Login




oder neu registrieren?


Ab sofort wieder in Betrieb! Für alle Handys https://mobile.kath.net/


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-10

meist-kommentiert

  1. Marx-Bätzing-Kurs: Neuer Rekord an Kirchenaustritten in Deutschland!
  2. Ökumene-Kreis bittet Papst: Bannbulle gegen Luther zurücknehmen
  3. Unsolidarisch, egoistisch und verletzend
  4. Besuch von Trump bei Johannes Paul II. und eine bizarre Reaktion von Wilton Gregory
  5. Der Neoprotestantismus bricht sich seine Bahn
  6. Mehrheit der Deutschen hält nichts von Binnen-I und Gendersternchen
  7. Erzbischof Viganò: Wilton Gregory ist ein 'falscher Hirte'
  8. Kardinal Müllers „Corona-Verschwörungstheorie“ im Kreuzverhör
  9. Die Kirche von morgen
  10. Kommunionspendung mit Latexhandschuhen ist ‚sakrilegisch’

Für die unschuldig Verurteilten

7. April 2020 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: dienen. Immer im Dienst. Judas und Petrus: der Gegensatz. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Papst Franziskus – Dienstag in der Karwoche, sechste Woche der Fastenzeit, neunundzwanzigste Messe in Live-Streaming über Fernsehen und Internet aus der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“„gegen“ die Coronavirus-Pandemie.

„Überlass mich nicht meinen gierigen Gegnern; denn falsche Zeugen stehen gegen mich auf und wüten“ (Ps 27,12): in der Einleitung zur Messfeier richtete Franziskus seine Gedanken an die verfolgten Unschuldigen:

„In diesen Tagen der Fastenzeit haben wir gesehen, welche Verfolgung Jesus erlitten hat und wie voll von heftiger Wut die Gesetzeslehrer gegen ihn waren: er wurde mit erbittertet Wut, voll Zorn als Unschuldiger verurteilt. Ich möchte heute für all die Menschen beten, die wegen aufgrund erbittertet Wut eine unrechte Verurteilung erleiden“.

In seiner Predigt kommentierte der Papst die Lesungen vom Tag aus dem Buch des Propheten Jesaja (Jes 49,1-6), der zweite Hymnus auf den Gottesknecht, und dem Johannesevangelium (Joh 13,21-33. 36-38), das vom Verrat des Judas und der Verleugnung des Petrus spricht:

„Die Prophezeiung des Jesaja, die wir gehört haben, ist eine Prophezeiung über den Messias, über den Erlöser, aber auch eine Prophezeiung über das Volk Israel, über das Volk Gottes: wir können sagen, dass es eine Prophezeiung über jeden von uns sein kann. Im Wesentlichen betont die Prophezeiung, dass der Herr seinen Knecht im Mutterleib gewählt hat: zweimal sagt er das. Von Anfang an wurde sein Diener gewählt, von Geburt an oder vor der Geburt. Das Volk Gottes wurde vor der Geburt gewählt: jeder von uns auch. Keiner von uns ist durch Zufall in die Welt gestürzt, zufällig. Jeder Mensch hat ein Schicksal, ein freies Schicksal, das Schicksal der Erwählung durch Gott. Ich bin mit der Bestimmung geboren, ein Kind Gottes zu sein, ein Diener Gottes zu sein, mit der Aufgabe zu dienen, zu bauen, zu errichten. Und das schon im Mutterleib.

Der Knecht Jahwes, Jesus, diente bis zum Tod: es schien eine Niederlage zu sein, aber es war der Weg zu dienen. Und dies unterstreicht die Art und Weise des Dienens, die wir in unserem Leben annehmen müssen. Dienen bedeutet, sich selbst zu geben, sich anderen zu schenken. Dienen heißt, für jeden von uns keinen anderen Nutzen zu erwarten, als zu dienen. Es ist die Ehre: dienen. Und die Ehre Christi ist es, bis zur völligen Entäußerung zu dienen, bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Jesus ist der Knecht Israels. Das Volk Gottes ist ein Diener, und wenn sich das Volk Gottes von dieser Haltung des Dienens entfernt, ist es ein abtrünniges Volk: es entfernt sich von der Berufung, die Gott ihm gegeben hat. Und wenn sich jeder von uns von dieser Berufung zum Dienen entfernt, entfernt er sich von der Liebe Gottes. Und er baut sein Leben auf anderen ‚Lieben’ auf, die so oft Götzendienst sind.

Der Herr hat uns im Mutterleib erwählt. Es kommt im Leben dazu, dass man fällt: jeder von uns ist ein Sünder und kann fallen und ist gefallen. Nur die Gottesmutter und Jesus: alle anderen sind gefallen, wir sind Sünder. Aber was zählt, ist die Haltung vor dem Gott, der mich erwählt und zum Diener gesalbt hat. Es ist die Haltung eines Sünders, der fähig ist, um Vergebung zu bitten, wie Petrus, der schwört: ‚Nein, ich werde dich niemals verleugnen, Herr, niemals, niemals, niemals’, und dann, wenn der Hahn singt, weint er. Er bereut. Das ist der Weg des Dieners: wenn er ausrutscht, wenn er fällt, um Vergebung bitten.

Wenn der Diener dagegen nicht zu verstehen vermag, dass er gefallen ist, wenn die Leidenschaft ihn in einer Weise packt, die ihn zum Götzendienst führt, dann öffnet er sein Herz dem Satan, dann tritt er in die Nacht ein: das ist es, was mit Judas geschehen ist.

Denken wir heute an Jesus, den Diener, treu im Dienst. Seine Berufung ist es, zu dienen, bis zum Tod und bis zum Tod am Kreuz. Denken wir an jeden einzelnen von uns, die wir Teil des Volkes Gottes sind: wir sind Knechte, unsere Berufung ist es, zu dienen, nicht, unseren Platz in der Kirche auszunutzen. Dienen. Immer im Dienst.

Bitten wir um die Gnade, im Dienst auszuharren. Manchmal mit Ausrutschern, Stürzen, aber um die Gnade, wenigstens zu weinen, wie Petrus weinte“.

Der Papst schloss die Messfeier mit der Anbetung und dem eucharistischen Segen ab und lud zur geistlichen Kommunion ein.

Dem Autor auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Hadrianus Antonius 7. April 2020 
 

"Wenn der Diener dagegen nicht zu verstehen vermag, dass er gefallen ist, wenn die Leidenschaft ihn in einer Weise packt, die ihn zum Götzendienst führt, dann öffnet er sein Herz dem Satan, dann tritt er in die Nacht ein: das ist es, was mit Judas geschehen ist...": wenn diese Aussagen jetzt in Kohärenz mit der Pachamama-anbetung in den Vatikanischen Gärten gesetzt wird, tun sich ungeahnte Horizonte auf...
Speziell hinweisen möchte ich betr. den Gottesknecht auf die ausführliche Besprechung von Joseph Ratzinger Benedikt XVI in "Jesus Bd. 2, S.91, S.98ff, S. 155ff, 196 ff. und 206.
Traurig, daß soviel Großes und Wichtiges von diesem Papst so schnell überall vergessen wurde.


4

0
 
 Rolando 7. April 2020 
 

proelio

Ein Gedanke zur Papstkritik, hat Gott seinen unschuldigen Sohn fallen lassen?


3

0
 
 myschkin 7. April 2020 
 

Wahrscheinlich

ist die Predigt nach Verkündigung des Freispruchs gehalten worden. Australien ist ja um mehrere Stunden unserer Zeitzone voraus. Insofern war diese Predigt wohl zielgerichtet: ein freundliches Signal nicht zuletzt an den Kardinal.


3

0
 
 nazareth 7. April 2020 
 

Diese Predigt ist tatsächlich im Hinblick auf die Aktalität der Freilassung Pells eigenartig...denn alle freuen sich an der Wiederherstellung der Unbescholtenheit eines falsch Angeklagten...


4

0
 
 proelio 7. April 2020 
 

Voll daneben!

Papst Franziskus liegt mit seinen Einschätzungen immer voll daneben: Während er lange Zeit an dem schuldigen Kardinal McCarrick und Bischof Barros festhielt, ließ er den unschuldigen Kardinal Pell sofort fallen.
Woran das wohl liegen mag? Amoris laetitia...? Pachamama...? Zeit zum Nachdenken hat man ja in dieser Woche genug!


11

0
 
 Passero 7. April 2020 
 

Kardinal Pell

Hoffentlich findet der Papst öffentlich gute Worte für den unschuldigen Kardinal Pell, der so viel an Schmach und Verleumdung erdulden musste! Dessen Ehre gehört wiederhergestellt!


9

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus-Perle

  1. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  2. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  3. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  4. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  5. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  6. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  7. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  8. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  9. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit
  10. SANTA MARTA








Top-10

meist-gelesen

  1. Marx-Bätzing-Kurs: Neuer Rekord an Kirchenaustritten in Deutschland!
  2. Der Neoprotestantismus bricht sich seine Bahn
  3. Besuch von Trump bei Johannes Paul II. und eine bizarre Reaktion von Wilton Gregory
  4. Erzbischof Viganò: Wilton Gregory ist ein 'falscher Hirte'
  5. Kardinal Müllers „Corona-Verschwörungstheorie“ im Kreuzverhör
  6. Die Kirche von morgen
  7. Erzbistum Köln: Gemeinschaft Sankt Martin kommt nach Neviges
  8. Ökumene-Kreis bittet Papst: Bannbulle gegen Luther zurücknehmen
  9. Unsolidarisch, egoistisch und verletzend
  10. Bonifatius und die neuen Heiden

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz