Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  2. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  3. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  4. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  5. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  6. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  7. Der Tod der Theologie in Deutschland
  8. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  9. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  10. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  11. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  12. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  13. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  14. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?
  15. 10 Jahre Haft für eine biologische Wahrheit in Brasilien!

Domradio: Kardinal Müller kritisiert Wucherpfennig-Kompromiss

25. Oktober 2018 in Deutschland, 36 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ehemaliger Präfekt der Glaubenskongregation: "Wucherpfennig ist nicht Leibeigener des Jesuitenordens“, vielmehr „eigenverantwortliche Persönlichkeit“, deshalb müsse er „verantwortlich für seine Lehre eintreten“ - Ehe nur zwischen Mann und Frau


Köln-Frankfurt (kath.net) „Ich fürchte, dass dies ein fauler Kompromiss ist.“ Dies sagte der frühere Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, gegenüber dem Kölner „Domradio“ zu dem offenbar erarbeiteten Kompromiss zwischen dem Vatikan und dem Jesuitenpater Ansgar Wucherpfennig. Diesem war die erneute kirchliche Unbedenklichkeitserklärung „Nihil obstat“ für die Verlängerung seiner Amtszeit als Rektor der Jesuitenhochschule Sankt Georgen in Frankfurt von Rom verweigert worden, kath.net hat mehrfach berichtet, dann machte der Jesuitenorden einen Kompromissvorschlag.

Müller erläuterte gegenüber dem „Domradio“ weiter, dass nicht der Jesuitenorden oder andere für die Rechtgläubigkeit Wucherpfennigs eintreten könne. „Pater Wucherpfennig ist nicht der Leibeigene des Jesuitenordens“, vielmehr sei er „eine eigenverantwortliche Persönlichkeit“, deshalb müsse er selbst „verantwortlich für seine Lehre eintreten“.


Überhaupt würden in letzter Zeit häufig „so faule Kompromisse gemacht, die der Kirche schwer schaden“, sagte Müller und verwies ausdrücklich auf die „Frage des Kommunionempfangs durch Personen, die nicht voll der katholischen Kirche angehören und im Stande der Gnade sind“. Zuerst sei von der Glaubenskongregation „eine ganz klare Aussage“ gekommen, „die voll mit der Lehre der Kirche übereinstimmt. Und dann gab es wieder so einen faulen Kompromiss, sodass dann theologisch ungelernte Personen auf die Idee gekommen sind, ein Bischof könne hier nach eigenem Gutdünken entscheiden.“ Doch könne ein Bischof Entscheidungen „nur innerhalb der katholischen Glaubenslehre treffen“, es gehe hier um „die Applikation der katholischen Glaubenslehre auf einzelne Situationen“.

Die „Grundwirklichkeit der Ehe“ sei „nur für einen Mann und für eine Frau möglich“, stellte Müller außerdem zur sogenannten „Homo-Ehe“ fest. „Personen gleichen Geschlechts können keine Ehe eingehen“ und wenn Staaten von einer gleichgeschlechtlichen Ehe sprächen, sei dies „Etikettenfälschung“ und Kompetenzüberschreitung. „Was die Ehe ist, kann nicht vom Staat definiert werden, denn es ist eine vorstaatliche Wirklichkeit.“

Link zum Interview im „Domradio“: Kardinal Müller zur Causa Wucherpfennig: "Brauchen unseren Standpunkt nicht zu ändern, weil er der richtige ist"

Archivfoto Kardinal Müller


Archivfoto Kardinal Müller (c) Bistum Regensburg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jesuiten

  1. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  2. Eklat durch NS-Vergleich gegenüber Israel bei interreligiösem Kongress in Rom
  3. Weniger Gläubige in der Münchner Jesuitenkirche
  4. Jesuitenorden erinnert an Bekehrung Ignatius von Loyolas
  5. USA: Pro-Abtreibungspolitiker wird Jesuit
  6. Jesuitengeneral Sosa: Es gibt einen Kampf in der Kirche
  7. Jesuitengeneral: Satan ist nur eine ‚symbolische Realität’
  8. Und wieder ein Jesuiten-Skandal
  9. US-Jesuitenschule möchte weiterhin katholisch sein
  10. Die Bekenntnisse des heiligen Kirchenlehrers Petrus Canisius SJ







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  6. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  7. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  8. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  9. Der Tod der Theologie in Deutschland
  10. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  11. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  12. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  13. 'Ich bin der Liebe Gottes würdig, einfach weil ich existiere.'
  14. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  15. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz