Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischof Heiner Wilmer empfängt Kommunion aus den Händen einer Laiin
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  4. Großbritannien: Blühende Tradi-Franziskaner-Kommunität steht vor der Auflösung
  5. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  6. Wahrheit ist heilsrelevant
  7. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  8. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  9. Polnische Bischofskonferenz bejaht in Positionspapier die Ehe nur „zwischen Mann und Frau“
  10. Ritus, Zeichen und Symbol: Der Weg zum Mysterium
  11. Kardinal Kasper warnt deutsche Kirche vor Arroganz: „Beste Methode, sich unbeliebt zu machen“
  12. Papst an Pfadfinder: „Ihr verbindet auf kluge Weise das Buch der Natur mit dem Wort Gottes“
  13. Weltweiter Rosenkranz für den Frieden am 30. Mai mit Papst Leo XIV. – Übertragung aus dem Vatikan
  14. Schönborn: Glaube braucht Tradition und kirchliche Einheit
  15. RTL-Journalistin Liv von Boetticher: „Habe die Bundespolizei zwei Nächte lang auf Streife begleitet“

Erzbistum Bamberg verurteilt Hexenwahn gestern und heute

27. August 2012 in Deutschland, 26 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof Schick: Als Christen lehnen wir jede Folter und Gewalt ab und können die Todesstrafe nicht akzeptieren – Vergebungsbitte erneuert


Bamberg (kath.net/bbk) Das Erzbistum Bamberg verurteilt den Hexenwahn mit der Verfolgung und Tötung unschuldiger Menschen und bekräftigt die Vergebungsbitte aus dem Jahr 2007.

Angesichts wiederholter Forderungen, die katholische Kirche solle sich für die Hexenverbrennung in Bamberg entschuldigen, erinnert Erzbischof Ludwig Schick daran, dass am 11. März 2007 anlässlich des 1000. Bistumsjubiläums die Erzdiözese für den „Hexenwahn im Hochstift Bamberg, der zu Beginn des 17 Jahrhunderts etlichen hundert Menschen das Leben kostete“, um Vergebung gebeten habe.


Diese Bitte gelte auch heute und für die Zukunft, betont Erzbischof Schick und fügt hinzu: „Katholische Amtsträger und andere Kirchenmitglieder haben Unrecht begangen. Den Opfern und ihren Familien ist Furchtbares geschehen. Die Prozesse, die geführt wurden, sind nach unserem heutigen Rechtsverständnis Unrecht und die Urteile deshalb null und nichtig."

Aufgabe der Kirche sei es heute mitzuwirken, dass sich so etwas nicht wiederhole. „Als Christen lehnen wir jede Folter und Gewalt ab und können die Todesstrafe nicht akzeptieren“, betont Erzbischof Schick.

Er weist darauf hin, dass auch heute noch unschuldige Menschen als „Hexen“ verfolgt und getötet werden. Dabei verweist er auch auf Ereignisse der letzten Zeit in Afrika und Südostasien.

„Die Erinnerung an Leid und Schuld vergangener Zeiten ist wichtig. Ebenso nötig ist auch die Mahnung, dass sich solche schlimmen und unmenschlichen Entwicklungen nicht wiederholen“, so der Erzbischof.

Deshalb sei es nötig, die sehr komplexen Hintergründe der Hexenverfolgung zu analysieren. Dazu seien Historiker, Theologen, Psychologen und Soziologen gefragt.

Wir können die Vergangenheit nicht ungeschehen machen. „Was wir aus ihr lernen können, müssen wir aber für eine bessere Zukunft annehmen“, so Schick.

In einer Projektgruppe der Stadt Bamberg, die sich mit der Aufarbeitung des Hexenwahns beschäftigt, beteiligt sich auch das Erzbistum und ist durch den Leiter der Hauptabteilung Kunst und Kultur, Domkapitular Dr. Norbert Jung, vertreten.

Foto: (c) Bistum Bamberg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bistum Bamberg

  1. Bamberger Erzbischof Schick warnt vor „Liturgie light“
  2. Erzbischof Schick: 'Augen auf, Ohren auf und Mund auf'
  3. Die Kirche bietet die Schätze des Himmels
  4. Den Glauben behält man nur, wenn man ihn weiter gibt
  5. ‚Der christliche Glaube macht lebenstauglich und einsatzpflichtig‘
  6. Missbrauch: Kirchengericht verurteilt früheren Personalchef
  7. Erzbischof Schick: 'Das Wahre, Gute und Schöne muss Normalität sein'
  8. Missionarisch Kirche sein für den Dienst am Menschen
  9. ‚Zu Benedikt kommen sie, um ihn zu hören’
  10. ‚Die Geister unterscheiden, um nicht dem Zeitgeist zu verfallen’






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Bischof Heiner Wilmer empfängt Kommunion aus den Händen einer Laiin
  4. Weltweiter Rosenkranz für den Frieden am 30. Mai mit Papst Leo XIV. – Übertragung aus dem Vatikan
  5. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  6. Großbritannien: Blühende Tradi-Franziskaner-Kommunität steht vor der Auflösung
  7. Er starb, weil er die Ehe verteidigte
  8. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  9. Martin Mosebach: ‚Die Nichtnagetiere betreten das sinkende Schiff‘
  10. Kardinal Kasper warnt deutsche Kirche vor Arroganz: „Beste Methode, sich unbeliebt zu machen“
  11. RTL-Journalistin Liv von Boetticher: „Habe die Bundespolizei zwei Nächte lang auf Streife begleitet“
  12. Abtreibung mit Holocaust verglichen? Geistlicher vom Religionsunterricht freigestellt
  13. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  14. Das brennende Herz des heiligen Philipp Neri: Ein wissenschaftlich dokumentiertes Pfingstwunder
  15. Rekordbeteiligung bei traditioneller Wallfahrt nach Chartres - Mehr als 20.000 Teilnehmer

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz