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Die erste Begegnung - ihrer muss gedacht werden!

27. April 2020 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Franziskus in Santa Marta: für die Künstler. Der Herr schenke ihnen die Gnade der Kreativität. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Papst Franziskus – Montag der 3. Woche im Osterkreis, zweiundvierzigste Messe in Live-Streaming über Fernsehen und Internet aus der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ in der messelosen Zeit.

In seiner Einleitung richtete der Papst seine Gedanken an die Künstler:

„Lasst uns heute für die Künstler beten, die diese sehr große Fähigkeit zur Kreativität haben und uns durch den Weg der Schönheit den Weg weisen, der zu gehen ist. Möge der Herr uns allen in dieser Zeit die Gnade der Kreativität schenken“.

In seiner Predigt kommentierte Franziskus das heutige Evangelium (Joh 6,22-29), in dem Jesus der Menge vorwirft, dass sie ihn nach der Vermehrung der Brote und Fische nur deshalb suche, weil sie gesättigt worden seien. Er ermahne sie, sich nicht um die Speise zu bemühen, die nicht dauert, sondern um jene Speise, die für das ewige Leben bleibe und die der Menschensohn geben werde.

Die Menge frage, was zu tun sei, und Jesus antwortet: „Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.“. Die Menge, die Jesus zuhöre, ohne müde zu werden, wolle ihn zum König machen: sie hätten ihre erste Begeisterung für das Wort Jesu vergessen. Der Herr erinnere die Menge an das erste Empfinden. Er korrigiere den Weg der Menschen, die einen eher weltlichen als dem Evangelium entsprechenden Weg eingeschlagen hätten. Jesus lasse uns zur ersten Begegnung zurückkehren:

„Die Menschen, die Jesus den ganzen Tag über zugehört hatten und denen dann diese Gnade der Brotvermehrung zuteil wurde und die die Macht Jesu gesehen hatten, wollten ihn zum König machen. Zuerst gingen sie zu Jesus, um das Wort zu hören und auch um die Heilung der Kranken zu erbitten. Sie blieben den ganzen Tag, um Jesus zuzuhören, ohne sich zu langweilen, ohne zu ermüden oder müde zu sein, sondern sie waren dort, glücklich. Aber als sie dann sahen, dass Jesus ihnen zu essen gab, was sie nicht erwartet hatten, dachten sie: ‚Das wäre aber ein guter Herrscher für uns, und er würde uns sicher von der Macht der Römer befreien und das Land vorwärts bringen können’. Und sie waren begeistert, um ihn zum König zu machen. Ihre Absicht änderte sich, denn sie sahen und dachten: ‚Gut ... denn ein Mensch, der dieses Wunder vollbringt, der dem Volk zu essen gibt, kann ein guter Herrscher sein’. Aber sie hatten in diesem Moment die Begeisterung vergessen, die das Wort Jesu in ihren Herzen hervorgerufen hatte.


Jesus zog sich zurück, um zu beten. Man kann diese Leute sehen, sie blieben dort, und am nächsten Tag suchten sie Jesus, ‚weil er hier sein muss’, sagten sie, weil sie gesehen hatten, dass er nicht mit den anderen auf das Boot gestiegen war. Und dort war ein Boot, er war dort geblieben... Aber sie wussten nicht, dass Jesus die anderen erreicht hatte, indem er auf dem Wasser ging. So beschlossen sie, auf die andere Seite des Sees von Tiberias zu gehen, um Jesus zu suchen, und als sie ihn sahen, war das erste Wort, das sie zu ihm sagten: ‚Rabbi, wann bist du hierhergekommen’, als sagten sie : ‚Wir verstehen das nicht, das erscheint uns seltsam’.

Und Jesus lässt sie zum ersten Empfinden zurückkehren, zu dem, was sie vor der Vermehrung der Brote hatten, als sie das Wort Gottes hörten: ‚Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt – wie am Anfang, die Zeichen des Wortes, die sie begeistert hatten, die Zeichen der Heilung – , sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid’. Jesus offenbart ihre Absicht und sagt: ‚Aber so ist es, ihr habt eure Haltung geändert’. Und sie, anstatt sich zu rechtfertigen: ‚Nein, Herr, nein...’, sie waren demütig.

Jesus fährt fort: ‚Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird! Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt’. Und sie, gute Menschen, sagten: ‚Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen?’. ‚Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat’. Dies ist ein Fall, in dem Jesus die Haltung der Menschen, der Menge, korrigiert, denn auf halbem Weg waren sie vom ersten Augenblick, vom ersten geistlichen Trost ein wenig abgewichen und hatte einen Weg eingeschlagen, der nicht richtig war, einen eher weltlichen als dem Evangelium entsprechenden Weg.

Das lässt uns denken, dass wir viele Male im Leben einen Weg in der Nachfolge Jesu aufnehmen, hinter Jesus, mit den Werten des Evangeliums, und auf halbem Weg bekommen wir eine andere Vorstellung, wir sehen einige Zeichen, und wir entfernen uns und passen uns an etwas mehr Zeitliches, mehr Materielles, mehr Weltliches an, vielleicht, und wir verlieren die Erinnerung an jene erste Begeisterung, die wir hatten, als wir Jesus sprechen hörten. Der Herr lässt uns immer zur ersten Begegnung zurückkehren, zu dem ersten Moment, in dem er uns anschaute, zu uns sprach und in uns den Wunsch entstehen ließ, ihm nachzufolgen.

Das ist eine Gnade, um die man den Herrn bitten muss, denn wir werden im Leben immer diese Versuchung haben, uns zu entfernen, weil wir etwas anderes sehen: ‚Aber das wird gut gehen, aber jene Idee ist gut...’. Wir entfernen uns. Die Gnade, immer wieder zum ersten Ruf, zum ersten Moment zurückzukehren: nicht vergessen, meine Geschichte nicht vergessen, als Jesus mich mit Liebe anschaute und zu mir sagte: ‚Das ist dein Weg’. Als Jesus mir durch so viele Menschen verständlich machte, was der Weg des Evangeliums ist und nicht andere, ein bisschen weltliche Wege, mit anderen Werten. Zur ersten Begegnung zurückkehren.

Es fiel mir immer auf, dass unter den Dingen, die Jesus am Morgen der Auferstehung sagt, dies zu finden ist: ‚Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen und dort werden sie mich sehen’, Galiläa war der Ort der ersten Begegnung. Dort waren sie Jesus begegnet. Jeder von uns hat sein eigenes ‚Galiläa’ in sich, seinen eigenen Moment, als Jesus auf uns zukam und sagte: ‚Folge mir nach’. Im Leben passiert das, was diesen Menschen – gute Menschen, denn dann sagen sie zum ihm: ‚Aber was sollen wir tun?’, und sie gehorchen sofort – es geschieht, dass wir uns entfernen und nach anderen Werten suchen, nach einer anderen Hermeneutik, nach anderen Dingen, und wir verlieren die Frische des ersten Rufs. Daran erinnert auch der Verfasser des Briefes an die Hebräer: ‚Erinnert euch an die früheren Tage’ (vgl. Hebr 10,32) . Die Erinnerung, die Erinnerung an die erste Begegnung, die Erinnerung an ‚mein Galiläa’, als der Herr mich mit Liebe anschaute und zu mir sagte: ‚Folge mir nach’“.

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