle Konsequenzen geben, vom Rücktritt bis zur zwangsweisen Laiisierung. Und diejenigen, die missbraucht oder vertuscht haben, müssen vor Gericht gestellt werden.

Nur ein hartes Durchgreifen schenkt der Kirche notwendige Glaubwürdigkeit wieder zurück.


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 wedlerg 30. August 2018 
 

Die Frage der Wahrheit

Die zentrale Frage ist: will die Kirche noch den Glauben verteidigen oder will sie eine weltliche Allerweltslehre, in der alle alles machen sollen, solange sie nett zueinander sind.

Der Missbrauchskandal zeigt nur, dass die Fassade keine Kirche macht, dass vermeintlich "liberale" und "weltoffene" Positionen erst einmal gar nichts sagen. Der Missbrauchskandal zeigt, dass Menschen, die sich gerne als besonders nett und ausgleichend nach außen darstellen, eben ganz anders sein können: McCarrick war vor 15 Jahren der moderate Star der US-Medien.

Die Opfer des Missbrauchs zeigen, dass Sünde und Wahrheit in der Kirche immer benannt werden müssen. Die eine, um sich nicht selbst zu erheben, die andere, um den Glauben als Geschenk zu bewahren.

Es darf jetzt nicht gelingen, wieder homosexuelle Praktiken zu verharmlosen, Kritiker als homophobe Extremisten zu verunglimpfen und weltliche Ziele weiter zu verfolgen.

Reinigung ist jetzt angesagt: personell und v.a. inhaltlich.


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 Montfort 30. August 2018 

Danke für diese Einschätzung

Nur ist keine "Atombombe explodiert", sondern ein heftigerer, reinigender Wind und Regen bringen das auf Sand gebaute Lügengebäude der vom Glauben abgefallenen "Christen" (Klerikern wie Laien) immer mehr zum Einstürzen. Glücklich, wer an der Botschaft Christi festgehalten und danach gehandelt, also auf Fels gebaut hat! Petrus ist der Fels - seine Nachfolger müssen erst beweisen, ob sie Glaubensstärke und -treue um Dienst des Herrn bis zum Martyrium leben, oder ob sie"Nachfolger des Judas" sind, die den Herrn "mit einem Kuss" verraten.


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