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Sprach-Tabus: „Das Christentum darf man ablehnen, den Islam nicht“

8. März 2019 in Deutschland, 12 Lesermeinungen
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„Focus“-Redakteur kritisiert politisch korrekte Sprachverbote.


Berlin (kath.net) In Deutschland gebe es sprachliche Tabus, konstatiert „Focus“-Redakteur Thomas Wolf und nennt Beispiele: In der Regel habe einen schweren Stand, wer sich öffentlich gegen den Euro stelle, man werde von „Gutmenschen“ als „eurofeindlich“ und als „Revanchist“ denunziert. Auch finde kaum Unterstützung, wer den menschengemachten Klimawandel in Frage stelle. „Nur das Christentum darf man ablehnen. Weil der Papst die Pille verbietet und Priester im Zölibat leben. Am Islam ist dagegen jede Kritik verboten. Das wäre fremdenfeindlich.“ Auch andere Beobachtungen benennt „Focus“-Beitrag in ungewohnter Klarheit: „Man stelle sich nur vor, in einer Talkshow zum Thema Kitas würde ein Grüner nicht nur über die Selbstverwirklichung der Eltern reden, sondern auch das Bedürfnis der Kinder, in einem behüteten Zuhause aufzuwachsen, thematisieren.“ Oder „ein Genosse würde nicht nur die Steuerhinterziehung anprangern, sondern auch über die horrenden Sätze bei der Erbschaftsteuer sprechen“, die Familienunternehmen zu schaffen machten.


Journalisten sähen sich gern in einer Wächterrolle und verstehen sich als objektiv und nur der Wahrheit verpflichtet. Dieses „hehre Bild“ bekomme allerdings bei näherer Betrachtung Kratzer, wenn man die politischen Sympathien der Medienmacher untersuche: „Rund 35 Prozent der Medienmacher sympathisieren mit den Grünen, 25 Prozent favorisieren die SPD. Der Union sahen sich dagegen gerade mal 7,6 Prozent verbunden. Nun haben sicher auch Journalisten das Recht auf eine eigene Meinung. Aber es wäre naiv zu glauben, dass sich ihre Vorlieben und Abneigungen nicht in der täglichen Arbeit spiegeln und auswirken würden.“

Link zum Beitrag im „Focus“: Political Correctness - Was darf man in Deutschland sagen – und was nicht?


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