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Die innere Krieg zwischen dem Guten und dem Bösen

25. Oktober 2019 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
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Franziskus in Santa Marta: ich tue nicht das, was ich will, sondern das, was ich hasse. Die Notwendigkeit der Introspektion und der Gewissenserforschung. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Die erste Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer (Röm 7,18-25) stand im Mittelpunkt der Betrachtungen von Papst Franziskus bei der Messe am Freitag der neunundzwanzigsten Woche im Jahreskreis im vatikanischen Gästehaus „Domus Sanctae Marthae“.

„Bitten wir den Herrn um das Licht, um gut zu wissen, was in uns geschieht“, so der Papst, der auf den „inneren und beständigen Kampf“ des Völkerapostels zwischen dem Verlangen, Gutes zu tun, und dem „Nicht-Können“ einging: ein richtiggehender „Krieg“, der in ihm herrsche.

Jemand werde sich fragen können, ob der heilige Paulus „in der Hölle“ und „besiegt“ sei, wenn er „das Böse tut, das er nicht will“. Und dennoch „ist er ein Heiliger“, denn „auch die Heiligen spüren diesen Krieg in sich selbst“. Es sei dies „ein Gesetz für alle“, „ein alltäglicher Krieg“:

„Es ist ein Kampf zwischen Gut und Böse. Aber kein abstraktes Gutes und kein abstraktes Böses: zwischen dem Guten, zu dem der Heilige Geist uns inspiriert, und dem Bösen, das zu tun uns der böse Geist inspiriert. Es ist ein Kampf. Es ist ein Kampf von uns allen. Wenn einer von uns sagen würde: ‚Aber ich fühle das nicht, ich bin selig, ich lebe friedlich, in Frieden, ich spüre das nicht...’, dann würde ich sagen: ‚Du bist nicht selig: du bist ein Betäubter, der nicht versteht, was los ist’“.


In diesem täglichen Kampf „gewinnen“ wir heute einen, morgen werde es einen anderen geben und übermorgen wieder einen anderen „bis zum Ende“. Der Papst dachte auch an die Märtyrer, die „bis zum Ende kämpfen mussten, um den Glauben zu bewahren“. Und an die Heiligen, wie Therese vom Kinde Jesus, für die „der schwerste Kampf der letzte Moment war“, auf dem Sterbebett, weil sie das Gefühl gehabt habe, dass „der böse Geist“ sie vom Herrn entfernen wolle. Es gebe „außerordentliche Momente des Kampfes“, meinte Franziskus, doch auch „alltägliche Momente“. Hier erinnerte der Papst an das Tagesevangelium nach Lukas, in dem Jesus den Menschenmengen und gleichzeitig uns allen sage: „Das Aussehen der Erde und des Himmels wisst ihr zu deuten. Warum könnt ihr dann diese Zeit der Entscheidung nicht deuten?“ (Lk 12,56):

„Oft sind wir Christen mit vielen Dingen beschäftigt, sogar mit guten. Doch was geschieht in dir? Wer inspiriert dich dazu? Was ist deine spirituelle Tendenz dazu? Wer bringt dich dazu? Unser Leben ist normalerweise wie ein Leben auf der Straße: wir gehen auf der Straße des Lebens... Wenn wir auf der Straße gehen, schauen wir nur auf die Dinge, die uns interessieren. Auf die anderen schauen wir nicht“.

Der Kampf, erklärte Franziskus, „ist immer der Kampf zwischen der Gnade und der Sünde, zwischen dem Herrn, der uns retten und aus dieser Versuchung herausziehen will, und dem bösen Geist, der uns immer niederwirft“, um uns zu besiegen. Die Einladung des Papstes lautete daher, uns zu fragen, ob jeder von uns „ein Mensch der Straße ist, der kommt und geht, ohne zu merken, was passiert“, und ob unsere Entscheidungen „vom Herrn kommen oder von unserer Selbstsucht, vom Teufel diktiert werden“.

„Es ist wichtig zu wissen, was in uns vorgeht. Es ist wichtig, ein wenig im Inneren zu leben und es nicht zuzulassen, dass unsere Seele eine Straße ist, wo alle vorbeikommen. ‚Und wie geht das, Pater?’. Nimm dir zwei oder drei Minuten Zeit, bevor der Tag endet: was ist heute in mir an Wichtigem geschehen? Oh ja, ich hatte dort ein wenig Hass und ich habe dort schlecht geredet. Ich habe diese wohltätige Arbeit geleistet... Wer hat dir geholfen, diese sowohl guten als auch schlechten Dinge zu tun? Und uns diese Fragen stellen, um zu wissen, was in uns vorgeht. Bisweilen wissen wir mit dieser geschwätzigen Seele, die wir alle haben, was im Viertel passiert, was im Haus der Nachbarn passiert, aber wir wissen nicht, was in uns geschieht“.

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Lesermeinungen

 richrose 25. Oktober 2019 
 

Reden kann er ja wie ein Buch - aber danach leben?

...(Wenn das Gesagte nicht wieder Mal aus einer Feder seiner Ghostwriter stammt).

"Die Einladung des Papstes lautete daher, uns zu fragen..., ob unsere Entscheidungen vom Herrn kommen oder von unserer Selbstsucht, vom Teufel diktiert werden."

Wie wäre es also, wenn sich Papst Franziskus einmal in Selbstreflexion üben und hinterfragen würde, von wem eigentlich die Idee zur Einberufung dieser unseligen Amazonas-Synode stammt? Von Gott oder der eigenen Selbstsucht, vom Teufel?


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 MaBroderik 25. Oktober 2019 
 

Schön beschrieben!

Papst Franziskus beschreibt das Gebet der liebenden Aufmerksamkeit am Abend als Blick auf den Zag sehr schön!


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 CALIFAX 25. Oktober 2019 

Aufwachen, Franziskus!

Der innere Frieden ist nicht Betäubung, sonder Geschenk Gottes und seit jeher Zeichen der Unterscheidung der Geister (Ingnatius!) Die Königin des Friedens bringt den Herzensfrieden in Medjugorje und hilft das Gute zu tun.

Wenn man die Letztverantwortung für schmanische Riten in seinem Vorgarten + Hof trägt, muss man sich nicht über zunehmende Bedrängnis der bösen Geister wundern!


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 paul_1 25. Oktober 2019 
 

Matt 23.3

Ich höre gern die predigen unseres Papstes sie sind sehr gut. Die Liebe untereinander soll innig sein.
Wir sollten das Wort Gottes hören und tun und die Gnade des Herrn immerzu suchen.

Matt 23.3

Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen.


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