Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  3. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  4. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  7. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  8. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  9. Wir können NICHT schweigen!
  10. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  11. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  12. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  13. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  14. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  15. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete

Lackner: Papst Franziskus ist 'Steilvorlage' für die Kirche

20. November 2013 in Österreich, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Neuer Erzbischof will an bewährter Pfarrstruktur festhalten - Lebensschutz soll zum positiven "Wagnis des Lebens" hinführen


Salzburg (kath.net/KAP) Eine neue positive Herausforderung für die Kirche sieht Erzbischof Lackner in Papst Franziskus. Befragt nach dem neuen Pontifikat und der Papstwahl sagte der neue Salzburger Erzbischof bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Salzburg: "Ich habe darum gebetet, dass der Papst nicht aus Europa kommt." Für Lackner, der innerhalb der Bischofskonferenz für den Kontakt zur Welt des Sports zuständig ist, ist Papst Franziskus eine "Steilvorlage, die wir erst erreichen müssen". Es gelte jetzt zu klären, "wo die Ränder der menschlichen Existenz sind", an denen die Kirche wirken soll. Wichtig dabei sei die Erfahrung von Gemeinschaft: Es geht darum, "dass wir gemeinsam die Ränder suchen und aufsuchen".

Als "eigentliche Herausforderung der Kirche" nannte Lackner in diesem Zusammenhang den geänderten Stellenwert von Glaube im Leben der Menschen: Er habe den Eindruck, dass der Mensch von heute gelernt hat, "über weite Strecken auch ohne Gott gut zu leben", und das "auch moralisch gut". Als Beispiel dafür nannte er seine seelsorgliche Erfahrung in der Begleitung sterbender Menschen. Habe sein Vater kurz vor seinem Tod 1984 noch gesagt: "Jetzt kommt's, jetzt wird mein Leben gewogen", so sei dieses Bewusstsein mittlerweile bei vielen Menschen verschwunden. Viele lebten den Glauben auf einem viel niedrigeren Niveau, weil die "Vollgestalt des christlichen Glaubens für viele eine Überforderung" sei. Von daher gelte es in Verkündigung und Pastoral "die Sehnsucht nach dem tieferen Sinn zu wecken".


Festhalten an der Pfarrstruktur

Große Bedeutung misst der neue Salzburger Erzbischof weiterhin der bestehenden Pfarrstruktur der Kirche zu. "Keine Pfarren auflösen - das würde ich sofort unterschreiben", so Lackner wörtlich. Pfarren seien Lebensorganismen, die man fördern soll, wobei gleichzeitig Zusammenarbeit und Synergien zu nutzen seien, meinte Lackner mit Verweis auf seine Erfahrungen in der Steiermark, wo keine Pfarren aufgelöst, sondern Pfarrverbände gebildet wurden.

Dies entspreche auch dem von der katholischen Soziallehre präferierten Subsidiaritätsprinzip: Kleine Einheiten müssen in der Eigenverantwortung gestärkt und mit Vertrauen ausgestattet werden. Das gelte nicht nur für die Kirche, sondern auch im Politischen, wo eine Kernfrage laute: "Wie gelingt es, dass die kleinen Zellen der Gesellschaft im großen Europa gestärkt werden?"

Der neue Erzbischof unterstrich auch die gesellschaftspolitische Bedeutung nach dem umfassenden Schutz des Lebens. Er, Lackner, werde gerne die Lebensschutzinitiativen seines Amtsvorgängers in der Erzdiözese Salzburg weiterführen, denn: "Je mehr sich der Mensch anmaßt, Anfang und Ende des Lebens unter Kontrolle zu nehmen, umso schwieriger wird das eigentliche Leben dazwischen." Es gelte das "Wagnis des Lebens" anzunehmen.

Der zukünftige Erzbischof von Salzburg, Franz Lackner, stellt sich vor (Zusammenfassung der Pressekonferenz)


Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Erzdiözese Salzburg

  1. Drei Adoratio-Kongresse im Herbst in Bayern und Österreich
  2. Erzdiözese Salzburg: Weiterbildungsveranstaltung mit Homosexuellen-Initiative
  3. Erzdiözese Salzburg veranstaltet Fortbildungsveranstaltung mit Homo-Aktivisten
  4. Salzburg: Trauer um Erzbischof emeritus Alois Kothgasser
  5. Die Nachfolge Christi hat immer auch mit Widerstand und Kreuz zu tun!
  6. „Damit etwas von uns bleibt“
  7. Lackner zu Kirchenaustritten: 2019 war ein "annus horribilis"
  8. Schulkonflikt: Erzbischof Lackner weist Vorwürfe zurück
  9. Salzburg: Aufregung um Übergriffe gegen Priester
  10. Lackner beklagt bei Maria-Namen-Feier Verfall christlicher Werte







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Neuer Eichstätter Bischof Würtz will jetzt beim deutsch-synodalen Irrweg mitmachen
  3. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  4. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  5. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  6. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  7. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  8. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  9. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  10. Vatikan beendet Reflexionsprozess bei den Servi Jesu et Mariae
  11. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  12. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  13. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  14. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  15. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz