Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  7. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  12. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  13. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  14. Fast der gleiche Glaube?
  15. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten

Gesichter, Lächeln, Grüße: ins Herz gesäte Samen

14. Februar 2020 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: Dank und Entschuldigung an alle, die uns auf dem Weg des Lebens begleiten und begegnen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Papst Franziskus erzählte in seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Freitag der fünften Woche im Jahreskreis, Festtag der heiligen Cyrill und Methodius, vom Alltagsleben im Gästehaus.

Die Wärme der „Casa Santa Marta“, einer „großen Familie“, wie sie der Papst definierte, die aus Menschen bestehe, die uns auf dem Lebensweg begleiteten, die dort jeden Tag mit Hingabe und Sorgfalt arbeiteten, die helfen, wenn ein Begleiter krank sei, die traurig seien, wenn einer von ihnen fortgehe.

Gesichter, Lächeln, Grüße: Samen, die in das Herz eines jeden Menschen gesät würden. In der Predigt bei der Morgenmesse nahm Franziskus den Beginn des Ruhestands einer Mitarbeiterin, Patrizia, zum Anlass, einen „Akt der Erinnerung, der Danksagung“ und auch eine Entschuldigung gegenüber denjenigen zu machen, „die uns auf unserem Weg begleiten“.

Der Papst ging wie gesagt auf das tägliche Leben in der „Casa Santa Marta“ ein. Franziskus bezog sich auf die „Familie“, nicht nur auf „Vater, Mutter, Brüder, Onkel, Großeltern“, sondern auf „die große Familie, jene Menschen, die uns auf dem Lebensweg eine Zeit lang begleiten“. Er erklärte, dass Patrizia nach 40 Jahren Arbeit in den Ruhestand gehe: eine Familienpräsenz, mit der man sich beschäftigen sollte:


„Und das wird uns allen gut tun, die wir hier leben: an diese Familie zu denken, die uns begleitet. Und für euch alle, die ihr nicht hier lebt, an so viele Menschen zu denken, die euch auf dem Lebensweg begleiten: Nachbarn, Freunde, Mitarbeiter und Kollegen, im Studium... Wir sind nicht allein. Der Herr will uns als Volk, er will uns in Gesellschaft. Er will uns nicht egoistisch: Egoismus ist eine Sünde“.

In seiner Betrachtung rief Franziskus die Großzügigkeit vieler Arbeitskollegen in Erinnerung, die sich um die Kranken kümmerten. Hinter jedem Namen stehe eine Präsenz, eine Geschichte, ein kurzer Aufenthalt, der seine Spuren hinterlassen habe. Eine Vertrautheit, die einen Platz im Herzen des Papstes gefunden habe: „Ich denke an Luisa, ich denke an Cristina“, so Franziskus, an die Großmutter des Hauses, Schwester Maria, die jung zur Arbeit gekommen sei und sich dort entschieden habe, das geweihte Leben aufzunehmen.

Doch in der Erinnerung an seine „große“ Familie hatte der Papst auch einen Gedanken für diejenigen, die nicht mehr da sind: „Miriam, die mit dem Kind fortgegangen ist. Elvira, die ein Beispiel für den Kampf um das Leben war, bis zum Ende“. Und dann andere, die in den Ruhestand gegangen seien oder anderswo gearbeitet hätten. Präsenzen, die sich gut entwickelt hätten und die man manchmal nur schwer wieder verlassen könne:

„Heute wird es uns allen gut tun, an die Menschen zu denken, die uns auf dem Lebensweg begleitet haben, als Dankbarkeit, aber auch als Geste der Dankbarkeit gegenüber Gott. Danke, Herr, dass du uns nicht allein lässt. Es ist wahr, es gibt immer Probleme, und wo es Menschen gibt, gibt es Geschwätz. Sogar hier drin. Man betet und man schwätzt, beides. Und manchmal sündigt man auch gegen die Nächstenliebe“.

Sündigen, die Geduld verlieren und sich dann entschuldigen. So mache man dies in einer Familie. „Ich möchte mich für die Geduld der Menschen bedanken, die uns begleiten“, unterstrich der Papst, „und mich für unsere Versäumnisse entschuldigen“:

„Heute ist ein Tag, an dem wir von Herzen danken und uns bei den Menschen entschuldigen, die uns im Leben begleiten, ein Stück des Lebens, das ganze Leben... Und ich möchte diesen Abschied von Patrizia nutzen, um mit euch diesen Akt des Gedenkens, des Dankes zu vollziehen und mich auch bei den Menschen, die uns begleiten, zu entschuldigen. Jeder von uns soll das bei den Menschen machen, die ihn normalerweise begleiten. Und an diejenigen, die hier zu Hause arbeiten, ein großes ‚Danke’, ein ganz großes. Und dir, Patrizia, die du diesen zweiten Lebensabschnitt beginnst, weitere 40 Jahre!“.

Dem Autor auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit







Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  2. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Fast der gleiche Glaube?
  7. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  8. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
  9. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  10. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  11. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  12. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  13. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  14. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  15. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz