Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vertrauenskrise in der Kirche
  2. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  3. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  4. „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
  5. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  6. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  7. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  8. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  9. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  10. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität
  11. Yoga-Kongress am Geburtsort des heiligen Franz Xaver
  12. Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 ‚beunruhigend‘ und ‚verblüffend‘
  13. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  14. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  15. „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“

"Missio"-Chef: Christenhass hinter Anschlägen von Burkina Faso

22. Mai 2019 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Entsetzen über erstmaliges Vorkommen und Häufung von Anschlägen auf Christen - Wallner: Für Frieden wirken und jeden Revanchimus im Keim ersticken


Wien (kath.net/KAP) Entsetzt über die sich häufenden blutigen Anschläge auf Christen im Nordwesten von Burkina Faso hat sich der Nationaldirektor von "Missio" Österreich, Pater Karl Wallner, geäußert. "Der radikale, extremistische Islamismus breitet sich schneller aus als befürchtet. Wie diese schrecklichen Ereignisse zeigen, ist eines seiner Motive vor allem expliziter Christenhass", erklärte der Ordensmann in einer Aussendung vom Dienstag. Die unter Schock stehende katholische Kirche vor Ort habe nun die Aufgabe, "für den Frieden zu wirken und jeden Revanchismus im Keim zu ersticken".

Erstmals wurden in den vergangenen Tagen Katholiken in Burkina Faso zum Opfer von islamistischen Terroranschlägen. Vergangenen Freitag war ein spanischer Salesianerpater im Südwesten des Landes ermordet worden, nur kurz nachdem am Sonntag vorher mehrere Angreifer sechs Menschen eines Gottesdienstes in der Gemeinde Dablo töteten und die Kirche verwüsteten, kaum 24 Stunden später gefolgt von einem Angriff Unbekannter auf eine Prozession im Dorf Singa, bei der vier Erwachsene ermordet und die Marienstatue zerstört wurden. Erst vor zwei Wochen waren bei einem Angriff auf eine evangelische Kirche in der Region Kaya der Pastor und fünf Gläubige getötet worden.


Es sei dies das erste Mal, dass die katholische Kirche in Burkina Faso direkt von Terroristen angegriffen wird, berichtete Missio-Projektpartner Abbé Adelphe Rouamba. Der Priester sprach dabei von einer "äußerst kritischen" Situation im Land. Die Menschen lebten in Angst auf die Straße zu gehen, viele Schulen und Pfarren seien geschlossen worden und viele Priester hätten aufgrund der Unsicherheit ihren pastoralen Dienst in abgelegenen Dörfern eingestellt. Grund dafür sei, dass die burkinische Armee schlichtweg über viel zu wenig Ressourcen für die Bewachung des riesigen Gebietes an der Grenze zur Sahelzone verfüge.

Drohungen von Dschihadisten

Zu Spannungen in der nordburkinischen Diözese Kaya sei es laut Abbé Adelphe gekommen, als bislang unbekannte islamistische Gruppen Schrecken verbreiteten; immer neue Berichte von Angriffen oder Entführungen machten die Runde. So sei Ende März ein katholischer Pfarrer entführt und seither nicht mehr gesehen worden, zudem hätten Katecheten mündliche Drohungen von Dschihadisten erhalten, wonach sie ihre Tätigkeit in entlegenen Dörfern einstellen müssten. Die Angriffe gälten jedoch nicht nur den Christen der Region, seien doch auch muslimische Geistliche in den vergangenen Jahren wiederholt Opfer von extremistischen Anschlägen geworden.

Den Opfern sei man schuldig, dass man jetzt Falsches beim Namen nenne statt wegzusehen, erklärte Nationaldirektor Wallner. Zugleich sei der Einsatz für Barmherzigkeit und Vergebung wichtig, denn: "Nur Versöhnung kann ein Ausweg aus dieser schwierigen Situation sein." Gespräche zwischen islamischen und christlichen Führern habe es in den jüngsten Tagen bereits gegeben. Besonders die Rolle der Ordensleute und Priester hob der Zisterzienserpater dabei hervor: "Sie fungieren einerseits als Vermittler und Botschafter des Friedens, andererseits geben sie den verängstigten Menschen Hoffnung und konkrete Hilfe."

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto Pater Wallner (c) Missio Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 garmiscj 22. Mai 2019 

Falsche Klientel

Wo sind hier die empörten Stimmen der feigen linken Gutmenschen - Schreihälse außerhalb und innerhalb der Kirche? Wenn Christen täglich abgeschlachtet werden, hört und sieht man gar nichts. Das Einzelereignis von Christchurch ging wochenlang durch die Presse und soll nun sogar verfilmt werden. Schreckliches Leid ist den Linken Wurscht, wenn es nicht ihre Klientel trifft. Gleich wie ihnen der Niedergang der ganzen Gesellschaft Wurscht ist. Niedergang durch die Hardcore - Indoktrination unserer Jugendlichen: Feminismus, Homo, Zerstörung der Familie, Beseitigung aller gottgewollten Werte. Ich jedenfalls weiß, wem ich mein Kreuzchen gebe.


9
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Bischof Robert Barron: Krieg gegen Christen ist real – Welt darf nicht länger schweigen
  2. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  3. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  4. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  5. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  6. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  7. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  8. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  9. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“
  10. Brutaler Polizeiangriff auf einen katholischen Priester in Sri Lanka: Kirche fordert Aufklärung






Top-15

meist-gelesen

  1. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  2. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  3. Vertrauenskrise in der Kirche
  4. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  5. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  6. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  7. Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
  8. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  9. 'Ich denke, dass Gott der Größte ist! Er kann alle Türen für uns öffnen'
  10. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  11. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  12. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  13. „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“
  14. Unternehmer Guido Quelle: „Ich bin aus der evangelischen Kirchengemeinschaft ausgetreten“
  15. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz