Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  2. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  3. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  4. „Warum bin ich Christ“
  5. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  6. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  7. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  8. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  9. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  10. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  11. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  12. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  13. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  14. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  15. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass

Meine Seele wird still

12. August 2020 in Jugend, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Für mich ist der Rosenkranz tatsächlich die rettende Hilfe bei Übermüdung und Dauerstress - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Lucia Kirchgasser


Salzburg (kath.net) Gerade jetzt in der Urlaubszeit bin ich auf der Suche nach den Dingen, die mich entspannen. Urlaubszeit bedeutet für mich nämlich, dass andere Urlaub haben und ich in der Arbeit die Stellung halte. Lesen, klassische Musik, ein Spaziergang in der Abendsonne, Wandern, Spiele, Besuche, das alles habe ich schon für mich entdeckt.

 

Aber manchmal gibt es Abende, da bin ich zu müde für all das. So richtig „Kopfmüde“. Am besten wäre schlafen, aber für schlafen ist es irgendwie noch zu früh und ich habe das Gefühl, ich „brauche“ noch etwas. An solchen Abenden würde ich am liebsten einfach einen Film anschauen. Mich mit einer guten Handlung und schönen Bildern „zudröhnen“ und „wegträumen“ und mich für den anstrengenden Tag belohnen.


 

Das Blöde ist nur, dass ich mich danach gar nicht besser fühle. Im Gegenteil, ich bin noch müder und am nächsten Tag wache ich gerädert auf.  Also, was dann? Was tut mir abends, vor dem Schlafen gehen, wirklich gut?

 

Haltet euch fest. Die spektakuläre Antwort auf diese Frage lautet für mich aktuell „Rosenkranz beten“. Ohne Witz. Einige von euch werden das jetzt lesen, die Augen verdrehen und sich fragen, was ich für ein „frommer Freak“ bin, aber dann ist es eben so. Für mich ist dieses Gebet tatsächlich die rettende Hilfe bei Übermüdung und Dauerstress.

 

Und ich kenne so viele Menschen, in deren Leben dieses so schlichte und eintönig wirkende Gebet große Wunder und Gnaden bewirkt hat. Aber um ehrlich zu sein - es kostet mich ganz oft richtig Überwindung, anzufangen. Manchmal frage ich mich selbst, warum ich mir das nach so einem Tag abends noch antue. Es klingt wie Arbeit, nicht wie Vergnügen.

 

„Nein, heute nicht. Ich kann nicht mehr..“ Kennt ihr das?

 

So war es gestern auch, also habe ich mir gesagt „Egal. Heute schaust du einen Film!“. Ich grabe meinen uralten Laptop aus und lege die DVD ins Laufwerk. Ich habe es mir richtig gemütlich gemacht und will genießen.

 

Das Laufwerk rattert und schnauft. Ich versuche es wieder und wieder. Nichts. Zu meiner Ehre hat das Laufwerk aus jahrelanger Unterforderung den Dienst quittiert. Also ist es dann am Ende doch wieder der Rosenkranz geworden.

 

Und es tut so gut. Ich muss nicht viel denken. Ich komme zur Ruhe. Was mir sonst nie gelingt, passiert. Ich lasse los. Alle meine Sorgen, Sehnsüchte, Anliegen, alle Geschehnisse des Tages sind eingebettet in dieses Gebet. Ich fasse Mut und Hoffnung und weiß, Gott sorgt. Gott ist für mich. Gott ist da. Ich fühle mich geliebt, getragen und verbunden.

 

Meine Seele wird still. „..vielmehr habe ich besänftigt, habe zur Ruhe gebracht meine Seele. Wie ein gestilltes Kind bei seiner Mutter, wie das gestillte Kind, so ist meine Seele in mir. (Psalm 131,2)


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Erneut ruhige Spitalnacht für Papst nach Krebs-Operation
  3. Mit dem Rosenkranz im Gym
  4. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  5. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  6. 'Jeden Tag sprach ich mit Gott und mit meiner Mutter'
  7. Erkrankter Papst ruft Familien zu Mitarbeit in den Gemeinden auf
  8. 3,5 Millionen Ave Maria für den Papst
  9. Genesung des Papstes verläuft laut Ärzteteam nach Plan
  10. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt
  11. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  12. Die Familie als Schule der Liebe - Eine Kirche aus Familien
  13. Vatikan: Papst verbrachte nach Krebs-OP eine ruhige Nacht
  14. CDU-Politiker mahnt: Kirchen dürfen sich nicht auf ‚Sozialbuden‘ reduzieren
  15. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz