SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: 



Top-15meist-diskutiert- Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
- „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
- „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
- 'Gut' gebrüllt, Löwe?
- Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
- Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
- „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
- MAGNIFICA HUMANITAS
- Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
- Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
- Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität
- Yoga-Kongress am Geburtsort des heiligen Franz Xaver
- US-Diözese Wichita hat seit Jahren viele Priesterberufungen
- Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 ‚beunruhigend‘ und ‚verblüffend‘
- „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“
| 
'Lassen wir uns trösten vom Zeugnis des Vertrauens'10. April 2020 in Deutschland, 2 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Regensburger Bischof Voderholzer am Gründonnerstg: Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag. Regensburg (kath.net/pm)
Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag. Welche Zeilen wären passender in diesen Tagen als das Schutzengelgedicht von Dietrich Bonhoeffer. Der Regensburger Bischof Voderholzer hat am Gründonnerstag in der Messe vom letzten Abendmahl an den evangelisch-lutherischen Theologen erinnert. Die Feier im Regensburger Dom stand unter dem Zeichen der Corona-Pandemie. Ohne traditionelle Fußwaschung, ohne Prozession, dafür am Todestag Bonhoeffers.
Und der hat vor allem eines sehr genau gesehen: Unter Verzicht auf äußeren Halt kommt es auf eine persönliche innere Glaubenshaltung an. In seinem Schutzengelgedicht gibt der Märtyrer Bonhoeffer Zeugnis seines Vertrauens in Gott und seine Fürsorge und das sei umso bewegender, so Bischof Rudolf Voderholzer in seiner Predigt, als er es mit gefesselten Händen im Gefängnis des Berliner Reichshauptquartieres zu Papier bringe. Er wisse sich dennoch von guten Mächten geborgen, die ihn behüten, komme, was da kommen wolle.
So zeigt sich im Schutzengelgedicht auch die Verbindung zum Gründonnerstag: In der dritten Strophe beschreibt Bonhoeffer sein Martyrium mit der Bilderwelt des Gründonnerstags, nämlich der Situation Jesu am Ölberg, als er Todesangst leidet: Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern/des Leids gefüllt bis an den höchsten Rand. So nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern, aus Deiner guten und geliebten Hand.
Vertrauen in diesen schweren Zeiten brauchen auch die vielen Menschen, die zurzeit caritative Dienste leisten. Bischof Rudolf hob ausdrücklich hervor, wie entscheidend die Dienste der christlichen Nächstenliebe sind, in der gegenwärtigen Situation die vielleicht wichtigste Lebensäußerung der Kirche.
Mit Respekt, Hochachtung und Dank wolle er an all diejenigen erinnern. Er stellte aber auch heraus, dass es nicht bei Worten und Gesten bleiben dürfe, sondern auch in der Nach-Corona-Zeit die Bereitschaft da sein müsse, mehr für diese so notwendigen Dienste zu bezahlen.
An die Predigt schließt sich am Gründonnerstag üblicherweise die Fußwaschung an, auf die heuer verzichtet wurde. Hierbei wäscht normalerweise während der Messfeier der Bischof einigen Personen aus dem Bistum zum Zeichen seines Dienstes die Füße und bezeugt damit sein Leben in der Nachfolge Christi. Die Fußwaschung erinnert an den letzten Abend Jesu in der Gemeinschaft mit seinen Jüngern, an dem er ihnen die Füße wusch mit der Aufforderung, es ihm gleichzutun: Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe (Joh 13,15).
Am Gründonnerstag erinnert die Kirche außerdem an die Einsetzung der Eucharistiefeier: Diese geht auf das letzte Abendmahl Jesu zurück, das an diesem Tag gefeiert wird. Damit beginnt das sogenannte Triduum sacrum, die drei heiligen Tage. Sie umfassen das Gedächtnis vom Leiden und Sterben Christi, der Grabesruhe und der Auferstehung Jesu Christi. In Erinnerung an die Nacht Jesu auf dem Ölberg endet der Gottesdienst nicht mit dem Schlusssegen, sondern es schließt sich eine Nacht des Gebets an. In diesem Jahr ging die Einladung an alle Zuschauer, zu Hause eine private Ölbergandacht zu feiern.

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Lesermeinungen| | girsberg74 10. April 2020 | | | | Mein Karfreitag heute morgen, ein richtiger Lieber Stefan Fleischer,
Sie sagen (zitieren) worauf es ankommt. Es ist gut, immer wieder daran zu erinnern und ich schätze Ihren beständigen Einsatz.
Passt nicht unbedingt zum Tag. - Doch mein Leiden an der Kirche, ein Zweifel, den ich früher so nie hatte, hat sich bei Ihrem Zitat wieder bemerkbar gemacht, denn ich habe während zweier munterer Stunden heute sehr früh – fast noch mitten in der Nacht - ein Video von Bonelli wahrgenommen (gesehen).
Vielleicht auch, dass ich nur nicht einfach so vertraue.
Ihr @girsberg74 |  2
| | | | | Stefan Fleischer 10. April 2020 | |  | Was wir zudem gerade heute nicht vergessen dürfen ist, was uns unser Heiliger Vater sofort nach seiner Wahl ans Herz gelegt hat:
«Wenn wir ohne das Kreuz gehen, wenn wir Christus ohne Kreuz bekennen, sind wir nicht Jünger des Herrn: Wir sind weltlich, wir sind Bischöfe, Priester, Kardinäle, Päpste, aber nicht Jünger des Herrn.» |  1
| | |
Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. | 
Mehr zuVoderholzer- Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
- Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
- Warum wir gerade jetzt Quellen der Zuversicht, Stärkung und Solidarität brauchen
- Ukraine erlebt nicht enden wollenden Karfreitag
- Bischof von Regensburg: Corona-Beschränkungen nicht antikirchlich motiviert
- Öffne uns die Augen für die Lehren, die wir aus der Krise ziehen müssen
- Voderholzer: Die Kirche leidet in allen ihren Gliedern
- Verzicht auf leibhaftige Gemeinschaft für uns alle ein großes Opfer!
- "Das von den Aposteln überlieferte Glaubensgut unverkürzt weitergeben"
- Bischof Voderholzer distanziert sich von Protestbrief
| 





Top-15meist-gelesen- „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
- „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
- Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
- MAGNIFICA HUMANITAS
- Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
- 'Gut' gebrüllt, Löwe?
- Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
- Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
- Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
- Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
- „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
- „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“
- US-Diözese Wichita hat seit Jahren viele Priesterberufungen
- Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
- „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
|