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Die Gefahr der geistlichen Lauheit und die Umkehr im heute

26. September 2019 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Franziskus in Santa Marta: ‚Ja, ja sagen’, aber nichts tun. Eine Betäubung, die das Leben in einen Friedhof verwandelt. Keine ‚halben Christen’ sein, die sich nur abmühen, es aber zu nichts bringen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) In seiner Predigt Franziskus bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Donnerstag der fünfundzwanzigsten Woche im Jahreskreis ging Papst Franziskus von der ersten Lesung aus dem Buch Haggai aus (Hag 1,1-8). Dabei handle es sich um einen „harten Text“, in dem der Herr das Volk durch den Propheten auffordere, über sein Verhalten nachzudenken und es zu ändern, indem es sich an die Arbeit mache, das Haus Gottes wieder aufzubauen.

Haggai habe versucht, die Herzen des faulen Volkes zu bewegen, das sich damit abgefunden habe, als Verlierer zu leben. Der Tempel sei von den Feinden zerstört worden, alles liege in Trümmern, doch diese Leute hätten die Jahre so verbracht, bis der Herr seinen Auserwählten gesandt habe, um den Tempel wieder aufzubauen. Doch ihre Herzen seien verbittert gewesen und „sie wollten sich nicht an die Arbeit machen. Sie hätten gesagt: „Aber nein, nein, wir machen uns nicht daran, vielleicht ist es eine Illusion, es ist besser nicht zu riskieren, sondern wir bleiben ein bisschen so...“. Diese Leute „wollten nicht wieder aufstehen, von vorne anfangen. Sie ließen sich nicht vom Herrn helfen, der sie wieder aufstehen lassen wollte“, dies mit der Entschuldigung, dass der richtige Zeitpunkt noch nicht gekommen sei:


„Und das ist das Drama dieser Leute, auch von uns, wenn der Geist der Lauheit uns ergreift, wenn sich jene Lauheit des Lebens einstellt, wenn wir sagen: ‚Ja, ja, Herr, in Ordnung... aber langsam, langsam, Herr, lassen wir es so... Aber morgen werde ich es tun!’, um dann morgen dasselbe zu sagen, und morgen verweist dann auf übermorgen und übermorgen dann auf später... und so ein Leben, in dem Entscheidungen, das Herz zu bekehren, das eigene Leben zu verändern, aufgeschoben werden...“.

Es sei dies eine Lauheit, die sich oft hinter den Unsicherheiten verberge und in der Zwischenzeit alles aufschiebe. Und so viele Menschen verschwendeten ihr Leben und endeten „wie ein Lumpen, weil sie nichts getan haben, nur den Frieden und die Ruhe in sich behalten“. Aber das „ist der Friede von Friedhöfen“:

„Wenn wir in diese Lauheit eintreten, in diese Haltung der geistlichen Lauheit, verwandeln wir unser Leben in einen Friedhof: da ist kein Leben. Es gibt nur Verschlossenheit, damit keine Probleme eintreten, wie diese Leute, die sagen: ‚Ja, ja, wir sind in Trümmern, aber wir gehen kein Risiko ein: besser so. Wir sind es schon gewohnt, so zu leben’“.

Der Papst warnte davor, dass all dies auch uns geschehe, „mit den kleinen Dingen, die nicht gut gehen, bei denen der Herr will, dass wir uns ändern“. Er bitte uns um die Umkehr und wir antworteten ihm: morgen. Daher die Einladung zum Gebet:

„Bitten wir den Herrn um die Gnade, nicht in diesen Geist der ‚halben Christen’ oder, wie die alten Frauen sagen, der ‚rosenwassernen Christen’ zu fallen, so, ohne Substanz. Gute Christen, die aber viel arbeiten – ihr habt viel gesät, aber wenig geerntet. Leben, die so viel versprachen und am Ende nichts taten“.

„Möge der Herr uns helfen“, so Franziskus abschließend, „uns aus dem Geist der Lauheit zu erwecken“,gegen „diese süße Betäubung des geistlichen Lebens“ zu kämpfen.

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