Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  2. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  3. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  4. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  5. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  6. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  7. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  8. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  9. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  11. Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!
  12. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  13. Auch müde Gebete zählen
  14. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  15. "Ich glaube, dass Gott das erste Selfie geschossen hat.“

„Anderer Meinung sein ist kein ‚Bashing‘ und Kritik ist nicht ‚Hatespeech‘“

3. November 2020 in Spirituelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Augsburger Gebetshausleiter Johannes Hartl listet „8 der populärsten Lügen, die wir Menschen von heute glauben“, beispielsweise lehnt er den Gedanken ab, dass Widersprechen böse sei.


Augsburg (kath.net/pl) Zum Blick hinter die eigenen Kulissen lädt der Augsburger Theologe Johannes Hartl ein. In einem Posting auf seiner Facebookseite listet er „8 der populärsten Lügen, die wir Menschen von heute glauben“.

„Schneller ist besser“, zitiert er, um dann zu widersprechen: „Wer im falschen Zug sitzt, hat nichts davon, dass es ein super schneller ICE ist. Entscheidend ist, wo Du im Leben hin willst und was wirklich zählt.“

„Neuer ist besser“, doch dann stellt er dagegen: „‚2+2=4‘ ist nicht am Dienstag falsch, weil es am Montag richtig war“. Es sage noch nichts über den Wert aus, dass „etwas neuer oder moderner“ sei. Obendrein erinnerte Hartl daran, dass „auch Rassismus … in den 30er Jahren als wissenschaftlich und modern“ gegolten habe.


„Wir können alles kontrollieren“. Hier kommt vom gefragten Konferenzredner Hartl kein vollständiger Widerspruch, denn „dank Technik“ könne man glücklicherweise wirklich „mehr kontrollieren“. Doch auch hier stelle sich ein Problem, mahnte Hartl: „je mehr Technik, desto mehr Kontrolle auch über Menschen. Und das, was im Leben am meisten zählt, lässt sich nicht kontrollieren: Liebe, das Leben selbst und sein Ende, der Tod.“

„Man kann alles mit dem Kopf lösen“, aber in Wirklichkeit werde der Verstand überschätzt. Gerade „die tiefsten Lebensfragen sind nicht rational lösbar und in menschlichen Beziehungen auch das meiste nicht.“ Hartl ergänzte: „Viel im Kopf zu haben, bedeutet noch nicht, ein weiser oder guter Mensch zu sein.“

„Das menschliche Gehirn ist ein Computer“, aber da der Mensch „aus Körper, Geist und Seele in Verbindung“ bestehe, wird das Leben tot „ohne spirituelle Dimension und emotionale Gesundheit“. Hier sage einem der eigene Körper „die Wahrheit, die Dein Hirn nicht hören will“.

„Widersprechen ist böse“, so nimmt Hartl die gegenwärtig immer deutlicher werdende Gesprächs- und Diskussionskultur auf das Korn. Er erinnert daran, dass es kein „Bashing“ sei, wenn man anderer Meinung ist, auch sei Kritik nicht automatisch „Hatespeech“. Vielmehr sei „die Fähigkeit, anderer Meinung zu sein, … Grundlage sinnvollen Austauschs“.

Damit zusammenhängend formulierte er den Anspruch: „Alles sollte harmonisch sein“, doch die Wahrheit sei: „“enn Menschen freien Willen haben, werden sie streiten“. Wer „immer Harmonie“ wolle, werde „unfrei“. „Für das Gute und Richtige einzustehen, bedeutet, dass es manchmal stressig wird und zu Konflikten kommt.“


„Naturwissenschaft = Realität“, so lautet das letzte Postulat, dem Hartl widerspricht. Denn „Naturwissenschaften sind dort exakt, wo sie messen, wiegen, zählen.“ Doch je mehr Theorie daraus wird, desto mehr Interpretation ist darin“. Die Naturwissenschaft könne kein „ganzes Bild der Wirklichkeit“ zeichnen. Anschaulich führt Hartl vor Augen, dass beispielsweise Anatomie „nicht den ganzen Menschen“ zeige, „denn sie findet an der Leiche statt“.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  6. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  7. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  8. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  9. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  10. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  11. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  12. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft
  13. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  14. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  15. Maria 1.0: Immer wieder Deutschland - „Deutsch-Synodale“ Reformatoren schaffen Realität

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz