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Papst wäscht Häftlingen Füße: ‘Jeder soll dem Nächsten dienen’

19. April 2019 in Weltkirche, 10 Lesermeinungen
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Franziskus eröffnet mit Gründonnerstags-Liturgie in der Justizvollzugsanstalt in Velletri die Osterfeierlichkeiten.


Rom (kath.net/ KAP) Papst Franziskus hat in einer Haftanstalt bei Rom den Gründonnerstagsgottesdienst gefeiert. Mit der Messe im Vortragssaal der Justizvollzugsanstalt Velletri eröffnete das katholische Kirchenoberhaupt am Nachmittag die Osterfeierlichkeiten. Franziskus wusch dabei zwölf Häftlingen aus vier Ländern - Italien, Brasilien, Elfenbeinküste und Marokko - die Füße. Mit dem am Gründonnerstag begangenen Ritual der Fußwaschung wird an eine Geste Jesu beim letzten Abendmahl erinnert. Die Botschaft dabei sei, "dass es ums Dienen geht, nicht um Macht", erklärte der Papst in seiner frei gehaltenen Predigt. Jeder solle dem Nächsten dienen.

Jesus habe die Füße seiner Jünger gewaschen auf dieselbe Weise, wie es in seiner Zeit sonst die Sklaven für ihre Herren taten, erinnerte der Papst. Er habe damit zeigen wollen, was es mit dem "Dienen am Nächsten" auf sich habe. Auch ein Bischof sei nicht "des Amtes wegen mächtig", sondern habe die Aufgabe zu dienen, sagte Franziskus. Er trug bei der Fußwaschung eine Schürze, auf der als Aufschrift ein Zitat des Apostels Petrus, "Du wäscht mir die Füße?", zu lesen war. Während seines Besuches sprach der Papst auch mit den Insassen, den Gefängnisangestellten und den Sicherheitskräften und bedankte sich für einen Brief, den ihm die Häftlinge bereits im Vorfeld geschrieben hatten.

Das Gefängnis von Velletri liegt rund 40 Kilometer südöstlich von Rom. In der 1991 eröffneten Vollzugsanstalt leben nach Angaben des italienischen Justizministeriums rund 560 Häftlinge, wobei etwa ein Viertel von ihnen Ausländer sind - zumeist Roma, Marokkaner und Albaner. Vergangenes Jahr feierte Franziskus die Gründonnerstagsmesse im römischen Stadtgefängnis Regina Coeli; auch in anderen Jahren besuchte er Haftanstalten. 2014 feierte er die Messe hingegen in einem Therapiezentrum, 2016 in einem Flüchtlingsheim. Vor Franziskus feierten die Päpste den Abendmahlsgottesdienst in der Regel in ihrer Bischofskirche, der Lateranbasilika, wo sie zwölf Priestern die Füße wuschen.

Die Messe am Gründonnerstag eröffnet die katholischen Feierlichkeiten zum Gedenken an Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu. Sie bildet damit den Auftakt zum wichtigsten Fest des Christentums, Ostern.



Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 myschkin 22. April 2019 
 

Nur eine historische Information

zur Sache: Die Fußwaschung wurde insbesondere von den habsburgischen Kaisern und den bayerischen Herzögen und Königen traditionell den ärmsten der Armen gespendet und eben nicht den hohen Herren. Den Bedürftigen wurde nach der Fußwaschung üblicherweise noch ein Geldgeschenk überreicht.


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 mirjamvonabelin 20. April 2019 
 

@myschkin

Die in der Justizvollzugsanstalt sind nicht von der Welt verworfenen sondern sie haben sich selbst ins Abseits gestellt, es war ihre freie Entscheidung (ausser den Unschuldigen, die immer wieder vorkommen in Gefängnissen).

Ich glaube auch das sie ein Zeichen brauchen aber nicht die Fußwaschung.
Die Fußwaschung ist für die "hohen" Herren.
Sie haben es selbst gemerkt wie schwer es ist sich die Füsse waschen zu lassen.

Trotzdem will ich beten, Gott kann alles zu Gutem wenden, dafür will ich beten.
Jesus, ich vertraue auf Dich!


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 mirjamvonabelin 20. April 2019 
 

Ich sehe die Fußwaschung

als ein Zeichen an die "hohen" Herren.
Damit belehrt Jesus die hohen Herren ihren Dienst an uns Kleinen wie ein Diener zu verrichten und nicht befehlerisch sondern dienend.

Die Apostel sind dann nicht in die Welt hinausgezogen um den Menschen materiell zu dienen sondern das Wort Gottes zu verkünden.
Im Gegenteil, sie sagten, es ist nicht recht uns dem Dienst an den Tischen zu widmen und das Wort Gottes zu vernachlässigen.

Am Gründonnerstag sollten sich Priester ihrer Berufung bewußt werden.
Sie vergegenwärtigen Jesus. Jesus hat mit dieser Geste ihnen gezeigt das sie sich nicht "feiern" lassen sollten sondern "arbeiten".
Und wenn man dann weiterdenkt dann versteht man den Zölibat.


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 myschkin 19. April 2019 
 

@Vukanai

Ich sehe das wie Sie. Gerade die von der Welt Verworfenen haben die Fußwaschung vor allem nötig. Es ist dies ein christliches Gnadenzeichen, dass sich der Papst gerade zu den fehlerhaften Menschen begibt, um sie und viele, die abgekommen sind vom rechten Weg, durch dieses Zeichen der Nächstenliebe zur Umkehr zu bewegen.

Wie so viele in meiner Gemeinde konnte ich mich gestern nicht durchringen, zu den Zwölfen zu gehören, denen unser Pfarrer die Füße waschen wollte. Insgesamt waren es dann neun. Es waren Mitarbeiter unseres Pfarrers, darunter unsere liebe Messnerin, die sich zunächst zögerlich, dann beherzt dazu gesellte, und zwei Mutige aus den Kirchenbänken, die diese Demut zeigten. Ich weiß nicht, ob ich es nächstes Jahr schaffe, nach vorne zu gehen, um das Dutzend vollzumachen.

Kurzum, es ist dies eine spirituelle Stärke des Papstes, dass er die Fußwaschung nicht an hohen geistlichen Herren vornimmt, sondern an denen, die dieses Liebesdienstes noch viel bedürftiger sind.


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 freya 19. April 2019 
 

@Vukanai

Trotzdem gehörte der Verräter zum Zwölferkreis - war also nicht irgendein zufällig dahergelaufener Sympathisant, sondern einer der auserwählten Freunde Jesu: Die Berufung der zwölf Apostel wird in den Evangelien als eine Neuschöpfung beschrieben: Er "machte" die Zwölf; hier wird dasselbe Wort gebraucht wie in Genesis 1, als Gott Himmel und Erde "machte"!
Es ist das Geheimnis des Bösen, das Judas zum Verräter werden ließ. Der Verrat des Judas setzt sich fort bis in unsere Zeit hinein.


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 xaver1510 19. April 2019 
 

Ob es eventuell nicht passender gewesen wäre, den noch lebenden " Dubia Kardinälen" die Füße und u.a. Kardinal Marx den Kopf zu waschen
Xaver Hörmann


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 horologius 19. April 2019 
 

Christus

hat bewußt seinen Jüngern die Füsse gewaschen, und keinen Häftlingen oder sonst wem. Warum macht Franziskus das?? Es ist ein ganz anderes Zeichen.


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 mirjamvonabelin 19. April 2019 
 

Schließe mich den Kommentaren von @Uwe Lay und @ Tisserant an

Bin nicht so wortgewandt aber mit jede Faser meines Körpers spüre ich, es ist ein falsches Signal.

Die Menschen sind nur noch irdisch ausgerichtet, dabei ist unsere Lebenszeit weniger als ein Wimpernschlag.


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 Tisserant 19. April 2019 

Genau so ist es verehrter Herr Lay!
Linksgrüne Ideologie und Greta dürfte auch nicht im Vorfeld fehlen.
Die NWO ist eine satanische Lehre, diese hat mit Christentum oder gar dem katholischen Kirche nichts mehr zu tun!

Aber die Menschen wollen es bunt, also sollen sie es bekommen.
Das erwachen in dieser NWO wird für viele bunte aber sehr hart werden.


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 Uwe Lay 19. April 2019 
 

Humanitarismus statt christlche Religion

Grünonnerstag feiert die Kirche die Einsetzung des Altarsakramentes und die Einführung des Priestertumes durch Jesus Christus, das Herzstück also der christlchen Religion. Das Fußwaschungsritual des Gründonnerstages ermöglicht es nun, in glaubensschwachen Zeiten, das in den Hintergrund zu rücken, um stattdessen die Fußwaschung als Appell zu sozialcaritativem Tuen umzudeuten. Das paßt vortrefflich zum Umformungsversuch, aus der Kirche eine links-humanitaristische NGO zu machen.
Uwe C. Lay Pro Theolblogspot


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