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„Der Livestream zeigt keine Eucharistiefeier“

12. Juni 2020 in Kommentar, 11 Lesermeinungen
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Liturgiemissbrauch - Reaktion der Diözese Feldkirch zu umstrittenen Youtube-Videos der „Katholischen Kirche in Dornbirn“ auf kath.net-Presseanfrage – Einordung der Vorgänge um priesterlose Hausgottesdienste im kath.net-Kommentar. Von Petra Lorleberg


Feldkirch (kath.net/pl) „Familien können zu Hause keine Eucharistie feiern – das ist Pfr. Dominik Toplek sehr wohl bewusst. Der von kath.net angesprochene Livestream zeigt auch keine Eucharistiefeier, sondern Anleitungen für Familien zur Feier ihres Haus- und Wortgottesdienstes. Damit wurden Familien unterstützt, um in Zeiten der Pandemie zu Hause gemeinsam beten und feiern zu können.“ Das erläuterte Elisabeth Willi, Kommunikations-Redakteurin der Diözese Feldkirch, auf die kath.net-Presseanfrage zum Videostream für Hausgottesdienste zu Pfingsten, die die „Katholische Kirche in Dornbirn“ auf ihrem YouTube-Kanal veröffentlicht und auf ihrer Homepage verlinkt. Pfr. Dominik Toplek lud die wegen der Corona-Einschränkungen im priesterlosen Hausgottesdienst Mitfeiernden dazu ein, Haushaltsbrot und Wein/Traubensaft in der Hausgemeinschaft teilen. kath.net hatte wegen Eucharistiesimulation Presseanfrage an die Diözese gestellt.

 

Videogottesdienst für Erwachsene zu Gründonnerstag: „Heute sitzen wir mit am Tisch, wenn Jesus mit Petrus, Johannes, Jakobus und den anderen das Brot bricht und den Wein teilt“

 

Inzwischen hat kath.net auch das Video „Abendmahl - Hausgottesdienst an Gründonnerstag für Erwachsene mit Dominik“ der „Katholischen Kirche in Dornbirn“ zu Gründonnerstag näher angeschaut. In der Eröffnung erläutert der Priester (siehe auch Gottesdienstvorlage): „Wir haben uns hier nicht zu einem normalen Abendessen eingefunden. Vielmehr feiern wir Gottesdienst in der Tischgemeinschaft. Wir erinnern uns an die Tischgemeinschaften Jesu mit seinen Jüngerinnen und Jüngern und mit vielen anderen. Besonders aber denken wir heute an die letzte Mahlzeit am Vorabend seines Todestages, und wie er dabei den neuen Bund gestiftet hat. Heute sind wir selbst dabei. Heute sitzen wir mit am Tisch, wenn Jesus mit Petrus, Johannes, Jakobus und den anderen das Brot bricht und den Wein teilt. So feiern wir diesen Gottesdienst im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Der Friede Gottes sei mit uns allen“.

 

„Das Teilen von Brot und Wein ist die große Zeichenhandlung dieses Abends“, erläutert Pfr. Toplek, als er im Gottesdienst nach Evangelium, Predigt, angedeuteter Fußwaschung und Lied zum Gedächtnis des Letzten Abendmahles überleitet. „Wir erinnern daran, dass Pessach die Heimat unseres Abendmahls ist. Die Israeliten feiern es, als seien sie selbst beim Aufbruch aus Ägypten dabei, als seien sie selbst es, die aufbrechen – in die Freiheit, in die Wüste, in die Heimat. In gleicher Weise brechen wir das Brot und teilen wir den Kelch –als solche die aufbrechen, in die Freiheit, in die Wüste, in die Heimat.“ Dazu nimmt er selbstgebackenes Fladenbrot aus „Dinkelvollkornmehl“ und Olivenöl. Dann zitiert er zunächst den biblischen Abendmahlsbericht gemäß Mt 26. Nun folgt als Einleitung (siehe Video): „Wenn wir es jetzt also genauso halten wie es Jesus getan hat, dann werden wir zu Tischgenossen Jesu. Dann sitzen wir gemeinsam mit denen, die Jesus folgen, am selben Tisch. Nun nimmt der Priester einen bereits gebrochenen Brotfladen in die Hand und liest den ersten Teil des Einsetzungsberichtes. In der Vorlage, die die „Katholische Kirche in Dornbirn“ für diesen „Hausgottesdienst“ zu Verfügung stellt, steht zu lesen: „Einer nimmt ein Stück Brot in die Hand und bricht es während der folgenden Worte: ‚In der Nacht, in der Jesus verraten wurde…“. In der Vorlage heißt es dann wörtlich weiter: „Er behält das Brot, das er gebrochen hat, für sich und reicht den Korb oder die Schale mit den anderen Brotstücken oder –scheiben weiter. Jeder nimmt sich ein Stück Brot und achtet darauf, dass er nur dieses berührt. Einer gießt, nachdem alle ihr Brotstück gegessen haben, ein wenig Wein in einen Kelch oder Becher, nimmt diesen in die Hand und sagt: ‚Ebenso nahm er auch den Kelch nach dem Mahl…“ Im Video nimmt Pfr. Toplek auch den Kelch zur Hand, während er die normalen Wandlungsworte spricht. Nach diesem Gemeinschaftsmahl folgen Lied, Stilleübung (gemäß Vorlage: „Wir legen uns ganz gemütlich und ruhig hin“), Vaterunser, Friedensgruß, Abschluss mit Bibellesung und Segen.


 

Einordnung

 

Ob es sich bei dieser Abendmahlsfeier durch einen geweihten Priester trotz eklatanter Mängel (z.b.: fehlendes Hochgebet) noch um eine gültige Wandlung handelt oder nicht, ist eine Frage, die die verantwortlichen Bischöfe in Kontakt mit Theologieprofessoren entscheiden sollten. Doch um was handelt es sich bei der Mit- oder Nachfeier bei Hausgottesdiensten? Die Vorlage hält es rein textlich in der Schwebe, ob es hier um einen (völlig ungültigen!) Versuch zur „Fernwandlung“ trotz zeitlichem und räumlichem Abstand handelt oder ob ein Laie im priesterlosen Hausgottesdienst selbst versucht, ein bisschen „katholischen Lack“ über normales Brot, normalen Wein und ein nicht wirklich normales Gemeinschaftsmahl zu geben.

 

Zweifelsfrei ist die räumlich, eventuell auch zeitlich getrennte Mitfeier im priesterlosen Hausgottesdienst kein eucharistisches Mahl mehr. Doch muss man sich fragen: Wieweit ist dies Menschen, die die katholische Messe kennen, bewusst? Wir Katholiken sind es gewohnt, bei den Wandlungsworten eine gewisse Ehrfurcht zu empfinden… wenn sie vom Priester via Video kommen, eventuell auch, wenn sie ein Laie mit bedeutungsvoller Stimme vorträgt. Die Grenze zwischen eucharistischem Mahl und eucharistieähnlichem Agapemahl wird hier bewusst überschritten und verwischt, beispielsweise durch die Sätze des Priesters in der Einleitung: „Wir haben uns hier nicht zu einem normalen Abendessen eingefunden. Vielmehr feiern wir Gottesdienst in der Tischgemeinschaft... Heute sitzen wir mit am Tisch, wenn Jesus mit Petrus, Johannes, Jakobus und den anderen das Brot bricht und den Wein teilt.“

 

Wenn es sich aber nicht um eine Eucharistiefeier handelt, um was handelt es sich dann? Um ein andächtiges Nachspielen der heiligen Geheimnisse, wie wir sie von katholischen Kindern kennen und wie sie bsp. auch Papst Benedikt XVI. aus seiner eigenen Kindheit berichtet? Doch was Kindern erlaubt ist, bekommt eine völlig andere Färbung, wenn es durch einen geweihten Priester angeleitet und vollzogen wird oder von Laienchristen in der Haltung, hier einen echten Gottesdienst zu feiern. Immerhin ist Liturgie nicht einfach ein frommes Spiel.

 

Handelt es sich „nur“ um eine unbeholfene Form der Eucharistiefeier angesichts der Corona-Pandemie?

 

In Zeiten der Corona-Pandemie müssen katholische Geistliche und katholische Weltchristen tatsächlich Ungewohntes auf sich nehmen. Bilder, wie Priester mit Mund- und Handschutz die Hl. Eucharistie spenden, wie sie hinter einer Plastikabsperrung verschwinden oder unbeholfen auf Kommunionspendung in hygienische Muffinförmchen oder durch „Kommunionzangen“ ausweichen… überall hier spüren wir, dass unsere Vorstellungen einer würdevollen Eucharistiefeier nicht leicht mit den aktuellen Hygienevorgaben in Übereinstimmung zu bringen sind und möglicherweise ist hier auch der eine oder andere Verstoß gegen die normalen liturgischen Normen zu verzeichnen. Der Heiligenkreuzer Theologieprofessor und Missio-Österreich-Direktor Pater Karl Wallner OCist weist im kath.net-Interview darauf hin, dass man Fragen der Hygiene bei der Eucharistiefeier nicht einfach vernachlässigen darf, denn „sehr wohl kann bei der Spendung der Kommunion, die zwar an sich die Gemeinschaft mit Jesus (zoé) bringt, auch eine virale Infektion übertragen werden, sodass durch das Kommunizieren das natürliche Leben (bios) gefährdet wird“.

 

Doch auch bei den unbeholfenen Versuchen der Kommunionspendung mittels Muffinförmchen handelt es sich zweifellos noch um gültige Eucharistiefeiern.

 

Dies ändert sich völlig bei solchen Hausgottesdiensten mit „Gedächtnismahl“. Hier verwischt sich die Abgrenzung zwischen Sakrament und Sakramentalie, zwischen Priester und Laie, zwischen Eucharistischem Geheimnis und normalem Brot. Da dies allzu gut in die Wünsche einer weiteren Liberalisierung der Kirche, einer Abwertung des Weiheamtes und einer Aufwertung der gläubigen Laien im Sinne des Allgemeinen Priestertums passt, ist zu fragen, ob solche Versuche wirklich nur „versehentlich“ sind. Kirchenrechtlich stehen sie jedenfalls unter hohen Kirchenstrafen bis hin zur Möglichkeit der Suspendierung. Dennoch ist ein Einschreiten der Diözese Feldkirch und des Bischofs Benno Elbs als eher unwahrscheinlich einzustufen.

 

Der – keineswegs als konservativ geltende – emeritierte Tübinger Religionspädagoge Prof. Albert Biesinger hat ein vielgelesenes Buch geschrieben mit dem Titel: „Kinder nicht um Gott betrügen“. Angesichts dessen, dass das Gründonnerstags-Video trotz der kindlich orientierten Tischdekoration ausdrücklich als „Hausgottesdienst für Erwachsene“ bezeichnet wird und bewusst die Grenze zwischen Sakrament und (höchstens!) Sakramentalie verwischt, möchte ich dringend hinzufügen: Bitte auch Erwachsene nicht um Gott betrügen!

 

Zur Dokumentation - Katholische Kirche in Dornbirn: ´Abendmahl - Hausgottesdienst an Gründonnerstag für Erwachsene mit Dominik´ [Pfr. Dominik Toplek]

 

 

Zur Dokumentation - Pfarrei Dornbirn/Diözese Feldkirch: Gründonnerstag Abendmahlfeier - Liturgievorlage für den Hausgottesdienst

 

 

Petra Lorleberg auf Twitter folgen.

Foto oben (c) Screenshot aus Video der Katholischen Kirche in Dornbirn

 

kath.net-Buchtipp:

Glaubenswege II: Gott - strahlend gegenwärtig in der Hl. Eucharistie
Von Petra Lorleberg (Hrsg.)
Vorwort von Weihbischof Dominikus Schwaderlapp
Taschenbuch
134 Seiten
2015 Dip3 Bildungsservice Gmbh
ISBN 978-3-903028-38-8
Preis 9.80 EUR


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Lesermeinungen

 hape 13. Juni 2020 

Wenn's ums gemeinsame Essen geht,

wäre ein einfaches Tischgebet angemessen gewesen. Wenn's um das gemeinsame Gebet in der Familie geht, hätte es weder Mischbrot noch Traubensaft gebraucht. Stattdessen gibt es unendlich viele Möglichkeiten des Gebetes, die, ohne Bezugnahme auf Lebensmittel, das Gebet erst gar nicht in die Nähe einer Messsimulation rücken würden.

Wichtig wäre, auch in der Familie mal wieder betend darüber nachzudenken, dass wir Gott in der Hl. Messe nur in nachgeordneter Hinsicht für Mischbrot und Traubensaft danken. An erster Stelle steht jedeoch immer das Opfer der Selbsthingabe Jesu Christi. Dafür danken wir. Das Messopfer einmal im Familiengebet zu thematisieren, wäre eine katechetische Hinführung zur richtigen Hl. Messe und würde wirklich Sinn machen.

Ach, mein liebster Herre Christ,
ich danke Dir, dass Du für uns gestorben bist.
Lass Dein Schmerz und Deine Pein
an uns doch nicht verloren sein!


2

1
 
 stephanus2 12. Juni 2020 
 

Soso..

...Anleitung zu Haus- und Wortgottesdienst angeblich. Was bitte haben Brot und Wein dabei überhaupt zu suchen? Ich mag Wortgottesdienste nicht so,aber weiß doch- da gibt es kein Brot und keinen Wein und auch keinen Saft. Der Verwirrer, Durcheinanderbringer ist hier am Werk. Alles ist verwischt, und man kann glauben, es wäre doch das Abendmahl mit Jesus, Johannes am Tisch...Herrgott, wozu hat dieser Pastor Theologie studiert, täglich Eucharistie zelebriert und im Brevier gelesen usw.(hoffentlich), um dann so einen Mist zu produzieren ? Warum ist ihm das Augenfällige selbst nicht klar?


4

2
 
 Norbert Sch?necker 12. Juni 2020 

Der Kontext ist wichtig

Gestern habe ich Pfarrer Toplek hier intensiv verteigigt. Im Wesentlichen bleibe ich dabei: Ich vermute immer noch, dass Pfarrer Toplek keine Messe simulieren, sondern zu einer Hausandacht am Gründonnerstag anleiten wollte, ganz ohne simulierte Wandlung. Ich erkenne keinen Eucharistiefrevel.

Aber mit den oben geschilderten Einleitungen, dem messähnlichen Ablauf, der Aussage "... wie er dabei den neuen Bund gestiftet hat. Heute sind wir selbst dabei" erinnert der Vorgang wohl doch zu stark an eine Eucharistiefeier. Ich halte das wohlgemerkt v.a. für einen pädagogischen Fehler. Ich wiederhole: Pfarrer Toplek wollte sicher wirklich keine Eucharistie simulieren. Aber der Eindruck "Wir feiern jetzt eine Messe mit" KÖNNTE zu leicht entstehen. Wie viele Menschen daheim dann wirklich dachten, ihr Stück Brot wäre in der gleichen Weise konsekriert wie die Hostie in einer Eucharistiefeier, weiß ich nicht. Einer wäre aber bereits zu viel. Und bei genauerer Differenzierung wäre das vermeidbar.


7

0
 
 horologius 12. Juni 2020 
 

"Der Livestream zeigt keine Eucharistiefeier"

Aber das Fatale ist, dass der Pfarrer suggeriert, es könnte eine sein. Noch schlimmer ist, dass er den Eindruck erweckt, jeder könne zu Hause so etwas "machen". Ein Hausgottesdienst mit Brot und Wein, was soll das?


7

0
 
 nicodemus 12. Juni 2020 
 

Als ich ein Kind war, "feierte" ich auch Haus-"Messen"!

Dieser Pfarrer Toplek, wer hat ihn eigentlich geweiht, ist ganz offensichtlich ein Kind geblieben.
@Lilia, vollkommen richtig, dem Kindergarten ist er nicht entwachsen!
Arme Pfarrangehörige! Sie haben einen Pfarrer mit nem`Knopf im Ohr.
Was sagt eigentlich sein Ordinarius zu diesem Heck-Meck?


6

1
 
 exnonne 12. Juni 2020 
 

Erst denken, dann handeln!

Der Pfarrer hätte sich zuerst einmal überlegen müssen, ob das, was er da vorhat, nicht missverstanden werden oder Ärgernis erregen könnte. Dann wäre er vielleicht von selbst darauf gekommen, dass es so nicht geht.

Mich erinnert das an den "Klobürsten-Segen" im Bistum Trier, über den kürzlich berichtet wurde. Ich habe, nachdem ich das gesehen hatte, dem Pfarrer gegenüber in einer Mail meine Empörung über diese blasphemische Aktion geäußert. Nach etlichen Tagen erhielt ich eine Stellungnahme: Es sei von ihm und den Jugendlichen keinesfalls beabsichtigt gewesen, "liturgische Handlungen der Lächerlichkeit preiszugeben oder despektierlich darzustellen". Aber wenn die Beteiligten vorher nachgedacht hätten, hätte ihnen doch auffallen müssen, dass das Video genau dies tut und sowohl Gott beleidigt als auch jeden gläubigen Menschen verletzen muss.

Also immer erst überlegen, bevor man seine Kreativität auslebt!


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0
 
 rosaly 12. Juni 2020 
 

Sehr geehrte Frau Lorleberg,

über Kinder müssen Sie sich keine Gedanken machen. Die können wunderbar unterscheiden zwischen konsekrierter und nicht konsekrierter Hostie. Und sie können auch so ein Gedächtnismahl absolut richtig einschätzen, bei dem eben gerade keine Einsetzungsworte gesprochen werden.

Mit Kommunionkindern habe ich mehrfach derartige Mahlfeiern durchgeführt. Die Kleinen können sehr andächtig dabei sein und wissen ganz genau, dass das keine Heilige Messe ist und aus Brot und Wein nicht Leib und Blut Christi geworden ist. Die Kinder feiern das als Vergegenwärtigung ähnlich dem Pessach.
Dann ist das ein besonderer Wortgottesdienst und absolut keine Häresie oder Blasphemie oder sakrilegische Handlung. Die Kinder erleben das im Gegenteil als Vorbereitung auf die richtige Heilige Messe mit Wandlung, die dann später in der Kirche gefeiert wird.

Wie gesagt: Kinder können mit der richtigen Anleitung wunderbar differenzieren.

Mir scheint, hier haben eher die Erwachsenen ein Problem.


3

12
 
 lesa 12. Juni 2020 

Verwirrung, Verwischung, Irreführung

@MarcusC: Was immer den Priester dazu antreibt, leider kann man Ihnen nur zustimmen. Die Erklärung am Anfang, es handle sich um keine Messe, macht die Verwirrung höchstens noch schlimmer aufgrund dessen, was danach folgt.
Dieser Bericht bestätigt noch mehr, wie dringend es war, dass kathnet auf dieses Unwesen, das hier getrieben wird, aufmerksam macht.
Wir alle, am meisten aber die Priester, sind angefochten. Manche brauchen regelrecht das Gebet um Befreiung.


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0
 
 elisabetta 12. Juni 2020 
 

Eine Banalisierung

des Hl. Messopfers ist es auf jeden Fall, auch wenn es sich um keine gültige Wandlung handelt. Auch das muss strikt abgelehnt werden!


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 Lilia 12. Juni 2020 
 

Das macht die Sache auch nicht besser!!

Pfarrer Toplek wäre in einem Kindergarten besser aufgehoben.


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 Marcus, der mit dem C 12. Juni 2020 
 

Der Priester, der ...

Laien anleitet, die Einsetzungsworte über Brot und Wein zu sprechen, auch wenn er tausendmal dazu schreibt oder sagt, daß dies kein Meßopfer sein soll, tut sein möglichstes, um die Gläubigen zu verwirren und in mögliche sakrilegische Handlungen zu treiben. Hier fehlt es ganz klar am Unterscheidungsvermögen des Priesters.


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