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Das Zeugnis, das empörte Raunen und eine Frage

8. November 2018 in Aktuelles, 32 Lesermeinungen
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Franziskus in Santa Marta: das Zeugnis bricht die Gewohnheiten und führt zur Erfahrung der Barmherzigkeit. Der Diktator bemächtigt sich der Kommunikationsmittel, um seine Gegner herabzusetzen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Das Zeugnis, das empörte Raunen und die Frage. Dies sind die drei Worte, auf die sich Papst Franziskus in der Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Donnerstag der 31. Woche im Jahreskreis konzentrierte. Dabei ging der Papst vom Tagesevangelium aus (Lk 15,1-10), das mit dem Zeugnis beginnt, das Jesus gibt: Zöllner und Sünder nähern sich ihm, um ihm zuzuhören, und er, so die Empörung der Schriftgelehrten und Pharisäer, isst mit ihnen.

Zuerst das Zeugnis Jesu: „etwas Neues für diese Zeit“, stellte Franziskus fest, „weil es dich unrein machtet, denn wenn du zu den Sündern gingst, war es, als berührst du einen Aussätzigen“. Aus diesem Grund hätten sich die Gesetzeslehrer entfernt. Der Papst merkte an, dass „das Zeugnis nie in der Geschichte für die Zeugen – viele Male bezahlen sie mit dem Martyrium – noch für die Mächtigen eine bequeme Sache war“:

„Zeugnis heißt, mit einer Gewohnheit, mit einer Art zu sein zu brechen... Zu etwas besserem umzubrechen, sie zu ändern. Deshalb geht die Kirche durch das Zeugnis voran. Was anzieht, ist das Zeugnis, es sind nicht die Worte, die zwar helfen, sondern das Zeugnis ist es, das anzieht und die Kirche wachsen lässt. Und Jesus gibt Zeugnis. Es ist etwas Neues, aber nicht ganz neu, weil Gottes Barmherzigkeit auch im Alten Testament gegeben war. Sie haben nie verstanden – diese Gesetzeslehrer – was es bedeutete: ‚Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer’. Sie lasen es, aber sie verstanden nicht, was Barmherzigkeit war. Und Jesus verkündet mit seinen Handlungsweisen diese Barmherzigkeit durch das Zeugnis“.

Das Zeugnis „bricht immer mit einer Gewohnheit und setzte dich auch einer Gefahr aus“. „Das Zeugnis Jesu bewirkt in der Tat das empörte Raunen. Die Pharisäer, die Schriftgelehrten, die Gesetzeslehrer sagten: ‚Er empfängt Sünder und isst mit ihnen’. Sie sagten nicht: ‚Da schau an, dieser Mann scheint gut zu sein, da er versucht, die Sünder zu bekehren’“, so Franziskus. Es sei dies eine Einstellung, die darin bestehe, immer „den negativen Kommentar zu machen, um das Zeugnis zu zerstören“.

„Diese Sünde des empörten Raunens ist alltäglich, sowohl im Kleinen als auch im Großen“, merkte Franziskus erneut an und unterstrich, dass man in seinem eigenen Leben gerne empört munkle, „weil wir das und das andere nicht mögen“, und statt zu reden oder zu versuchen, eine Konfliktsituation zu lösen, redete man mit leiser Stimme weiter, weil da nicht der Mut gegeben sei, klar zu sprechen.

Dies geschehe auch „in kleinen Gesellschaften“, „in der Pfarrei". „Wie viel wird doch in den Pfarreien gemunkelt! Bei so vielen Dingen“, so der Papst, der hervorhob: „wenn es ein Zeugnis gibt, das mir nicht passt, oder eine Person, die ich nicht mag, entfesselt sich sofort das Gemunkel“:

„Und im Bistum? Die ‚intradiözesanen’ Kämpfe ... Die inneren Kämpfe der Bistümer; ihr kennt das. Und auch in der Politik. Und das ist hässlich. Wenn eine Regierung nicht ehrlich ist, versucht sie, die Gegner mit Gemunkel zu beschmutzen. Es mag sich auch um Diffamierung, um Verleumdung handeln – sie versucht das immer. Und ihr, die ihr die diktatorische Regierungen gut kennt, weil ihr das erlebt habt: was macht eine diktatorische Regierung? Sie nimmt die Kommunikationsmittel mit einem Gesetz in die Hand und beginnt, von dort aus zu munkeln, sie beginnt, alle, die eine Gefahr für die Regierung darstellen, herabzusetzen. Das Munkeln ist unser tägliches Brot sowohl auf persönlicher, familiärer Ebene, auf der Ebene der Pfarrei, des Bistums, der Gesellschaft...“.

Es handle sich um „ein Schlupfloch, um nicht auf die Realität zublicken, um nicht zu erlauben, dass die Leute denken“. Jesus wisse dies, aber er sei gut, und „anstatt sie für das Murmeln zu verurteilen“, stelle er eine Frage. Er verwende dieselbe Methode wie sie, das heißt die Methode des Fragens. Sie täten dies, um Jesus auf die Probe zu stellen, „mit schlechten Absichten“, „um ihn fallen zu lassen“: zum Beispiel mit Fragen zu Steuern, die an das Römische Reich zu zahlen seien, oder in Bezug auf die Entlassung der Frau aus der Ehe.

Jesus wende dieselbe Methode an, „aber dann werden wir den Unterschied sehen“. Jesus sage ihnen: „Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Wüste zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet?“. Und „das Normale wäre, dass sie verstehen“, dagegen rechneten sie: „Ich habe neunundneunzig, eines ist verlorengegangen, die Sonne beginnt unterzugehen, es ist dunkel“:

„‚Lassen wir das Schaf sein und in der Gewinn-Verlust-Bilanz wird sich das ausgleichen, und retten wir diese’. Das ist die pharisäische Logik. Dies ist die Logik der Gesetzeslehrer. ‚Wer von euch?’, und sie wählen das Gegenteil von dem, was Jesus wählt. Aus diesem Grund gehen sie nicht, um mit den Sündern zu reden, sie gehen nicht zu den Zöllnern, sie gehen nicht, denn: ‚Es ist besser, sich nicht mit diesen Leuten schmutzig zu machen. Wir bewahren die Unsrigen’. Jesus ist intelligent, wenn er ihnen die Frage stellt: er lässt sich auf ihre Kasuistik ein, doch er lässt sie in eine anderen Position geraten als die, die richtig ist. ‚Wer von euch?’. Und niemand sagt ‚Ja, das stimmt’, sondern alle sagen: ‚Nein, nein, ich würde das nicht tun’. Und daher sind sie unfähig, zu vergeben, barmherzig zu sein, zu empfangen“.

Abschließend rief der Papst erneut die drei Worte in Erinnerung, entlang derer er seine Betrachtungen formuliert hatte: „das Zeugnis, das die Kirche kennenlernen lässt“, „das Gemunkel und empörte Raunen“, das „wie eine Bewachung meines Inneren ist, damit das Zeugnis mich nicht verletzt“, und „die Frage“ Jesu.

Franziskus erinnerte auch an ein weiteres Wort: die Freude, das Fest, das diese Leute nicht kennten: „alle, die dem Weg der Gesetzeslehrer folgen, kennen die Freude des Evangeliums nicht“, betonte der Papst: „Möge der Herr uns diese Logik des Evangeliums verstehen lassen, die der Logik der Welt entgegensteht“.

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Lesermeinungen

 freya 10. November 2018 
 

@Montfort

Eine hervorragende Analyse der Papstansprachen. Sie scheinen den päpstlichen Homilien-Zyklus (-Zirkus?) sehr gut zu durchschauen!


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 Montfort 10. November 2018 

@freya - Grobe Unterschiede leider bestehen zwischen

a) Predigten bei offiziellen Gottesdiensten, Katechesen und Anlässen in Rom (oft auch gute, gediegen katholische Vorbereitung durch Ghostwriter der Kurie herauszuhören)

b) Predigten/Ansprachen im Ausland (anscheinend meist vorbereitet und weltanschaulich geprägt von den Gastgebern)

c) "Päpstlichen Dokumenten" - tw. von der Kurie, tw. von "ideologischen Freunden"

d) Morgenmess-Predigten in Santa Martha - verschwurbelt, theologisch teils mangelhaft oder fragwürdig, psychologisierend, viel an Missmutsäußerungen, Träume und Harmonie als Lieblingsmetaphern, O-Ton Bergoglio, allerdings zerstückelt wiedergegeben durch Vatican News - leider schon lange keine "Franziskus-Perlen" mehr, eher "bittere Pillen"...

e) Flugzeug-Pressekonferenzen: frei "erfundene" pseudo-theologische "Unterscheidungen" und Beurteilungen ohne die notwendige "discretio", zeigen am besten, dass Bergoglio nur eine geringe theologische Ausbildung, dafür viel an ideologischer (peronistischer) Formung genossen hat.


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 freya 9. November 2018 
 

@Kirchental

Ich denke Mal, dass die wenigsten Ansprachen aus seiner Feder stammen. Dafür hat PF seine Ghostwriter. Wenn er wieder Mal irgendwelches Kauderwelsch a la blablabla (s.o.) von sich gibt, dann ist es garantiert Bergolio live.


9

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 Stefan Fleischer 9. November 2018 

@ gebsy

"Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein.”
Und hier können wir, wenn wir Papst Franziskus richtig verstehen, durchaus auch auf sein Wort zurück greifen, nämlich dass Priester jeglichen Ranges nicht Jünger des Herrn seien, wenn sie ohne das Kreuz gingen, ohne das Kreuz die Kirche aufbauten und sich zu einem Christus ohne Kreuz bekennen würden. Das wir Laien uns hier ebenfalls angesprochen fühlen dürfen ist meines Erachtens klar.


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 Kirchental 9. November 2018 

Hauptproblem Logorhö

In Ergänzung zu ginsterbuschs Anleitung für den Umgang mit Papstpredigten kam mir folgender Gedanke:

Das Hauptproblem ist vermutlich, dass PF die Welt mit seinen Predigen überschwemmt. Jeden Morgen eine Ansprache aus Sta Martha, jeden Mittwoch eine zur Generalaudienz.
Eigentlich logisch, dass dabei nicht jede eine Perle sein kann.

Der normale Geistliche predigt nur am Wochenende - darauf kann er sich intensiv vorbereiten. PF hat doch gar nicht die Zeit, jeden Tag eine Ansprache auszuarbeiten.

Andererseits sind wir verwöhnt, dass die Ansprachen der Päpste Leitsterne sind, an die wir uns halten und die uns weiter bringen.

An dieser Diskrepanz leiden wir.


9

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 gebsy 9. November 2018 

Alles eine Frage der Liebe?

Sind wir in der Zukunft Karl Rahners angekommen?
“Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein”

Sicher spannend - mein bescheidener Versuch - zu reflektieren:

- größte Hochachtung jenen Menschen, die als Moslem geboren wurden und sich für die christliche Taufe unter Lebensgefahr entscheiden.

- größte Bemitleidung verdienen Menschen, die nichts unversucht lassen, den Zeitgeist über die Lehre der röm.kath. Kirche zu stellen.

- größte Anerkennung allen Mitchristen, welche ohne Fülle der Heilsmittel (Sakramente der r.k. Kirche) christlich leben.

- größte Verachtung allen Bestrebungen, die r.k. Kirche in Lagern (konservativ - progressiv) zu denken.


3

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 JohannBaptist 9. November 2018 
 

"Wenn eine Regierung nicht ehrlich ist..."

Gut gesagt, @Phillip.
Da fällt mir spontan die Situation in unserem Land ein dank unserer FDJ-Kanzleuse.


9

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 JohannBaptist 9. November 2018 
 

Der Augiasstall

sprich Kardinalskollegium, ist das eigentliche Problem die uns dieses mehr als fragwürdige Pontifikat beschert hat.

Die Progressisten, angeführt von Kasper und seinen Mitspielern, der St.Gallen-Mafia, den Homo-Netzwerkern,das sind die eigentlichen Verursacher der heutigen Kirchenkrise welche dieses desaströse Pontifikat zu verantworten haben.Es ist ihr Werk. Ich nenne absichtlich keine Namen, sie sind uns hinlänglich bekannt.

Rom hat den Glauben verloren, umso mehr ist es unsere Aufgabe ihn zu leben. Die Kirche abzuschaffen ist noch keinem geglückt.

Angesichts der Zusammensetzung des Kardinalskollegiums frage ich mich, wer wird der künftige neue Papst? Die Wölfe sind zahlreich, er wird keinen leichten Stand haben.
Franziskus ist eine Herausforderung. Wir müssen beten um nicht der Verwirrung anheim zu fallen.


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 lesa 9. November 2018 

Missverständnisse

@gebsy: Gewiss: Verunsicherung und Sorge. Es geht ihm um die Menschen. Und solche, die die Notwendigkeit objektiver Gebote und Regeln anmahnen, sind für ihn "starre, unbarmherzige Gesetzeslehrer,lieblos." Dass das Wort Jesu Gebot und Erbarmen gleicherweise einschließt, notwendiger, fester Halt und die UMKEHR die Bedingung ist, Vergebung zu empfangen, scheint aus irgendeinem Grund für ihn nicht denkbar. Ebenfalls aus Sorge sind so manche Leser seiner Predigten auf diese "ungerechte und unangemessene Gesetzesschimpfe" gereizt, auch wenn nicht ganz klar ist, was er gerade ausdrücken möchte. Aus "theologischen" Problemen" werden leicht psychologische... Da hilft wohl nur viel Gebet um den Heiligen Geist!
Freuen wir uns inzwischen an diesem unaussprechlich schönen, unauslotbar erbarmungsvollen Evangelium, das zunächst einem jedem Einzelnen von uns selber zu Herzen gehen soll. "Die Länge und Breite, die Höhe und Tiefe der Liebe Christi"... (Hl. Paulus.)Eine billige Gnade ist sie nicht!


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 Kurti 8. November 2018 
 

@gebsy

Das ist so und nicht anders. Minderwertigkeitskomplexe eben, die einen Menschen zur Kritik anderer veranlasst, die ihm überlegen sind. Da er aber in seinem Amt grosse Macht hat, wird er sie nutzen, um andere zu entlassen oder in andere Ämter einzusetzen, wo sie weniger Einfluss haben. Die Pychologen können ein Lied davon singen, da sie diese Verhaltenweisen gut kennen. Freiheit in Christo sieht jedenfalls anders aus. Diese scheut sich nicht vor Diskussionen mit andersdenkenden Christen und dann zu eruieren, wessen Meinung die geistlicher ist. Das könnte dann auch bedeuten, daß man selber mal Unrecht hat und sich ändern muss und das tut meistens weh, vor allem, wenn die eigene Meinung zu sehr eingefahren und einseitig ist.


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 gebsy 8. November 2018 

Könnte dieses Verhalten

Verunsicherung ausdrücken?


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 Kurti 8. November 2018 
 

Der Papst missbraucht seine Predigten oft genug, um seine

eigenen Ansichten zu bestimmten Themen oder zu bestimmten kirchlichen Personen den Zuhörern nahe zu bringen.Jedem,der ihn lange genug kennt,muss das auffallen.Freilich nennt er keine Namen, aber man kann sich denken,wen er meint.Dumm nur,daß das auffällt und das seine Kritik an anderen auf ihn selber zurückfällt,da er das kritisiert, was er doch selber macht.Statt mit denen zu reden,die er meint angreifen zu müssen,redet er nur über sie.Dabei spricht er regelmässig von Dialog und Kommunikation.Den Mut dazu auch mit denen zu reden, die eine andere Ansicht als er selber hat,hat er nicht, jedenfalls dann nicht, wenn es kirchliche Menschen sind,sonst redet er aber mit Hinz und Kunz.Ich glaube nicht, das so ein Verhalten vor Gott Bestand hat.Der Papst predigt halt gerne(hat er selber schon gesagt)und steht auch gerne im Mittelpunkt (hat seine Mutter bestätigt,als er noch jung war) und oft sind seine Predigten wenig überzeugend und gehen am Text vorbei.Es gibt bessere Prediger.


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 Mmh 8. November 2018 
 

@freya

Liebe freya, tut er es denn nicht bereits, denn allein durch den Hinweis im Synodenschlussdokument werden willfährige Handlanger unter Zuhilfenahme der technischen und juristischen Eliten alles Menschenmögliche unternehmen, um diesen Antiindex umzusetzen. Antiindex, weil der Index die Aufgabe hatte, die Wahrheit zu beschützen. Dieser wird sie unterdrücken.

Ansonsten nix Neues, dem Gegner ohne Benennung konkreter Argumente die eigenen Vergehen vorwerfen. Diktatorpapst eben.


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 phillip 8. November 2018 
 

Ein Beispiel einer glaubwürdigen Aussage - bravo Papst Franziskus

„Wenn eine Regierung nicht ehrlich ist, versucht sie, die Gegner mit Gemunkel zu beschmutzen. Es mag sich auch um Diffamierung, um Verleumdung handeln – sie versucht das immer. Und ihr, die ihr die diktatorische Regierungen gut kennt, weil ihr das erlebt habt: was macht eine diktatorische Regierung? Sie nimmt die Kommunikationsmittel mit einem Gesetz in die Hand und beginnt, von dort aus zu munkeln, sie beginnt, alle, die eine Gefahr für die Regierung darstellen, herabzusetzen“, sagt der Papst, der Leiter der Römischen Kurie, und wie Recht hat er! Diese helle und erhellende Einsicht bleibt inhaltlich selbst dann – vermutlich auf Dauer des gegenwärtigen Pontifikates - unverändert gültig, wenn der Begriff „Regierung/Regierungen“ durch „Römische Kurie“ ersetzt wird. Diese Botschaft des Papstes selbst höre ich wohl, allein mir fehlt der Glaube, dass darauf bezogene Handlungen zur Beseitigung dieser zu recht erkannten und beschriebenen Übelstände folgen werden


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 Ginsterbusch 8. November 2018 

Meine Santa Marta Strategie:

Überschrift lesen.
Anzahl der Leserkommentare checken.
Leserbriefe (!) lesen.
Text nicht lesen.
Schont meine Nerven.


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 freya 8. November 2018 
 

@Rolando

Bei PF würde dieses Jesuswort aber umgekehrt eher zutreffen: Er versucht uns doch zumindest den Hirten mit Herz für die Armen vorzuleben, oder nicht?


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 McPhee 8. November 2018 
 

@Rolando

Ich stimme mit Ihrem Kommentar vollkommen überein. Ich denke, wir sollten versuchen, die Worte des Papstes zu hören und diese unabhängig von unserer Meinung über den Papst zu bewerten.
Wenn jemand Wahres sagt, dann bleibt es wahr und bedenkenswert, egal, ob mir diese Person glaubwürdig erscheint oder nicht.


4

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 lakota 8. November 2018 
 

???

"„Diese Sünde des empörten Raunens ist alltäglich, sowohl im Kleinen als auch im Großen“, merkte Franziskus erneut an und unterstrich, dass man in seinem eigenen Leben gerne empört munkle, „weil wir das und das andere nicht mögen“, und statt zu reden oder zu versuchen, eine Konfliktsituation zu lösen, redete man mit leiser Stimme weiter, weil da nicht der Mut gegeben sei, klar zu sprechen."
Nun die 4 Dubia-Kardinäle hatten den Mut, ebenso Erzbischof Vigano. Und wie reagiert P.Franziskus auf diesen Mut, diese Offenheit??


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 Kostadinov 8. November 2018 

Gemunkel im Internet

eine bessere Werbung für Internetseiten als auf dem bergoglianischen Index stehend gibt es doch gar nicht.


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 Rolando 8. November 2018 
 

Montfort, Herbstlicht

Es geht um die Botschaft, der Papst ist ein Sünder, wie wir alle. Meine Aufgabe ist, mich zu bessern, und nicht die Fehler des Redners zu suchen, um die Selbstreflektion zu umgehen. Entscheidend ist was der Stellvertreter Christi sagt, nicht was er tut. Jesus sagte, was sie sagen tut, richtet euch aber nicht nachdem was sie tun.


6

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 freya 8. November 2018 
 

Dem Diktator-Papst wird's nun doch zu heiß und zu bunt

Sollte es zutreffen, dass PF gewisse Internet-Seiten mit zuviel "Gemunkel", auf den kirchlichen Index setzt, wie in verschiedenen Foren bereits zu lesen war - dann werden wir demnächst alle die päpstliche Diktatur hautnah erleben!


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 Montfort 8. November 2018 

@Rolando - Papst Franziskus wäre erst dann glaubwürdig,

würde er mit der - in der Beschimpfung ANDERER geforderten - Selbstreflexion, Selbstkritik und Selbstanklage endlich bei SICH SELBST beginnen!

Bei so viel päpstlicher Griesgrämigkeit und Verbissenheit von Freiheit und Freude zu reden, die angeblich anderen abgehen würde, scheint - gerade bei der von ihm öffentlich jahrelang während jeglicher Liturgie zur Schau gestellten "Todesmiene" - doch an gefährliche Vermessenheit zu grenzen.

Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns im Kampf...!


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 Kostadinov 8. November 2018 

@Herbstlicht - natürlich

irritiert diese Empfangspraxis jeden denkenden Menschen. Vielleicht können Sie ja Ihren Sohn damit überzeugen, dass der kath. Glaube in 2000 Jahren schon allerhand überlebt hat. Wie sagte Napoleon zu einem hohen Kirchenfürsten: Ich werde die Kirche zerstören. Der antwortete: Majestät, das haben wir noch nicht einmal selber geschafft.
Was diese Predigt anbelangt: Der Mann hat echt ein Problem. Ich klicke eigentlich diese Predigten nur noch in der Hoffnung auf einen gesalzenen Kommentar von @Hadrianus an...


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 Herbstlicht 8. November 2018 
 

@Rolando

Es ehrt Sie wirklich, wie sehr Sie Franziskus stets in Schutz nehmen.
Und dass wir, die wir seine Worte und Aussagen kommentieren, allemal Grund haben, uns an die eigene Nase zu fassen, ist nicht zu bestreiten.
Aber versuchen Sie doch bitte einmal, so neutral wie Ihnen irgend möglich zu sein.
Franziskus wirft seinen Zuhörern und uns immer wieder Pharisäertum vor, oftmals wohl zu Recht.
Doch ist er selbst frei davon? Grenzt er nicht auch aus?
Hat er das Gespräch mit den 4 Kardinälen gesucht, hat er Viganò zum klärenden Gespräch empfangen?
Hier hat er ganz massiv und für alle Welt sichtbar ausgegrenzt.

Hollywoodregisseur Michael Moore dagegen wurde vor wenigen Tagen empfangen, ebenso Konzernchef Mark Zuckerberg vor zwei Jahren.

Mein Sohn, bisher Agnostiker, der sich aber Gott sei Dank leise und behutsam wieder dem Glauben nähert, verwundert und irritiert diese päpstliche Empfangspraxis sehr und ich weiß nicht, was ich ihm entgegenhalten könnte.


25

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 Diadochus 8. November 2018 
 

"Diese Sünde des empörten Raunens"

Nicht jedes Raunen und Munkeln ist mit einer Verleumdung gleichzusetzen, ist Klatsch und Tratsch, sind böse Absichten. Was bleibt denn anderes übrig, denn konkrete Fragen werden von unserem obersten Zeugnisgeber nicht beantwortet. Es ist unredlich, die berechtigten Fragen (Dubia, Vigano) mit dem Geraune der Pharisäer im Evangelium auf eine Stufe zu stellen. Die Predigt ist ein grober Missbrauch des Evangeliums für eigene Zwecke. Das hatten wir schon öfters. Macht sich der Papst mit seinem Munkeln nicht unbemerkt selber zum Pharisäer?


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 Kirchental 8. November 2018 

Was sagt der Papst?

Ja, wenn man das nur immer verstehen könnte...

Sicher ist - wenn unser Pfarrer am Sonntag am Ambo so etwas los stopseln würde, würde ich meinen Mann angrinsen und ihm zuflüstern: Heute hat er sich wieder mal gar nicht vorbereitet - das war mal wieder eine Sponti-Predigt. Wobei ich jetzt zur Ehrenrettung unseres Pfarrers ergänzen muss, dass er auch unvorbereitet dem Papst rhetorisch und inhaltlich weit überlegen ist.


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 Rolando 8. November 2018 
 

Was sagt der Papst?

Ist es nicht Anlass, sich selbst zu betrachten und zu verbessern? Ist es nicht heute, (auch hier im Forum), nicht so, das der, der es sagt, Papst Franziskus, ebenso Jesus, eben die es sagen kritisiert werden, anstatt Selbstreflektion zu machen? Gott setzte den sündigen Menschen ein, seine Botschaft zu verbreiten, der sündenlose Jesus wurde genauso kritisiert, wie sein sündiger Stellvertreter. Ich finde die Predigt gut, man kann sich im Spiegel betrachten, sich selbst, nicht die anderen.


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 st.michael 8. November 2018 
 

Sehen wir es mal so / Niveau !

Wenn Papst Benedikt irgendwo, irgend etwas zu irgendeiner Sache sagte, da konnte man zuhoeren und hatte meistens noch etwas gelernt, er hatte seine Sprache und die Themen die er behandelte im Griff und diese waren seinem Amt angemessen.
Was PF seit langem tutn ist veinfach nur unsäglich, sein Gerede ist an Banalität nicht zu überbieten, es ist zum Fremdschämen.
Meistens bekommt die Kirche von ihm auch noch einen mit, ich frage mich warum hat er das Papstamt angenommen, wenn er die Kirche so hasst.
Glaubt er, sich eine eigene Weltkirche ohne Stifter bauen zu können?
Herr unser Gott was musst Du gross sein solche Kirchenleute zu ertragen?


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 Aegidius 8. November 2018 
 

Diktator ...

Diese wiederholten Denunziationen von Verhaltensweisen, die jeder unvoreingenommene Beobachter unweigerlich mit den Methoden des Pontifikats der Barmherzigkeit, der Mißbrauchs-Null-Toleranz, des Dialogs und der "armen Kirche" identifizieren muß - und mit niemandes Verhalten sonst, außer völlig unrealistischer, aus der Luft und aus dem Ärmel konstruierter Popanze - lassen nur einen einzigen für F. wohlmeinenden Schluß zu: Hier ist jemand, gefangen und eingehegt von einer Gruppe korrupter, machtversessener, klerikalistischer, mafiöser, sexuell netzwerkender, destruktiver und reform- sowie dialogverhindernder Halbtheologen mit roten und violetten Hüten, der keinen anderen Ausweg sieht, auf seine Not aufmerksam zumachen, als verkappt und indirekt die Machenschaften ebenjener Clique anzuprangern - auf daß die Welt in der offenbaren Absurdität, die sich auch in mathematischen Gleichungen (2+2=5) oder Ungleichungen (Zeit > Raum) ausdrückt, die Tragik dieses Pontifikats erkenne.


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 Philipp Neri 8. November 2018 

Was ist ein Zeugnis?

Vor kurzem wurde mit großem Mut ein brisantes Zeugnis veröffentlicht!
Auf dieses Zeugnis habe ich die gesamte Predigt angewendet und bewertet!
Es stimmt alles!
Das Gemunkel geht gerade auch deshalb los, weil man auf ein öffentliches Zeugnis, auf geoffenbarte Wahrheiten leider mit Schweigen und Aussitzen reagiert!


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 JuM+ 8. November 2018 
 

Über wen PF wohl spricht? Ein Treppenwitz der Geschichte.

Wann bricht das Zeugnis des EB Vigano die Vertuschungs-Gewohnheiten?

"Der Diktator bemächtigt sich der Kommunikationsmittel, um seine Gegner herabzusetzen."


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 Marcus, der mit dem C 8. November 2018 
 

"Der Diktator bemächtigt sich der Kommunikationsmittel"

Spricht er gerade von der Forderung nach einem Zertifizierungssystem für katholische Webseiten?


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