Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  2. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  3. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  4. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  5. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  6. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  7. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  8. Der Bischof und der Denunziant
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  11. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  12. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  13. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  14. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  15. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus

Vatikan verhängt schwere Disziplinarstrafe gegen polnischen Kardinal Hendryk Gulbinowicz

7. November 2020 in Weltkirche, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


97-Jähriger verliert Recht auf Nutzung der Bischofsinsignien und auf Bestattung im Dom von Wrocław (Breslau), darf keine öffentlichen Gottesdienste mehr feiern – Deutliche Reaktion aus dem Erzbistum: Dies bestätigt Richtigkeit der Anklagen


Wrocław (kath.net/pl) Der Vatikan verhängt eine schwere Disziplinarstrafe gegen den polnischen emeritierten Erzbischof Hendryk Kardinal Gulbinowicz. Der 97-Jährige verliert das Recht auf Nutzung der Bischofsinsignien und auf Bestattung im Dom von Wrocław (Breslau). Er darf nicht mehr in der Öffentlichkeit auftreten und keine öffentlichen Gottesdienste mehr feiern. Das gibt die Apostolische Nuntiatur in Warschau in einem Kommuniqué bekannt. Einen Grund für diese empfindliche Bestrafung nennt die Nuntiatur nicht. Allerdings wird die weitere Bemerkung der Nuntiatur weithin als Hinweis gewertet: Der Kardinal müsse einen „angemessenen Beitrag“ für die Stiftung St. Józef leisten, die „von der polnischen Bischofskonferenz gegründet wurde, um die Aktivitäten der Kirche zugunsten von Opfern sexuellen Missbrauchs“ zu unterstützen, die „psychologische Hilfe sowie Prävention und Aufklärung von Personen, die für den Schutz von Minderjährigen verantwortlich sind“, anbiete.


Das Erzbistum Wrocław (Breslau) reagiert in einer Stellungnahme mit deutlichen Worten. Das Erzbistum schreibt wörtlich:

„Die Ankündigung der Apostolischen Nuntiatur in Bezug auf den Priester Henryk Kardinal Gulbinowicz ist für uns als Kirche in Breslau schmerzhaft, da sie zeigt, dass in der Vergangenheit einige Menschen von dem Geistlichen, der unsere Diözese leitete, ernsthaft verletzt worden waren. Diese Menschen verdienen die Worte „Es tut mir leid“. Wir drücken unseren Respekt für sie aus und erklären unsere Bereitschaft zur Unterstützung und Hilfe.

Die Schwere der gegen den Kardinal verhängten Sanktionen zeigt, dass die Untersuchung die Richtigkeit der Anklagen gegen den Kardinal im öffentlichen Raum bestätigte. Die Tatsache, dass die Angelegenheit aufgegriffen, geklärt und zum Abschluss gebracht wurde, bestätigt, dass es in der Kirche keine Nachsichtigkeit für diese Art von Verbrechen gibt und dass es niemals erlaubt sein wird, sie zu tolerieren. Trotz der Tatsache, dass es sich um Taten handelt, die vor Jahrzehnten stattgefunden haben, werden sie in der Kirche niemals als verjährt angesehen. Dies erlaubt uns auch zu vertrauen, dass die Kirche fest reagiert und solche Situationen heute und in Zukunft nicht wieder auftreten lässt.“

Gulbinowicz war 1976-2004 der Erzbischof von Wrocław gewesen. Papst Johannes Paul II. hatte Gulbinowicz am 25. Mai 1985 in das Kardinalkollegium aufgenommen. 2019 erhob der Dichter Przemysław Kowalczyk den Vorwurf, dass Gulbinowiczihn drei Jahrzehnte zuvor sexuell belästigt habe. Nach polnischem Strafrecht gab es keine Verhandlung, weil die mutmaßliche Tat bereits als verjährt galt. Nach den aktuellen Reaktionen aus dem Vatikan und aus dem Erzbistum können diese und/oder ähnliche Vorwürfe wohl als bestätigt gelten.

Das Kommuniqué der Apostolischen Nuntiatur

Mehr dazu auf kathtube:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  5. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  6. Der Bischof und der Denunziant
  7. Das Ziel, für das der Mensch bestimmt ist. Die Aufnahme Mariens als Verheißung des ewigen Lebens
  8. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  9. Gott hingegen vergeht nie! Wir existieren, weil er uns liebt!
  10. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  11. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  12. Italien: Niedrigwasser stoppt Marienprozession auf dem Po
  13. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  14. „Maria, du bist ‚die Freude des Himmels und der Erde‘; wache und bete für uns“
  15. 21 Märtyrer: 20 ägyptische Kopten und ein Wanderarbeiter aus Ghana

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz