Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  4. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  5. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  6. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  7. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  8. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  9. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  10. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  11. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  12. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  13. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  14. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  15. Vertrauenskrise in der Kirche

Mexiko will vom Vatikan erneut Entschuldigung für Conquista

13. Oktober 2020 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Präsidenten-Gattin überreicht dem Papst Schreiben, in dem auch Leihgaben für das Gedenkjahr 2021 und Würdigung der Anführer des Unabhängigkeitskrieges gefordert werden


Vatikastadt, 12.10.2020 (KAP) Mexikos linksgerichteter Präsident Andres Manuel Lopez Obrador hat erneut eine Entschuldigung vom Vatikan gefordert. Wie mexikanische Medien am Wochenende berichteten, ließ er Papst Franziskus einen entsprechenden Brief durch seine Ehefrau Beatriz Gutierrez Müller überreichen. Darin wird eine Entschuldigung für die "abscheulichen Gräueltaten" der spanischen Eroberung 1521 verlangt, die auch im Namen der katholischen Kirche geschehen seien. Die Kirche sollte gemeinsam mit der spanischen Krone und dem mexikanischen Staat eine solche Geste vollbringen, als "Akt der Demut und gleichzeitig der Größe", hieß es. Der Vatikan bestätigte in einer Mitteilung zwar den Besuch der Präsidenten-Gattin vom Samstag, machte dazu jedoch keine weiteren Angaben.

2021 jährt sich zum 500. Mal die Eroberung des heutigen Mexikos durch die spanischen Konquistadoren um Hernán Cortés. Im Blick darauf hatte Lopez Obrador bereits Anfang 2019 gefordert, der Papst sowie der spanische König sollten für Verbrechen an den indigenen Völkern um Vergebung bitten. Zu diesem Zweck ließ das mexikanische Staatsoberhaupt Briefe an Franziskus und König Felipe VI. verschicken. Vor allem in Spanien stieß der Vorstoß auf Unverständnis. 2021 könne ein Jahr der "historischen Aussöhnung" werden, hieß es damals in den beiden Schreiben.
Offizielle Entschuldigungen der Päpste für das Mitwirken an der Conquista sowie an Verbrechen gegen die Urbevölkerung auf dem amerikanischen Doppelkontinent gab es bereits mehrmals, wies das von der Erzdiözese Mexiko-Stadt getragene Portal desdelafe.com.mx als inoffizielles Sprachrohr der katholischen Kirche Mexikos am Samstag hin.
So bat etwa Papst Franziskus 2015 bei seinem Besuch in Bolivien "demütig um Vergebung" nicht nur für "die Vergehen der katholischen Kirche selbst, sondern auch für die Verbrechen an den Ureinwohnern während der sogenannten Eroberung Amerikas". Sein Vorgänger Benedikt XVI. wies in einer Generalaudienz 2007 darauf hin, dass "die Schatten, die die Evangelisierung des lateinamerikanischen Kontinents begleiteten, nicht ignoriert werden können", ebenso wenig wie "das Leid und die Ungerechtigkeiten, die den indigenen Bevölkerungen von den Kolonisatoren zugefügt wurden". Davor bat im Jahr 2000 Johannes Paul II. um Vergebung für die historischen Irrtümer der Kirche, darunter "Sünden gegen die Liebe, den Frieden, die Rechte der Völker, die Achtung vor den Kulturen und anderen Religionen in Verbindung mit der Evangelisierung".


Der Hauptgrund des nunmehrigen Schreibens des mexikanischen Präsidenten war, wie er erklärte, die Bitte um Leihgaben wie den Borgia-Kodex, ein aztekisches Manuskript, Karten der früheren Azteken-Hauptstadt Tenochtitlan und Dokumente der Nahuatl- und Tolteken-Kulturen aus den Beständen des Vatikans. Sie sollen 2021 in Mexiko ausgestellt werden, anlässlich eines für das Land aus mehreren Gründen wichtigen Jubiläumsjahres: Zugleich soll des 700-Jahre-Jubiläums der Gründung Tenochtitlans wie auch dessen Eroberung durch die Spanier 1521 gedacht werden. Darüber hinaus erlangte Mexiko 1821 seine Unabhängigkeit. Für die beiden Vorkämpfer im vorangehenden Krieg gegen die Spanier (1810-1821), die vom Vatikan exkommunizierten Priester Miguel Hidalgo und Jose Maria Morelos, wünschte Lopez Obrador eine "Würdigung" durch den Papst.


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  4. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  5. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  6. Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung
  7. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  8. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  9. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  11. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  12. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  13. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  14. Proteste gegen Auftritt von Kardinal Marx
  15. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz