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Ahmad Mansour: „Integration ist eine Bringschuld der Migranten“

3. November 2018 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Silke Mertin in der „Neuen Zürcher Zeitung“: Die Anliegen des Psychologen, Islamismusexperten und nichtpraktizierenden Muslims Ahmad Mansour „hört man in Deutschland nicht besonders gern“.


Berlin (kath.net) Die Anliegen des Psychologen und IslamismusexpertenAhmad Mansour „hört man in Deutschland nicht besonders gern“. Das stellt Silke Mertins, Berlin-Korrespondentin der „Neue Zürcher Zeitung“, in ihrer NZZ-Rezension zum neusten Buch Mansurs, „Klartext zur Integration“, fest. Denn es gehöre in Deutschland zum gesellschaftlichen Mainstream, „die multikulturelle Gesellschaft gut zu finden, andere Kulturen und Religionen nicht nur zu achten, sondern auch als gleichwertig anzusehen.“ Dabei störe aber Mansour mit seinen Zwischenrufen. Er frage „mit geradezu missionarischem Eifer: Wollt ihr wirklich patriarchale Familienstrukturen akzeptieren? Gewalt gegen Kinder, die nicht beten wollen? Ehrenmorde? Kopftuchzwang? Grundschüler, die umkippen, weil sie gedrängt werden zu fasten? Mädchen, die nicht schwimmen lernen dürfen?“


Mansour mache damit allerdings „das schöne Bild des friedlichen Miteinanders kaputt“, und viele nähmen ihm das übel, konstatierte Mertins und zählte auf:
- So seien die Linken „sauer, weil das Modell der offenen Gesellschaft und der Kampf gegen Diskriminierung zu ihrer politischen DNA“ gehöre.
- Die Islamverbände seien empört“, weil nach ihrer Lesart keinerlei Zusammenhang zwischen Islam und Islamismus bestehe und Mansour Islamophobie schüre“.
- „Die Kirchen mögen nicht, dass Mansour ihnen vorwirft, mit dem konservativen Islam zu paktieren und damit ein «schmutziges Spiel» zu betreiben.“
- Die Vertreter der Volksparteien schätzen Mansours Vorwurf der kompletten Planlosigkeit in der Integrationspolitik nicht.
- Und für die Rechten sei „seine Definition von Deutschsein zu sehr an die Verfassung und zu wenig ans Volk geknüpft“.

In einem ARD-Interview erläuterte Mansour, der selbst in der Prävention aktiv ist sowie bereits Straffällige betreut, vor wenigen Tagen, dass es unter den Flüchtlingen auch Menschen gebe, „die mit einem ganz anderen Frauenbild“ zu uns kommen, unter diesen sei wiederum eine kleine Gruppe auch zu Vergewaltigungen bereit.

Mansour war in einer israelisch-palästinenischen Familie aufgewachsen, seine Eltern waren nichtpraktizierende Muslime. Als Jugendlicher wurde er beinahe selbst zum Islamisten, erst durch sein Psychologiestudium konnte er sich davon lösen. Er ist seit 2017 deutscher Staatsbürge. Zur Gewährleistung seiner Sicherheit benötigt er häufig Personenschutz.

Link zum Beitrag in der NZZ: Streitschrift von Ahmad Mansour - Warum Integration manchmal scheitert

ARD Morgenmagazin (MOMA) - Psychologe und Islamismusexperte Ahmad Mansour zur Gruppenvergewaltigung in Freiburg


Foto Mansour (c) Wikipedia/ Ahmad Mansour/CC BY-SA 3.0 de


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Lesermeinungen

 Herbstlicht 3. November 2018 
 

Einer, der genauer hinschaut!

Ein Mensch, der die Finger in die Wunden legt, ein Mahner also wird selten geliebt.
Er bleibt nicht an der Oberfläche und lässt Tieferliegendes erkennen.
Und Erkennen kann weh tun.


8
 

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