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Doch die Kirchen machen sich diese Zurückhaltung zu oft zu eigen

17. Juli 2020 in Deutschland, 5 Lesermeinungen
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Wolfgang Huber, der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende, hat das Schweigen der Kirchen im Zusammenhang mit Umwandlung der Hagia Sophia in Istanbul in eine Moschee scharf kritisiert


Berlin (kath.net)

Wolfgang Huber,  der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende, hat das Schweigen der Kirchen im Zusammenhang mit Umwandlung der Hagia Sophia in Istanbul in eine Moschee deutlich kritisiert. Gegenüber der "Zeit online" spricht Huber in dem Zusammhang von "mangelnde Solidarität" mit Christen und anderen Minderheiten in der Türkei. "Für die Zurückhaltung politischer Akteure habe ich bis zu einem gewissen Grad Verständnis. Doch die Kirchen machen sich diese Zurückhaltung zu oft zu eigen.", meinte Huber, der die Entscheidung von Erdogan als eine "endgültigen Bruch" mit der Rücksichtnahme auf die Jahrtausende alte christliche Tradition in der Region bezeichnet.  Huber sprach dabei wörtlich von einem "Fanal" , dessen Gefährlichkeit man gar nicht überschätzen könne. "Was Erdogan tut, ist ein endgültiger Bruch mit der Rücksichtnahme auf die Jahrtausende alte christliche Tradition in der Region, für die er verantwortlich ist.", so Huber.



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Lesermeinungen

 Winrod 18. Juli 2020 
 

Die Kirche weiß nicht mehr,

dass sie auch kämpfen muss.


4
 
 Christa.marga 18. Juli 2020 
 

Keine Zurückhaltung sondern Feigheit ist das

Sonst mischen sich unsere Kirchenfürsten doch auch massiv in die Politik ein, warum hier nicht?

Feigheit vor dem Feind nenne ich das - lieber den Schwanz einziehen vor diesem islamischen Diktator. Das ist nicht richtig.


3
 
 Stefan Fleischer 18. Juli 2020 

Die «Zurückhaltung" der Kirche

wird irgendwie verständlich, wenn wir beobachten, wie sehr Gott bei uns nicht mehr als Gott, der Allmächtige, der Schöpfer des Himmels und der Erde und damit der Herr über uns und alles, anerkannt und behandelt wird. Damit aber geben wir je länger je mehr unsere «Rückendeckung» gegenüber den Mächten dieser Welt und den Mächten der Finsternis auf. Da bleibt uns nur noch unsere Ohnmacht zu beklagen und zu bejammern, oder aber das Wort des Propheten zu beherzigen: «Kehrt um zu ihm, Israels Söhne, / zu ihm, von dem ihr euch so weit entfernt habt.» (Jes 31,6) Dann nämlich würden wir bald wieder merken: «Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn, der Himmel und Erde erschaffen hat!»


4
 
 Chris2 17. Juli 2020 
 

Sehr richtig. Und jetzt?

Solange Bischöfe und Politiker in der Blase leben, sehen sie die Matrix in rosa Farben - wie die von einem Parasiten zur Bisdiekuhkommtdauerblattspitzenherumsitzerin umprogrammierte Ameise. Sobald sie das Schlammassel von außen sehen, merken zumindest die einigermaßen Vernunftbegabten unter ihnen, dass da etwas nicht stimmt. Doch jetzt können Sie es zuhause ihrem Thermomix erzählen. Oder ihr Leid dem lächelnden Imam ihrer örtlichen "Fatih"-Moschee blagen. Bestenfalls gibt es noch eine Meldung bei Kath.net...


2
 
 Winrod 17. Juli 2020 
 

Was wolfgang Huber "Zurückhaltung" nennt,

könnte man auch Feigheit nennen, und wird von Erdogan wahrscheinlich auch so verstanden.


6
 

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