Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  5. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  6. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  7. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  8. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  9. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  10. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  11. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  12. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  13. Papst betont in Algier Gemeinsamkeit von Christen und Muslimen
  14. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  15. Viel Lärm um nichts?

Papst zu Frauendiakonat: „Es gibt Zweifel“

8. Mai 2019 in Weltkirche, 60 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus sagt beim Rückflug von Mazedonien zur Frage der Diakonin in der Alten Kirche: „Im Grunde ist es nicht sicher, dass es eine Weihe mit derselben Form und demselben Zweck wie bei der Weihe von Männern war.“


Vatikan (kath.net/pl) Der Diakonat von Frauen sei nicht mit der Vorstellung des Diakonats von Männern vergleichbar. Darauf wies Papst Franziskus in der Pressekonferenz beim Rückflug von Skopje/Nordmazedonien hin. Auf Anfrage eines Reporters zur den Diakoninnen in manchen orthodoxen Gemeinschaften erläuterte Franziskus: „Zum Beispiel sind die bisher gefundenen Formeln der diakonischen Ordination nach Ansicht der Kommission für die Ordination des männlichen Diakons nicht die gleichen und ähneln eher dem, was heute die Benediktion einer Äbtissin wäre.“ Zu diesem Ergebnis seien einige der Fachleute gekommen, die der Papst in die Kommission berufen hatte, die sich mit der Frage des weiblichen Diakonats in der Alten Kirche beschäftigen soll – übrigens eine sehr heterogene Gruppe, wie der Papst eigens betonte. Andere Fachleute aus der Kommission würden, so Franziskus weiter, allerdings vertreten, dass es sich bei der Segensformel um eine diakonische Formel handle. Die Frage sei noch in Diskussion, denn der Sachverhalt ist nicht klar. „Am Anfang gab es Diakoninnen, aber war das eine sakramentale Ordination oder nicht?“ Das berichtete das Madrider Nachrichtenportal „Religión Digital“.


Diakoninnen hätten damals, so erläuterte der Papst den Journalisten weiter, beispielsweise in der Liturgie geholfen. „Bei der Ganzkörpertaufe von Frauen half die Diakonin, ebenso bei der Salbung des weiblichen Körper. Außerdem habe man ein altkirchliches Zeugnis, dass Diakoninnen vom Bischof gerufen wurden, wenn es einen Ehestreit wegen Annullierung, Scheidung oder Trennung gab. Wenn die Frau den Ehemann beschuldigte, sie geschlagen zu haben, rief sie die Diakonin, damit sie den Leib ansehen konnte, diese sagte dann bei der Verhandlung aus.“

Dies seien die Dinge, an die er sich aus den Besprechungen mit dem Expertenrat erinnere, sagte Papst Franziskus. „Im Grunde ist es nicht sicher, dass es eine Weihe mit derselben Form und demselben Zweck wie bei der Weihe von Männern war. Einige sagen, es gibt Zweifel. Lass uns weiter suchen. Ich habe keine Angst davor, dies zu untersuchen, aber bis jetzt geht es nicht.“

Außerdem wies der Papst darauf hin, dass die Diakoninnen merkwürdigerweise vor allem innerhalb bestimmter geographischer Gebiete nachweisbar seien, vor allem in Syrien.

Außerdem erläuterte der Papst, es sei interessant zu beobachten, dass etwa vor 30 Jahren einige Theologen noch vertreten haben – jetzt sage dies niemand mehr –, dass es keine Diakoninnen gegeben habe, weil Frauen in der Kirche im Hintergrund gestanden hätten, nicht nur in der Kirche, sondern insgesamt. „Doch bemerkenswerterweise gab es damals viele heidnische Priesterinnen. Im heidnischen Kult war das Frauenpriestertum war an der Tagesordnung. Wie ist es also zu verstehen, dass dieses heidnische Frauenpriestertum nicht bei Frauen im Christentum vorgekommen war?“ Daran rätsle die sehr vielfältig besetzte Kommission derzeit.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Diakon

  1. Vatikan-Kommission: Frauen können nicht zur Diakonenweihe zugelassen werden
  2. Bischof Rudolf weiht zwei Männer zu Ständigen Diakonen
  3. Der „Dienst an den Tischen“ und der Auftrag der Kirche
  4. Papst: Diakone sind Leben spendendes Zeichen für ganze Kirche
  5. ‘Ehelosigkeit auch in Zukunft kostbare Gabe für die Kirche’
  6. Expertendiskussion zur Geschichte der weiblichen Diakone
  7. Vor 50 Jahren führte Paul VI. den Ständigen Diakonat ein
  8. Diakon als 'Auge der Kirche'
  9. Ägypten: Orthodoxe planen Einführung des Frauendiakonats
  10. Papst empfing Diakone aus allen Kontinenten







Top-15

meist-gelesen

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  3. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  4. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  5. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  6. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  7. "Derselbe Polarstern"
  8. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  9. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  10. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  11. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  12. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  13. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  14. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  15. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz