Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  3. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  4. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  5. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  6. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  9. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  10. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  11. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  12. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  15. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden

Kardinal Koch: Umgang mit Freiheit und Lebensschutz widersprüchlich

3. Juni 2020 in Prolife, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Maßnahmen seien wg. der Corona-Epidemi ergriffen worden, um Leben zu schützen. Im Namen der jetzt so beschnittenen Freiheitsrechte aber sei in den Jahren zuvor Lebensschutz erheblich eingeschränkt worden


Rom (kath.net/KAP) Kurienkardinal Kurt Koch kritisiert im aktuellen "Vatican-Magazin" einen widersprüchlichen Umgang mit Freiheitsrechten angesichts der Corona-Pandemie. Die teils sehr harten und umfassenden Einschnitte in Grund- und Freiheitsrechte stünden quer "zu vielen anderen Entscheidungen und Gesetzeserlassen, die in der Zeit vor der Corona-Krise vollzogen wurden", schreibt Koch. Angesichts von Infektions- und Todesraten durch das Coronavirus hätten Regierungen "in unseren Breitengraden" harte Maßnahmen erlassen und Freiheitsrechte teils sogar aufgehoben.


 

Diese Maßnahmen seien ergriffen worden, um Leben zu schützen. Im Namen der jetzt so beschnittenen Freiheitsrechte aber sei in den Jahren zuvor Lebensschutz erheblich eingeschränkt worden, kritisiert der Kardinal. Als Beispiele nannte Koch Themen wie Selektion durch Pränataldiagnostik, Abtreibung oder Sterbehilfe. Noch Ende Februar, also wenige Wochen vor dem Lockdown, habe das deutsche Bundesverfassungsgericht das vom Bundestag beschlossene "Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung" als Verstoß gegen das Grundgesetz bewertet. "Muss es nicht zu denken geben", fragte Koch, "dass die von diesem Gerichtsentscheid (...) gepriesene Autonomie des Menschen im Blick auf sein eigenes Sterben kurz danach von der Corona-Krise, die so vielen Menschen den Tod bringt, massiv in Frage gestellt worden ist?"

 

Daher müssten Regierungen, die in der Pandemie dem menschlichen Leben eine so hohen Wert geben und dafür Freiheitsrechte beschneiden, "ihre bisherige Linie überdenken und zu einer Revision ihrer Freiheitsprioritäten kommen", so der Leiter des Päpstlichen Ökumene-Rates. Entsprechend müssten auch Bischöfe, "die bereitwillig harte staatliche Restriktionen" übernahmen - etwa im Blick auf das Recht auf freie Religionsausübung - und "selbst öffentliche Eucharistiefeiern verboten", auch in anderen Fragen des Lebensschutzes mit als erste die Stimme erheben. 

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Jesse Jacksons wechselnde Positionen zum Lebensschutz
  2. USA: Ist die katholische Privat-Universität Notre Dame noch katholisch?
  3. Puerto Rico ändert Strafrecht – Ungeborene als Menschen anerkannt
  4. US-Gesundheitsministerium setzt sich für medizinisches Personal ein, das Abtreibungen ablehnt
  5. Kalifornien: 90 Millionen US-Dollar für Planned Parenthood
  6. Influencerin: Entscheidung für Abtreibung war einfacher als Bestellung bei McDonalds
  7. ‚Seien Sie die Person, die eine Frau mit der Hoffnung verbindet!‘
  8. Aktuelle Umfrage zeigt: US-Amerikaner mehrheitlich gegen unbeschränkte Abtreibung
  9. US-Regierung unterstützt Forschung mit Gewebe von abgetriebenen Babys künftig nicht mehr
  10. USA: Republikanische Politiker wollen Abgabe von Abtreibungspillen strenger regulieren







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  6. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  7. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  8. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  9. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  10. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  11. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  12. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  15. Ein Gott, der nichts mehr verlangt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz