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Vatikan erkennt belgischen Ordens-Kliniken katholische Identität ab

7. Mai 2020 in Prolife, 8 Lesermeinungen
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Einrichtungen des belgische Zweigs des Ordens der "Broeders van Liefde" für psychisch Kranke schließen die Anwendung aktiver Sterbehilfe nicht aus!


Gent/Vatikanstadt (kath.net/KAP) Weil sie die Anwendung aktiver Sterbehilfe nicht ausschließen, dürfen sich psychiatrische Kliniken des belgische Zweigs der Gemeinschaft der "Broeders van Liefde" (Brüder der Nächstenliebe) seit Ende März nicht mehr als "katholisch" bezeichnen. Die vatikanische Glaubenskongregation habe dies entschieden, berichtet die belgische katholische Wochenzeitung "Tertio". Der weltweite Generalobere des Ordens, Rene Stockman, habe dem Vorsitzenden der Organisation in Belgien die Verfügung bereits im April mitgeteilt.


Der Streit geht auf das Jahr 2017 zurück. Damals hatten die belgischen "Broeders van Liefde" mitgeteilt, dass sie aktive Sterbehilfe für psychisch Kranke in ihren Kliniken künftig nicht mehr ausschließe, kath.net hat berichtet. In Belgien ist aktive Sterbehilfe seit 2002 unter bestimmten Bedingungen legal, auch für psychisch Kranke.
Die "Broeders van Liefde" führen in Belgien zwölf psychiatrische Kliniken sowie Dutzende Schulen, Krippen und Orthopädiezentren. Insgesamt hat die Organisation eigenen Angaben zufolge landesweit 14.000 Beschäftigte. Rechtlich ist die Kongregation eng mit der Organisation verknüpft. Der Vorstandsvorsitzende des Vereins der Brüder der Nächstenliebe, Raf de Rycke, zeigte sich nach der Entscheidung gelassen. Sie habe keine "zivilrechtlichen Folgen", sagte er der flämischen Zeitung "De Standaard".

Das bestätigt auch der Leuvener Kirchenrechtler Rik Torfs. "Die Tatsache, dass Rom das Etikett 'katholisch' wegnimmt, muss an sich nichts ändern", sagte Torfs dem "Standaard". Allerdings befürchte er ein langes Gerichtsverfahren mit "Gesichtsverlust" für beide Parteien.

Das Spezialgebiet des 1807 in Gent gegründeten Ordens Brüder der Nächstenliebe ist die Pflege von psychisch Kranken. Der Orden, der in Belgien unter dem Namen "Broeders van Liefde" bekannt ist, hat weltweit etwa 600 Mitglieder und ist in rund 30 Ländern aktiv.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 SalvatoreMio 8. Mai 2020 
 

Psychisch Kranke - Selbstwertgefühl?

@mphc
Ich kann Ihre Gedankengänge leider gar nicht verstehen! Von welchen Leuten sprechen Sie: vom belgischen Staat, von der Ordensgemeinschaft, von den Kranken? Ein psychisch Kranker: der hat doch oft Probleme mit der Selbstliebe. Und fehlende Demut??? Was hat das hier zu bedeuten?


0
 
 Salvian 8. Mai 2020 

Klare Linie

Endlich mal wieder eine klare Ansage aus Rom. Warum ein belgischer Kirchenrechtler nun vermutet, das würde zu einem "Gesichtsverlust" Roms führen, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Nur wer Gesicht zeigt, verdient Respekt.

Hoffentlich bleibt der Vatikan bei seiner klaren Linie. Man weiß ja nie. Der "Päpstlichen Katholischen Universität von Peru" in Lima wurde ihr Titel, nachdem sie immer linksliberaler geworden war, vom Vatikan 2012 aberkannt; sie erhielt ihn aber bald nach der Wahl von Papst Franziskus zurück.

Auch interessant: dass ehemals katholische Brüder-Kongregationen heutzutage "Vorstandsvorsitzende" haben.


1
 
 mphc 7. Mai 2020 

Armes Belgien!

Wenn die Leute glauben zum Instrument der Euthanasie greifen zu müssen, dann haben sie ein äußerst schwach entwickeltes Selbstwertgefühl.
Ein Mensch, der sich wirklich selbst liebt, tut das nicht.
Diese Art von Demut ist sehr ungesund!


4
 
 gloria:olivae 7. Mai 2020 
 

Sehr gut!


5
 
 Andrzej123 7. Mai 2020 
 

Euthanasie von "physisch" Kranken?

"Damals hatten die belgischen "Broeders van Liefde" mitgeteilt, dass sie aktive Sterbehilfe für psychisch Kranke in ihren Kliniken künftig nicht mehr ausschließe, kath.net hat berichtet."

Müssen wir daraus schließen, dass die" "aktive Euthanasie" von "physisch" Kranken nunmehr von der kath. Kirche akzeptiert wird?


0
 
 nicodemus 7. Mai 2020 
 

Na klar, was kümmert diesen Haufen - Rom!

Der Vorstandsvorsitzende des Vereins der Brüder der Nächstenliebe, Raf de Rycke, zeigte sich nach der Entscheidung
g e l a s s e n - heißt es!
Na denn, der Gründer dieses Ordens dreht sich im Grabe um!


11
 
 mphc 7. Mai 2020 

Bei anderen Ordensgemeinschaften

wäre die Ordensleitung abgesetzt und ein komissarischer Leiter ernannt worden.
Warum nicht auch hier?


12
 
 wedlerg 7. Mai 2020 
 

Das Einzige

Was diese Brüder mit Liebe zu tun haben, ist Homoerotik. Wobei das nicht bei Erotik stehen bleibt.


9
 

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