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Eine neue Visitenkarte für die Kirche

23. März 2019 in Interview, 3 Lesermeinungen
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Wie eine Buchhandlung zu einem Ort umgebaut wurde, an dem sich Menschen auf das Abenteuer Gott einlassen können - kath.net-Interview mit Stephanie Wörgötter - Von Linda Noé


Salzburg (kath.net/ln)
kath.net: Ende Februar hat die Dombuchhandlung in Salzburg ganz neu eröffnet- Träger ist die Home Mission Base, und damit die Loretto Gemeinschaft. Weshalb musste die Dombuchhandlung zuvor eigentlich schließen und wie kam es zu Eurer Idee, sie zu übernehmen?

Stephanie Wörgötter: Heutzutage eine Buchhandlung zu führen ist nicht so einfach. Viele bestellen ihre Bücher einfach über Amazon. Auch die Erzdiözese fand sich mit der Dombuchhandlung in einer prekären Lage, sodass die Frage nach der Wirtschaftlichkeit die Schließung nach sich ziehen sollte.

In dieser Situation ergab sich mit der HOME Mission Base eine sehr spannende Kooperation: Wir haben uns neben mehreren Anbietern beworben, die Dombuchhandlung neu zu übernehmen. Wir wollten sie mit einem urbanen Concept-Cafe´-Store erweitern. Somit würde sowohl das Buchgeschäft an sich als auch die Buchhandlung durch das Café neu belebt werden. Als Mission Base träumen wir von mehr Orten in der Stadt, an denen sich Menschen auf das Abenteuer Gott einlassen. Die neue Dombuchhandlung ist einer davon.

kath.net: Was ist jetzt anders als vorher? Womit wollt ihr die Kunden überzeugen?

Wörgötter: Zum einen soll es nicht nur eine Buchhandlung sein, sondern der Ort ladet durch das Cafe und durch gemütliche Leseplätze zum Verweilen ein. Auch für Geschenksartikel, Schmuck und christlicher Modebedarf ist Platz. Außerdem gibt es einen eigenen Kinder-Tobe-Bereich und das größte Kinderbuch-Angebot der Stadt. Mittendrin ist ein Boardroom für diverse Meetings und ein Radiostudio zu finden. Ein Schwerpunkt bei der Buchauswahl liegt auf „Leadership“, weil wir glauben, dass Leiterschaft ein totales Manko in Kirche und Gesellschaft ist.

kath.net: Wie viele Leute haben an dem Projekt Dombuchhandlung mitgearbeitet und wie könnt ihr das finanzieren?

Wörgötter: Von unseren Mitarbeitern aus der HOME Mission Base waren circa fünfundzwanzig im Vorfeld involviert und aktuell arbeiten fünf fix dort. Professionisten waren auch ca 20 in den diversen Umbauphasen involviert. Unsere Mitarbeiter finanzieren sich alle fast ausschließlich über Paten. Die Kosten der Umbauarbeiten wurden von Menschen gestiftet, die ein großes Interesse an der Ausbreitung des christlichen Glaubens in Salzburg haben.

kath.net: Was ist Deine persönliche Aufgabe im Aufbau der Buchhandlung?

Wörgötter: Als Projektleiterin habe ich die Dombuchhandlung konzeptionell und gestalterisch aufgebaut und ein fabelhaftes Team aufgebaut. Unsere leitende Buchhändlerin ist eine kompetente Ansprechpartnerin für das christliche Buch.

kath.net: Was kann die Dombuchhandlung dazu beitragen, dass die Kirche in Salzburg neu belebt wird?

Wörgötter: Wir sehen, dass sich heutzutage viele Menschen durch die Kirche nicht mehr angesprochen fühlen. Ich persönlich glaube, dass wir durch dieses Projekt viele Menschen auf neue Art und Weise erreichen können. Die Erfahrung der ersten 14 Tage zeigt, dass viele überrascht sind von der Gestaltung, Angebot und Mitarbeitern. Damit glaube ich, dass die Dombuchhandlung eine Visitenkarte für die Kirche von Salzburg sein kann.


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Lesermeinungen

 lesa 23. März 2019 

@freya: Ihrem Kommentar kann man nur zustimmen.
Viel Freude an diesem Projekt - und den Mut, Häretisches auf keinen Fall anzubieten. Davon gibt es genug.


5

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 girsberg74 23. März 2019 
 

Ich wünsche diesem Projekt Erfolg!

Sich inmitten gehaltvoller Bücher in einer ansprechenden Umgebung mit Muße aufhalten zu können, ist immer ein Geschenk.


6

0
 
 freya 23. März 2019 
 

Ein gutes Buch kann die Welt verändern

In manchen Kirchen werden am Ausgang ja auch Bücher zum Verkauf ausgelegt. Eine gute Sache, weil dieses Angebot von nicht wenigen Kirchenbesuchern und auch -touristen gerne genutzt wird. Allerdings hängt es vom jeweiligen Pfarrer ab, wie gehaltvoll der ausgelegte Lesestoff ist. Leider findet sich da oft nur sehr seichtes, inhaltsloses Material a la Weltbildverlag. Das ist wirklich sehr schade, wenn man bedenkt wieviel man mit einem guten Buch ausrichten kann. Nicht wenige haben dadurch die Wahrheit gefunden und sind wieder auf die richtige Spur gekommen, wie z.B. auch ein gewisser Aurelius Augustinus und eine Edith Stein.


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