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Sind Kirchen nicht „systemrelevant und existenzsichernd“?

26. März 2020 in Deutschland, 42 Lesermeinungen
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Kommentar im „Südkurier“: Sogar die Kirchenführer zählen die Dienste religiöser Gemeinschaften „nicht“ zu den „Grundbedürfnissen“ - „Die Schnelligkeit, mit der die beiden Kirchen die Segel gestrichen haben, überrascht“


Konstanz (kath.net) „Verschlossene Kirchen, Pfarrer auf Tauchstation: Die Kirchen geben in der Coronakrise kein gutes Bild ab“. So lautet der Titel einen Kommentars im in Konstanz erscheinenden „Südkurier“. Ulrich Fricker beschreibt, dass die Glaubensgemeinschaften „mit der Präzision von Behörden“ auf das Corona-Virus reagierten, „die Kirchen haben sich bis auf Weiteres abgemeldet“. Allerdings überrasche „die Schnelligkeit, mit der die beiden Kirchen die Segel gestrichen“ hätten.

Offenbar betrachten sich die Kirchen „nicht mehr als systemrelevant, arbeiten also nicht in dem Bereich, der unverzichtbar ist“. Öffnen dürften Tankstelle, Bäcker, Zeitungsverkäufer, doch „die Dienste der religiösen Gemeinschaften zählt dazu nicht“. Die „Kirchenführer“ nähmen „sich selbst aus dem Rennen“.

Doch „auch die Kirchen verkaufen Brot“, formuliert Fricker wachsam und weist darauf hin, dass „viele Gläubige“ irritiert seien. Denn „Pfarrer und Bischöfe können nicht einfach hinter einem Schutzwall von Verordnungen verschwinden, von ihnen wird ein Mehrwert erwartet“.

Dass Kirchen nicht „zu den systemrelevanten und existenzsichernden Bereichen“ zählen, hätten „ihre Führer“ „selbst in die Wege geleitet“.

Kommentar im „Südkurier“ in voller Länge: Verschlossene Kirchen, Pfarrer auf Tauchstation: Die Kirchen geben in der Coronakrise kein gutes Bild ab

Symbolbild




Johannes Hartl/Gebetshaus Augsburg: Krisen bewältigen!





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