Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  2. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  3. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  4. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  5. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  6. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  7. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  8. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  9. Die Stunde der Heuchler
  10. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  11. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  12. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  13. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  14. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  15. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich

Schockierend: 89,1 % der belgischen Neugeborenen-Mediziner bereit zur „nachgeburtlichen Abtreibung“

18. August 2020 in Prolife, 18 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Umfrage in Belgien: Bei der Behandlung Neugeborener mit nicht tödlichen schweren Erkrankungen bevorzugen die meisten Ärzte die Gabe eines tödlichen Medikaments statt der Palliativversorgung. Von Petra Lorleberg


Brüssel (kath.net/pl) Die Bereitschaft zur Praxis der Spätabtreibung und obendrein zur direkten Tötung schwerkranker Neugeborener ist beim belgischen medizinischen Fachpersonal erschreckend hoch. Das ergibt eine wissenschaftlich begleitete Umfrage des „Research Foundation Flanders“ und der „Special research fund of Ghent University“ unter der Federführung von Kim Beernaert, Postdoctoral Fellow bei der „Research Foundation Flanders“. Für die E-Mail-Umfrage wurden Fragebögen an alle acht Intensivstationen für Neugeborene in Flandern/Belgien geschickt, die Rücklaufquote betrug 79 Prozent, die Befragten waren entweder Fachärzte oder Krankenschwestern und Krankenpfleger.

Dabei kam zu Tage, dass bei voraussichtlich zum Tod führenden Gesundheitssituationen eines ungeborenen, bereits lebensfähigen Kindes in der späten Schwangerschaft die Bereitschaft zur direkten Tötung beim Fachpersonal mit 100 Prozent völlig unhinterfragt war. Selbst bei nichttödlichen, aber schwerwiegenden Befunden war die Bereitschaft mit 95 Prozent noch erschreckend hoch. Erst bei einem gesunden ungeborenen Kind, das wegen psychischen Problemen der Mutter durch die Spätabtreibung entfernt werden sollte, setzte Nachdenklichkeit beim medizinischen Fachpersonal ein, hier waren nur noch 19,8 Prozent der Befragten zur Abtreibung bereit. Noch mehr ließ die Bereitschaft nach, wenn die Mutter ein gesundes Kind wegen „sozio-ökonomischen“ Gründen abtreiben lassen wollte, hierzu waren nur noch 13,2 Prozent bereit.


Bei der Behandlung Neugeborener mit nicht tödlichen schweren Erkrankungen bevorzugen sehr viele Ärzte (68,1 Prozent) die Gabe eines tödlichen Medikaments statt der Palliativversorgung, interessanterweise waren dazu aber „nur“ 53,2 Prozent der Krankenschwestern/-pfleger bereit.

Selbst vor der aktiven Tötung eines schwerkranken neugeborenen Babys schrecken die belgischen Fachkräfte offenkundig nicht zurück: Fast neun von zehn Befragten (89,1 Prozent) stimmten zu, dass im Falle einer schwerwiegenden, aber nicht tödlichen Neugeborenenerkrankung die Verabreichung von Arzneimitteln mit der ausdrücklichen Absicht, das Leben des Neugeborenen zu beenden, akzeptabel sei.

Sprachlicher Hintergrund: Das in der englischsprachigen Zusammenfassung benutzte Fachwort „feticide“. Das Internetlexikon „dict“ übersetzt diesen Begriff (noch) sprachlich korrekt mit „Fötusmord“. Tatsächlich stoßen wir hier auf die gleiche Wortbildung wie bei „Insektizid“ oder „Pestizid“ – Töten von Leben, das wie auch immer lästig oder schädlich wird. Wenn man die Wortwurzel für „Fötus“ durch die Wortwurzelt für „Mensch“ ersetzt, landet man im Englischen bei dem Wort „homicide“: „Mord“. Bei einem bereits geborenen Kind ist der Begriff „Fötus“ allerdings bereits nicht mehr korrekt, denn gemäß biologischer Definition endet die vorgeburtliche Entwicklung aller Wirbeltiere mit der Geburt bzw. dem Schlüpfen aus dem Ei. Wer bei der Bereitschaft, einem neugeborenen Kind ein tödliches Mittel zu verabreichen, noch von „feticide“ spricht, begeht bereits eine gezielte Sprachverschiebung.

Link zum Originalbeitrag: "Healthcare professionals’ attitudes towards termination of pregnancy at viable stage".

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Aktuelle Umfrage zeigt: US-Amerikaner mehrheitlich gegen unbeschränkte Abtreibung
  2. US-Regierung unterstützt Forschung mit Gewebe von abgetriebenen Babys künftig nicht mehr
  3. USA: Republikanische Politiker wollen Abgabe von Abtreibungspillen strenger regulieren
  4. Katholische Bischöfe Schottlands verurteilen Pufferzonen-Gesetz für Abtreibungskliniken
  5. Nun läutet auch in Italien die erste Glocke „Stimme der ungeborenen Kinder“
  6. Menschenrecht auf Abtreibung?
  7. CDL: „EU-Parlament entscheidet ein weiteres Mal gegen das Recht auf Leben“
  8. Katholische Bischöfe zeigen sich besorgt vor Abtreibungs-Abstimmungen des EU-Parlaments
  9. ‚Jede Frau ist stark genug‘, um sich nach einer Vergewaltigung für ihr Baby zu entscheiden
  10. US-Arzt gibt Freundin im Schlaf Abtreibungspillen, Baby stirbt






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  5. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  6. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  7. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  8. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  9. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  10. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  11. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  12. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  13. Die Stunde der Heuchler
  14. Goldensteiner Schwestern: Schwere Vorwürfe um Spendengelder
  15. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz