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Mediziner schlägt vor: Geistliche und Juristen als Sterbehelfer

12. September 2019 in Prolife, 1 Lesermeinung
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Medizinprofessor Nagel lehnt assisierten Selbstmord durch Mediziner aber energisch ab: „Dass Tötungsdelikte Teil des ärztlichen Behandlungsauftrags werden sollen, halte ich für völlig irre und eine grauenhafte Vorstellung“.


Bayreuth (kath.net) Der Bayreuther Medizinprofessor Eckhard Nagel lehnt die Mitwirkung von Ärzten am sogenannten assistierten Suizid energisch ab. Mediziner seien dem Lebenserhalt verpflichtet. „Dass Tötungsdelikte Teil des ärztlichen Behandlungsauftrags werden sollen, halte ich für völlig irre und eine grauenhafte Vorstellung“, sagte der Professor im Interview mit dem in Hamburg ansässigen ökumenischen Verein „Andere Zeiten“, wie die Evangelische Nachrichtenagentur berichtet. Dann schlug er allerdings vor: „Wenn es aber eine Berufsgruppe dafür geben soll, warum nicht die Pfarrerinnen und Pfarrer? Die waren geschichtlich gesehen schon immer zuständig für das Geleit über die irdische Lebensschwelle hinweg. Oder warum nicht die Juristen, die Richterinnen und Richter, die auch ansonsten in strittigen Fragen über Weiterbehandlung oder Behandlungsstopp mitentscheiden sollen?“ Nagel war von 2008 bis 2016 Mitglied des Deutschen Ethikrates, außerdem 2010 evangelischer Präsident des Ökumenischen Kirchentages in München.



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