Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  5. Der anderskatholische Papstkritiker
  6. Bätzing gegen Papst Leo
  7. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  11. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Drei Stunden im Fegefeuer
  14. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  15. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist

Zeitzeuge würdigt Anteil des Papstes an friedlicher Wende 1989

9. November 2019 in Chronik, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Philosoph und früherer italienischer Europaminister Buttiglione: "Politische Strategie" von Johannes Paul II. gegenüber dem Kommunismus war Appell an das Gewissen.


Bonn (kath.net/KAP)
Der Philosoph und frühere italienische Europaminister Rocco Buttiglione hat den Beitrag von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) zur Wende in Osteuropa gewürdigt. Das kommunistische System wäre früher oder später zusammengebrochen, sagte der frühere christdemokratische Politiker der katholischen Wochenzeitung "Die Tagespost" in Würzburg. Dass die Umbrüche vor 30 Jahren aber ohne Bürgerkrieg und Blutvergießen friedlich verlaufen seien, daran "hatte die Kirche, aber besonders Johannes Paul II. entscheidenden Anteil", sagte Buttiglione.


Die "politische Strategie" des polnischen Papstes gegenüber dem Kommunismus sei gewesen, an das Gewissen des Menschen zu appellieren, fügte er hinzu. Dieser Weg habe viele Märtyrer das Leben gekostet. Am Ende aber habe der Papst damals einen Kommunisten mit Gewissen gefunden: "Und der hieß Michail Gorbatschow." Dass der Staatschef der damaligen UdSSR die Bitte Erich Honeckers 1989 ausgeschlagen habe, die Rote Armee gegen die Proteste in der DDR einzusetzen, "macht ihn zu einem großen Menschen", sagte Buttiglione.

Zentrale Themen der Gespräche zwischen Johannes Paul II. und Gorbatschow seien "Wahrheit, Freiheit und Gewissen" gewesen. Gorbatschow sei zudem für das Christentum empfänglich gewesen, "schließlich war er von seiner Großmutter ja getauft worden". Nicht überschätzt werden könne auch der Einfluss der Kirche und besonders der Karol Wojtylas auf die Intellektuellen in Polen.

Als Kardinal von Krakau habe Wojtyla auch großen Anteil an der 1966 von den deutschen und polnischen Bischöfen formulierten wechselseitigen Vergebungsbitte gehabt, erinnerte Buttiglione. Die Furcht vor den Deutschen sei nach dem Zweiten Weltkrieg "eine der Hauptstützen des Kommunismus in Polen" gewesen. Nach dem Dokument der Bischöfe hätten viele Polen erkannt: "Die Deutschen sind nicht unsere Erbfeinde." Ohne diesen von der Kirche vorbereiteten gewandelten Blick der beiden Nachbarn aufeinander hätte es nach Überzeugung des Italieners keine deutsche Wiedervereinigung geben können.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Johannes Paul II.

  1. KI-erstelltes Video animiert Fotos von Papst Johannes Paul II.
  2. Meloni besuchte neues Museum zu Ehren von Johannes Paul II. in Rom
  3. Polnische Bischofskonferenz: „Wir appellieren um Respekt vor dem hl. Johannes Paul II.“
  4. „Genossen, wir haben ein Problem“ – So reagierten die Kommunisten auf die Wahl Karol Wojtyłas
  5. „Johannes Paul II. – Prophet der Hoffnung“
  6. Kann uns eine möglicherweise erfundene Anekdote über Johannes Paul II. Wahres lehren?
  7. Karol Wojtyła 1976: „Wir stehen vor der finalen Konfrontation zwischen Kirche und Antikirche“
  8. Als Papst Johannes Paul II. gegen die „gay pride“ Parade in Rom protestierte
  9. Studie entdeckt ‚Johannes Paul II. – Effekt‘ auf Geburtenrate in Lateinamerika
  10. Die geheimnisvolle Nonne, die half, die Ermordung von Papst Johannes Paul II. zu verhindern







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  3. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  4. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  5. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  6. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  7. ‚Lieber ein ‚Fanatiker‘ als ein Verräter für Kataris und Dschihadisten‘
  8. Benedikt XVI.: „Wir fragen uns jedoch: Warum empfinden wir Angst vor dem Tod?“
  9. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen
  10. Der unbekannte Bekannte: St. Martin
  11. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  12. Allerheiligen oder Heilige für alle?
  13. Schmunzelnder Papst scherzt mit Basketballern seiner früheren Uni
  14. „Die Heiligen sind keine kleine Gruppe Auserwählter, sondern eine unzählige Schar“
  15. Brücken bauen, Wurzeln schlagen, Gemeinschaft leben. Der Glaube als gemeinsamer Ursprung und Auftrag

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz