Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  2. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  3. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  4. "Vaccine Amen"
  5. Spanien am moralischen Abgrund
  6. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  7. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  8. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!
  9. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  10. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  11. Panik in Magdeburg
  12. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  13. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  14. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  15. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt

„Die aggressive Wucht, mit welcher der Papst gegen die Marktwirtschaft anrennt“

13. Oktober 2020 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Rainer Hank kritisiert in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ die Enzyklika „Fratelli tutti“ durchaus grundsätzlich


Frankfurt (kath.net) Rainer Hank, freier Autor der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, spart in seinem Kommentar zur jüngsten Enzyklika von Papst Franziskus, „Fratelli tutti“, nicht mit Kritik. „Schon kurz nachdem Franziskus am vergangenen Wochenende seine Enzyklika ‚Fratelli tutti‘ (‚Über die Geschwisterlichkeit‘) veröffentlicht hatte, fiel ihm ein zentraler Satz seines Lehrschreibens auf die Füße: Die Corona-Pandemie habe bewiesen, dass die ‚magische Theorie‘ des Markt-Kapitalismus gescheitert sei, verkündet der fromme Mann aus Argentinien.“ Mit diesem Satz beginnt Hank seinen Kommentar und nimmt dann die Kapitalismus- und Wirtschaftskritik des aktuellen Papstes ins Visier. Den „radikale[n] Antikapitalismus des heutigen Papstes“ bezeichnet er als „eine einseitige Zuspitzung, die sich freilich treu und konsequent durch seine bisherigen Verlautbarungen ‚Evangelium gaudii‘ (Zitat: ‚Diese Wirtschaft tötet.‘) und ‚Laudato Si‘ (‚Gewinnmaximierung verhindert soziale Inklusion.‘)“ hindurchziehe. „Diesen Antikapitalismus, so abenteuerlich er uns vorkommt“, könne man aber „erklären. Die Weltanschauung dieses Papstes ist der Freiheitstradition der europäischen Aufklärung samt deren christlichen Wurzeln denkbar fern“, sie speise sich vielmehr aus anderen Quellen, darunter der „Marxismus der sogenannten ‚Theologie der Befreiung‘ in Lateinamerika und aus dem Peronismus, einem Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell Argentiniens, das seinerseits stark populistische Züge hat“.


Dann erinnert Hank an die Erschütterung von Clemens Fuest, Chef des Münchner Ifo-Instituts, über diese Enzyklika: „Er verstehe nicht, wie dieser Papst Marktwirtschaft und Globalisierung derart scharf verdammen könne, die doch dafür verantwortlich seien, dass Hunderte von Millionen Menschen den Weg aus der Armut gefunden hätten. Fuest rügt, dass im neuen Lehrschreiben kein einziges kritisches Wort falle über ‚Sozialisten‘ wie Hugo Chávez und Nicolás Maduro, die aus Venezuela ein Armenhaus gemacht haben.“ Obendrein erinnert Hank auch an „die jüngst aufgedeckten Finanzskandale“, „die zeigen, dass die geistlichen Herren in der Praxis keine Skrupel haben, hochspekulative Finanzgeschäfte am Londoner Immobilienmarkt zu betreiben“.

Abschließend weist Hank in seinem Kommentar in der FAZ darauf hin, dass „der christliche Glauben … zum Glück auch noch ein paar Botschaften“ habe, „die wichtiger sind als die Soziallehre“.

Link zum Kommentar von Rainer Hank in der FAZ: „Aus der Kirche austreten?“
 

Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Winrod 13. Oktober 2020 
 

Der christliche Glaube ist der einzige Gegenpol

zur Macht der Ideologie. Bedenklich, dass der Vatikan diese Grundtatsache so wenig erkennt.


4
 
 Hadrianus Antonius 13. Oktober 2020 
 

Altbekannt

Und erst jetzt hat Rainer Hank den Peronismus in der Gedankenwelt (1 Büchlein: Sobre la tierra y el cielo") entdeckt:-)
Clemens Fuest hat übrigens Evo Morales vergessen, den Haiptschamane von Bolivien und Pachamama-adepten :-)
Die geehrte vorherige Kommentatoren darf ich freundlichst auf die Person von Erzbischof Marcelo Sanchez Sorondo hinweisen, guten Freund von PF, stammend aus einer sehr reichen und konservativen argentinischen Familie und später dann ultralinks und "kommunistisch" gedreht, dabei den katholischen Glauben annihilierend im Vergleich zum "kanonischen Recht" (Interview mit LifeSiteNews 1.02.2020)
"Quelle affaire!" (Blücher)


4
 
 Stefan Fleischer 13. Oktober 2020 

Die Theologie der Befreiung

Im Nachhinein ist man immer klüger. Die Befreiungstheologie, welche die Kirche zuerst richtigerweise sehr skeptisch beurteilt hat, konnte sich trotzdem durchsetzen. Die Taktik war einfach. Es wurde immer alles so gesagt oder dann nötigenfalls so erklärt, dass diese Ideologie auch noch irgendwie mit dem christlichen Glauben, mit der katholischen Lehre mehr oder weniger Einklang gebracht werden konnte. Und die allermeisten Theologen liessen sich übertölpeln und sahen nicht, dass die Befreiungstheologie das Zeug in sich hatte die Erlösungstheologie beiseite zu schieben und so langsam aber sicher auszuschalten. Das aber ist dann passiert. Indem man das ewige Heil unter dem Vorwand der bedingungslosen Barmherzigkeit Gottes zum Automatismus, ja zu einem Rechtsanspruch gegenüber Gott gemacht und das Reich Gottes ganz in diese Welt verlegt hatte, ist nun unsere Verkündigung ganz auf das irische Heil fokussiert. Ohne radikale Umkehr zu Gott kommen wir da nicht mehr heraus.


8
 
 Pluto16 13. Oktober 2020 
 

@Herbstlicht

Nicht alles, was mit Geld zu tun hat, ist Kapitalismus. Unter Kapitalismus verstehe ich freie Marktwirtschaft, wenn Sie und ich einen Vertrag schließen könnten, ohne dass wir uns von Politikern die Vertragsbedingungen diktieren lassen müssten. Davon sind wir Lichtjahre entfernt.

Im Kapitalismus ist Gewinn UND Verlust privat. Da gibt es keine „Rettung“ von Unternehmern mit Steuergeldern.

Im Kommunismus ist der Gewinn kollektiviert und der Verlust kollektiviert.

Im heutigen System ist der Gewinn privatisiert und der Verlust wird kollektiviert. Großkonzerne, Großbanken, Medien und der Staat ziehen an einem Strang. Wer sich verzockt wird mit Steuergeld gerettet weil er angeblich „systemrelevant“ ist. In den Führungsetagen sitzen keine Unternehmer mehr sondern Bürokraten und Pöstchenjäger die politische Vorgaben durchsetzen. Wer nicht zu den „Auserwählten“ zählt wird gnadenlos geplündert und ruiniert. Das geht nur mit staatlicher Gewalt.


5
 
 Chris2 13. Oktober 2020 
 

Ein Papst für diese(n) Zeit(ungeist)

Er passt zu den immer irrationaleren neosozialistischen Ideologien, die den einst "freien Westen" zu einem riskanten Experimentierfeld machen. Die ersten Länder geben endlich zu, dass ihre Illusionen geplatzt sind (Schweden als Multikulti-Musterländle), andere wollen das alles gerne selbst nachspielen. Oder z.B. nachts ohne Wnd in kalten Wohnungen frieren...


5
 
 ecclesiam 13. Oktober 2020 
 

Papst trägt Verantwortung für seine Vorschläge

Papst Franziskus verlässt mit diesem Schreiben sowohl die katholische Soziallehre als auch eine freiheitliche, gerechte und menschenwürdige Wirtschaftsordnung.

Seine Anklage gegen die Marktwirtschaft und seine Glorifizierung des Staates und dessen strenge Regelung jeglichen wirtschaftlichen Handelns hat in der Vergangenheit Millionen von Todesopfern gefordert (alleine die Initiative "Sprung nach vorn" von Mao hat um die 50 Millionen Tote gefordert).

Im Gegensatz dazu hat die freie Marktwirtschaft hunderte von Millionen, wenn nicht gar Milliarden von Hungertoten verhindert.

Ich verstehe nicht, wie der Papst solche Vorschläge bringen kann, die in der Geschichte mehrfach gescheitert sind.

Aber Ideologie schert sich halt weder um Fakten oder Sachargumente. Der Vatikan denkt heute ideologisch, nicht mehr katholisch.

Der Papst trägt durch solche Schreiben heute schon eine Mitverantwortung am künftigen Leid, sollten seine Vorschläge auch tatsächlich mal umgesetzt werden.


10
 
 Herbstlicht 13. Oktober 2020 
 

Dass Franziskus den Kapitalismus in seinen kranken Auswüschsen kritisiert, finde ich in Ordnung.
Wo der kleine Bürger nur noch dazu dient, das ohnehin schon unvorstellbar hohe Vermögen gewisser Eliten und Konzernbosse zu erhöhen, ist Kritik wirklich angebracht.
Aber Kapitalismus muss ja nicht nur ausbeuterisch sein. Richtig angewandt kann er auch Gutes bewirken. Die Marktbeherrschenden müssen es nur wirklich wollen!
Abgesehen davon wünsche ich mir von Franziskus mehr geistliche Führung. Er möge den Menschen, gerade auch den Suchenden, mehr von Gott erzählen, von Jesus Christus, der sein Leben für uns hingegeben hat.
Politker haben wir genug!


8
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE DIESE WOCHE - 25. MÄRZ!!!
  2. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  4. Spanien am moralischen Abgrund
  5. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  6. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  7. Panik in Magdeburg
  8. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  9. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  10. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  11. Ein Champion am Galgen – und die Welt sieht weg
  12. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  13. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  14. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt
  15. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz