Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  5. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  6. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  9. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  10. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  11. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  12. Wir machen da was mit Medien
  13. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  14. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  15. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

US-Stadt will barbusige Frauen in öffentlichen Parks erlauben

21. Juli 2020 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der als konservativ gefeierte Richter Neil Gorsuch argumentierte vor wenigen Wochen in einem anderen Fall wie die Befürworter von halbnackten Frauen in Minneapolis.


Minneapolis (kath.net)

Die Stadt Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota wird Frauen in Zukunft womöglich erlauben, sich barbusig in öffentlichen Parks aufzuhalten. Gegenwärtig ist es allen Parkbesuchern verboten, ihre Genitalien, ihren Schambereich oder ihren Po zu entblößen. Hinzu kommt, bezogen ausschließlich auf Frauen, das Verbot, die nackte Brust öffentlich zu zeigen. Ein Mitglied der zuständigen städtischen Behörde, Chris Meyer, sagte, das Gesetz müsse alle Menschen gleich behandeln. Entsprechend sollten sich nicht nur Männer ohne Oberbekleidung in der Öffentlichkeit aufhalten dürfen, so Meyer, sondern auch Frauen und sogenannten „Transgender-Personen“, also Männern, die meinen, eine Frau zu sein, und umgekehrt.

 

Derartige Begründungen, argumentierte Ryan T. Anderson, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der renommierten konservativen Heritage Foundation, seien in dem Urteil des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten im Fall Bostock v. Clayton County grundgelegt. Mitte Juni hatte höchste Gericht des Landes entschieden, dass ein Gesetz aus dem Jahr 1964, so interpretiert werden müsse, dass der Begriff „Geschlecht“ immer auch „sexuelle Orientierung“ und „Gender-Identität“ umfasst.


 

Der von Präsident Donald Trump nominierte und als konservativer Jurist gefeierte Richter Neil Gorsuch schrieb in der Urteilsbegründung als Beispiel: „Oder nehmen wir einen Arbeitgeber, der eine Transgender-Person entlassen hat, die bei der Geburt als männlich identifiziert wurde, sich jetzt aber als weiblich identifiziert. Wenn der Arbeitgeber einen ansonsten identischen Arbeitnehmer, der bei der Geburt als weiblich identifiziert wurde, beibehält, bestraft der Arbeitgeber absichtlich eine Person, die bei der Geburt als männlich identifiziert wurde, für Eigenschaften oder Handlungen, die er bei einem bei der Geburt als weiblich identifizierten Arbeitnehmer toleriert.“

 

Anderson kommentierte: „Nach dem Gorsuch-Test hat eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts stattgefunden, wenn eine Änderung des Geschlechts des Klägers das Ergebnis verändern würde. Angenommen, eine Rettungsschwimmerin wird entlassen, weil sie ein Badehose, aber kein Oberteil trägt. Zweifellos hätte ‚eine Änderung des Geschlechts des Arbeitnehmers eine andere Wahl des Arbeitgebers zur Folge gehabt‘. Ihre Kündigung war jedoch keine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, vorausgesetzt, ein männlicher Rettungsschwimmer, der Geschlechtsteile freilegte, wäre in ähnlicher Weise entlassen worden. Dass sich der männliche und der weibliche Körper unterscheiden – und daher unterschiedliche Badeanzüge erfordern, um eine Entblößung zu verhindern – stellt keine Diskriminierung dar, es sei denn, man nimmt eine vereinfachende Theorie an. Und natürlich hängt nichts davon ab, ob sich dieser Rettungsschwimmer gegenwärtig als Frau oder als Mann ‚identifiziert‘.“

 

In Minneapolis argumentieren die Befürworter der Zulassung von Frauen ohne Oberbekleidung ähnlich vereinfachend, indem sie sagen, das Gesetz dürfe keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen machen. Für sie wäre es wie für Gorsuch diskriminierend, wenn der weibliche Körper anders behandelt wird als der männliche. Am Mittwoch wurde eine mögliche Gesetzesänderung erstmals von der zuständigen Behörde diskutiert. Im August soll dann eine öffentliche Anhörung folgen.

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Bundesland Brandenburg plant Neutralitätsgesetz für Justiz: Kein Kopftuch, Kippa, Kreuz
  2. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  3. Botox? – Die unsichtbaren tragischen Folgen des Jugendwahns
  4. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  5. Zwischen Wölfen und Brüdern
  6. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  7. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  8. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  9. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  10. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt







Top-15

meist-gelesen

  1. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  2. Im Licht der Liebe
  3. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  4. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  5. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  6. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein
  7. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  8. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier
  9. 'Rita hat das Herz eines Engels! Gott segne sie!“
  10. Filmstar Evangeline Lilly verließ Hollywood vor sechs Jahren: ‚Gott hat einen Plan‘
  11. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  12. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  13. Papst Leo lädt zum Weltjugendtag ein: „Ich freue mich darauf, euch in Seoul zu sehen!“
  14. USA: Kontenschließungen von Banken bei Lebensschutz- und konservativen Gruppen
  15. Krakauer Regens: Johannes Paul II. war Hotspot für Verbindung mit Gott

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz