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Will Franziskus den Weltkriegspapst bald seligsprechen?

4. März 2019 in Chronik, 8 Lesermeinungen
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2020 sollen die Vatikan-Archive zu Pius XII. geöffnet werden. Gastbeitrag von Michael Hesemann


Vatikan (kath.net) Genau 80 Jahre nach der Wahl Pius XII. am 2. März 1939 mehren sich die Zeichen, dass Papst Franziskus den Weltkriegspapst bald seligsprechen will. Heute soll der Termin für die Öffnung der bislang verschlossenen Archive mit den brisanten Dokumenten zum Holocaust und der Rettung von fast einer Million Juden durch den Vatikan bekanntgegeben werden.

Gleich nach der Kontroverse um Rolf Hochhuths ahistorisches Skandaldrama „Der Stellvertreter“, das Pius XII. ein Schweigen zum Holocaust aus Desinteresse am Schicksal der Juden und Sympathie für Hitlers „Kampf gegen den Bolschewismus“ vorwarf, ließ Paul VI. demonstrativ das Seligsprechungsverfahren für den Pacelli-Papst eröffnen. Zudem wies er eine Kommission aus vier internationalen Historikern unter Leitung von Prof. Dr. Pierre Blet SJ an, das vatikanische Geheimarchiv zu durchforsten und eine wissenschaftliche Edition der wichtigsten Dokumente aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zu erstellen. Nach 16 Jahren waren elf Bände von gut 7700 Seiten Gesamtumfang erschienen, in denen 5141 bislang geheime Dokumente veröffentlicht sind. Der Seligsprechungsprozess unter Leitung des Relators (Untersuchungsrichters) Prof. Dr. Peter Gumpel SJ endete im Mai 2007 mit dem einstimmigen Votum der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen, das Papst Benedikt XVI. vorgelegt wurde. Der ging auf „Nummer sicher“ und beauftragte einen unabhängigen Historiker mit der Sichtung des Aktenbestandes. Erst als dieser ebenfalls keine kompromittierenden Dokumente fand, dafür aber unzählige Belege für die unermüdlichen Aktivitäten des Weltkriegspapstes, die von den Nazis verfolgten und in Todeslager deportierten Juden zu retten, unterzeichnete der Ratzinger-Papst das Dokument und erkannte Pius XII. am 19. Dezember 2009 den „heroischen Tugendgrad“ zu.

Das stieß auf den heftigen Protest piuskritischer Historiker und Holocaust-Forscher, auch solcher jüdischen Glaubens, die vor einer Seligsprechung die Öffnung der Archive für die historische Forschung forderten. Tatsächlich hatte Benedikt XVI. schon 2007 die Mitarbeiter des vatikanischen Geheimarchivs angewiesen, eine Freigabe der Akten aus dem Pontifikat Pius XII. schnellstmöglich vorzubereiten. Damit wurde die weltweit in Archiven übliche „70-Jahres-Regel“ außer Kraft gesetzt. Regulär würden die rund 16 Millionen Seiten aus den Jahren 1939-1958 erst 2028 für die Forschung zugänglich gemacht. Trotzdem ließ sich ein so umfangreicher Aktenbestand auch nicht „von heute auf morgen“ katalogisieren und digitalisieren, erst recht nicht in dem personell eher dünn besetzten Vatikanarchiv. Immer wieder musste der Termin verschoben werden, etwa weil ganze Nuntiaturbestände noch nicht vorlagen. So verging mehr als ein Jahrzehnt, bis die Archivare „Licht am Ende des Tunnels“ vermelden konnten. In der Zwischenzeit war Benedikt XVI. zurückgetreten und Franziskus zu seinem Nachfolger gewählt worden. Wichtige Posten in der römischen Kurie wurden neu besetzt, die Anordnung Benedikts XVI. hatte keine Priorität mehr. Auch in der Heiligsprechungskongregation wurde die causa Pius XII. plötzlich „auf die lange Bank“ geschoben. Obwohl es mehrere Berichte von teils spektakulären Heilungen und Gebetserhörungen nach Anrufung Pius XII. um Fürsprache gab, hatte der neue Generalpostulator der Gesellschaft Jesu plötzlich „keine Zeit“, den Fällen vor Ort nachzugehen. Doch auch er wurde bald darauf ausgetauscht.


Eine Zeit lang schien es, als sei nur noch eine jüdische Organisation, die „Pave the Way Foundation“ (PTWF) des New Yorkers Gary Krupp, an der Rehabilitation Pius XII. interessiert. Krupp geht es dabei um zweierlei: ein Hindernis im jüdisch-katholischen Dialog aus dem Weg zu räumen und schlichte Dankbarkeit; immerhin konnten PTWF-Historiker nachweisen, dass Pius XII. fast eine Million Juden vor dem Holocaust gerettet hatte. Als ich (Michael Hesemann) 2010 in den gerade geöffneten Archivbeständen aus dem Pontifikat Pius XI. Dokumente fand, die belegten, dass Pacelli bereits im Januar 1939 (also nur zwei Monate nach der Pogromnacht) als Kardinalstaatssekretär versucht hatte, für 200.000 deutsche Juden Visa zu bekommen, tauschte sogar die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem eine Pius-kritische Schautafel gegen einen neutralen Text aus. Im Oktober 2015 wurde PTWF beim neuernannten Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin vorstellig, seit 2017 finden jährliche Treffen mit dem „Außenminister“ des Heiligen Stuhls, Erzbischof Gallagher, seit 2018 zudem mit dem neuen Archivar und Bibliothekar Seiner Heiligkeit, Erzbischof José Tolentino Calaça de Mendonça, statt. 2018 fasste ich schließlich in Zusammenarbeit mit der PTWF alle bislang bekannten Fakten und Dokumente – darunter Dutzende, die bislang noch unveröffentlicht waren – in meinem Buch „Der Papst und der Holocaust“ zusammen, das schon im Mai 2018 – fünf Monate vor Erscheinen - dem vatikanischen Staatssekretariat als Manuskript vorlag.

Mit dem 60. Todestag Pius XII. (+ 9. Oktober 1958) wendete sich offenbar das Blatt. Das erste Anzeichen war ein Vortrag, den Erzbischof Marcello Bartolucci, Sekretär der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen, Anfang Oktober 2018 in Onano hielt, wo der junge Eugenio Pacelli die Sommermonate auf einem Landgut seiner Familie zu verbringen pflegte. Dabei dementierte Bartolucci ausdrücklich, dass die Seligsprechung Pius XII. „auf Eis gelegt sei“; vielmehr fehle nur noch das benötigte Wunder. Anschuldigungen, der Papst habe zum Holocaust geschwiegen und sei dem Schicksal des jüdischen Volkes gegenüber gleichgültig geblieben, bezeichnete der Kurienerzbischof als Folge einer „Verleumdungskampagne“. Die Zeugen im Seligsprechungsprozess hätten sich davon nicht beeinflussen lassen. Heute neige die Geschichtsschreibung wieder zu mehr Neutralität. Vollends überraschte Bartolucci sein Publikum aber, als er ein Telegramm von Papst Franziskus verlas, in dem der Bergoglio-Papst Pacelli als „aufrichtigen Freund der Menschheit und treuen Diener des Evangeliums“ pries, „zu dessen Werte er die Menschen guten Willens unablässig aufrief.“

Am 12. Dezember 2018 hatte ich im Rahmen einer Audienz die Möglichkeit, Papst Franziskus mein Buch „Der Papst und der Holocaust“ zu überreichen. „Pius XII. hätte es verdient, nicht nur seliggesprochen zu werden“, erklärte ich dem Heiligen Vater, „er hätte es auch verdient, zum Schutzpatron aller Flüchtlinge und Flüchtlingshelfer ernannt zu werden. Immerhin hat er für Zehntausende Visa besorgt, hat fast eine Million verfolgte Juden gerettet. Die Belege finden Sie in meinem Buch“. Ich bemerkte, dass der Papst plötzlich ganz aufmerksam wurde. Vielleicht hatte ich ihm gerade eine Perspektive eröffnet, die ihm bis dahin noch nicht in den Sinn gekommen war. „Das ist sehr interessant“, antwortete er mir, „ich danke ihnen. Aber bitte beten Sie für mich.“

Ich weiß nicht, ob Papst Franziskus zwischenzeitlich einen Blick in mein Buch werfen oder mein beigelegtes Schreiben an ihn lesen konnte. Jedenfalls war ich Mitte Februar wieder in Rom, um für PTWF eine spektakuläre Audienz mit vorzubereiten: Der US-Abgeordnete Anthony D’Urso aus New York, der Schatzmeister des Staates New York, Thomas DiNapoli, der New Yorker Top-Anwalt Michael Weinstock und PTWF-Direktor Dr. Bennett Solberg waren auf Initiative von Gary Krupp in den Vatikan gekommen, um Franziskus wichtige Dokumente zu überreichen. D’Ursos Familie stammt aus Italien und hatte im Zweiten Weltkrieg Juden versteckt, wofür sie in Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt werden soll. Solberg übergab dem Papst Faksimiles vierer wichtiger Dokumente, von denen drei Funde meiner Recherchen waren: Die Eidesstattliche Erklärung des SS-Generals Karl Wolff, dass Hitler Befehl gegeben hatte, den Vatikan zu stürmen und den Papst nach Deutschland zu verschleppen, sollte er gegen die Judendeportationen protestieren. Den Bericht des Rektors der österreichischen Nationalkirche in Rom, Santa Maria dell’Anima, Bischof Alois Hudal, dass Pius XII. ihn durch seinen Neffen Carlo Pacelli beauftragt hatte, die Deportation der römischen Juden am 16. Oktober 1943 zu stoppen. Er wandte sich sofort an den deutschen Stadtkommandanten, General Stahel, der mit Himmler telefonierte und erreichte, dass die Razzia abgebrochen wurde. Ein weiterer Bericht Hudals, dass er im Auftrag Pius XII. von Stahel 550 unterzeichnete und abgestempelte Aushänge erbat und bekam, die römische Klöster und Ordenshäuser als „Vatikaneigentum“ auswiesen und deutschen Soldaten und SS-Männern den Zutritt untersagte (woran sich die Besatzer peinlich genau hielten). Dadurch war es dem Vatikan möglich, 4205 Juden in 235 Klöstern (und weitere im Vatikanstaat und in Castel Gandolfo) zu verstecken. Und schließlich den Tagebucheintrag der Oberin eines Augustinerinnenklosters, der bestätigte: „Der Heilige Vater wünscht, dass wir die Juden retten…“

Am 19. Februar hatten Gary Krupp, einige PTWF-Direktoren und meine Wenigkeit ein Abendessen mit Erzbischof Gallagher, dem „Außenminister“ des Vatikans. Er überraschte uns mit der Ankündigung, „am 2. März“ würde bekanntgegeben, wann im Jahre 2020 das Geheimarchiv die Bestände zu Pius XII. für die Forschung freigeben wird. Der Archivist des Staatssekretariats bestätigte uns später, dass ein solcher Plan besteht.

Tatsächlich meldete der bestens vernetzte Vatikankorrespondent der italienischen Tageszeitung „Corriere della sera“, Gian Guido Vecchi, am 2. März: „Papst Franziskus und die Akten über Pius XII. – Treffen am 4. März mit den Archivmitarbeitern.“ Danach trifft der Papst am heutigen Montag die Mitarbeiter des Vatikanischen Geheimarchivs in einer Sonderaudienz: „Es wird erwartet, dass Bergoglio dann grünes Licht für die Freigabe der Archive des Pacelli-Pontifikats gibt.“

Zehn Jahre lang hätten der Präfekt des Geheimarchivs, Bischof Sergio Pagano, und zwölf seiner Mitarbeiter die 16 Millionen Dokumente in über 15.000 Umschlägen und 2500 Ordnern aus den Beständen des Staatssekretariats, der Kongregationen der römischen Kurie und der Nuntiaturen geordnet. „Jetzt sei man so weit, nur für die Arbeit an den Nuntiaturdokumenten benötige man noch etwa ‚ein Jahr‘.“

Mit größeren Überraschungen rechnet dabei keiner der Experten. Das bereits bekannte Bild wird sich nur vervollständigen. Kritiker werden weiterhin den Vatikan verdächtigen, „irgendetwas zu vertuschen“. Doch zumindest ist dann die größte Hürde für die Seligsprechung Pius XII. aus dem Weg geräumt: Die Forderung der Historiker, „zuvor die Archive zu öffnen“.

Seit zehn Jahren forscht der Historiker Dr. h.c. Michael Hesemann im vatikanischen Geheimarchiv. U.a. veröffentlichte er das Buch „Der Papst und der Holocaust“.

kath.net-Buchtipp
Der Papst und der Holocaust
Pius XII und die geheimen Akten im Vatikan. Erstmalige Veröffentlichung der brisanten Dokumente
Von Michael Hesemann
Hardcover, 320 Seiten; 30 SW-Fotos
2018 Langen/Müller
ISBN 978-3-7844-3449-0
Preis Österreich 28.80 EUR

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Pius XII. und die Juden - Mit Zeitzeugenberichten von italienisch-jüdischen Holocaustüberlebenden!


Originalaufnahme: Pius XII. spricht deutsch




In der Fastenzeit Friedenspfeife rauchen - Video Blog Montag #5 from kath.net on Vimeo.


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Lesermeinungen

 freya 5. März 2019 
 

Pius XII. verdient den Ehrentitel "Gerechter unter den Völkern"

Diese Überzeugung vertritt der jüdische Rabbi David Dalin, Professor für Geschichte und Politische Wissenschaften. Er kommt zu dem Ergebnis, dass die kath. Kirche auf Direktiven des Papstes hin mehr Juden rettete als jede andere religiöse oder säkulare Institution.
Nach Dalins Vorschlag sollte Pius XII. der Ehrentitel "Rechtschaffener unter den Völkern" posthum verliehen werden, nach dem Talmud-Spruch, dass demjenigen, der ein Menschenleben rettet, diese Tat als Rettung der ganzen Menschheit angerechnet würde. "Denn mehr als irgendeine Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts hätte der Papst das Talmud-Diktum zu seiner Zeit erfüllt wo das Schicksal des europäischen Judentums auf dem Spiel stand."


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 mhesemann 4. März 2019 
 

Der Kollege Wolf...

... kam mit seiner Forderung wohl etwas zu spät. Die Untersucher im Heiligsprechungsprozess Pius XII. hatten Zugang zu allen Archivalien. 5500 Dokumente sind zudem 1965-81 in einer wiss. Edition, den ADSS, veröffentlicht worden und online einsehbar. Ich freue mich ja, dass wir jetzt auch die Originale einsehen können, aber mit weltbewegenden Neuigkeiten rechne ich nicht...


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 Konrad Georg 4. März 2019 
 

Wo ist die Wahrheit?

@ landpfarrer

Ist der von Ihnen genannte Historiker "koscher", also redlich an der Wahrheit interessiert, oder ist er auf der Suche nach dem Haar in der Suppe? [So erscheint er mir.]
In der Zeit des Konzils und danach (Geist des Konzils) wurde ich ein kritischer, zuvor war ich nur ein konservativer Katholik. Deshalb heiße ich anderswo kritkathKons, der nicht die Kirche, sondern Vorgänge kritisch betrachtet.


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 Konrad Georg 4. März 2019 
 

Meine Frage

Papst Pius XII. hatte eine Rede vorbereitet, um die Judenverfolgung öffentlich anzuprangern, verbrannte sie allerdings, als er von der Reaktion Hitlers auf ein ähnliches der holländischen Bischöfe erfuhr. Edith Stein war eines der Opfer.

War das Verbrennen dieses Briefes eine Sünde?

Wäre die Einführung der Liturgiereform durch Paul VI. auch eine?


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 [email protected] 4. März 2019 
 

550 Klöster und Ordenshäuser als exterritoriale Gebäuden

Es ist der Vorsehung zu verdanken, die Lateranverträge unter Pius XI 1929 unterzeichen zu lassen. Das hat für Pius XII zur Folge, in einem Gebiet zu leben, ohne unmittelbar von den deutschen Besatzer eingenommen zu werden. So konnte zahlreichen Juden das Leben gerettet werden.


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 Herbstlicht 4. März 2019 
 

begrüßenswert!

Die Entscheidung von Franziskus, die Vatikan-Archive zu Pius XII. zu öffnen, finde ich gut.
Möge so der Wahrheit zu ihrem Recht verholfen werden.


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 Federico R. 4. März 2019 
 

Eine längst überfällige Seligsprechung.

Für die Kirche und für sehr viele Gläubige wäre das eine ganz wunderbare Sache. Ich bete um dieses Wunder, denn Pius XII. WAR nicht nur Heiliger Vater, sondern IST ein Heiliger. Er lebt im ewigen Lichte des Vaters und schaut seither das Antlitz des Sohnes und der heiligen Jungfrau Maria. Das ist meine feste Überzeugung. Es ist gewiss eine Fügung gewesen, dass er seine Bischofsweihe am 13. Mai 1917 empfing, genau am Tag der ersten Marienerscheinung in Fatima.


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 landpfarrer 4. März 2019 
 

Gerade in den letzten Tagen hat der Kirchenhistoriker Wolf, auch er ein Forscher in Beständen des Vatikanischen Archivs, dem Kölner domradio ein ausführliches interview zu ebendieser Thematik gegeben. Er fordert darin die Freigabe aller Archivbestände zum Pontifikat Pius XII. für die Forschung und desgleichen meint er, der Seligsprechungsprozess solle bis zur Auswertung aller Dokumente sistiert werden. Eigentlich tendiere ich dazu,Wolfs Forderung zu unterstützen. Es geht ja auch darum zu wissen, was der Papst wann und durch wen gewusst hat
und darum, Entscheidungsprozesse transparent zu machen.
https://www.domradio.de/themen/glaube/2019-03-02/historiker-brauchen-die-quellen-kirchenhistoriker-wolf-fordert-aussetzen-des
Und falls jemand fragen sollte: Auch bei Selig- und Heiligsprechungen sder Nachfolger von Pius XII. hätte man meiner Meinung nach zuerst alle Dokumente freigeben müssen um ein wirklich objektives Bild zu haben. Z.B. Was wusste Johannes Paul II im Fall Marciel !


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