Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  5. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  6. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  7. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  8. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  9. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  10. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  11. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  12. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  13. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  14. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  15. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“

Irak: Auch Christen besorgt über Zunahme der Coronavirus-Fälle

20. Juni 2020 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Hirtenbrief von Patriarch Sako: Pandemie als Möglichkeit des "spirituellen und moralischen Wachstums" sehen - Corona keine "Strafe Gottes"


Wien (kath.net/KAP) Im Irak herrscht - auch bei den Christen - Sorge über die Zunahme der Coronavirus-Fälle. Offiziell wurden bisher 21.315 Fälle gezählt, 652 Patienten sind gestorben, sechs von ihnen waren Christen. Der chaldäisch-katholische Patriarch, Kardinal Mar Louis Raphael Sako, appelliert laut "Pro Oriente"-Informationsdienst in einem soeben veröffentlichten Hirtenbrief an die chaldäischen Gläubigen, das Leben "nach der Pandemie" mit einem größeren Maß an Humanität und Kraft anzugehen und den Glauben zu vertiefen. Die Pandemie sollte als eine Möglichkeit des "spirituellen und moralischen Wachstums" gesehen werden. Es gehe nicht darum, einfach wieder an die Situation vor der Pandemie anknüpfen zu wollen.

 


Die häusliche Isolierung habe Leben, Visionen, Projekte und Beziehungen verändert, stellt der Kardinal-Patriarch fest. Diese Veränderung betreffe die ganze Menschheit und alle Religionen. Auch die Modalitäten der Begegnung seien andere, die Vertreter der internationalen Politik hätten wegen der beschränkten Reisemöglichkeiten auf Videokonferenzen ausweichen müssen, "auch die orientalischen Patriarchen werden das tun". Die Gesundheitskrise habe aber auch eine "positive Situation menschlicher Solidarität" gezeitigt.

 

Viele Menschen seien in der Pandemie nachdenklicher und kritischer geworden, stellt Sako fest: "Sie akzeptieren zum Beispiel auch nicht, dass man ihnen eine Religion durch Gesetz oder Zwang aufdrängt, sie wollen, dass ihre religiöse Überzeugung aus ihrer persönlichen Freiheit entspringt".

 

Scharf weist der chaldäische Patriarch die Interpretation der Pandemie als "Strafe Gottes" zurück, diese Vorstellung widerspreche den zentralen Werten der Botschaft Christi.

 

Bischof: Pandemie "schlimmer als Krieg"

 

Einer der engsten Mitarbeiter des Patriarchen, Kurienbischof Shlemon Warduni, äußerte im Gespräch mit der italienischen katholischen Nachrichtenagentur "AsiaNews" die Befürchtung, dass sich die Pandemie im Irak weiter ausbreitet, auch in der Hauptstadt Bagdad. Daher sei auch das größte christliche Flüchtlingslager in der Hauptstadt, das der Jungfrau Maria geweiht ist, geschlossen worden. In dem Lager waren bis zu 135 Familien aus Mosul und der Ninive-Ebene untergebracht, die 2014 vor den IS-Terroristen in die Hauptstadt geflüchtet waren. Viele der Flüchtlingsfamilien stammen aus Baghdida (Qaraqosh), der größten Stadt in der Ninive-Ebene.

 

Die Pandemie insgesamt sei "schlimmer als ein Krieg", sagte Warduni: "Wir wissen nicht, woher der unsichtbare Feind kommt, wir wissen nicht, wer er ist und erst Tage, nachdem er sich Einlass verschafft hat, erscheinen die ersten Symptome." Leider sei die Ausbreitung des Virus im Irak noch nicht gestoppt.

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Coronavirus

  1. YouTube-Star "MrWissen2go" räumt Fehler bei Corona-Berichterstattung ein
  2. Britische Gesundheitsbehörde gibt Zahlen zu Covid-Impfung und Übersterblichkeit nicht bekannt
  3. Großbritanniens bekanntester Moderator bittet Tennisstar Novak Djokovic um Entschuldigung
  4. Spanisches Verfassungsgericht erklärt einige Corona-Maßnahmen für verfassungswidrig
  5. ARD zeigt Kabarettistin mit schweren Impfschäden nach Corona-Impfung
  6. Covid-Impfung verweigert – Katholikin erhält 12,7 Millionen Dollar nach ungerechtfertigter Kündigung
  7. Virologe Streeck vergleicht Corona-Ungeimpfte mit Juden während der Pest
  8. Evangelischer Bischof bittet um Entschuldigung für Ausgrenzung während Covid-Pandemie
  9. Krach in der Ampel-Regierung: Kubicki fordert Lauterbach zum Rücktritt auf
  10. Covid-19-Pandemie: Ehemalige Proberichterin wegen Rechtsbeugung verurteilt







Top-15

meist-gelesen

  1. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  2. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  3. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  4. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission
  5. Papst sprach auch mit Selenskyj über Lage in Frontstadt Oleschky
  6. Apostolisch und nix anderes
  7. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'
  8. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  9. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch
  10. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  13. Genesungswünsche für Papst: "Lieber Papst Leo ..."
  14. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  15. Medjugorje-Seher: "Ich bin nur ein Werkzeug"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz