Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  2. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  3. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  4. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  5. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  6. Papst will für 2033 Treffen aller Kirchen in Jerusalem
  7. Latein nicht mehr erste Amtssprache im Vatikan
  8. 'Für mich gilt: Mein Leben liegt in der Hand Gottes'
  9. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  10. "Hassprediger und Hofnarr"
  11. R.I.P. Martin Lohmann
  12. Salzburg: Die drei Goldensteiner Ordensfrauen dürfen im Kloster bleiben, ABER...
  13. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  14. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  15. Drei Brücken zum Licht. Vom Zion zum Bosporus: Erneuerung der Einheit

Irak: Auch Christen besorgt über Zunahme der Coronavirus-Fälle

20. Juni 2020 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Hirtenbrief von Patriarch Sako: Pandemie als Möglichkeit des "spirituellen und moralischen Wachstums" sehen - Corona keine "Strafe Gottes"


Wien (kath.net/KAP) Im Irak herrscht - auch bei den Christen - Sorge über die Zunahme der Coronavirus-Fälle. Offiziell wurden bisher 21.315 Fälle gezählt, 652 Patienten sind gestorben, sechs von ihnen waren Christen. Der chaldäisch-katholische Patriarch, Kardinal Mar Louis Raphael Sako, appelliert laut "Pro Oriente"-Informationsdienst in einem soeben veröffentlichten Hirtenbrief an die chaldäischen Gläubigen, das Leben "nach der Pandemie" mit einem größeren Maß an Humanität und Kraft anzugehen und den Glauben zu vertiefen. Die Pandemie sollte als eine Möglichkeit des "spirituellen und moralischen Wachstums" gesehen werden. Es gehe nicht darum, einfach wieder an die Situation vor der Pandemie anknüpfen zu wollen.

 


Die häusliche Isolierung habe Leben, Visionen, Projekte und Beziehungen verändert, stellt der Kardinal-Patriarch fest. Diese Veränderung betreffe die ganze Menschheit und alle Religionen. Auch die Modalitäten der Begegnung seien andere, die Vertreter der internationalen Politik hätten wegen der beschränkten Reisemöglichkeiten auf Videokonferenzen ausweichen müssen, "auch die orientalischen Patriarchen werden das tun". Die Gesundheitskrise habe aber auch eine "positive Situation menschlicher Solidarität" gezeitigt.

 

Viele Menschen seien in der Pandemie nachdenklicher und kritischer geworden, stellt Sako fest: "Sie akzeptieren zum Beispiel auch nicht, dass man ihnen eine Religion durch Gesetz oder Zwang aufdrängt, sie wollen, dass ihre religiöse Überzeugung aus ihrer persönlichen Freiheit entspringt".

 

Scharf weist der chaldäische Patriarch die Interpretation der Pandemie als "Strafe Gottes" zurück, diese Vorstellung widerspreche den zentralen Werten der Botschaft Christi.

 

Bischof: Pandemie "schlimmer als Krieg"

 

Einer der engsten Mitarbeiter des Patriarchen, Kurienbischof Shlemon Warduni, äußerte im Gespräch mit der italienischen katholischen Nachrichtenagentur "AsiaNews" die Befürchtung, dass sich die Pandemie im Irak weiter ausbreitet, auch in der Hauptstadt Bagdad. Daher sei auch das größte christliche Flüchtlingslager in der Hauptstadt, das der Jungfrau Maria geweiht ist, geschlossen worden. In dem Lager waren bis zu 135 Familien aus Mosul und der Ninive-Ebene untergebracht, die 2014 vor den IS-Terroristen in die Hauptstadt geflüchtet waren. Viele der Flüchtlingsfamilien stammen aus Baghdida (Qaraqosh), der größten Stadt in der Ninive-Ebene.

 

Die Pandemie insgesamt sei "schlimmer als ein Krieg", sagte Warduni: "Wir wissen nicht, woher der unsichtbare Feind kommt, wir wissen nicht, wer er ist und erst Tage, nachdem er sich Einlass verschafft hat, erscheinen die ersten Symptome." Leider sei die Ausbreitung des Virus im Irak noch nicht gestoppt.

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Coronavirus

  1. Britische Gesundheitsbehörde gibt Zahlen zu Covid-Impfung und Übersterblichkeit nicht bekannt
  2. Großbritanniens bekanntester Moderator bittet Tennisstar Novak Djokovic um Entschuldigung
  3. Spanisches Verfassungsgericht erklärt einige Corona-Maßnahmen für verfassungswidrig
  4. ARD zeigt Kabarettistin mit schweren Impfschäden nach Corona-Impfung
  5. Covid-Impfung verweigert – Katholikin erhält 12,7 Millionen Dollar nach ungerechtfertigter Kündigung
  6. Virologe Streeck vergleicht Corona-Ungeimpfte mit Juden während der Pest
  7. Evangelischer Bischof bittet um Entschuldigung für Ausgrenzung während Covid-Pandemie
  8. Krach in der Ampel-Regierung: Kubicki fordert Lauterbach zum Rücktritt auf
  9. Covid-19-Pandemie: Ehemalige Proberichterin wegen Rechtsbeugung verurteilt
  10. AstraZeneca räumt schwere Nebenwirkungen bei Covid-Impfstoff ein






Top-15

meist-gelesen

  1. R.I.P. Martin Lohmann
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  4. Fairer Streiter für die Wahrheit – Ein Nachruf auf Dr. h.c. Martin Lohmann (14.3.1957-24.11.2025)
  5. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  6. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  7. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  8. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  9. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  10. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  11. "Hassprediger und Hofnarr"
  12. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  13. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  14. "Was kümmert es den Mond, wenn ihn der Hund anbellt"
  15. Papst will für 2033 Treffen aller Kirchen in Jerusalem

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz