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Enzyklika ‚Fratelli tutti’: Papst Franziskus zitiert sich großteils selbst

7. Oktober 2020 in Weltkirche, 72 Lesermeinungen
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Mit fast sechzig Prozent ist die überwiegende Zahl der Zitate in der neuen Papstenzyklika vom Verfasser selbst.


Vatikan (kath.net/jg)

Fast sechzig Prozent der nicht aus der Bibel entnommenen Zitate der neuen Enzyklika „Fratelli tutti“ stammen von Papst Franziskus selbst. Das hat eine Auswertung von Sharon Kabel ergeben. Kabel hat einen Blog, auf dem sie unter anderem päpstliche Dokumente auf ihre Zitate analysiert. (Siehe Bild oben)


 

„Fratelli tutti“ hat 288 Fußnoten. Etliche davon geben mehr als eine Quelle an. Insgesamt gibt es nach Kabels Zählung 301 Quellenverweise. Davon sind 177 Zitate von Papst Franziskus. Das sind 58,8 Prozent. Sharon Kabel hat eine Reihe von Dokumenten der Päpste Franziskus, Benedikt XVI., Johannes Paul II., Paul VI., Pius XII. und Pius X. untersucht. Kein anderes hat einen so hohen Anteil an Eigenzitaten wie „Fratelli tutti“.

 

Mit knapp über zwanzig Verweisen ist Papst Benedikt XVI. nach Franziskus an zweiter Stelle der zitierten Personen. (Nicht auf dem Bild sichtbar)

 


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Lesermeinungen

 Hadrianus Antonius 12. Oktober 2020 
 

Nicht nur kommunistisch

Dieses Schreiben dokumentiert kondensiert die Gleichschaltung der modernen Kirche an die UNO (inclusive deren freimaurerischen Gedankengut) und die äuserst warmherzige und sympathische Annäherung an den Weltkommunismus.
Federführend getragen von Marcelo Sanchez Sorondo, engem Zuarbeiter von PFranziskus und in der linken Führungsoligarchie von Argentinien bestens verknüpft.
Viele der kräftigen Sprüchen und Wortgebilden sind übrigens richtig volksperonistisch und wurden durch die Guarda do Hierro noch bis in die späte Jahren '60 ventiliert.
"Vulpes perdit capillos, non mores"(Horaz)


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 Labrador 11. Oktober 2020 
 

Lieber Diasporakatholik - Sinn erfassend lesen und so

1) sie unterstellen das Wort “verbreiten”, das habe ich absichtlich nicht verwendet. Ich schrieb “verwenden” bzw “sich bedienen”.
Nach meinem Sprachverständnis setzt “verbreiten” wesentlich mehr Wille und Wissen um Hintergrund voraus.

2) Sie schreiben “Trotz Suchens ... nichts gefunden, wo sie vom "Mehrwert" spräche”
a) das SIE GESUCHT haben schreiben sie selbst.
b) wozu sie gesucht haben entzieht sich meiner Erkenntnis, siehe mein voriges posting
c) wie sie es gesucht haben ist egal, wie sie auf Google kommen, da verkneif ich mir weiteren Kommentar. Ich hätte es mit CRTL-F im Browser gesucht.

3) Wenn sie die Aussagen von Marx zum Mehrwert kennen, dann erleuchten sie mich doch WARUM ich mit meiner Feststellung dass exnonnes entsprechende Aussage große Ähnlichkeit mit Marxs Mehrwerttheorie hat, daneben liege.
Da sie es zum wiederholten Mal nicht tun, ist die höfliche Vermutung naheliegend, dass sie nicht Bescheid wissen.
Lügen zu vermuten wäre die unhöfliche Alternative.


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 Diasporakatholik 11. Oktober 2020 
 

Ich wiederhole: exnonne der Verbreitung kommunistische Ideen zu beschuldigen,

ist zutiefst unredlich und geradezu absurd, weil an den Haaren herbeigezogen.

Dafür sollten, Sie sich eigentlich bei ihr entschuldigen, Labrador.

Stattdessen behaupten Sie, ich hätte mit der Suchfunktion? (Google?) nach Mehrwert gesucht, was gar nicht der Fall war und meinen, auch mich gleich noch abkanzeln zu müssen, der ich angeblich Nachhilfe in Marxismus bräuchte - unverschämt,


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 Labrador 11. Oktober 2020 
 

Lieber Diasporakatholik - wenn fehlendes Wissen Absurditaet vorgaukelt

Ich schrieb früher an exnonne
“bedienen Sie sich des Kommunistischen Jargons vom Mehrwert (einfach Infrastruktur durch Kapital ersetzen :)“
und habe das in meinem letzten posting an exnonne gekürzt als “Sie verwendeten kommunistischen Jargon(Mehrwert), ...” beschrieben.
Da Sie sich damit vermutlich nicht auskennen, haben Sie anscheinend mit der Suchfunktion nach “Mehrwert” gesucht und bei exnonne nichts gefunden.
Das war aber nicht meine Aussage. Ich habe festgehalten, dass exnonne’s Darstellung, der Unternehmer stelle die Infrastruktur zur Verfügung, wohingegen der Arbeitnehmer die Werte schaffe, marxistisch klingt und erklärt warum.

Wie wäre es, wenn Sie lieber Diasporakatholik mal Marx und Mehrwert zusammen googeln und eine Bildungslücke auffüllen?


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 Diasporakatholik 11. Oktober 2020 
 

Keine der Aussagen der neuen Sozial-Enzyklika fratelli tutti widerspricht dem Evangelium

Zu diesem Fazit bin ich übrigens nach sorgfältig-kritischem Lesen der Enzyklika gelangt, die nicht nur an Katholiken oder Christen sondern an alle Menschen guten Willens gerichtet ist.

Ich verstehe überhaupt nicht die teils sogar gehässige Ablehnung dieser Mahnungen.

Das Einzige, was ich ggf. kritisieren könnte, wäre dass jegliche Mahnung bzw. gar Kritik auch an finanziell Minderbemittelten darin fehlt, wodurch der - falsche - Eindruck entstehen einer Idealisierung Armer bzw. von Armut per se entstehen könnte.

Wir haben jahrelang finanziell arme Verwandte (Hartz IV) monatlich unterstützt, u. a. Schulden beglichen, wodurch im Laufe der Jahre eine Unterstützung on Einigen Tausend Euro zusammenkam.

Bis wir dann merkten, dass wir hintergangen und belogen wurden und eine dieser Verwandten alkoholabhängig war und die jüngste 15jährige zu faul zum arbeiten.

Da war dann Schluss - sowas gibt's halt auch.


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 Diasporakatholik 11. Oktober 2020 
 

Es ist schlichtweg unredlich, exnonne Kommunismus zu unterstellen

Trotz Suchens habe ich auch nichts gefunden, wo sie vom "Mehrwert" spräche.
Und selbst wenn ich da etwas übersehen haben sollte, so halte ich diesen Begriff keineswegs für kommunistisch.

Dann wäre ja etwa die "Mehrwertsteuer" eine "kommunistische" Steuer - einfach absurd.

Ich bin mit meiner Frau übrigens in der glücklichen Lage, Geld monatlich auch noch zu sparen und zwar ganz konservativ auf dem Sparbuch, wo es seit einigen Jahren kaum noch Zinsen bringt aber im Gegensatz zu anderen Anlageformen sehr sicher ist und uns nicht um den Schlaf und anderes bringt.

Die inflations- sowie nullzinsbedingten Verluste dieser Anlageformen nehmen wir bewusst in Kauf, wenn so der Staat vielleicht die Chance hat, von seiner enormen Verschuldung herunter zu kommen.

Ein weiteres Stück Solidarbeitrag unsererseits.


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 Benno Faessler-Good 11. Oktober 2020 
 

Tages Evangelim nach Markus aus dem Kloster Einsiedeln "Die Reichen und das Reich Gottes"

Heute findet in Einsiedeln das Gedenken an den Gründer, dem Heiligen St. Meinrad, statt.

Der Zugang zur Gruft war heute schon wieder geöffnet, Pater Walbert Kaufmann ist am 6. Oktober verstorben.

Der dritte Pater, der innert kurzer Zeit Heimggangen ist.

"Als Jesus weitergehen wollte, lief ein junger Mann auf ihn zu, warf sich vor ihm auf die Knie und fragte: «Guter Meister, was muss ich alles tun, um ganz sicher das ewige Leben zu bekommen?»

Jesus entgegnete: «Weshalb nennst du mich gut? Es gibt nur einen, der gut ist, und das ist Gott. Du kennst doch seine Gebote:

..

«Meister», antwortete der junge Mann, «an diese Gebote habe ich mich schon als Kind gehalten.»

Jesus sah ihn voller Liebe an: «Eins fehlt dir noch: Verkaufe alles, was du hast, und gib das Geld den Armen. Damit wirst du im Himmel einen Reichtum gewinnen, der niemals verlorengeht. Und dann komm und folge mir nach!»

Über diese Forderung war der Mann tief betroffen. Traurig ging er weg, denn er war sehr reich."


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 Labrador 11. Oktober 2020 
 

Liebe exnonne - zur Sachlichkeit

trösten Sie sich, auch mir kam ein wesentlicher Text abhanden. Er hätte dargelegt, dass ein wesentliches Problem, warum junge Menschen heute so schwer den Fuß auf den Boden kriegen, im durch Pump finanzierten Sozialstaat liegt. Damit sich Staaten die Verschuldung noch leisten können, sind die Zinsen unter der Inflationsrate und die Kleinen verlieren, wenn sie sparen.
Wo mein Vater als kleiner Beamte eine (Haus)Frau und vier Kinder erhalten konnte und ein Haus “gebaut” hat, müssen heute wegen der hohen Steuern für den Sozialstaat zwei arbeiten.


Sie verwendeten kommunistischen Jargon(Mehrwert), ich weise Sie darauf hin
Sie antworten auf diese Feststellung so was von “sachlich” mit
“Jaja, die "Kommunismus-Keule ;-)!
Das ist der typische Reflex der Begüterten”

unterstellen mir damit, begütert zu sein und beschweren sich dann, wenn sich das Gegenteil herausstellt


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 exnonne 10. Oktober 2020 
 

@Labrador: Noch mal das Ganze

Bin vorhin versehentlich zu früh auf die Senden-Taste gekommen, und der zweite Versuch (mit Text) scheint kassiert worden zu sein (oder die Technik hat wieder mal versagt). Also noch mal in aller Kürze: Ihre Vermutung bezüglich meiner Eigentumsverhältnisse habe ich als übergriffig empfunden und nur ausnahmsweise darauf geantwortet. In der Regel klinke ich mich aus, wenn es von der sachlichen auf die persönliche Ebene geht, und das tu auch jetzt.
Gesegnetes Wochenende!


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 phillip 10. Oktober 2020 
 

Fratelli tutti’: Papst Franziskus zitiert sich großteils selbst.

di vanitoso egocentrismo sul mucchio!
buon branzo


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 Diasporakatholik 10. Oktober 2020 
 

@ecclesiam - Möchte wohl wissen, welche "christlichen" Länder Sie für Ihre These aktuell anbringen w

Vielleicht den Vatikanstadt?


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 exnonne 10. Oktober 2020 
 

@Labrador


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 Labrador 10. Oktober 2020 
 

Lieber Dachstein - “Ehrlichkeit”

Gute “brüderliche” Gefühle, nicht Besserung der Situation der Armen, darum geht es Ihnen, wenn Sie ganz ehrlich sind.

Und nachdem wir uns jetzt beide “mit der Mistgabel ins Gesicht gefahren sind” können wir uns entweder darüber austauschen, wie man Armen helfen kann oder wir lassen es sein.


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 Labrador 10. Oktober 2020 
 

Liebe exnonne - muß Sie leider enttäuschen,

Wir leben beide wahrscheinlich ein ziemlich anSpruchsloses Leben ohne Extravaganzen. Doch im Gegensatz zu Ihnen bleibt bei mir nur Zeit über, die ich anderen zur Verfügung stelle. Bitte Verstehen Sie mich nicht falsch, das ist keine Klage, sondern meine eigene freie Entscheidung.


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 ecclesiam 9. Oktober 2020 
 

@diasporakatholik - Das Christentum muss gelebt werden

Ich schrieb deshalb extra "gelebtes Christentum".

Lateinamerika ist zwar katholisch, jedoch voller Korruption und Machtmissbrauch. Genau deshalb, weil das Christentum nicht gelebt wird, wie es uns Jesus Christus und die katholische Kirche lehrt. Europa hat bei der Gründung (Gasparis, Schuman, Adenauer) christlich angefangen und beginnt nun auch zu stürzen.

Der Sozialismus und Kommunismus hat in den letzten Jahrzehnten eine Schneise der Verwüstung in Lateinamerika verursacht, heute noch gut sichtbar in Kuba oder Venezuela.

Sozialismus und Christentum verträgt sich nicht. Sozialismus basiert auf Karl Marx, ist also von seinem Wesen her atheistisch. Und das bringen Sie nicht weg, das führt unweigerlich zu Unmenschlichkeit.


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 Diasporakatholik 9. Oktober 2020 
 

@ecclesiam - Funktioniert die Wirtschaft in "christlichen" Ländern wirklich besser, wie Sie behaupte

Ich denke da insbesondere an Lateinamerika und insbesondere auch an das Heimatland des amtierenden Papstes.

Argentinien stand in den letzten Jahren mehrfach vor einer Staatspleite, und andere mittel- bzw. südamerikanische Länder sind trotz hohen Christen teils in der Bevölkerung wirtschaftlich und auch politisch total marode.


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 ecclesiam 9. Oktober 2020 
 

@girsberg74, Bibelzitate

Danke für Ihren Hinweis! Mit den Bibelzitaten haben Sie natürlich recht. Ich habe mich ich da in der Hitze des Gefechtes verschrieben, meinte natürlich das Zitat von Basilius. Nun kann ich es noch richtigstellen :-)
Zum Glück hat dies Mons. Schlegel gemerkt ("Uralte Bibelzitate habe ich nicht gebracht!").

Die Bibel offenbart uns ewig gültige Wahrheiten, die selbstverständlich in die Wirtschaft einfliessen müssen (müssen, nicht mal sollen). Denn Sie weisen zurecht auf das Böckenförde-Diktum. Die soziale Marktwirtschaft überlebt nur, wenn Sie christlich gelebt wird.

Gerade in der Wirtschaft ist das Vertrauen die Basis jeglichen Geschäftens. Es ist einer der Gründe, weshalb die Wirtschaft in den christlichen Ländern besser funktioniert als in denen, wo das gelebte Christentum kein Teil von Politik und Wirtschaft ist (z.B. bei Korruption oder in atheistischen Systemen).

Die Bibel ist und bleibt Basis jeglichen Lebens. Sie veraltet nie und wird immer gültig bleiben.


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 Diasporakatholik 9. Oktober 2020 
 

Eigentum verpflichtet!

Dieser alte naturrechtliche Grundsatz gilt uneingeschränkt und ist unbedingt zu beherzigen.

Ihn finde ich auch in fratelli tutti wieder - nicht mehr und nicht weniger, und ich habe immerhin diese Sozial-Enzyklika ganz und sehr aufmerksam gelesen.

Ich selbst gehöre mit meiner Frau zur Mittelschicht, und wir zahlen gem. obigem Grundsatz gewissenhaft und ehrlich unsere Steuern für das Gemeinwohl.
Es bleibt trotzdem noch genug für meine Frau und mich, um selbst gut zu leben und auch noch z. B. Familienmitglieder zu unterstützen.


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 girsberg74 8. Oktober 2020 
 

@ecclesiam „Wohlstand wird geschaffen“

Sehr geehrter @ecclesiam,

ich habe mich mit hohem Interesse in Ihre Diskussion mit @SCHLEGL vertieft. Sie haben meine volle Zustimmung, wo Sie für die Person Freiheit vor einem allmächtigen Staat (Sozialismus etc.) fordern.

Ich schätze wie Sie die „Soziale Marktwirtschaft“, die allerdings auf Grundlagen ruht, die sie nicht selber schaffen kann; vergleiche hierzu das Böckenförde-Diktum. (Begleiterscheinungen von Wohlstand lasse ich absichtlich beiseite.)

In diesem Zusammenhang, – auch wenn sie keine Anweisungen für Organisationen als solche darstellen -, haben die alten Bibelzitate (selbes gilt für „Ammenmärchen“) zeitlose Geltung, sie richten sich in erster Linie an den Einzelnen, helfen ihm zu Selbsterziehung.


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 exnonne 8. Oktober 2020 
 

@Diasporakatholik

Vielen Dank und Gottes Segen Ihnen!


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 Diasporakatholik 8. Oktober 2020 
 

@exnonne - volle Zustimmung auch von mir!

M g l n.


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 wedlerg 8. Oktober 2020 
 

Roberto di Mattei bringt es auf den Punkt -4-

...
Wie können wir China in einem Dokument verschweigen , das die Menschenrechte als Grundlage des gesellschaftlichen Zusammenlebens beansprucht?

Vor allem aber gibt Papst Franziskus keinen Hinweis darauf, wie er seine Utopie verwirklichen kann. Aber die Kirche hat alle Instrumente, nicht um einen utopischen Frieden auf Erden herbeizuführen, sondern um das Leben in diesem "Tal der Tränen" zu versüßen. Die Instrumente sind das Gebet, die Sakramente, die Achtung des natürlichen und christlichen Rechts, der Beruf, privat und öffentlich, des Glaubens an Jesus Christus, den einzigen Weg, die Wahrheit und das Leben. Diese übernatürliche Dimension fehlt im Dokument von Papst Franziskus leider völlig."


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 wedlerg 8. Oktober 2020 
 

Roberto di Mattei bringt es auf den Punkt -3-

Franziskus scheint die Globalisierung zu kritisieren, aber der Gegenstand seiner Kritik ist in Wirklichkeit das von oben nach unten gerichtete und ungerechte Management des globalistischen Projekts. Was er will, ist eine Globalisierung von unten nach oben, die sich auf alle Gesellschaftsschichten und insbesondere auf den Süden des Planeten ausdehnt und von marxistischen Volksbewegungen und vielleicht auch von China gesteuert wird.

"Aber wenn Sie das große Prinzip der Menschenrechte akzeptieren, das sich aus der einfachen Tatsache ergibt, eine unveräußerliche Menschenwürde zu besitzen, können Sie die Herausforderung annehmen, von einer anderen Menschheit zu träumen und über sie nachzudenken. Es ist möglich, sich einen Planeten zu wünschen, der Land, Unterkunft und Arbeit für alle garantiert" (Nr. 127). Wenn es jedoch ein Land gibt, in dem die Menschenrechte verletzt werden, dann ist es China.

...


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7
 
 wedlerg 8. Oktober 2020 
 

Roberto di Mattei bringt es auf den Punkt -2-

...
Aber nach Ansicht eines Mitarbeiters des Papstes wie Monsignore Sanchez Sorondo ist China das Land, das derzeit die Soziallehre der Kirche am besten anwendet, und vielleicht wünscht sich der Heilige Stuhl deshalb privilegierte Beziehungen zu diesem Land. Der Papst ignoriert auch die Verantwortung des kommunistischen Chinas für die Verbreitung des Coronavirus und schließt aus, dass diese Pandemie eine göttliche Strafe sein könnte (Nr. 134). Alle Päpste haben jedoch gelehrt, dass Epidemien, Kriege, Hungersnöte und alle Formen der kollektiven Geißelung eine Folge der Sünde der Menschen sind.

Aber von der Sünde und ihren Folgen, auch den sozialen, spricht die Enzyklika nicht. Die einzige Sünde scheint die des Widerstandes gegen die Einwanderung zu sein, die das Instrument zur Erreichung der "kreativen Integration" (Nr. 41) ist, die Papst Franziskus am Herzen liegt.

...


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 wedlerg 8. Oktober 2020 
 

Roberta di Mattei bringt es auf den Punkt

""Brüderlichkeit" und "soziale Freundschaft" sind vom Titel her Schlüsselwörter der Enzyklika und bilden die neue Form der christlichen Liebe. Eine Liebe, deren Maßstab nicht die vertikale Beziehung zu Gott, sondern die horizontale Beziehung zum Nächsten ist. Die Brüderlichkeit wird auch als "Solidarität" bezeichnet, und "Solidarität, im tiefsten Sinne verstanden", sagt der Papst, "ist eine Art, Geschichte zu schreiben, und das ist es, was die Volksbewegungen tun" (Nr. 116).

Die Volksbewegungen sind die Marxisten Lateinamerikas, denen Papst Franziskus immer nahe stand. In seiner Enzyklika kritisiert er ausführlich "populistische politische Regime" und "liberal-ökonomische Ansätze" (Nr. 37) sowie "Formen eines geschlossenen und gewalttätigen Nationalismus" (Nr. 86), ignoriert aber den Kommunismus. Heute jedoch ist die führende Macht der Welt das kommunistische China, was sich offiziell auf Marx, Lenin und Mao bezieht.

...


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 Labrador 8. Oktober 2020 
 

Lieber Msgr Schlegl - Arbeitsethik

Auf das Aussterben des letzten Sowjetmenschen zu warten, scheint sinnlos, denn die haben Nachwuchs, bei den Superreichen, den nachrückenden jungen Beamten, die auch tlw korrumpiert werden ...
Die Neureichen aus dem “Osten” scheinen mir noch einige Umdrehungen schräger als jene hier. Da haben sie am Graben sicher reichere getroffen und schlimmeres gehört als ich vor Ort in einem Land das heute in der EU ist.
Ob und, wenn ja, wie man diesen Menschen bessere Vorbilder zum Nacheifern geben kann, das fragte ich mich vor 20 Jahren.
Ob eine Vortrags & Gesprächsrunde mit Typen wie Stronach oder Mateschitz die eine soziale Verantwortung anerkennen und auch leben (das bedeutet nicht, dass ich beide für Heilige halte, beide mögen zB Gewerkschaften nicht) an den Wirtschaftsfakultaeten der dortigen Elite Unis den Kindern aber auch den Eltern helfen könnte, mehr im Leben zu finden, als saufen, Drogen, Sex und Konsum (+ Arbeit bei den Eltern) zB etwas aufbauen, Zukunft gestalten, Kultur, ...?


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 SCHLEGL 8. Oktober 2020 
 

@Labrador

Da habe Sie leider recht! Mangelnde Sicherheit und Korruption, bis in Kreise der Polizei und der Verwaltung, sind ein großes Problem in ganz Osteuropa!
Wir nennen in unserer griechisch katholischen Zentralpfarre solche Akteure "SOWJETMENSCHEN". Es wird noch Jahrzehnte dauern, bis die alle ausgestorben sind,wegen der Diktatur Putins in Russland noch länger, als in der Ukraine.
Die kommunistische Diktatur hat Angst erzeugt und jede persönliche Initiative gelähmt, das wirkt sich bis heute aus.


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 exnonne 8. Oktober 2020 
 

@Labrador: ob ich mehr besitze als Sie?

(Zweiter Versuch, beim ersten Mal hat offenbar die Technik nicht mitgespielt)
Dass ich über mehr Eigentum verfüge als Sie, ist sehr unwahrscheinlich, da ich als franziskanisch orientierter Mensch freiwillig am unteren materiellen Level lebe und den Überschuss spende.


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 Labrador 8. Oktober 2020 
 

Lieber Dachstein - die Fussnoten, wieder einmal die Fußnoten

Was werde ich da wohl meinen? Da Sie das Schreiben gelesen haben, werden sie sicher wissen worauf ich anspiele, oder?


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 Mmh 8. Oktober 2020 
 

Schon im Apostelkollegium gab es einen, der die Kasse verwaltete

Der heilige Franziskus postulierte für sich und für jene, die ihm folgen wollten, eine
Entscheidung für die persönliche Armut. Doch auch er hatte Jacopa de Settesoli, die ihm in
ökonomischer Hinsicht half.

Das obige sind alles Aussagen aus dem aktuellen Interview in der La Verità mit Don Nicola Bux.

Kann aber natürlich trotzdem gerne bedaumt oder kritisiert werden. :-/


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1
 
 Dachstein 8. Oktober 2020 
 

@Labrador et al

Ausreden und Haarspaltereinen, wenn Sie ganz ehrlich sind.


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 exnonne 8. Oktober 2020 
 

@Labrador: "Und was, wenn sich rausstellt, dass Sie mehr besitzen als ich?"

Keine Sorge, das ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht der Fall, da ich als franziskanisch orientierter Mensch auf sehr niedrigem materiellem Niveau lebe. Und ansonsten spende, was ich nicht zum eigenen Bedarf brauche.


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 Labrador 8. Oktober 2020 
 

Liebe exnonne - Und was, wenn sich rausstellt, dass Sie wesentlich mehr besitzen als ich?

Sie schwingen die Moralkeule ohne je auf den Gedanken zu kommen, dass es auch moralische Gründe geben könnte, Ihre Ideen abzulehnen.
Das zB ich, aber auch andere hier, dagegen Argumentieren, weil
1) wir einen kleinen Beitrag dazu leisten wollen, eine menschliche Zukunft zu erhalten
2) weil wir nicht dem “Menschen” entsprechende (Ausnahmen bestätigen diese Regel) Entwürfe ablehnen
3) diese Entwürfe bisher regelmäßig ins Desaster abgeglitten sind, der Zwang trotz Ihrer Beteuerungen immanent ist und die Armut auf den Fuß folgt.

Sie können gerne mit Dachstein eine Kommune der Brüderlichkeit gründen, niemand hindert Sie daran.


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3
 
 exnonne 8. Oktober 2020 
 

@Dachstein

Oh, danke schön! :-)

Einen gesegneten Tag wünsche ich Ihnen!


3

1
 
 Dachstein 8. Oktober 2020 
 

@exnonne

Besten Dank, Sie haben mich am besten auf das Gebot der Nächtenliebe (Brüderlichkeit) zurückgelenkt.

Andere mögen höflich über kommunistische Begriffe, Edison, Bill G., etc, argumentieren, Sie bringen die Enzyklika ungeschminkt auf den Punkt. Ich glaube es zu wissen, denn ich habe die ganze Enzyklika gelesen.


4

2
 
 hape 8. Oktober 2020 

Zuerst Brüderlichkeit, dann Jesus.

Ich beziehe mich auf den Artikel von Prof. Di Mattei zu Tutti Fratelli, der von @Zeitzeuge verlinkt wurde. Di Mattei kommt zu dem Ergebnis, dass die übernatürliche Dimension im Dokument von Papst Franziskus völlig abwesend sei. „Die absolute Wahrheit ist nicht Jesus Christus, in dessen Namen und Taufe die Christen Brüder sind. Die Brüderlichkeit ist ein höherer Wert als Christus selbst, weil sie nach den Worten von Papst Franziskus in der Lage wäre, Katholiken, Muslime, Buddhisten und Atheisten selbst zusammenzubringen, die auch ihren eigenen Glauben und ihre eigene Überzeugung haben.“ – Vor diesem Hintergrund erhält dann allerdings der Aufruf des Papstes, die Schönheit des Rosenkranzes zu entdecken, den Charakter eines folkloristischen Brauchtums: ganz nett, aber unwichtig.


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 exnonne 8. Oktober 2020 
 

Jaja, die "Kommunismus-Keule ;-)!

Das ist der typische Reflex der Begüterten, wenn man etwas mehr Verteilungsgerechtigkeit einfordert. Ich habe doch nicht von Enteignung gesprochen! Habe auch nicht gesagt, alle müssten gleich viel verdienen!
Aber es wäre doch schön, wenn jeder Arbeitende von seinem Einkommen auskömmlich leben und seine Familie ernähren könnte.
Ansonsten möge von mir aus gern jeder auf seinem Eigentum sitzen bleiben und es hüten. Und das mit seinem Gewissen ausmachen.
Und was die angesprochene Freiwilligkeit betrifft: Ist es nicht ein Armutszeugnis, dass heutige Christen, so sie begütert sind, offenbar so wenig zum Teilen bereit sind?


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 SalvatoreMio 8. Oktober 2020 
 

Beitrag Dr. Roberto di Mattei

@Sehr geehrter Zeitzeuge: bei Ihrem Link fand ich den Kommentar auf portugiesisch. Bei Radio Maria ist er auf italienisch. Auf deutsch gibt es ihn vielleicht nicht? Ich finde ihn treffend und lesenswert. Herzl. Dank!


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 Zeitzeuge 8. Oktober 2020 
 

Im Link ein Diskussionsbeitrag zum Thema "Fratelli tutti"

von Barone Prof.Dr. Roberto de Mattei!

www.robertodemattei.it/pt-br/2020/10/06/fratelli-tutti/


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 Labrador 8. Oktober 2020 
 

Lieber wedlerg - (2) Georgs Soros ist auf Platz 295 (Link)

Es war Welsbach, der (geadelten Vater) den besseren Start hatte. Keiner von beiden ist arm gestorben (Schloss Welsbach)

Richtiger Ort & Zeit sind immer wichtig, warum sonst sind die meisten Computer/Internetkonzerne in den USA und seit etlichen Jahren auch in China.
Hier in Europa kann man etwas aufbauen und sich dann kaufen lassen.
Auch Glück benötigt man, gute Freunde haben noch nie geschadet.
Ort, Zeit, Glück & gute Freunde gab es aber auch im Kommunismus. Trotzdem waren die IT der DDR oder der Trabi grottenschlecht.

Was wäre wenn ist schwer, aber ich habe meine Zweifel, ob OSRAM ohne die Markterschließung durch Edison gegründet worden wäre.

Natürlich setzt sich nicht immer des bessere Produkt durch, zB VHS/Video2000, heute sind beide Geschichte.

Natürlich kann sich eine etablierte Firma durch Politik vor unerwünschter neuer Konkurrenz schützen lassen. Das nennt man drüben Crony Capitalism.

Klar, es gibt jede Menge Sand im Getriebe, bloß anderswo sind es Steine

ceoworld.biz/2020/08/08/rich-list-index-top-500-billionaires-in-the-world-meet-the-richest-people-on-earth-2020/


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 Labrador 8. Oktober 2020 
 

Lieber wendlerg (1)

Bill Gates verdanken wir Microsoft Office und Windows, sie mögen den BSOD ebenso sehr verdammen wie ich, so ist es doch ein Zeichen, das wir beide Windows am PC haben. Vielleicht benutzen sie Linux, dann zähen sie zu einer kleinen Minderheit technisch kompetenter Informatiker. Aber auch dann leben Sie vom PC, denn ohne PC kein Linux
Ich habe die Preise der Sun/hp/SGI/Dec Workstations schon lange entsorgt, glaube mich aber zu erinnern, dass sie mehr als die eher im Bereich von Luxusklasse Limousinen lagen.
In der Firma hatten wir lange OS/2 (IBM) und ich war seh glücklich damit, aber es fanden sich nicht genug Käufer, die eine Weiterentwicklung gerechtfertigt hätten. Und ich sag das, obwohl ich das jetzige tun von Bill Gates sehr kritisch betrachte.
Wenn Sie den Link ansehen, dann finden Sie Amazon, Microsoft, Oracle, Facebook, Alphabet (Google), Nike, Tesla, neben Walmart und einigen Konglomeratenselbst die geschiedene Mackenzie Bezos hat erheblichen Anteil am Aufbau von Amazon.

www.forbes.com/sites/hayleycuccinello/2020/04/07/the-20-richest-american-billionaires-2020/#489acd241aeb


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 wedlerg 7. Oktober 2020 
 

@Labrador: so einfach dann doch nicht

Viele der Superreichen haben der Welt gar nichts gegeben und auch nichts riskiert. Man denke an Bill Gates, die Rockefellers oder G. Sorros, an Ölmultis, Solarpanelbetreiber der ersten Stunde oder die ersten Tuchfabrikanten. Sie waren einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort, spekulierten richtig, hatten Glück oder Freunde, miese, aber teure Produkte, etc.

Natürlich lebt die Wirtschaft von Errungenschaften, Innovationen und Erfindungen. Aber nicht immer profitieren die Richtigen. Der "Erfinder" der Glühbirne Edison hat es geschafft reich zu werden. Sein Beitrag zur Glühbirne war indes nur gering. Er setzte eine Kohlefaser als Glühdraht statt einer verkohlten Bambusfaser ein, wie von Göbel zuvor verwendet. Das Produkt war dennoch mies, aber Edison verstand es durch Vermarktung und Geschäftstüchtigkeit reich zu werden. Erst 20 Jahre später wurden langlebige Glühbirnen erfunden, die eine Osmiumlegierung als Glühdraht verwendeten. Welsbach, der Osram gründete, war ein echter Pioneer.


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 wedlerg 7. Oktober 2020 
 

@exnonne: die Kommunisten und Bibelfälscher...

haben Apg 4,32-37 immer als Legitimation des Kommunismus und Marxismus begriffen.

- weil sie übersehen haben, dass hier Gläubige einer Gemeinde etwas gemeinsam besaßen und einer des anderen Last trug, und
- weil sie übersehen haben, dass die Urgemeinde in der Mission alleine der Verkündigung der Auferstehung lebte und
- weil sie übersehen hatten, dass das ganze auch ökonomisch durch die freiwillige Hingabe funktionierte.

und genau diese drei Punkte unterscheiden Christen von säkularen Gutmenschen. Rein selektiv die Umverteilung aus dem NT zu entnehmen, geht immer schief.


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 Labrador 7. Oktober 2020 
 

Liebe exnonne - wie war das noch mit die Bibel als Steinbruch benutzen?

1) bedienen Sie sich des Kommunistischen Jargons vom Mehrwert (einfach Infrastruktur durch Kapital ersetzen :)

2) sehe ich sehr wenig Ähnlichkeit zwischen der Apg und Ihren kommunistischen Träumen.

3) frage ich mich, was passiert ist nachdem der Erlös aufgebraucht war. Die Apg schweigt dazu.

4) mal über Apg 5,4 gestolpert?

5) finde ich es immer spannend, wenn
+ Menschen die Situation der Urgemeinde mit einigen hundert, wenn es hoch kommt tausend Familien als Modell für die Organisation eines Staates wenn nicht gleich der Welt mit Millionen bis Milliarden Familien sehen
+ die Beschreibung eines lokalen Zustandes in der Bibel als verbindlich, ein Urteil (zB Joh 8,11) hingegen als unverbindlich gedeutet wird
+ dass aus welchen Gründen auch immer, diese Situation trotz oder gerade wegen der Endzeiterwartung nur einige Jahrzehnte aufrechterhalten werden konnte. Wie man dann ohne Ursachenforschung glauben kann heute würde das besser klappen, entzieht sich meiner Kenntnis.


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 exnonne 7. Oktober 2020 
 

@Labrador: "reinster Kommunismus"

Dann ist auch das reinster Kommunismus: Apostelgeschichte 4,32-37. ;-)


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 Labrador 7. Oktober 2020 
 

Lieber Philipp - Zustimmung

mit einem kleinen Zusatz: wieviel jetzt noch auf diesem Konto sind weiß ich nicht, nur dass mal 20 Millionen £ mehr darauf waren. Vielleicht wurde das Konto geplündert und auf 0 gesetzt, möglicherweise ist aber auch noch ein ganzer Batzen Geld zurückgeblieben.


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 Labrador 7. Oktober 2020 
 

Lieber Msgr Schlegl - Warum finden gut ausgebildete Ukrainer keine Arbeit

Weder in der Ukraine noch in Russland gibt es Kapitalismus. Auf Englisch würde man dazu “crony capitalism” sagen. Wörterbücher übersetzen das mit Vetternwirtschaft, aber das trifft die Sache nur teilweise.

- Warum gehen große Firmen lieber nach Indien also in das in vielerlei Hinsicht nähere Osteuropa?
- Warum gründen junge Ukrainer keine eigenen Firmen sondern “warten” darauf, dass irgend jemand für sie Arbeit schafft?

Ich kannte mal junge Osteuropäer, die hier Wirtschaftswissenschaften studiert haben, sowohl sprachlich als auch kulturell bestens dafür qualifiziert gewesen wären, in der Vertretung einer Österr. Firma vor Ort zu arbeiten. Die wollten aber nicht zurück. Warum wohl?

Mangelnde Sicherheit und Korruption!

Klar, all das gibt es auch hier bei uns, aber ich und meine Geschwister haben Schule, Studium abgeschlossen sowie tlw Haus gebaut/Firma gegründet ohne einen Schilling Schwarzgeld zu zahlen. Das kenne ich aus dem Zeugnis osteuropäischer Freunde ganz anders.


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 phillip 7. Oktober 2020 
 

Was sagt uns populorum progressio zum Privateigentum in Abschnitt 23?

"Wer die Güter dieser Welt hat und seinen Bruder Not leiden sieht und sein Herz gegen ihn verschließt, wie soll da die Liebe Gottes in ihm bleiben? (21)" Es ist bekannt, mit welcher Entschiedenheit die Kirchenväter gelehrt haben, welche Haltung die Besitzenden gegenüber den Notleidenden einzunehmen haben: "Es ist nicht dein Gut", sagt Ambrosius, "mit dem du dich gegen den Armen großzügig weist. Du gibst ihm nur zurück, was ihm gehört. Denn du hast dir herausgenommen, was zu gemeinsamer Nutzung gegeben ist. Die Erde ist für alle da, nicht nur für die Reichen (22)." Das Privateigentum ist also für niemand ein unbedingtes und unumschränktes Recht. Niemand ist befugt, seinen Überfluß ausschließlich sich selbst vorzubehalten, wo andern das Notwendigste fehlt". Kleiner Tipp: Ein Teil der Kirchenbeiträge soll den Armen zugewendet werden. Wofür verwendet der Papst der Armen die 20.000.000 Pfund Sterling, die auf seinem Privatkonto lagern?


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 Labrador 7. Oktober 2020 
 

Liebe exnonne - Ihre Antwort an ecclesial ist reinster kommunismus

Die meisten Superreichen in den USA (bei Slim in Mexiko und Anderen mag das anders sein) haben Dinge geschaffen, die es vorher nicht gab.
Sie haben erhebliche Risiken auf sich genommen (nicht wenige [Internet]unternehmen scheitern, denken Sie an Yahoo, davor AOL, davor Compuserve, alle mal erfolgreich an der Spitze, jetzt Geschichte.
Steven Jobs hat Apple gegründet, wurde hinausgeekelt, hat Next gegründet und kehrte als Retter vor dem Pleitegeier zu Apple zurück. Seine zweite Morgengabe, MacOSX, seine Großtat der iPod, dann das iPhone.
Einige Zeit gab es OS/2, aber IBM konnte es nicht im Markt etablieren. Es gab BeOS, Atari hatte was, mittlerweile könnte jeder mit Linux arbeiten, aber kaum einer tut es am PC. Entweder es läuft Windows oder es ist ein Apple mit OSX.

Erfolgreiche Entrepreneure schaffen etwas, das weit über das zur Verfügung stellen von Infrastruktur oder Kapital hinausgeht, sie tragen das Risiko des Misserfolges.
Die nicht erfolgreichen tragen die Last der PleIte.


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 laudeturJC 7. Oktober 2020 

Ob man nun endlich einige Narrative überdenkt?

Vielleicht können Kenner wie @Zeitzeuge weiterhelfen? Schon vor einigen Jahren recherchierte ich kurz mit dem Ergebnis, dass man 1000 Jahre zurückgehen muss, dass ein Papst einen neuen, noch nie verwendeten Namen erwählte. Es hiess, dass dies ein Zeichen der BESCHEIDENHEIT sein soll und - symbolisch - der TREUE zur Überlieferung (in den ersten Jahrhunderten natürlich war es anders, heidn. Namen etc.)


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 jabberwocky 7. Oktober 2020 

Schon wieder eine Enzyklika?

War meine erste Reaktion, als ich von fratelli tutti hörte. Die Produktion von Enzykliken läuft ja wie am Fließband. Wir leben im Zeitalter der vielen Worte, und im gleichen Maße, wie die Kirche in der Welt ihre Leuchtkraft verliert, produziert sie eine wahre Schwemme von Texten: Enzykliken, Begleittexte, Stellungnahmen, Interpretationen, Verlautbarungen, Handreichungen und Arbeitshilfen, langatmige Textungetüme und Buchstabensalat, den im Grunde kaum jemand liest. Das entspricht genau der Praxis: PGR-Sitzungen, Dekanatskonferenzen, Diözesankonferenzen und runde Tische. Es gibt zwar kaum noch Priesterweihen, dafür aber einen Umweltschutzbeauftragten und eine Gleichstellungsbeauftragte. Texte unseres Ordinariats enthalten zwar keine Nahrung für die Seele, dafür aber politisch korrekt das Gendersternchen. Der Kontrast der Kirche zur Welt wird kleiner. Kein Wunder, daß Lob u.a. auch von Leuten kommt, bei deren Zustimmung ich mich als Papst fragen würde: Was habe ich falsch gemacht?


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 Lilia 7. Oktober 2020 
 

Fratelli tutti corrotti...


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 wedlerg 7. Oktober 2020 
 

Eine Arbeit von Ghostwritern

Bei Beiboot Petri wird von M. Tosatti eine ganz klare Analyse für die vielen Selbstzitate von PF geboten:

1. "Bergoglio hat die Enzyklika nicht geschrieben, sie ist von seinen Beratern geschrieben worden, Experten, Lakaien, die ihn ständig zitiert haben, die, weil sie wußten, daß er ein solipsistischer Diktator ist, ihn loben, ihm gefallen und seine schmeichelnden Diener sein wollen. "

2. Die Berater benötigten 230 000 Zeichen und damit dreimal mehr als Papst Leo XIII. für Rerum Novarum ("Und Rerum Novarum war die größte Sozialenzyklika, aus der die Soziallehre der Kirche hervorgegangen ist...Es ist offensichtlich, daß 200.000 Zeichen verschwendet wurden, weil jeder der Schmeichler etwas schreiben wollte, um in den Augen des Meisterdiktators zu glänzen.").

3. Die Weltlichkeit der Werte Bergoglios braucht Platz und wird werbewirksam präsentiert.

Ein bitterböser Text - aber vermutlich viel Wahres dran.

beiboot-petri.blogspot.com/2020/10/msgr-ics-hat-eine-frage-zu-fratelli.html#more


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 ecclesiam 7. Oktober 2020 
 

Volkswirtschaftslehre

@exnonne:

"Ist das etwa in Ordnung?"
1. Ja, das ist sehr in Ordnung. Der Arbeitnehmer bekommt regelmässig seinen Lohn. Der Unternehmer aber geht ein hohes Risiko ein. Er kann alles verlieren und investiert oftmals sein ganzes Leben in ein Unternehmen. Das kann man halt erst richtig beurteilen, wenn man selbst mal erlebt hat, was es an Last und Schweiss bedeutet, ein Unternehmen zu besitzen und zu führen. Der Arbeitnehmer kann ja auch Unternehmer werden, wenn er das möchte.

2. Sicher kann und soll man das Evangelium in der Wirtschaft umsetzen! Es geht mir um die Aussage von Basilius "die Reichen nehmen es von den Armen". Es geht um Volkswirtschaftslehre, nicht Ethik. Wohlstand wird erarbeitet, ohne dass jemand etwas verliert. Der Markt regelt effizient die Verteilung der Wertschöpfung (ausgenommen der Missbrauch).


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 SCHLEGL 7. Oktober 2020 
 

@SalvatoreMio

Achtung, Sie sind im falschen Zug! Ihr Beitrag gehört zu: http://www.kath.net/news/73074#550331
Nein, der Ausdruck "Volksaltar" ist umgangssprachlich. Richtig wäre zu sagen, Altar, der eine Zelebration versus populum erlaubt.


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 SCHLEGL 7. Oktober 2020 
 

ecclesiam
Uralte Bibelzitate habe ich nicht gebracht! Basilius († 379)lebte zurzeit des florierenden oström.Reiches,Thomas v. Aquin starb 1215 im Hochmittelalter.
Es ist klar, dass die soziale Marktwirtschaft große Vorteile bietet.Papst Paul VI bewunderte dieses System und nannte Österreich einmal "Insel der Seligen".
Wenn ich mir die Situation in Russland anschaue, wo eine kleine Minderheit sich die besten Stücke aus der Staatswirtschaft herausgeschnitten haben (diese Leute sah man jährlich zwischen Weihnachten und Silvester in den teuersten Geschäften Wiens einkaufen. Da ich Russisch kann, habe ich auf der Straße manches an Konversation aufgeschnappt).
In der Ukraine ist es ähnlich ,150 € Pension,jede Arztleistung ist vom Patienten zu bezahlen, bereits 2 Mio Ukrainer sind ausgewandert, weil sie trotz guter Ausbildung keine Arbeit finden. Von Südamerika möchte ich gar nicht reden, große Teile einiger Länder gehören ganz Wenigen und die landlosen Bauern haben fast nichts!


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 SalvatoreMio 7. Oktober 2020 
 

Begriff "Volksaltar"

@Msgr. Schlegel: Ihrer Erklärung entnehme ich, dass der präzise Begriff des Altares versus populum eigentlich "Volksaltar" lautet. Danke!


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 JBE 7. Oktober 2020 
 

Manifest

Kommunistisches Manifest II wäre wohl der bessere Titel.
Christus ist kaum ein Thema 50 Millionen Abtreibungen jedes Jahr sind gar kein Thema!
Dass er sich weitgehend selbst zitiert ist eigentlich nicht erstaunlich,interessiert es ihn doch nicht,was seine Vorgänger und die Kirche vertreten. Es ist auch eine Eigenschaft absoluter Herrscher sich am liebsten reden zu hören.
Kirche quo vadis mit diesem Papst??


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 exnonne 7. Oktober 2020 
 

@ecclesiam: Wirtschaft nicht mit alten Bibelzitaten bewerten

Was Sie schreiben, hat mich an den Vorstand eines Unternehmens erinnert, in dem ich mal gearbeitet habe. Ein Vorzeigekatholik: jeden Sonntag in der Messe, im Pfarrgemeinderat (natürlich als Vorsitzender), Mitglied in vielen wohltätigen Vereinen (aber immer nur im Vorstand, nicht bei denen, die sich die Hände schmutzig machten). Dem Betriebsrat gegenüber betonte er häufig, dass das Evangelium aber nicht im Wirtschaftsleben umgesetzt werden könne. Wo, bitte, sollen wir das Evangelium denn umsetzen wenn nicht im ganz normalen Leben, und dazu gehört eben auch das Wirtschaften.

"Wohlstand wird geschaffen", sagen Sie. Das ist richtig. Aber von wem? Sicher, es sind die Unternehmer, die z.B. Infrastruktur bereitstellen. Aber es sind die Arbeitnehmer, die die Produkte herstellen, Dienstleistungen erbringen usw. Beide sind aufeinander angewiesen, aber die Arbeitenden bekommen weniger vom Kuchen ab. Ist das etwa in Ordnung?


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 Katholik 7. Oktober 2020 

Zitate relativ leicht erklärbar

Das mit den Zitaten scheint mir relativ leicht erklärbar und hat mehrere Gründe:
Viele Äußerungen des Papstes werden veröffentlicht, sogar die spontanen Predigten. Darum können sie auch zitiert werden, statt dieselben Gedanken neu zu formulieren, wie es andere Autoren tun würden.
Die Redaktionshelfer bemühen sich, das vorzuschlagen, was der Papst vermutlich sagen will. Darum nehmen sie seine Texte, denn damit ist er dann sicher einverstanden, weil er es ja schon gesagt hat.
Es ist vermutlich sogar gewollt, in einem wichtigen, bleibenden Dokument viele Aussagen quasi zu sammeln, damit sie leicht zugänglich bleiben (wer sucht oder liest schon eine Ansprache von irgendwann).
Mehr als ein präzises Lehrschreiben ist diese Enzyklika in weiten Teilen ein pastoraler Motivationstext und ein Beitrag zum Dialog. Darum werden auch solche Quellen genutzt (Predigten, Ansprachen, Begegnungen, etc.)


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 ecclesiam 7. Oktober 2020 
 

Wohlstand wird geschaffen

@Mons. Schlegel, ich schätze Ihre theologischen Beiträge sehr. Vor allem über unsere östliche Kirche. Die heutige Wirtschaft mit Jahrhunderten bzw. Jahrtausenden alten Bibelzitaten zu bewerten, das funktioniert leider nicht.

Die soziale Marktwirtschaft gibt es noch nicht lange. Sie hat uns Wohlstand, Gerechtigkeit und damit Frieden gebracht, die seinesgleichen sucht. Europa ist nicht kriegsfrei wegen der tollen EU, sondern infolge höherer Gerechtigkeit und weniger Armut, geschaffen durch einen freien Markt.

Wohlstand wird geschaffen und nicht genommen. Es ist ideologisch zu sagen, der Reichtum basiere auf dem Diebstahl an den Armen. Um das zu erkennen, könnten Sie sich vielleicht in der Volkwirtschaftslehre ein wenig vertiefen?


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 Herbstlicht 7. Oktober 2020 
 

sich prüfen

Franziskus sprach sich in all den Jahren stets für Bescheidenheit aus und gab sich auch immer so.
Doch in einem offiziellen Schreiben, gar in einer Enzyklika, sich häufig selbst zu zitieren, könnte im Gegenteil jedoch ein Hinweis auf persönliche Eitelkeit sein.
Ob es so ist, weiß nur er selbst, falls er selbstkritisch sich selbst gegenüber ist.


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 SCHLEGL 7. Oktober 2020 
 

ecclesiam

ZITAT v. exnonne aus http://www.kath.net/news/73068:
Privateigentum
"Aber sage mir: Was ist denn dein? Woher hast du es bekommen?So gebärden sich die Reichen: Gemeinsame Güter nehmen sie zuerst in Beschlag und machen sie zu ihrem Privateigentum. Würde jeder nur so viel nehmen, als er zur Befriedigung seiner Lebensbedürfnisse braucht, so gäbe es weder Reiche noch Arme."(Basilius v. Cäsarea, Predigt über die Habsucht)
"Ihr sagt, dass ihr nicht geben könnt,aber eure Hand verrät euch, denn obwohl sie nicht sprechen kann, erklärt das Funkeln an eurem Finger, dass ihr lügt.Wie viele Leute könnte dieser eine Ring von euch schuldenfrei machen? Wie viele zerfallene Häuser könnte er instand setzen?Dem Hungernden gehört das Brot, das bei dir zu Hause verdirbt. Dem Barfüßigen gehören die Schuhe, auf die sich unter deinem Bett Schimmel setzt.Dem Nackten gehört die Kleidung, die ungenutzt in deinem Kleiderschrank hängt. Dem Elenden gehört das Geld,das in deiner Schatulle an Wert verliert?(Basilius)


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 girsberg74 7. Oktober 2020 
 

Methodisch gesehen geschickt, eine unbezweifelbare Sache!

Wenn ich irgendwo groß herauskommen will, zitiere ich mich selbst; damit können keine Zweifel an meiner zweiten Aussage aufkommen, ich bin durch frühere Stellungnahmen in meiner Aussage gestützt.

Doch nicht, dass ich irgend etwas gegen eine gelungene Zusammenfassung einer Lebensleistung hätte.


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 SCHLEGL 7. Oktober 2020 
 

@ecclesiam

Thomas von Aquin, so glaube ich mich erinnern zu können, hat einmal gesagt/geschrieben: "Wenn jemand einen Armen etwas gibt, überlässt er ihm eigentlich nur etwas, was ihm durch die (göttliche) Naturordnung bereits zusteht.
Die theologische Ethik der katholischen Kirche hat immer wieder darauf hingewiesen, dass Eigentum Dienstcharakter hat und deshalb auch zu sozialem Handeln verpflichtet.
Interessant ist in diesem Zusammenhang das "ZINSVERBOT" der Kirche, (lat.usura), welches sogar noch im Codex von 1917 steht.


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 Mmh 7. Oktober 2020 
 

:-/

Und vielen Dank an Philosophus für seine weisen Worte.


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 ecclesiam 7. Oktober 2020 
 

Papst bricht mit kath. Soziallehre

Der Papst konnte deshalb keine vorherigen Enzykliken zitieren, da er mit der katholischen Soziallehre bricht.

Der Papst stellt das Gemeinwohl über alles, damit der Mensch in Würde leben könne.
Weiter nennt er das Recht auf Privateigentum ein "sekundäres Naturrecht". Der Text ist voller anti-marktwirtschaftlicher Ideologie und beinhaltet zudem Fehleinschätzungen über die Globalisierung.

Das ist reiner Sozialismus bzw. Kommunismus.

Im Mittelpunkt des sozialen Handelns steht der einzelne Mensch, nicht die Gemeinschaft. Die Gemeinschaft bzw. der Staat dient dem Wohl des einzelnen Menschen und es dient nicht der Mensch dem Staat.

Dieser Satz macht das Schreiben des Papstes sogar gefährlich. Dass das Gemeinwohl bzw. der Staat über dem Menschen steht, das hatten wir bis 1989 im real existierenden Sozialismus.

Weshalb das nicht aus den Köpfen gewisser Menschen geht, das ist für mich ein grosses Rätsel. Vor allem wenn sozialistische Parolen nun sogar vom Papst verbreitet werden.

www.kathpedia.com/index.php?title=Rerum_novarum_(Wortlaut)


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 Smaragdos 7. Oktober 2020 
 

@Philosophus:

Sie sprechen hier das Grundproblem dieses Papstes an, dass er seine persönliche Meinung mit dem Lehramt der Kirche verwechselt. Das hat es so wohl noch nie gegeben, jedenfalls nicht in jüngerer Zeit, und das ist ein absolutes Ärgernis, zumal dieser Papst offensichtlich ein Problem mit der Kirche hat. Er kann und will nicht zwischen seiner privaten Meinung und der Lehre der Kirche unterscheiden, dann kommen Texte wie Amoris Laetita heraus...


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 Federico R. 7. Oktober 2020 
 

„Giovanni, nimm dich nicht so wichtig“ ...

ist ein berühmt gewordener Satz von Johannes XXXIII. Könnte sich vielleicht auch sein aktueller Nachfolger auf dem Stuhl Petri zu eigen machen: „Jorge, nimm dich nicht gar sooo wichtig.“

Aber vielleicht hat ihm einer seiner Ghostwriter auch nur ein wenig schmeicheln wollen?


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 SalvatoreMio 7. Oktober 2020 
 

Charakter einer Enzyklika

@Philosophus: Genau! Danke sehr! Der Gedanke kam mir auch, ich hatte nur nicht den Mut auszusprechen, dass dies doch keine Enzyklika sein könne.


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 Lilia 7. Oktober 2020 
 

"Francesco tutti frutti" wäre daher die bessere Bezeichnung

für diese Pseudoenzyklika.


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 Philosophus 7. Oktober 2020 
 

Bei allem Respekt

für den Papst, erhebt sich die Frage, ob dieser (ohne Zweifel gut gemeinte) Text wirklich den Charakter einer Enzyklika hat. Sie enthält ja hauptsächlich die persönliche (und auch grundsätzlich achtenswerte!) Meinung ihres Verfassers. Sinn einer Enzyklika jedoch ist es, die Lehre der Kirche zu einem Thema verbindlich darzulegen. Die sicherlich von viel gutem Willen getragenen Überlegungen des Papstes zur Flüchtlingsfrage sind sicher nicht verbindliche Lehre der Kirche, und die österreichische Regierung wird sie vernünftigerweise nicht umsetzen. Das wäre unverantwortlich!
Wenn es einem Pfarrer nicht gut ansteht, seine persönlichen politischen Meinungen von der Kanzel zu verbreiten, dann sollte ein Papst das auch nicht in einer Enzyklika tun. Da wäre eine andere Form besser geeignet - unbestritten bleibt natürlich, dass er seine Überlegungen äußern darf!


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