Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  7. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  12. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  13. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  14. Fast der gleiche Glaube?
  15. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten

Rivalität, Eitelkeit und das Geschwätz aus Schwäche

5. November 2018 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: Rivalität und Eitelkeit zerstören die Grundlagen von Gemeinschaften und säen Spaltungen und Konflikte aus. Die Kriege beginnen im Kleinen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Rivalität und Eitelkeit zerstören die Grundlagen von Gemeinschaften und säen Spaltungen und Konflikte aus. Papst Franziskus unterstrich dies in seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Montag der 31. Woche im Jahreskreis. Ausgehend vom Tagesevangelium nach Lukas (Lk 14,12-14) verurteilte der Papst den „Egoismus des Interesses“ und bekräftigte, dass die von Jesus gepredigte Unentgeltlichkeit „nicht selektiv“ ist.

Die Lehre Jesu sei klar: „die Dinge nicht aus Interesse tun“, „seine Freundschaften nicht wegen des Vorteils wählen“. Nur auf der Grundlage des „Eigeninteresses“ zu denken, sei in der Tat „eine Form von Selbstsucht, Absonderung und Interesse“, während die Botschaft Jesu genau das Gegenteil sei: die Unentgeltlichkeit, die das Leben breit mache , „die den Horizont erweitert, weil sie universal ist“. Diejenigen, die eine Auswahl träfen, „sind spaltende Faktoren“ und begünstigten nicht die „Einmütigkeit“, von der der heilige Paulus in der ersten Lesung aus dem Brief an die Philipper spreche (Phil 2,1-4). „Es gibt zwei Dinge, die sich gegen die Einheit richten“, so der Papst, „Rivalität und Eitelkeit“:


„Und auch das Geschwätz entsteht aus Rivalität, weil so viele Menschen das Gefühl haben, nicht wachsen zu können, doch um größer als der andere zu werden, vermindert man den anderen durch das Geschwätz. Eine Weise, die Menschen zu zerstören. Die Rivalität. Und Paulus sagt: ‚Nein. Es darf in der Gemeinschaft keine Rivalitäten geben’. Die Rivalität ist ein Kampf, um den anderen zu zerdrücken. Sie ist hässlich, die Rivalität: man kann es offen, direkt tun oder mit weißen Handschuhen. Doch immer, um den anderen zu zerstören und sich zu größer zu machen. Und da ich nicht so tugendhaft, so gut sein kann, vermindere ich den anderen, so dass ich immer groß bleibe. Rivalität ist ein Weg hin zu diesem Handeln aus Interesse“.

Ebenso schädlich sei, wer sich rühme, anderen überlegen zu sein:

„Das zerstört eine Gemeinschaft, es zerstört auch eine Familie ... Denkt an die Rivalität zwischen den Brüdern um das Erbe des Vaters, zum Beispiel: das ist eine Sache aller Tage. Denkt an die Eitelkeit, an jene, die sich rühmen, besser zu sein als die anderen“.

Der Christ, so Franziskus, müsse dem Beispiel des Sohnes Gottes folgen und „Unentgeltlichkeit“ pflegen: Gutes tun, ohne sich Sorgen zu machen, ob die anderen dasselbe tun, „Einmütigkeit säen, Rivalität oder Eitelkeit aufgeben. Den Frieden mit kleinen Gesten zu schaffen bedeute, einen Weg der Eintracht auf der ganzen Welt zu pflastern:

„Wenn wir die Nachrichten über Kriege lesen, denken wir an die Nachricht über den Hunger von Kindern im Jemen, Ergebnis des Krieges: es ist weit weg, arme Kinder... aber warum haben sie nichts zu essen? Doch derselbe Krieg wird zu Hause in unseren Institutionen mit dieser Rivalität geführt: dort fängt er an, der Krieg! Und dort muss der Frieden geschaffen werden: in der Familie, in der Pfarrei, in den Institutionen, am Arbeitsplatz, immer auf der Suche nach Einmütigkeit und Eintracht und nicht nach dem eigenen Interesse“.

Dem Autor auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit







Top-15

meist-gelesen

  1. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  2. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Fast der gleiche Glaube?
  7. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  8. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
  9. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  10. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  11. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  12. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  13. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  14. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  15. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz