Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  13. „Das Ende von Maria 2.0“
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“

„Das, was jetzt aus Berlin zu hören war, hat mich besonders verärgert“

21. Dezember 2018 in Deutschland, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ismail Tipi zur Widmann-Mauz-Weihnachtskarte ohne „Weihnachten“: „Die muslimischen Mitbürger, unter anderem auch ich, freuen sich, wenn sie in der Weihnachtszeit einen Weihnachtsgruß erhalten. Die meisten Muslime feiern sogar gemeinsam Weihnachten.“


Wiesbaden (kath.net/pl) „Es ist manchmal unfassbar, was unter dem Deckmantel der „Political Correctness“ oder falschverstandener Toleranz alles so in unserem Land getan wird. Manchmal weiß ich nicht, ob ich da lachen oder weinen soll.“ Das antwortete der Landtagsabgeordnete und Integrationsexperte der CDU Hessen gegenüber kath.net auf Anfrage. „Für mich als ein türkischstämmiger und muslimischer CDU-Landtagsabgeordneter ist es unbegreiflich, warum man unsere religiösen Traditionen mit Gewalt verändern will. In vielen Städten gibt es schon aus Angst keine Weihnachtsmärkte mehr. Weihnachtsmärkte, Christkindlmärkte, Nikolausmärkte werden inzwischen mit erfundenen Namen umbenannt. In manchen Kindergärten und Schulen werden aus falscher Rücksicht keine Weihnachtsfeste mehr gefeiert.


Das, was jetzt aus Berlin zu hören war, hat mich besonders verärgert. Unsere Bundesintegrationsbeauftragte und Staatsministerin soll eine Weihnachtsgrußkarte verschickt haben, ohne „Weihnachten“ in ihrem Schreiben angesprochen zu haben. Ich stelle mir die Frage: Was soll das? Natürlich habe ich vollstes Verständnis für alle Menschen, wenn sie respektvoll aber auch mit netten Gesten mit ihren Mitmenschen umgehen. Aber eine Weihnachtsgrußkarte ohne das Wort „Weihnachten“ zu verschicken, ist für mich persönlich eine positive Diskriminierung. So etwas gehört sich nicht.

Wir müssen unsere muslimischen Mitbürger genauso behandeln, wie jeden anderen auch. Aus welchem Grund sollen wir sowohl unsere gesellschaftlichen als auch die religiösen Werte in den Hintergrund stellen? Auch die muslimischen Mitbürger, unter anderem auch ich, freuen sich, wenn sie in der Weihnachtszeit einen Weihnachtsgruß als Brief, als Karte oder aber auch als Anruf erhalten. Die meisten Muslime feiern in dieser Zeit sogar gemeinsam Weihnachten. Viele haben in ihren Wohnungen Weihnachtsbäume stehen. Diese werden gemeinsam mit den Kindern wie in allen anderen christlichen Familien geschmückt. Unter dem Baum liegen auch Geschenke.

Gerade das ‚C‘ in meiner Partei, zu der auch die Integrationsbeauftragte gehört, ist das bindende in unserer Gesellschaft. Gerade die großen Buch- und abrahamitischen Religionen wie das Christentum, der Islam und das Judentum haben eigentlich alle dieselben Werte. Wir sollten in Zukunft, für ein friedliches Miteinander und um keinen Keil in die gute Integrationsarbeit zu treiben, darauf achten, dass wir unsere Traditionen wie Weihnachten, Ostern aber auch Ramadan gemeinsam in einer friedlichen Atmosphäre feiern.“

Der hessische CDU-Landtagsabgeordnete und Integrationsexperte Ismail Tipi


Archivfoto MdL Tipi (c) Ismail Tipi


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Integration

  1. ‚Wir steuern auf eine Katastrophe zu‘: Warnung vor gescheiterter Integration in Deutschland
  2. „Überwiegend migrantische Jugendliche, Heranwachsende, Erwachsene“
  3. Schäuble: „Wir – also Muslime und Nichtmuslime“
  4. „Bisherige Islamverbände vertreten nur eine Minderheit der Muslime“
  5. Ahmad Mansour: „Integration ist eine Bringschuld der Migranten“
  6. Integration in Wien gescheitert
  7. Handschlag verweigert – Schweiz lehnt Einbürgerung von Muslim-Paar ab
  8. Ismail Tipi: „Verdammt nochmal, was kommt als nächstes?“
  9. Islam-Vorsitzender: Integration nicht nur auf Flüchtlinge abwälzen
  10. Ramadan: Muslimische Kinder verweigern Schul-Prüfungen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  3. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  4. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  5. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  6. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  7. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  8. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  9. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  10. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  11. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  12. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  13. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  14. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  15. Wenn das Nein nicht mehr zählt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz