Login




oder neu registrieren?
Aktuelles Chronik Deutschland Österreich Schweiz Kommentar Interview Weltkirche
Prolife Familie Jugend Spirituelles Kultur Buchtipp Reise English

Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-10

meist-kommentiert

  1. Kommt Corona-Impfpflicht?
  2. kfd: Maiandacht mit der Pachamama
  3. Gegen Anordnung des Bistums: Kommunion in Metalldose zum Mitnehmen
  4. Selbstrechtfertigung seiner sündhaften Leidenschaften
  5. Kirche hat Hunderttausende Menschen alleingelassen
  6. Schweiz: Eine Frau als 'Bischofsvikar'?
  7. Berlin: Muslime beten erstmals in evangelischer Kirche
  8. Papst Franziskus in Geldnot!
  9. Pius XII., der Vatikan und der neue Kulturkampf gegen die Kirche
  10. Mexiko: Priester nimmt während der Messe Anruf des Papstes entgegen

Italiens Kirche will Missbrauchsopfer zu Anzeige ermutigen

6. April 2019 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Eine Meldepflicht lehnt Bischofskonferenz-Generalsekretär Russo aber "im Respekt vor dem Willen der Betroffenen und ihrer Familien" ab


Rom (kath.net/KAP) Die katholische Kirche in Italien will Opfer sexuellen Missbrauchs zur Anzeige entsprechender Taten ermutigen. Der Generalsekretär der Italienischen Bischofskonferenz (CEI), Stefano Russo, plädierte am Donnerstag vor Medienvertretern nach einem Bischofstreffen in Rom allerdings für Freiwilligkeit in dieser Frage. Eine Meldepflicht bei Kindesmissbrauch lehnte er ab; auch das italienische Recht sehe eine solche Pflicht nicht vor.

Man wolle "Anzeigen erleichtern und Missbrauchsopfer einladen, Anzeigen zu erstatten, dies aber im Respekt vor dem Willen der Betroffenen und ihrer Familien", so Russo laut einem Bericht der katholischen Nachrichtenagentur SIR. Es handle sich um delikate Fragen. Alles, was dazu beitrage, schneller die Wahrheit ans Licht zu bringen, sei nützlich und gut. Dazu gehöre nicht nur die Zusammenarbeit mit staatlichen Organen, sondern mit allen, die sich mit dem Thema Missbrauch befassten.

Bei einem dreitägigen Treffen von Montag bis Mittwoch hatten Italiens Bischöfe erneut über die Reform ihrer Leitlinien zum Umgang mit Missbrauch gesprochen. Dabei berichteten erneut auch Betroffene von ihrem Leid und ihren Erfahrungen. Die überarbeiteten Richtlinien sollen bei der Vollversammlung der Bischofskonferenz im Mai beschlossen werden.

Die neuen Vorgaben sollen vor allem die Prävention stärken und ausweiten. CEI-Generalsekretär Russo verwies auf die in der vergangenen Woche veröffentlichten Erlässe des Papstes für den Vatikanstaat und die Kurie. Die Richtlinien der italienischen Bischöfe seien sehr ähnlich.

Der Leiter der Fachstelle für Kinderschutz der katholischen Kirche in Italien, Erzbischof Lorenzo Ghizzoni, will sich dem Bericht zufolge in Kürze mit den jüngst ernannten Kinderschutz-Beauftragten der Kirchenregionen Italiens treffen. Diesen Gremien gehören Ordensleute sowie Experten und Expertinnen verschiedener Disziplinen an.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Lyon: Fünf Jahre Haft für Ex-Priester wegen Missbrauchs
  2. Köln: Pressekonferenz zur „Unabhängigen Untersuchung“ wird verschoben
  3. Vatikanische Inspektion wegen Missbrauch in Mexiko verschoben
  4. Kirche in Mexiko und Vatikan untersuchen Vertuschungsvorwürfe
  5. Hoffnung auf saubere Missbrauchsaufarbeitung im Erzbistum Köln
  6. Vatikan plant "Task Forces" gegen Missbrauch in der Kirche
  7. Arche distanziert sich von ihrem Gründer und kündigt Aufklärung an
  8. Rom: Argentinische Missbrauchsopfer erheben schwere Vorwürfe
  9. Auch US-Bistum Harrisburg meldet Konkurs an
  10. Priester opfert Gehirntumor für Opfer klerikalen Missbrauchs auf







Top-10

meist-gelesen

  1. Kirche hat Hunderttausende Menschen alleingelassen
  2. Pius XII., der Vatikan und der neue Kulturkampf gegen die Kirche
  3. Selbstrechtfertigung seiner sündhaften Leidenschaften
  4. kfd: Maiandacht mit der Pachamama
  5. Schweiz: Eine Frau als 'Bischofsvikar'?
  6. Vom Lehramt längst beantwortet
  7. Gegen Anordnung des Bistums: Kommunion in Metalldose zum Mitnehmen
  8. Es gibt Tragödien, die durch keine Ethik zu vermeiden sind
  9. Noch eine letzte Messe
  10. Papst Franziskus in Geldnot!

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz | US