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Warum der „kirchliche Touch“ beim mutmaßlichen Titelmissbrauch?

4. September 2019 in Kommentar, 5 Lesermeinungen
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Staatsanwaltschaft glaubt dem Saarbrücker Vizevorsitzenden der Linken, Andreas Neumann, seinen an der „St. Paul University and Lancaster University“ erworbenen Doktortitel nicht: Die Universität existiert nicht. Kommentar von Petra Lorleberg


Saarbrücken (kath.net/pl) Es ist ein handfester Skandal: Eine Verleihungsurkunde über Studienleistungen und einen Doktortitel, erworben an der „St. Paul University and Lancaster University - St. Paul European Campus“, hatte der stellvertretende Landesvorsitzende der Saar-Linken, Andreas Neumann, vorgelegt. Problem: Die Saarbrücker Staatsanwaltschaft glaubt ihm nicht, denn es existiert keine solche Universität, schreibt die „Saarbrücker Zeitung“. Man ermittelt seitens der Staatanwalt seit Monaten gegen ihn und hat jetzt Strafbefehl wegen Titelmissbrauchs gegen ihn beantragt. Von seinem Amt als Vize-Landesvorsitzender seiner Partei ist Neumann bisher noch nicht zurückgetreten, die Forderungen danach werden aber auch innerhalb seiner Partei lauter.


Doch nun habe ich dazu eine Frage: Was hatte den Linken-Politiker, der aktuell etwas ins Zwielicht gerückt ist, dazu gebracht, offenbar eine Universität ausgerechnet mit dem Namen „St. Paul“ zu erfinden? Bildungseinrichtungen, die unter diesem Namen laufen, gibt es weltweit durchaus, beispielsweise anglikanische, katholische und ökumenische. Nichtchristen kommen wohl nur selten auf die Idee, eine Einrichtung nach dem Völkerapostel Paulus von Tarsus zu benennen. Hatte Neumann die Hoffnung: Es klingt so schön kirchlich, da wird es doch geglaubt werden?

Symbolbild



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Lesermeinungen

 girsberg74 5. September 2019 
 

Wohl durch systemfremden Schmuck aufgefallen

Wozu braucht ein Linker einen "Dr."?


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 H.v.KK 4. September 2019 
 

H.v.KK

Typen gibt es,man fasst es nicht!Bei uns sagt man dazu:"Der Herrgott hat einen großen Tiergarten"!


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 elmar69 4. September 2019 
 

Titel-Kauf

Für alle die zu faul oder zu dumm sind, selbst einen Titel zu erwerben, gibt es dubiose Angebote des Titelerwerbs.

Eine Möglichkeit sind hier pseudo-religionsgemeinschaftliche "Unis", die praktisch nur dem Titelverkauf dienen. Da diese nicht richtig anerkannt werden, darf der Titel dann eigentlich nur mit dem Zusatz der jeweiligen Gemeinschaft geführt werden (Dr. Eclesia sonstwas). Was aber anscheinend vielen Interessenten egal ist und auf Visitenkarten schonmal weggelassen wird.

Im Prinzip gründen da ein paar Leute eine Religionsgemeinschaft, um eine zugehörige "theologische" Uni zu gründen, um damit Titel vergeben zu können.

Dumm nur wenn man dann soweit in der Öffentlichkeit steht, dass sowas mal eben überprüft wird und dabei herauskommt, dass da kein Uni-Betrieb stattfindet und alles eigentlich nur Lug und Trug ist.


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 Kirchental 4. September 2019 

Der Artikel hat meinen Tag gerettet!

Es gibt tatsächlich Leute, die sind sogar zum bescheissen noch zu blöd. Entschuldigung für die Wortwahl!

Einen nicht existenten Doktorgrad an einer nicht existenten Uni! Das ist einfach genial! Traumhaft!


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 Eliah 4. September 2019 
 

Andreas Phelan Neumann...

Herr Andreas Neumann, der sich selbst den zusätzlichen indogermanisch-keltischen Vorname „Phelan“ (kleiner Wolf) zugelegt hat, ist wohl auf den Namen dieser angeblichen Univerersität gekommen, weil er katholische Kirchensteuer zahlt. Er ist (oder war nach anderen Quellen) Mitglied der katholischen Studentenverbindung Carolus Magnus. Auf Fotos sieht man ihn noch im vollen schwarz-weiß-rot-goldenen Wichs mit Mütze, Schärpe, Handschuhen und Reiterstiefeln salutieren. Er war auch einmal Mitglied der „Societas Urielis“, einer sich katholisch nennenden Organisation, die vom Bistum nicht anerkannt wird und sich der Mission innerhalb Deutschlands widmet.

www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/diskussion-um-linken-vize-andreas-neumann_aid-23933109


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